Aarberg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Aarberg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Aarberg
Wappen von Aarberg
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Seelandw
BFS-Nr.: 0301i1f3f4
Postleitzahl: 3270
UN/LOCODE: CH ABG
Koordinaten: 587672 / 21054747.0458387.276397455Koordinaten: 47° 2′ 45″ N, 7° 16′ 35″ O; CH1903: 587672 / 210547
Höhe: 455 m ü. M.
Fläche: 7,93 km²
Einwohner: 4182 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 527 Einw. pro km²
Website: www.aarberg.ch
Aarberg: Schloss

Aarberg: Schloss

Karte
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Über dieses Bild
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Aarberg (im einheimischen Dialekt: [ɑrˈb̥æːrg̊])[2] ist eine politische Gemeinde und Hauptort des Verwaltungskreises Seeland im Kanton Bern. Die Stadt hat heute mehr als 4000 Einwohner.

Eingemeindet ist der Weiler Spins.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt oberhalb der Aare auf 456 m ü. M. am Fuss des Frienisberges. Nachbargemeinden sind Bargen, Kappelen, Lyss, Seedorf und Radelfingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadtgründung erfolgte um das Jahr 1220 durch den burgundischen Grafen Ulrich III. von Neuenburg. Das älteste schriftliche Stadtrecht datiert von 1271. Am 11 Januar 1338 schloss Graf Peter von Aarberg mit Freiburg einen Burgrechtsvertrag. Bereits am 26. Juli 1339 wurde Graf Peter von Aarberg Feldhauptmann der Freiburger gegen die Berner. Graf Peter von Aarberg bestätigt (Quittung) am 7. Mai 1340 , dass er den von Freiburg versprochenen Sold bekommen habe und dass auch Junker Peter von Lobsigen für das ihm von den Bernern getötete Ross (Pferd) gut entschädigt worden sei. Im Jahre 1351 verpfändete Graf Peter II. von Aarberg, der letzte Stadtherr, für 16.700 Gulden Aarberg an die Stadt Bern.[3] Da der Graf das Pfand nicht mehr einzulösen vermochte, kam die ganze Herrschaft schliesslich über dessen Vetter, Rudolf IV., den Grafen von Neuenburg zu Nidau, 1376 endgültig an Bern.

Nach dem Stadtbrand von 1477 wird Aarberg neu gebaut. Es entsteht der Marktplatz zwischen den Häuserzeilen. Das Marktrecht wird auf den Salz-, Eisen- und Tuchhandel erweitert, was der Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung bringt. 1798 wird Aarberg von den französischen Truppen besetzt. 1803 wird Aarberg Hauptort des Amtsbezirks Aarberg. 1832 entsteht die Gemeinde Aarberg mit eigener Verwaltung. Die Aarekorrektur mit dem Hagneck-Kanal verändert die Lage Aarbergs, das bislang auf einer Insel stand. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie Bern–Biel, die in Lyss Zwischenstation macht, verlagerte sich der Waren- und Personenverkehr vom Wasser auf die Schiene und von Aarberg ins benachbarte Lyss.

Stadtbild[Bearbeiten]

Das Stadtbild ist mittelalterlich geprägt. Am Ort gibt es u.a. eine spätgotische Kirche und eine Holzbrücke aus dem Jahre 1557[3].

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1764 440
1850 993
1900 1372
1950 2126
1990 3414
2002 3910
2004 3946
2005 4026
2006 4010

Politik[Bearbeiten]

Die Wähleranteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2011 betrugen: SVP 33.3 %, SP 17.9 %, BDP 17.8 %, FDP 9.8 %, GPS 6.4 %, glp 4.7 %, EVP 3.2 %, EDU 2.9 %, CVP 1.1 %.[4]

Gesundheitswesen[Bearbeiten]

Aarberg verfügt über ein öffentliches Spital mit 24-Stunden-Notfallversorgung. Es gehört zum Klinkverbund Spital Netz Bern.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aarberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource Wikisource: Aarberg – Artikel der 4. Auflage von Meyers Konversations-Lexikon

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Gabrielle Schmid/Andres Kristol: Aarberg BE (Aarberg) in: Dictionnaire toponymique des communes suisses – Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen – Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG). Centre de dialectologie, Université de Neuchâtel, Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, p. 73.
  3. a b Charles Knapp, Maurice Borel, Victor Attinger, Heinrich Brunner, Société neuchâteloise de géographie (Herausgeber): Geographisches Lexikon der Schweiz. Band 1: Aa – Emmengruppe. Verlag Gebrüder Attinger, Neuenburg 1902, S. 5, Stichwort Aarberg  (Scan der Lexikon-Seite).
  4. http://www.wahlarchiv.sites.be.ch/wahlen2011/target/NAWAInternetAction.do@method=read&sprache=d&typ=21&gem=301.html abgerufen am 15. März 2012
  5. Thomas Gmür: Clias, Phokion Heinrich im Historischen Lexikon der Schweiz
Aare bei Aarberg