Eva Kühne-Hörmann

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Eva Kühne-Hörmann (2019)

Eva Kühne-Hörmann (* 14. März 1962 in Kassel als Eva Kühne) ist eine deutsche Politikerin (CDU). Seit 2022 ist sie wieder Abgeordnete des Hessischen Landtags, dessen Mitglied sie bereits von 1995 bis 2019 war. Vom 18. Januar 2014 bis zum 31. Mai 2022 war sie Hessische Ministerin der Justiz. Zuvor war sie ab dem 5. Februar 2009 Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eva Kühne-Hörmann absolvierte nach ihrem Abitur am Friedrichsgymnasium Kassel im Jahr 1981 von 1981 bis 1988 ein Studium der Rechtswissenschaft an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und der Georg-August-Universität Göttingen, das sie 1988 mit der ersten juristischen Staatsprüfung abschloss. Ihr 1989 begonnenes Referendariat in Kassel schloss sie 1991 mit der zweiten juristischen Staatsprüfung ab.

1991 bis 1992 folgten Dozententätigkeit bei einem privaten Bildungsträger in Stendal, und 1992 eine Arbeit als Baujuristin im Thüringer Landesverwaltungsamt. Von 1992 bis 1993 als Kabinetts- und Parlamentsreferentin im Thüringer Justizministerium und von 1993 bis 1995 als Büroleiterin beim Oberbürgermeister der Stadt Kassel.

Kühne-Hörmann ist evangelisch, verheiratet und hat zwei Kinder. Ihr Sohn Jan Hörmann war von 2013 bis 2014 Landesvorsitzender der CDU-nahen Schüler Union Hessen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1986 ist Kühne-Hörmann Mitglied der CDU und dort Kreisvorsitzende der CDU Kassel und Mitglied des Landesvorstandes der CDU Hessen. Weiterhin ist sie seit 1994 Vorsitzende der Frauen-Union Kassel-Stadt und war von 1998 bis 2000 stellvertretende Vorsitzende des Landesarbeitskreises Christlich Demokratischer Juristen (LACDJ).

Kommunalpolitisch ist sie seit 1997 als Stadtverordnete in Kassel aktiv, wo sie von Dezember 2005 bis Februar 2009 die Fraktion der CDU führte.

Eva Kühne-Hörmann war vom 5. April 1995 bis zum 18. Januar 2019 und ist seit dem 1. Juni 2022 erneut Abgeordnete im Hessischen Landtag. Sie war dort ab dem 5. April 2003 stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion. Bei der Landtagswahl in Hessen 2008 am 27. Januar 2008 trat Kühne-Hörmann für den Wahlkreis Kassel-Stadt I als Direktkandidatin an, unterlag jedoch Uwe Frankenberger, dem Kandidaten der SPD[1], zog jedoch über die Landesliste in den Landtag ein. Ein Jahr später, bei der Landtagswahl in Hessen 2009 gelang es ihr, das Direktmandat zurückzugewinnen. Bei der Landtagswahl in Hessen 2013 trat sie im Wahlkreis Kassel-Stadt I an. Hier unterlag sie gegen Uwe Frankenberger. Ihr gelang jedoch der Einzug in den Landtag über einen Listenplatz der Partei. Bei der Landtagswahl in Hessen 2018 konnte sie kein Mandat erringen. Sie rückte jedoch am 1. Juni 2022 für Volker Bouffier in den Landtag nach.

Als Vorsitzende der Enquetekommission „Familienfreundliches Hessen“ von 5. April 1995 bis 4. April 1999 sowie des Untersuchungsausschuss 15/1 von 30. September 1999 bis 18. Mai 2000 wurde sie auch über Nordhessen hinaus bekannt. Sie ist Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst, im Innenausschuss, im Richterwahlausschuss, im Verwaltungsausschuss beim Staatstheater Kassel sowie dem Wahlausschuss zur Wahl der richterlichen Mitglieder des Hessischen Staatsgerichtshofs.

Sie war 2004 Mitglied der 12. Bundesversammlung, 2009 Mitglied der 13. Bundesversammlung, 2010 Mitglied der 14. Bundesversammlung und 2012 Mitglied der 15. Bundesversammlung.

Ab dem 5. Februar 2009 gehörte sie der Hessischen Landesregierung unter Ministerpräsident Roland Koch (Kabinett Koch III) als Ministerin für Wissenschaft und Kunst an. Der Landesregierung von Ministerpräsident Volker Bouffier (Kabinett Bouffier I) gehörte sie seit 2010 ebenfalls als Ministerin für Wissenschaft und Kunst an. Im Kabinett Bouffier II amtierte sie ab 2014 als Hessische Landesjustizministerin. Gleiches galt für das Kabinett Bouffier III. Mit dem Amtsantritt des Kabinetts Rhein am 31. Mai 2022 schied sie aus dem Ministeramt aus.

Eva Kühne-Hörmann war Mitglied im Kuratorium der Deutschen Stiftung Denkmalschutz[2] und war für das Land Hessen Mitglied im Hörfunkrat des Deutschlandradios. Aktuell ist sie Mitglied im Kuratorium im Deutschen Forum für Kriminalprävention.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eva Kühne-Hörmann, in: Internationales Biographisches Archiv 20/2009 vom 12. Mai 2009, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  • Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 230.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Eva Kühne-Hörmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wahlberichterstattung (Memento vom 31. Januar 2008 im Internet Archive) des Hessischen Rundfunks
  2. Gremien der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (Memento vom 27. Juli 2012 im Internet Archive) Homepage Deutsche Stiftung Denkmalschutz