FK Dinamo Minsk

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Dinamo Minsk
Vereinslogo
Basisdaten
Name Fußballklub Dinamo Minsk
Sitz Minsk, Weißrussland
Gründung 1927
Farben blau-weiß
Präsident WeissrusslandWeißrussland Andrey Tolmatsch[1]
Website dinamo-minsk.by
Erste Mannschaft
Cheftrainer WeissrusslandWeißrussland Sergei Gurenko
Spielstätte Traktar-Stadion
Plätze 17.600
Liga Wyschejschaja Liha
2019 4. Platz
Heim
Auswärts

Der FK Dinamo Minsk (russisch Динамо Минск; weißrussisch Дынама Мінск) ist ein weißrussischer Fußballverein aus der Landeshauptstadt Minsk. Neben BATE Baryssau ist er der erfolgreichste Fußballverein des Landes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dinamo Minsk wurde 1927 gegründet und spielte 1945 erstmals in der obersten sowjetischen Liga. Jedoch wurde der Verein 1954 aufgelöst. Im selben Jahr wurde er allerdings als Spartak Minsk wiedergegründet und schaffte den dritten Platz in der ersten sowjetischen Liga. 1959 erhielt der Klub einen neuen Namen und hieß fortan Belarus Minsk, ehe er 1962 seinen heutigen Namen erhielt. 1963 gelang erneut dem Klub, der als einziger Vertreter Weißrusslands überhaupt in der Sowjetliga spielte, der dritte Platz. Erst 1982 gelang es, diese Platzierung zu überbieten, als man das einzige Mal den sowjetischen Titel holte. Ein Punkt Vorsprung auf Dynamo Kiew reichte zum Titelgewinn. Mit 33 Spielzeiten in der obersten Sowjetliga und den daraus resultierenden 940 Punkten belegt Dinamo Minsk den zehnten Platz in der ewigen Tabelle der Liga.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion und der folgenden Unabhängigkeit Weißrusslands nahm der Verein als Gründungsmitglied den Spielbetrieb in der ersten weißrussischen Liga auf. Die ersten Jahre dominierte Dinamo die Liga und wurde von 1992 bis 1995 jeweils Landesmeister. 1992 und 1994 gelang sogar das Double. Nachdem 1996 nur der Vizemeistertitel hinter MPKZ Masyr gelang, feierte der Klub ein Jahr später seinen sechsten Meistertitel.

Anschließend folgte eine Durststrecke. 1998 und 1999 konnte sich Dinamo nur im Mittelfeld platzieren, als der Klub Achter bzw. Sechster wurde. 2000 erreichte die Mannschaft den dritten Platz, dem die Vizemeisterschaft folgte. Erreichte der Klub 2002 wiederum nur den siebten Platz, so gelang ihm 2003 im Pokal mit einem 2:0-Endspielsieg gegen Lokomotive Minsk der erste Titelgewinn seit sechs Jahren. 2004 wurde Dinamo zum siebten Mal Meister, 2005, 2006, 2008 und 2009 erreichte der Klub jeweils die Vizemeisterschaft.

Dinamo-93 Minsk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zweite Mannschaft von Dinamo Minsk spielte zwischen 1992 und 1998 ebenfalls in der ersten weißrussischen Liga, zunächst unter dem Namen Belarus Minsk und ab 1993 unter dem Namen Dinamo-93 Minsk. In der Saison 1993/94 wurde Dinamo-93 Vizemeister hinter der ersten Mannschaft von Dinamo Minsk, weitere drei Spielzeiten schloss die Reservemannschaft auf dem 3. Platz ab. Darüber hinaus gewann Dinamo-93 im Jahr 1995 den weißrussischen Pokal und erreichte 1997 ein weiteres Mal das Pokalendspiel. 1998 wurde Dinamo-93 aus der ersten Liga ausgeschlossen.

Dinamo-93 Minsk spielte auch international. Im Europapokal der Pokalsieger 1995/96 und im UEFA-Pokal 1996/97 scheiterte man jeweils in der Qualifikation, im UEFA Intertoto Cup 1997 belegte die Mannschaft in der Gruppe 1 den zweiten Platz hinter dem MSV Duisburg.

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heimspielstätte des Vereins war lange Zeit das Dinamo-Stadion. 2012 trat die Mannschaft im Dinamo-Yuni-Stadion an. Seit 2013 spielt sie im Traktar-Stadion.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1Da die Spielzeit der Meisterschaft auf das Kalenderjahr umgestellt wurde, gab es 1995 eine Zwischenmeisterschaft.
2Dinamo-93 Minsk

Kader 2019[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Position Name
1 WeissrusslandWeißrussland TW Stanislaw Kletschok
2 WeissrusslandWeißrussland AB Aljaksandr Tschisch
3 WeissrusslandWeißrussland AB Maxim Schwiatsou
4 WeissrusslandWeißrussland AB Ihar Schytau
5 RusslandRussland AB Witali Djakow
6 GhanaGhana MF Seidu Yahaya
7 NigeriaNigeria MF Kehinde Fatai
8 WeissrusslandWeißrussland MF Nikita Kaplenko
9 RusslandRussland MF Alan Tschotschijew
10 BrasilienBrasilien MF Danilo
11 AlbanienAlbanien MF Enis Gawazaj
Nr. Position Name
13 WeissrusslandWeißrussland AB Andrej Saleskij
14 WeissrusslandWeißrussland MF Alexandr Ksenofontow
15 RusslandRussland AB Georgij Tigijew
16 WeissrusslandWeißrussland ST Jehor Bohomolskij
17 WeissrusslandWeißrussland ST Jahor Zubrowitsch
19 WeissrusslandWeißrussland AB Vladislaw Ljach
20 UkraineUkraine AB Dmitrij Bilonoh
25 WeissrusslandWeißrussland AB Alekej Lawrilowitsch
27 WeissrusslandWeißrussland ST Kiryl Vjarhejtschyk
70 NigeriaNigeria ST Sulley Muniru
85 WeissrusslandWeißrussland ST Dmitrij Antilewskij

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • WeissrusslandWeißrussland Sergei Gurenko (2009) Co-Trainer, (2009–2010, 2017–) Trainer.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Administration. Abgerufen am 14. August 2019 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]