Aarberg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Aarberg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Aarberg
Wappen von Aarberg
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Seelandw
BFS-Nr.: 0301i1f3f4
Postleitzahl: 3270
UN/LOCODE: CH ABG
Koordinaten: 587630 / 210376Koordinaten: 47° 2′ 39″ N, 7° 16′ 33″ O; CH1903: 587630 / 210376
Höhe: 455 m ü. M.
Fläche: 7.93 km²
Einwohner: 4529 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 571 Einw. pro km²
Website: www.aarberg.ch
Aarberg: Schloss

Aarberg: Schloss

Karte
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Aarberg (im einheimischen Dialekt: [ɑrˈb̥æːrg̊])[2] ist eine politische Gemeinde und Hauptort des Verwaltungskreises Seeland im Kanton Bern. Die Stadt hat heute mehr als 4000 Einwohner.

Eingemeindet ist der Weiler Spins.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt oberhalb der Aare auf 456 m ü. M. am Fuss des Frienisberges. Nachbargemeinden sind Bargen, Kappelen, Lyss, Seedorf und Radelfingen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtgründung erfolgte um das Jahr 1220 durch den burgundischen Grafen Ulrich III. von Neuenburg. Das älteste schriftliche Stadtrecht datiert von 1271. Am 11. Januar 1338 schloss Graf Peter von Aarberg mit Freiburg einen Burgrechtsvertrag. Bereits am 26. Juli 1339 wurde Graf Peter von Aarberg Feldhauptmann der Freiburger gegen die Berner. Graf Peter von Aarberg bestätigt (Quittung) am 7. Mai 1340, dass er den von Freiburg versprochenen Sold bekommen habe und dass auch Junker Peter von Lobsigen für das ihm von den Bernern getötete Ross (Pferd) gut entschädigt worden sei. Im Jahre 1351 verpfändete Graf Peter II. von Aarberg, der letzte Stadtherr, für 16.700 Gulden Aarberg an die Stadt Bern.[3] Da der Graf das Pfand nicht mehr einzulösen vermochte, kam die ganze Herrschaft schliesslich über dessen Vetter, Rudolf IV., den Grafen von Neuenburg zu Nidau, 1376 endgültig an Bern.

Aarberg 1744 noch umflossen von der Aare

Nach dem Stadtbrand von 1477 wird Aarberg neu gebaut. Es entsteht der Marktplatz zwischen den Häuserzeilen. Das Marktrecht wird auf den Salz-, Eisen- und Tuchhandel erweitert, was der Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung bringt. 1798 wird Aarberg von den französischen Truppen besetzt. 1803 wird Aarberg Hauptort des Amtsbezirks Aarberg. 1832 entsteht die Gemeinde Aarberg mit eigener Verwaltung.

Die Aarekorrektur im Rahmen der Juragewässerkorrektion mit dem Hagneckkanal verändert die Lage Aarbergs, das bislang auf einer Insel stand. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie Bern–Biel, die in Lyss Zwischenstation macht, verlagerte sich der Waren- und Personenverkehr vom Wasser auf die Schiene und von Aarberg ins benachbarte Lyss.

Stadtbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadtbild ist mittelalterlich geprägt. Am Ort gibt es u.a. eine spätgotische Kirche und eine Holzbrücke aus dem Jahre 1557.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1764 440
1850 993
1900 1372
1950 2126
1990 3414
2002 3910
2004 3946
2005 4026
2006 4240
2013 4273

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2015 betrugen: SVP 36.4 %, SP 16.9 %, BDP 15.9 %, FDP 10.3 %, glp 5.9 %, GPS 5.1 %, EVP 4.4 %, EDU 2.3 %, CVP 1.1 %.[4]

Gesundheitswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aarberg verfügt über ein öffentliches Spital mit 24-Stunden-Notfallversorgung. Es gehört zum Klinikverbund Spital Netz Bern.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aarberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource Wikisource: Aarberg – Artikel der 4. Auflage von Meyers Konversations-Lexikon

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Gabrielle Schmid/Andres Kristol: Aarberg BE (Aarberg) in: Dictionnaire toponymique des communes suisses – Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen – Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG). Centre de dialectologie, Université de Neuchâtel, Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, p. 73.
  3. a b Charles Knapp, Maurice Borel, Victor Attinger, Heinrich Brunner, Société neuchâteloise de géographie (Herausgeber): Geographisches Lexikon der Schweiz. Band 1: Aa – Emmengruppe. Verlag Gebrüder Attinger, Neuenburg 1902, S. 5, Stichwort Aarberg  (Scan der Lexikon-Seite).
  4. Resultate der Gemeinde Aarberg. Staatskanzlei des Kantons Bern, 18. Oktober 2015, abgerufen am 17. April 2016 (html, deutsch).
  5. Thomas Gmür: Clias, Phokion Heinrich im Historischen Lexikon der Schweiz