Feuerhalle Simmering

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Feuerhalle Simmering

Die Feuerhalle Simmering ist ein Krematorium mit angeschlossenem Urnenfriedhof im 11. Wiener Gemeindebezirk Simmering. Sie wurde am 17. Dezember 1922 als erstes österreichisches Krematorium eröffnet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Neugebäude und Feuerhalle 2013
Urnenhain, im Hintergrund Schloss Neugebäude
Haupteingangstor
Zufahrt zur Feuerhalle mit Allee

Die Befürworter der Feuerbestattung, vor allem der liberal orientierte Feuerbestattungsverein Die Flamme, setzten sich bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts für die Errichtung von Krematorien in Österreich ein. Am 15. April 1904 wurde der Arbeiter-Zweig des Vereins Die Flamme gegründet.[1] Am 24. Oktober 1906 beantragte Gemeinderat Friedrich Allmeder erstmals die Zulassung der Feuerbestattung in Wien,[2] diesbezügliche Anträge wurden von den Behörden aber stets zurückgewiesen. 1921 genehmigte schließlich der nunmehr sozialdemokratisch dominierte Wiener Gemeinderat unter Bürgermeister Jakob Reumann im Zuge seiner sozialdemokratisch orientierten Kommunalpolitik ("Rotes Wien") die Errichtung eines Krematoriums in Wien. Ursprünglich war geplant, die Anlage auf dem Areal des aufgelassenen Sankt Marxer Friedhofs zu bauen, die Entscheidung fiel jedoch zugunsten des ehemaligen Gartens des Schlosses Neugebäude, der sich zwischen dem Schloss und der Simmeringer Hauptstraße befindet und zudem in unmittelbarer Nähe zum Wiener Zentralfriedhof liegt. Ein ausgeschriebener Wettbewerb zur Gestaltung der Feuerhalle im Rahmen der siebenten Erweiterung des Zentralfriedhofs wurde zwar von Josef Hoffmann gewonnen, es wurde aber der drittplatzierte Entwurf von Clemens Holzmeister gewählt, da dieser die bestehende Architektur des Schlossgartens am besten in das Projekt zu integrieren verstand.

Am 17. Dezember 1922 erfolgte die feierliche Eröffnung der Feuerhalle als erstes österreichisches Krematorium durch Bürgermeister Jakob Reumann, obwohl ein noch am Vortag vom christlichsozialen Minister Richard Schmitz eingebrachter Antrag dies verhindern sollte. Es folgte eine Klage gegen Reumann beim Verfassungsgerichtshof, der schließlich 1924 zugunsten der Feuerhalle entschied. Die erste Einäscherung fand am 17. Jänner 1923 statt.

Bereits in den 1920er und 1930er Jahren erfolgten erste Erweiterungen sowie Um- und Anbauten, da es einen deutlichen Anstieg bei der Anzahl der Einäscherungen gab. Während der Schlacht um Wien im April 1945 wurden sowohl das Krematorium als auch der Urnenhain von Bomben getroffen und schwer beschädigt. Das Krematorium konnte erst nach etwa einem Jahr wieder den Betrieb aufnehmen. Von 1967 bis 1969 erfolgte nach Plänen Holzmeisters eine Erweiterung der Anlage. In den 1980er Jahren wurden die bisher mit Koks und Gas betriebenen Einäscherungsöfen durch elektrische ersetzt. 2008 wurden eine neue Filteranlage sowie ein Lift für einen barrierefreien Zugang eingebaut. Seit Mai 2013 werden die Elektroöfen gegen gasbetriebene Kremationsöfen getauscht. Abgeschlossen soll diese Umrüstung im Jahr 2019 werden.[3][4]

Beim 2008 erfolgten Umbau wurde das Heizungssystem so umgestaltet, dass die Abwärme für die Raumheizung der Feuerhalle genutzt werden konnte.[5] 2011 wurde bekannt, dass zum Beheizen der benachbarten und damals noch in Bau befindlichen Unternehmenszentrale der Friedhöfe Wien GmbH zusätzlich zu einer konventionellen Gasheizung auch die Abwärme des Krematoriums genutzt werden solle. Auch von einem Anschluss der Feuerhalle an das Fernwärmenetz der Stadt Wien war in einigen Medien fälschlicherweise zu lesen. [6][7][8]

Als Anfang 2008 die Wiener Städtischen Friedhöfe aus der Magistratsabteilung 43 ausgegliedert und zur Friedhöfe Wien GmbH als Tochterunternehmen der Wiener Stadtwerke wurden, kam die Feuerhalle Simmering zu der ebenfalls neu gegründeten und zu den Stadtwerken gehörenden Krematorium Wien GmbH. Der Urnenhain wird von der Friedhöfe Wien GmbH verwaltet. Die Feuerhalle Simmering und der Urnenhain verfügen über eine Gesamtfläche von über 215.000 m². In den 46.279 Grabstellen sind über 240.000 Urnen beigesetzt.

Gestaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arkadengang mit Urnennischen
Urnennischen in der Umfassungsmauer
Abteilung I mit Umfassungsmauer
Turm Abteilung I

Das Areal der Feuerhalle und des Urnenhains entspricht etwa dem südlichen Schlossgarten (Oberer Baumgarten) des Schlosses Neugebäude und wurde im Eingangsbereich um einen schmalen Geländestreifen erweitert. Teile der Einfriedungsmauer mit ihren charakteristischen Schwalbenschwanzzinnen sowie die zehn Türme und das Gebäude des ehemaligen Wasserwerkes sind noch Bausubstanz aus Zeiten der Nutzung als Schlossgarten und wurden im Zuge der Errichtung des Krematoriums adaptiert. Die ehemalige Einfriedung des inneren Lustgartens sowie dessen Ecktürme waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr vorhanden.

Eine zum Haupteingang der Feuerhalle führende Allee befindet sich an der Simmeringer Hauptstraße, schräg gegenüber dem Hauptportal des Zentralfriedhofs. Der historischen Einfriedungsmauer vorgelagert ist ein äußerer Eingangsbereich mit einem kleinen Pförtnergebäude. Über zwei an dem als Torbau fungierenden ehemaligen Wasserwerk vorbeiführende Eingänge gelangt man in den Arkadenhof, an dessen Ende sich das nach Entwürfen von Clemens Holzmeister errichtete Hauptgebäude, das Krematorium befindet. Das 1922 fertiggestellte Bauwerk weist einen expressionistischen Stil mit orientalischen Einflüssen auf. Von 1965 bis 1969 wurden – erneut unter Holzmeister – einige Erweiterungen und Umbauten vorgenommen, unter anderem kamen neue Zeremonienhallen dazu und die 1927 von Anton Kolig gestalteten Ölbilder (Leben und Chronos) wurden in den Kuppelraum verlegt. In den 1980er Jahren kam es zu Renovierungsarbeiten durch den Architekten Christof Riccabona.

In der Mitte des hofartigen Vorplatzes des Krematoriums befindet sich das monumentale Urnengrab von Jakob Reumann, der 1925 – nur wenige Jahre, nachdem er den Bau der Feuerhalle durchgesetzt und diese schließlich eröffnet hatte – hier eingeäschert und beigesetzt wurde. Die beiden vom Krematorium ausgehenden, den Hof begrenzenden Längsseiten wurden als Spitzbogengänge mit Kolumbariennischen gestaltet.

Der Großteil der Gräber ist im Urnenhain als Erdgräber angelegt, die in acht Abteilungen ringförmig gruppiert sind. Die ältesten Gräber befinden sich im so genannten Eichenhain. Urnennischen befinden sich in den Arkadengängen, an der Innenseite der Umfassungsmauer sowie in einem der zehn Türme.

Der aus 50 Stieleichen bestehende Eichenhain liegt in der Nähe der Arkadengänge und gilt als Naturdenkmal. Er wurde vermutlich bereits im Zuge der Errichtung von Schloss Neugebäude und seiner Gärten angelegt und 1649 in der Topographia Austriae beschrieben.[9]

Krematorium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elektrische Kramatoriumsöfen

Im Untergeschoß des Gebäudes, direkt unter der Eingangshalle, befinden sich die drei Krematoriumsöfen. Derzeit (Stand 2017) werden mit zwei elektrischen und einem durch Erdgas beheizten Ofen jährlich mehr als 6500 Kremationen durchgeführt.[10]

Die Anlage ist nach EN ISO 14001:2004 zertifiziert und wird regelmäßig vom TÜV Österreich geprüft. Eine moderne Filteranlage entfernt giftige Stoffe und Feinstaub aus den Verbrennungsabgasen. [11]

Grabstätten bedeutender Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenhalber gewidmete Gräber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urnengrab von Jakob Reumann, der sich für die Errichtung des Krematoriums einsetzte
Urnengrab Rudolf Eisler
Urnennische Ferdinand Hanusch
Urnennische Rudolf Saliger
Urnennische Alfred Piccaver
Urnennische Max von Portheim

Der Friedhof der Feuerhalle Simmering weist 78 ehrenhalber gewidmete bzw. ehrenhalber in Obhut genommene Grabstellen auf.[12] Viele davon befinden sich in den Wandnischen in den Arkadengängen. Die Urne von Helene Thimig-Reinhardt wurde 2015 aus ihrer ehrenhalber gewidmeten Urnennische im Arkadenhof in ein ehrenhalber gewidmetes Grab auf dem Neustifter Friedhof umgebettet.

