Dusty Rhodes

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Virgil Riley Runnels Jr. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
Dusty Rhodes bei einem WWE Event im Jahr 2014.

Dusty Rhodes bei einem WWE Event im Jahr 2014.

Daten
Ringname Dusty Rhodes
Namenszusätze The American Dream
Körpergröße 185 cm
Kampfgewicht 131 kg
Geburt 12. Oktober 1945
Austin, Texas
Tod 11. Juni 2015
Orlando, Florida
Trainiert von Joe Blanchard
Finishing Move Bionic Elbow
Figure four leglock
Debüt 1968
Ruhestand 2007

Virgil Riley Runnels Jr., (* 12. Oktober 1945 in Austin, Texas; † 11. Juni 2015 in Orlando, Florida), besser bekannt als „The American Dream“ Dusty Rhodes, war ein US-amerikanischer Wrestler, Wrestlingpromoter und Booker. Er hielt mehrfach den höchsten Titel des Wrestlingdachverbands NWA und war Mitglied der WCW Hall of Fame, sowie der WWE Hall of Fame.

Wrestling-Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Runnels in seiner Jugend an der West Texas University American Football gespielt hatte, begann er 1966 mit dem Wrestling-Training, bei „Joltin“ Joe Blanchard. Zwei Jahre später debütierte er als „Dirty“ Dusty Rhodes, einem Namen, den er einem Baseballspieler entlehnt hatte, und durfte sich bereits am 13. Dezember 1968 den Central States Heavyweight Titel umschnallen. Am Anfang seiner Karriere spielte er einen gefürchteter Regelbrecher und bildete mit Dick Murdoch ein Team namens Texas Outlaws. Gemeinsam konnten sie in Florida, Detroit und sogar Australien Titel gewinnen. Anfang der 1970er Jahre trennten sich ihre Wege und Runnels wurde 1974 nach einem Match mit Pak Song gegen Eddie und Mike Graham zum Publikumsliebling gemacht.

National Wrestling Alliance Territorien (1974–1984)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Runnels war zu jener Zeit neben André the Giant der beliebteste Wrestler Amerikas und gewann regionale Titel am laufenden Band. Drei Matches gegen den damaligen Champion der WWF Billy Graham machten ihn auch dem New Yorker Publikum bekannt, zumal der Madison Square Garden ausverkauft war. Die Fehde endete mit einem Texas Bullrope Match welches Graham für sich entscheiden konnte.Gleichzeitig wurde er in Florida Booker der lokalen NWA-Gliederung, später baute er diese Position aus und wurde zum kreativen Kopf der NWA.

Als Wrestler durfte er am 21. August 1979 Harley Race besiegen und damit den NWA World Heavyweight Title gewinnen. Nach nur fünf Tagen bekam Race den Titel zurück. Zwei Jahre später besiegte Runnels Race erneut und es begann eine Fehde mit „Nature Boy“ Ric Flair, die sich über mehrere Jahre hinzog.

Jim Crockett Promotions (1985–1989)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1980er Jahren schuf Rhodes als Booker den NWA Great American Bash, in dem er 1987 bei einem Barbed Wire Match gegen den damaligen NWA TV-Champion Tully Blanchard um dessen Titel und 100.000 Dollar antrat und beides gewann.

World Wrestling Federation (1989–1991)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1989 verlor Runnels seinen Posten als Booker, nachdem er eine Story zu verantworten hatte, bei der die Road Warriors versuchen sollten, ihm mit ihren Stachelschulterpolstern die Augen auszustechen. Darauf wechselte Runnels in die World Wrestling Federation (heute WWE). Hier fehdete er mit Ted DiBiase, Big Boss Man, Honky Tonk Man und Randy Savage und brachte seinen Sohn Dustin unter.

Rückkehr zur WCW (1991–2001)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Runnels 1991 wieder zur WCW gewechselt waren, trat er als Wrestler kürzer und konzentrierte sich auf seinen Job hinter den Kulissen. Er wurde vor der Kamera Mitglied der nWo und managte die Outsiders (Scott Hall und Kevin Nash).

Total Nonstop Action Wrestling (2003–2005)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Runnels hatte zwischen 2000 und 2003 auch eine eigene Liga (Turnbuckle Championship Wrestling) und war für WWE und TNA tätig. 2001, kurz vor ihrer Schließung, war er bei der ECW verpflichtet, wo er sich brutale Barbed Wire Matches mit Steve Corino lieferte.[1]

Rückkehr zur WWE (2005–2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. März 2007 wurde er von seinen Söhnen Cody und Dustin in die Hall of Fame eingeführt. Zuletzt war Runnels als Booker und Interim General Manager für die WWE Nachwuchsliga WWE NXT tätig.

