Dorothee Martin

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Dorothee Martin (2018)

Dorothee Katja Julia Martin[1] (* 21. Januar 1978 in Kaiserslautern) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Seit März 2011 ist sie Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft.

Herkunft und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin wuchs in Heltersberg in der Pfalz auf. Nach dem Abitur am Leibniz-Gymnasium in Pirmasens zog sie 1997 nach Hamburg. An der Universität Hamburg studierte sie Politikwissenschaft und Staatsrecht mit Abschluss 2003 als Diplom-Politologin.

Berufliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2004 bis 2014 war sie im Bereich Public Affairs und als Marketing-Referentin für den Hamburger Immobilienentwickler ECE Projektmanagement tätig und zusätzlich ab 2013 als Geschäftsführerin der ECE Consulting GmbH. Im April 2014 wechselte sie in die Position der stellvertretenden Niederlassungsleiterin der Gagfah Nord – einem Wohnungsunternehmen der damaligen Deutsche Annington Immobilien AG – die 2015 in Vonovia SE umbenannt wurde.[2][3]

Anfang Februar 2018 wurde bekannt, dass sie sich um die Position Bezirksamtsleiterin vom Bezirk Hamburg-Nord zum 1. Juli 2018 – als Nachfolgerin von Harald Rösler – bewirbt.[4][5] Mitte März zog sie ihre Kandidatur zurück und unterstützte fortan die bisherige Dezernentin für Soziales, Jugend und Gesundheit, Yvonne Nische.[6]

Politische Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin ist seit 1998 Mitglied in der SPD. Von 1999 bis 2000 war sie kurzzeitig Mitglied im Landesvorstand der Jusos. Sie saß im Ortsausschuss Fuhlsbüttel-Langenhorn und ist seit 2006 stellvertretende Distriktsvorsitzende der SPD Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Klein Borstel. Sie wird dem Mitte-Rechts-Lager ihrer Partei zugeordnet und vertritt das Establishment.[7][8]

Abgeordnete der Bezirksversammlung Hamburg-Nord (2008–2011)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2008 bis 2011 war Martin Bezirksabgeordnete im Bezirk Hamburg-Nord, dort war sie im Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Verbraucherschutz, im Stadtentwicklungsausschuss und im Regionalausschuss Fuhlsbüttel/Langenhorn aktiv.

Bürgerschaftsabgeordnete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

20. Wahlperiode (2011–2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg 2011 trat sie im Wahlkreis Fuhlsbüttel-Alsterdorf-Langenhorn für die SPD an. Mit 8,1 Prozent der Stimmen gelang ihr der direkte Einzug in das Parlament. Seit dem 7. März 2011 ist sie somit Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. Während der 20. Wahlperiode war sie Mitglied im Verkehrsausschuss, im Ausschuss für Wirtschaft, Medien und Innovation und im Verfassungs- und Bezirksausschuss. Seit 2012 war sie Sprecherin der SPD-Fraktion für Innovation, Tourismus und die Metropolregion Hamburg.

21. Wahlperiode (seit 2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg 2015 erlangte sie im Wahlkreis Fuhlsbüttel-Alsterdorf-Langenhorn mit 8,5 Prozent der Stimmen erneut ein Direktmandat für die Bürgerschaft. Dort ist sie Mitglied im Verkehrsausschuss, Ausschuss für Wirtschaft, Innovation und Medien, im Ausschuss für die Zusammenarbeit der Länder Hamburg/Schleswig-Holstein. Sie ist seit April 2018 verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion.

Bundestagskandidatur 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Bundestagswahl 2017 wurde sie von Ihrer Partei auf den SPD-Landeslistenplatz 3 gesetzt und kandidierte für ein Direktmandat im Bundestagswahlkreis Hamburg-Nord.[9] Über den Landeslistenplatz gewann sie kein Bundestagsmandat und unterlag als Direktkandidatin mit 30,8 % der Erststimmen ihrem Konkurrenten Christoph Ploß (CDU), der mit 33,5 % in den Bundestag einzog.[10]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorothee Martin ist Mitglied in der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik, im Heimatverein Klein Borstel, im Kulturverein Backstube und im Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Fuhlsbüttel.[11][12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dorothee Martin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. MANDATSVERTEILUNG für Hamburg-Nord hamburg.de, abgerufen am 9. Februar 2018
  2. Abgeordnetenprofil von Dorothee Martin, Angaben zu Verhaltensregeln § 26 Abs. 1 HmbAbgG hamburgische-buergerschaft.de (abgerufen am 7. Februar 2018)
  3. Neue Köpfe der GAGFAH GROUP in Hamburg Pressemitteilung vom 4. April 2014 (abgerufen am 7. Februar 2018)
  4. Dorothee Martin will Bezirksamtsleiterin werden abendblatt.de vom 6. Februar 2018 (abgerufen am 7. Februar 2018)
  5. 13 Bewerber für Nachfolge von Bezirksamtschef Rösler welt.de vom 6. Februar 2018 (abgerufen am 7. Februar 2018)
  6. „Bezirksamt Hamburg-Nord: Martin zieht zurück“ auf www.ndr.de, abgerufen am 29. März 2018.
  7. Peter Ulrich Meyer: Showdown im Wahlkreis Nord: Wer soll in den Bundestag?, abendblatt.de vom 22. Oktober 2016 (Zugriff am 9. Februar 2018)
  8. Frank Drieschner: SPD Hamburg: Man lässt mobben. vom 26. November 2016 zeit.de, S. 2 (Zugriff am 9. Februar 2018)
  9. Bundestagswahl 2017. Hamburg. Landeslisten der Parteien (Memento des Originals vom 26. September 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundeswahlleiter.de bundeswahlleiter.de (abgerufen am 7. Februar 2018)
  10. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein: Vorläufiges Ergebnis der Bundestagswahl 2017 in den Wahlkreisen im Vergleich zur Bundestagswahl 2013;Wahlkreis 21 Hamburg-Nord – Erststimme. (PDF; 7.3 kB) In: statistik-nord.de. 24. September 2017, abgerufen am 26. September 2017.
  11. Abgeordnetenprofil von Dorothee Martin hamburgische-buergerschaft.de (abgerufen am 7. Februar 2018)
  12. Dorothee Martin. Über mich. dorotheemartin.de (abgerufen am 7. Februar 2018)