Erlenbach (Michelsbach)

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Erlenbach
Verlauf des Erlenbachs (Mitte)

Verlauf des Erlenbachs (Mitte)

Daten
Gewässerkennzahl DE: 237542
Lage Deutschland
Rheinland-Pfalz
Südpfalz
Flusssystem Rhein
Abfluss über Michelsbach → Rhein → Nordsee
Quelle in Birkenhördt
49° 6′ 56″ N, 7° 55′ 56″ O
Quellhöhe 245 m ü. NHN[1]
Mündung in Leimersheim von links in den MichelsbachKoordinaten: 49° 7′ 36″ N, 8° 20′ 35″ O
49° 7′ 36″ N, 8° 20′ 35″ O
Mündungshöhe 97 m ü. NHN[1]
Höhenunterschied 148 m
Länge 34,2 km[2]
Einzugsgebiet 109,127 km²[2]
Abfluss am Pegel Rheinzabern[3]
AEo: 96,8 km²
Lage: 5,6 km oberhalb der Mündung
NNQ (23.07.1964)
MNQ 1961/2009
MQ 1961/2009
Mq 1961/2009
MHQ 1961/2009
HHQ (24.05.1978)
40 l/s
206 l/s
660 l/s
6,8 l/(s km²)
4,46 m³/s
12,6 m³/s
Linke Nebenflüsse Anbach, Horbach, Waidlachgraben, Grüner Graben, Feldlachgraben
Rechte Nebenflüsse Böllenborn
Kleinstädte Bad Bergzabern, Kandel
Gemeinden Birkenhördt, Kapellen-Drusweiler, Oberhausen, Barbelroth, Winden, Erlenbach, Hatzenbühl, Rheinzabern, Neupotz, Leimersheim
Die Mündung des Erlenbachs (von links) in den Michelsbach

Die Mündung des Erlenbachs (von links) in den Michelsbach

Der Erlenbach ist ein 34,2 km langer Bach in Rheinland-Pfalz. Er ist ein linker Nebenfluss des Michelsbachs. Er fließt auf seiner gesamten Länge durch die Südpfalz und dabei meist parallel zur Bundesstraße 427.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Erlenbach entspringt im südpfälzischen Wasgau, dem südlichen Teil des Pfälzerwaldes, auf einer Höhe von 245 m ü. NHN[1] in der Gemeinde Birkenhördt nahe der katholischen Pfarrkirche St. Gallus. Die Quelle liegt auf Privatgrund, das Wasser wird zunächst unterirdisch abgeleitet. Nach Verlassen des Ortes fließt der Bach in einem abfallenden Tal nach Osten und nimmt von links den Anbach und von rechts den Steinbach auf. Dann passiert er zwei ehemalige Mühlen, die Gehlmühle und die Augspurger Mühle. Bei Bad Bergzabern verlässt er den Pfälzerwald an dessen Ostrand.

Am Stadteingang von Bad Bergzabern vor dem Kurbereich ist er zum Schwanenweiher (auch Stauweiher genannt) aufgestaut. Kurz nachdem er dessen Staudamm passiert hat, verschwindet er verrohrt im Untergrund. Am östlichen Ende des Kurparks gibt es in Höhe der Südpfalz-Therme eine unterirdische Überlaufverzweigung. Der bei Normalangebot alles Wasser führende Teilabschnitt heißt ab hier Woodbach und ist der (früher offene) Mühlgraben der Stadtmühle, in der er ein eisernes Mühlrad antreibt. Kurz bevor der Woodbach die Mühle an der alten Stadtmauer erreicht, tritt er für wenige Meter ans Tageslicht. Früher durchfloss er nach der Mühle offen die Stadt entlang der Bachgasse (heute Königsstraße). In seiner heutigen Verrohrung ist er noch in der Nähe des Gasthofs „Zum Engel“ offen einsehbar. Am Ostrand der Stadt tritt er wieder zu Tage und vereinigt sich mit dem nur bei Wasserüberangebot ab der Überlaufverzweigung Wasser führenden und unter der Weinstraße verlaufenden eigentlichen Erlenbach.[4]

Nun durchquert der Erlenbach mit geringem Gefälle die Oberrheinische Tiefebene in Richtung Rhein. Dabei passiert er Kapellen-Drusweiler, Oberhausen und Barbelroth. Dann nimmt er vor Winden als linken Nebenfluss den von Gleiszellen-Gleishorbach kommenden Horbach auf und verzweigt sich in mehrere parallele Fließe, wie Bruchgraben, Bauerngraben und Flutgraben. Später folgen als linke Nebenflüsse Waidlachgraben, Grüner Graben und Feldlachgraben.

Danach bildet der Erlenbach die Grenze zwischen Kandel und Erlenbach bzw. Hatzenbühl. Nachdem er Rheinzabern und Neupotz passiert hat, mündet er in Leimersheim in den von rechts kommenden Michelsbach. Der Michelsbach ist der nordwestliche Abfluss des Sees Fischmal, der vom Otterbach gespeist wird.

Der Michelsbach besteht aus mehreren ehemaligen Altrheinschlingen und mündet nach etwa 10 km parallelem Lauf bei Sondernheim in den Rhein, wobei die Höhe der Mündung 96 m beträgt.[5] Der Erlenbach bildet zusammen mit dem Otterbach und dem Klingbach über den Michelsbach ein zusammenhängendes Einzugsgebiet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Erlenbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise)
  2. a b GeoExplorer der Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz (Hinweise)
  3. Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch Rheingebiet, Teil I 2009 Landesamt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg ,S. 95, abgerufen am 22. Januar 2016 (PDF, deutsch, 1,85 MB).
  4. Mündliche Auskunft der Verbandsgemeindeverwaltung.
  5. Landschaftsinformationssystem der Naturschutzverwaltung: Kartendienst Mündungshöhe. Abgerufen am 11. März 2014