Am 11. Juni 2015 verstarb Virgil Runnels im Alter von 69 Jahren in einem Krankenhaus in Orlando (Florida) an Nierenversagen.[2]

Wrestling-Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dusty Rhodes bei der Einführung in die Hall of Fame im Jahr 2007.
World Wrestling Entertainment
Jim Crockett Promotions/World Championship Wrestling
National Wrestling Alliance
  • Hall of Fame (Class of 2011)
  • NWA Legends Hall of Heroes (Class of 2011)
Georgia Championship Wrestling
Championship Wrestling from Florida
  • NWA World Heavyweight Championship (1×)
  • NWA Southern Heavyweight Championship (Florida Version) (10×)
  • NWA Florida Heavyweight Championship (12×)
  • NWA Florida Television Championship (2×)
  • NWA Brass Knuckles Championship (Florida Version) (2×)
  • NWA Florida Bahamian Championship (1×)
  • NWA United States Tag Team Championship (Florida Version) (1× mit Bugsy McGraw, 1× mit Blackjack Mulligan)
  • NWA Florida Tag Team Championship (1× mit Dick Murdoch, 1× mit Dick Slater, 1× mit Bobo Brazil, 1× mit André the Giant)
  • NWA Florida Global Tag Team Championship (1× mit Magnum T.A.)
NWA Tri-State
  • NWA North American Heavyweight Championship (Tri-State Version) (1×)
  • NWA United States Tag Team Championship (Tri-State Version) (1× mit André the Giant)
NWA San Francisco
  • NWA United States Heavyweight Championship (San Francisco Version) (1×)
NWA Big Time Wrestling
50th State Big Time Wrestling
  • NWA North American Heavyweight Championship (Hawaii Version) (1×)
Big Time Wrestling
  • NWA World Tag Team Championship (Detroit Version) (1× mit Dick Murdoch)
Central States Wrestling
  • NWA Central States Heavyweight Championship (1×)
  • NWA North American Tag Team Championship (Central States Version) (1× mit Dick Murdoch)
George Tragos/Lou Thesz Professional Wrestling Hall of Fame
  • Class of 2017
International Wrestling Alliance (Australia)
National Wrestling Federation
Pro Wrestling Federation (Florida)
  • PWF World Heavyweight Championship (1×)
Professional Wrestling Hall of Fame and Museum
  • Class of 2010
  • World Championship Wrestling (Australia)
  • IWA World Tag Team Championship (1× mit Dick Murdoch)

Dusty Rhodes Tag Team Classic[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals im Spätsommer 2015 wurde ein zu Ehren von Rhodes als Dusty Rhodes Tag Team Classic bezeichnetes Tag-Team-Turnier ausgetragen, das von Finn Bálor und Samoa Joe gewonnen wurde. Im Herbst 2016 folgte die zweite, im Spätwinter 2018 die dritte Auflage. Dabei gingen bislang folgende Teams als Sieger aus den Turnieren hervor:

Sieger Datum Veranstaltung Arena Ort Anmerkung
Finn Bálor & Samoa Joe 7. Oktober 2015 NXT TakeOver: Respect Winter Park, Florida Full Sail University Besiegten Baron Corbin & Rhyno im Turnierfinale.
The Authors of Pain
(Akam & Rezar)
19. November 2016 NXT TakeOver: Toronto Toronto, Ontario, Kanada Air Canada Centre Besiegten TM-61 (Nick Miller & Shane Thorne) im Turnierfinale.
The Undisputed Era
(Adam Cole & Kyle O'Reilly)
7. April 2018 NXT TakeOver: New Orleans New Orleans, Louisiana Smoothie King Center Besiegten The Authors of Pain (Akam & Rezar) und Pete Dunne & Roderick Strong im Turnierfinale bei NXT TakeOver: New Orleans. Obwohl The Undisputed Era keine offizielle Teilnehmer waren, wurden sie im Laufe der Storyline dem Turnierfinale, wobei auch ihre NXT Tag Team Championship auf dem Spiel stand, hinzugefügt.
Aleister Black & Ricochet 13. März 2019
(Ausstrahlung am 27. März 2019)
NXT Winter Park, Florida Full Sail University Besiegten The Forgotten Sons (Steve Cutler & Wesley Blake) im Turnierfinale.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dusty Rhodes (wrestler) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Steve Corino in Ringside. Ausgabe 1/2008, S. 36–38.
  2. theguardian.com Dusty Rhodes, charismatic wrestling star, dies at age of 69