Name Lebensdaten Tätigkeit
H. C. Artmann 1921–2000 Schriftsteller
Friedrich Austerlitz 1862–1931 Journalist und Politiker
Wilhelm Börner 1882–1951 Philosoph und Schriftsteller
Max Brand 1896–1980 Komponist, Pionier der elektronischen Musik
Hugo Breitner 1873–1946 Politiker
Robert Danneberg 1885–1942 Jurist und Politiker (leere Urne, da 1942 im KZ Auschwitz ermordet)
Leopoldine Deutsch-Renner[13] 1891–1977 Tochter von Karl Renner
Annie Dirkens 1869–1942 Schauspielerin
Helmut Eisendle 1939–2003 Psychologe und Schriftsteller
Rudolf Eisler 1873–1926 Philosoph und Schriftsteller
Rudolf Ekstein 1912–2005 Psychoanalytiker
Matthias Eldersch 1869–1931 Politiker
Wilhelm Ellenbogen 1863–1951 Arzt und Politiker
Max Ermers[14] 1881–1950 Kunsthistoriker
Roman Felleis 1903–1944 Politiker
Alfred Hermann Fried 1864–1921 Schriftsteller und Nobelpreisträger
Carl Furtmüller 1880–1951 Pädagoge und Psychologe
Josef Gielen 1890–1968 Schauspieler, Regisseur und Direktor des Wiener Burgtheaters
Rudolf Goldscheid 1870–1931 Soziologe
Joseph Gregor 1888–1960 Schriftsteller und Direktor der österreichischen Nationalbibliothek
Heinrich Grün[15] 1873–1924 Arzt und Politiker
Jacques Hannak 1892–1973 Schriftsteller und Journalist
Ferdinand Hanusch 1866–1923 Politiker
Irene Harand 1900–1975 Schriftstellerin und politische Aktivistin
Florian Hedorfer[16] 1865–1948 Politiker
Josef Hindels 1916–1990 Politiker und Gewerkschafter
Guido Holzknecht 1872–1931 Arzt und Pionier der Radiologie
Viktor Hufnagl 1922–2007 Architekt
Ferdinand Käs 1914–1988 Widerstandskämpfer und Beamter
Benedikt Kautsky 1894–1960 Ökonom, Schriftsteller und Politiker
Stella Klein-Löw 1904–1986 Politikerin
Friedrich Knauer 1850–1926 Zoologe und Schriftsteller
Quirin Kokrda 1873–1937 Politiker
Rudolf Kraus 1868–1932 Bakteriologe und Immunologe
Ursula Kröber 1906–1982 Kunstbuchbindermeisterin
Ernst Lachs 1904–1980 Jurist und Kontrollamtsdirektor
Minna Lachs 1907–1993 Germanistin, Pädagogin und Schriftstellerin
Leopold Langhammer 1891–1975 Volksbildner
Käthe Leichter 1895–1942 Gewerkschafterin und Schriftstellerin
Karl Leuthner 1869–1944 Politiker
Eduard Loibner 1888–1963 Schauspieler
Karl Mantler 1890–1965 Gewerkschafter, Präsident der Arbeiterkammer
Franz Maier[17] 1851–1928 Volkssänger
Franz Mejzr 1868–1929 Gründer des Arbeiter-Sängerbundes Stahlklang
Jacob Levy Moreno 1889–1974 Psychiater, gilt als Begründer des Psychodramas und der Soziometrie
Julius Müller[18] 1875–1933 Gemeinderat, Generaldirektor der Wiener Messe
Karl Münichreiter 1891–1934 Opfer des Februaraufstandes 1934
Franz Nagy 1901–1934 Opfer des Februaraufstandes 1934
Frieda Nödl 1898–1979 Politikerin, Widerstandskämpferin
Alfred Piccaver 1884–1958 Opernsänger
Karl Pick 1867–1938 Gewerkschafter und Politiker
Oscar Pollak 1893–1963 Journalist, Chefredakteur der Arbeiter-Zeitung
Max von Portheim 1857–1937 Privatgelehrter und Sammler
Rudolf Prikryl 1896–1965 Im April 1945 provisorisch eingesetzter Drei-Tage-Bürgermeister von Wien
Gabriele Proft 1879–1971 Politikerin
Emil Reich 1864–1940 Philosoph, Autor und Literaturwissenschaftler
Jakob Reumann 1853–1925 Bürgermeister von Wien
Hermann Röbbeling 1875–1949 Theaterintendant, Direktor des Wiener Burgtheaters
Alexander Roda Roda 1872–1945 Schriftsteller und Publizist
Kurt Roger 1895–1966 Komponist und Musikschriftsteller
Karl Roretz[19] 1881–1967 Philosoph
George Saiko 1892–1962 Schriftsteller
Rudolf Saliger 1873–1958 Techniker, Professor an der TH Wien
Georg Scheuer 1915–1996 Journalist und Publizist
Georg Schmiedl 1855–1929 Lehrer und Initiator zur Gründung des Vereins Naturfreunde
Franz Schulz 1891–1956 Politiker
Victor Theodor Slama 1890–1973 Maler und Graphiker
Leopold Ludwig Stärk[20] 1874–1930 Regisseur, Präsident des österreichischen Bühnenvereins
Teresa Stich-Randall 1927–2007 Sopranistin
Peter Strasser 1917–1962 Politiker
Karl Streitmann 1858–1937 Opernsänger
Julius Tandler 1869–1936 Politiker
Max Tober[21] 1884–1950 Kommunalpolitiker
Anton Weber 1878–1950 Politiker
Erwin Weiss 1912–2004 Komponist und Musikpädagoge
Laurenz Widholz 1861–1926 Politiker
Moriz Zalman 1883–1940 Jurist und politischer Aktivist

