Onans

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Onans
Onans (Frankreich)
Onans
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Doubs
Arrondissement Montbéliard
Kanton Bavans
Koordinaten 47° 30′ N, 6° 37′ OKoordinaten: 47° 30′ N, 6° 37′ O
Höhe 335–481 m
Fläche 14,21 km2
Einwohner 371 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 26 Einw./km2
Postleitzahl 25250
INSEE-Code

Onans ist eine Gemeinde im französischen Département Doubs in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Onans liegt auf 363 m, sieben Kilometer nordnordöstlich von L’Isle-sur-le-Doubs und etwa 14 km westlich der Stadt Montbéliard (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im Tal des Ruisseau d’Onans in der Hügellandschaft nördlich des Doubstals, am Ostfuß des Mont de Pierre Trouée.

Die Fläche des 14,21 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt der Hügellandschaft nördlich des Doubstals. Das Gebiet wird von Norden nach Süden von der Talmulde des Ruisseau d’Onans durchquert. Südlich des Dorfes versickert der Bach. Flankiert wird diese Talmulde im Westen vom Höhenrücken des Mont de Pierre Trouée (469 m). Weiter nach Südwesten reicht der Gemeindeboden über das Becken von Geney bis auf den Mont du Bois des Roches (463 m) und den Mont de Bellevoie (459 m). Östlich von Onans erstreckt sich das Gemeindeareal auf die Hochflächen von Bois de la Craie, Bois des Tronchots, La Broche und Les Chauselles. Hier wird mit 481 m die höchste Erhebung von Onans erreicht. Das ganze Areal zeigt ein lockeres Gefüge von Acker- und Wiesland sowie Wald. Mit Ausnahme des Ruisseau d’Onans gibt es kein oberirdisches Fließgewässer, weil das Niederschlagswasser im verkarsteten Untergrund der Kalkhochflächen versickert.

Nachbargemeinden von Onans sind Marvelise und Gémonval im Norden, Arcey, Montenois und Faimbe im Osten, Médière und Étrappe im Süden sowie Geney und Courchaton im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Kirche zu Onans wird bereits im Jahr 1199 urkundlich erwähnt. Im Mittelalter gehörte Onans zur Herrschaft Granges, die im 14. Jahrhundert unter die Oberhoheit der Grafen von Montbéliard kam. Zusammen mit der Franche-Comté gelangte das Dorf mit dem Frieden von Nimwegen 1678 an Frankreich. Heute ist Onans Teil des Gemeindeverbandes Communauté de communes des Isles du Doubs.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lavoir von Onans

Die heutige Dorfkirche von Onans wurde im 18. Jahrhundert erbaut.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 261
1968 235
1975 246
1982 288
1990 358
1999 342
2006 359

Mit 371 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) gehört Onans zu den kleinen Gemeinden des Département Doubs. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hatte (1886 wurden noch 437 Personen gezählt), wurde seit Mitte der 1970er Jahre wieder ein Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Onans war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Ackerbau, Obstbau und Viehzucht) und die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute einige Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Mittlerweile hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde gewandelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen an einer Departementsstraße, die von Longevelle-sur-Doubs nach Crevans führt. Der nächste Anschluss an die Autobahn A36 befindet sich in einer Entfernung von ungefähr 15 km. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Geney und Arcey.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Onans – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien