Essershausen

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Essershausen
Gemeinde Weilmünster
Wappen von Essershausen
Koordinaten: 50° 27′ 28″ N, 8° 19′ 34″ O
Höhe: 157 m ü. NHN
Fläche: 3,99 km²
Einwohner: 197 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 35789
Vorwahl: 06472
Kirche
Edelsberger Straße

Essershausen ist ein Ortsteil des Marktfleckens Weilmünster im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im östlichen Hintertaunus im Weiltal, 4,4 km nordwestlich des Kernortes Weilmünster. Durch den Ort führt die Landesstraße 3025.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wird das Dorf im Jahr 1233 als Sitz eines Reichsritters. Damals hieß das Dorf Eschershusen. Der Ortsname änderte sich dann über Eichschershusen, Eschershusen, Aschesshusen, Eschersshusen, Eschershausen und Essershaußen zum heutigen Essershausen. Er lebte in einem Gehöft mitten im Tal. Es war von einem Wassergraben umgeben. 1391 wurde die Kirche erbaut. Im Jahr 1520 wurde das Dorf zur Pfarre erhoben. Zum Kirchspiel gehören Bermbach, Laimbach und Edelsberg. Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Ortsnähe Eisenstein abgebaut.

Im Jahr 1939 hatte der Ort 188 Einwohner und gehörte zum Oberlahnkreis.

Essershausen hatte einen Bahnhof an der Weiltalbahn. Die Bahnstrecke wurde 1889 erbaut und 1990 abgebaut, nachdem bereits 1969 der Personenverkehr eingestellt worden war.

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 1971 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Essershausen im Zuge der Gebietsreform in Hessen in die Gemeinde Weilmünster eingegliedert.[2]

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Essershausen lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[3][4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belegte Einwohnerzahlen sind:[5]

• 1630: 12 Haushaltungen
Essershausen: Einwohnerzahlen von 1825 bis 2010
Jahr  Einwohner
1825
  
141
1834
  
145
1840
  
154
1846
  
167
1852
  
170
1858
  
178
1864
  
199
1871
  
224
1875
  
215
1885
  
220
1895
  
226
1905
  
219
1910
  
219
1925
  
204
1939
  
188
1946
  
281
1950
  
294
1956
  
270
1961
  
231
1967
  
249
1970
  
224
1987
  
242
1993
  
281
1996
  
240
2001
  
234
2005
  
213
2010
  
219
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [3]; nach 1970:[5]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[3]

• 1885: 210 evangelische (= 95,45 %), 10 katholische (= 4,55 %) Einwohner
• 1961: 62 evangelische (= 70,13 %), 67 katholische (= 29,00 %) Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbeirat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsbeirat von Essershausen besteht aus fünf stimmberechtigten Mitgliedern. Nach den Kommunalwahlen in Hessen 2016 ist der Ortsvorsteher Daniel Rosenkranz.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Essershausen
Blasonierung: „In Blau einen goldenen rot-bewehrten Adler.“[7]

Das Wappen wurde am 18. Februar 1955 durch das Hessische Innenministerium genehmigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Kulturdenkmäler in der Gemeinde siehe Liste der Kulturdenkmäler in Essershausen.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Ortsebene bestehen die Vereine Evangelische Frauenhilfe Essershausen, Deutscher Bund für Vogelschutz – Ortsgruppe Essershausen, die Freiwillige Feuerwehr Essershausen e. V. gegr. 1934, der Wander- und Grillverein Essershausen, der Sheriff-Club e. V., der Minitreff und der Fußballclub Essershausen e. V.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 1934 sorgt die Freiwillige Feuerwehr Essershausen für den abwehrenden Brandschutz und die allgemeine Hilfe in diesem Ort.

Es bestehen das Dorfgemeinschaftshaus in der Brückenstraße, der Sportplatz in den Weilwiesen, ein Kinderspielplatz sowie Rad- und Wanderwege.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Essershausen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohner im Internetauftritt der Gemeinde Weilmünster, abgerufen im Januar 2017 (PDF)
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 373.
  3. a b c Essershausen, Landkreis Limburg-Weilburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 8. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  4. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. a b Gemeinde Weilmünster: Essershausen, abgerufen im Januar 2017.
  6. Gemeinde Weilmünster: Ortsbeirat Essershausen, abgerufen im Januar 2017.
  7. Der Hessische Minister des Inneren: Genehmigung eines Wappens der Gemeinde Essershausen im Oberlahnkreis, Regierungsbezirk Wiesbaden vom 18. Februar 1955. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1955 Nr. 10, S. 214, Punkt 252 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,0 MB]).