Gräber weiterer Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urnenhain, Erdgräber
ehemaliges Grab von Ernst Kirchweger
Urnennischen Adele und Ferdinand Bloch-Bauer
Urnennische Franz Domes
Urnengrab von Rudolf Jusits im Urnenhain der Feuerhalle Simmering.

Die Urne Ernst Kirchwegers wurde 2005 auf den Hietzinger Friedhof umgebettet. Mehrere andere Gräber wurden aufgelassen (gekennzeichnet mit *). Weitere Persönlichkeiten, die auf dem Friedhof der Feuerhalle Simmering begraben sind:

Name Lebensdaten Tätigkeit
Manfred Ackermann 1898–1991 Politiker und Gewerkschafter
Hellmut Andics 1922–1998 Journalist, Publizist, Drehbuchautor
Alois Bauer 1879–1969 Politiker
Robert Balajthy 1856–1924 Schauspieler
Rosa Barach * 1840–1913 Erzieherin und Schriftstellerin
Karl Bednarik 1915–2001 Maler und Schriftsteller
Hugo Bettauer 1872–1925 Schriftsteller und Journalist
Turhan Bey 1922–2012 Schauspieler
Erni Bieler 1925–2002 Schlagersängerin
William Blankenship 1928–2017 Opernsänger
Leopoldine Blasel * 1858–1926 Opernsängerin und Schauspielerin
Elfriede Blauensteiner * 1931–2003 Serienmörderin
Adele Bloch-Bauer 1881–1925 Unternehmergattin, porträtiert von Klimt
Ferdinand Bloch-Bauer 1864–1945 Unternehmer und Kunstliebhaber
Josef Bombek[22] 1882–1923 Politiker und Gewerkschafter
Martin Costa 1895–1974 Schauspieler und Schriftsteller
Rudolf Dechant[23] 1897–1955 Direktor der Zentralsparkasse
Franz Domes 1863–1930 Politiker
Emanuel Karl Ehrlich 1878–1959 Architekt
Melanie Ernst-Grünberg[24] 1893–1949 Widerstandskämpferin
Hedy Fassler 1921–2012 Operettensängerin und Schauspielerin
Viktor Farkas 1945–2011 Autor
Gottlieb Fiala 1891–1970 Politiker und Gewerkschafter
Frank Filip 1903–1964 Komponist und Schriftsteller
Richard Flatter[25] 1891–1960 Jurist und Schriftsteller
Eckart Früh 1942–2014 Literaturhistoriker und Archivar
Emil Fucik 1912–1989 Politiker
Josef Gerl 1912–1934 Sozialist
Adolf Ginzel[26] 1855–1925 Architekt
Josef Göbl 1905–1971 Eishockeyspieler und -schiedsrichter
August Gründig 1924–1929 Direktor der österreichischen Staatsdruckerei
Rudolf Hautmann 1907–1970 Widerstandskämpfer
Klara Hautmann-Kiss 1920–2000 Architektin, Bühnenbildnerin und Malerin
August Hayek 1871–1928 Arzt und Botaniker
Josef Heinzl 1869–1923 Politiker und Gewerkschafter
Joe Heydecker 1916–1997 Fotograf, Journalist und Autor
Maria Hlawka 1914–2005 Politikerin
Tiny Hollitzer-Senders 1874–1941 Schauspielerin und Sängerin
Franz Honner 1893–1964 Politiker
Daniza Ilitsch 1914–1965 Opernsängerin
Eugen Jensen 1871–1957 Schauspieler
