Dorothea Schürch

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Dorothea Schürch während der Show «Let's sing Arbeiterin*» von Les Reines Prochaines und Freundinnen*, 2019

Dorothea Schürch (* 1960 in Zürich) ist eine Schweizer Sängerin, Komponistin und Klanginstallateurin.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schürch studierte an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich 1981 bis 1985 und 1989/90; während dieser Zeit trat sie in der Zürcher Werkstatt für Improvisierte Musik auf. Mit Brigitte Schär und Magda Vogel bildete sie das avantgardistische A-cappella-Trio Eisgesänge, das von 1989 bis 1993 bestand. Sie trat mit Improvisationsmusikern wie Hans Koch, Martin Schütz, John Butcher, Charlotte Hug, Thomas Lehn, Paul Lytton, Phil Minton, Zeena Parkins, John Russell, Roger Turner, Phil Wachsmann und Stephan Wittwer, aber auch mit Jazzmusikern wie Han Bennink, Andrew Cyrille, Fred Hopkins, Diedre Murray, Jeanne Lee, Urs Leimgruber, Lauren Newton, William Parker und Fredy Studer auf. 1997 gründete sie mit Ben Jeger und Christoph Gantert das Trio Chanteurs à Voix. Mit Daniel Mouthon leitete sie das Swiss Improvisers Orchestra. Sowohl eingesetzte Mittel – sie spielt auch singende Säge und sammelt solche verschiedenster Art – als auch ihre Kunstformen sind vielfältig: Anlässlich des Tonkünstlerfests 2007 in Zürich benutzte sie mit Cornelia Cottiati und Jörg Köppl das öffentliche Kanalnetz der Stadt als Klangkörper (Organ II). 2008 war sie an den Aufführungen von Elfriede Jelineks „Bambiland“ im öffentlichen Raum von Wien beteiligt.

Schürch interpretierte auch Werke von John Cage, Alvin Lucier und Dieter Schnebel und war an Projekten des zeitgenössischen Musiktheaters beteiligt (auch als Regisseurin). Sie arbeitete weiterhin mit Markus Eichenberger, Butch Morris, Georg Gräwes „Grubenklangorchester“, dem „King Übü Orchestrü“ von Wolfgang Fuchs, dem Ensemble Opera Nova Zürich, mit Jacques Demierre in „Des Indes à la Planète Mars“ sowie „le tout sur le tout“ und mit „Dog Breath Variations“ in den USA zusammen. Sie trat auf internationalen Festivals wie dem Jazz Festival Willisau, Experimental Festival Kopenhagen, Canaille Frankfurt, Festival Jazz à Mulhouse, London Jazz Festival, Total Music Meeting, Wien Modern (mit Salvatore Sciarrinos „Lohengrin“) oder der Ars Electronica auf.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schürch erhielt ein Stipendium des Migros Genossenschafts-Bundes und 1998 ein Arbeitsstipendium auf Schloss Solitude Stuttgart sowie 2001 das Werkjahr der Stadt Zürich. 2019 gewann sie den Schweizer Performance Preis / Publikumspreis[1]: Manifesto Reflex Collective, mit Monika Dillier, Iris Ganz, Sibylle Hauert, Lysann König, Fränzi Madörin, Muda Mathis, Dorothea Mildenberger, Sarah Elena Müller, Barbara Naegelin, Chris Regn, Andrea Saemann, Sus Zwick.

Diskographische Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Interni Pensieri (mit Michel Seigner, Ernst Thoma; Intakt)
  • Oscura Luminosa: in full armour (mit Robert Dick, Petja Kaufman, Conrad Steinmann, Alfred Zimmerlin; Unit Records)
  • Chanteurs à Voix: Navy Cut

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Performancepreis Schweiz. Abgerufen am 28. September 2019 (deutsch).