Kurt Jeschko 1919–1973 ORF-Sportjournalist und Fernsehmoderator
Manfred Jochum 1942–2009 ORF-Hörfunkintendant
Rudolf Jusits 1948–2005 Schauspieler und Regisseur
Siegmund Kaff 1864–1933 Schriftsteller und Journalist
Lynne Kieran 1960–2013 Sängerin
Karl Klemenz 1899–1971 Jurist und Politiker
Hans Kloss 1905–1986 Präsident der österreichischen Nationalbank
Jula Koch 1928–1990 Jazzmusiker
Georg Kövary 1922–2009 Schriftsteller
Johann Koplenig 1891–1968 Politiker, KPÖ-Vorsitzender
Franz Krenn 1923–2000 Politiker
Karl Krisch 1891–1959 Politiker
Alwine Krüger[27] 1877–1970 Hofschauspielerin
Caroline Kubin[28] 1860–1945 Malerin
Polly Kügler-Leistner 1920–2000 Schauspielerin und Regisseurin
Alice Lach 1893–1969 Schauspielerin
Walter Leitsch 1926–2010 Historiker
Helene Lieser 1898–1962 Staatswissenschaftlerin
Eduard März 1908–1987 Wirtschaftshistoriker
Dionys Martens 1869–1934 Musiker
Hans Maršálek 1914–2011 Zeitzeuge
Erich Meder 1897–1966 Textdichter
Walther Mosauer[29]* 1905–1937 Zoologe
Rudolfine Muhr 1900–1984 Politikerin
Franz Muhri 1924–2001 Politiker, KPÖ-Vorsitzender
Eduard Nawiasky[30] 1854–1925 Opernsänger
Franz von Nopcsa * 1877–1933 Paläontologe und Geologe
Max Pallenberg 1877–1934 Sänger und Schauspieler
Heinrich Paschkis[31] 1849–1923 Pharmakologe und Hautarzt
Paul Polansky 1925–2010 Jazzmusiker und Radiomoderator
Alfred von Raffay[32] 1859–1923 Feldmarschalleutnant
Alois Rohrauer[33] 1843–1923 Handwerker, 1. Obmann der Naturfreunde
Franz Ronzal[34] 1873–1961 Vorsitzender des Freidenkerbundes
Franz Rosenberger 1928–1986 Politiker
Hilde Rössel-Majdan 1921–2010 Opernsängerin
Karl Rössel-Majdan 1916–2000 Kulturwissenschaftler
Elisabeth Ruttkay 1926–2009 Archäologin
Miklós Sárkány 1908–1998 Wasserballspieler
Max Schacherl 1876–1964 Psychiater
Erwin Scharf 1914–1994 Politiker
Max Schneider 1921–2010 Politiker, Zeitzeuge
Hugo Schorsch[35] 1911–1979 Arzt und Politiker
Heinz Schulbaur[36] 1884–1964 Regisseur und Hochschullehrer
Hermann Schulz 1874–1926 Politiker
Vera Schwarz 1888–1964 Opernsängerin
Amalie Seidel 1876–1952 Politikerin
Ferdinand Skaret 1862–1941 Politiker
Otto Skritek 1909–1998 Politiker
Rudolf Smola[37] 1884–1950 Volksbildner und Pädagoge
Leopold Spira 1913–1997 Publizist
Heinz Steinert 1942–2011 Soziologe
Carl Sternberg 1872–1935 Pathologe
Emil Swoboda[38] 1898–1934 Opfer des Februaraufstandes 1934
Oswald Thomas 1882–1963 Astronom
Ben Tieber 1867–1925 Theaterdirektor
Ernst Ulbrich 1915–1974 Politiker
Jakob Wald[39] 1887–1952 Gründer der Hilfsgemeinschaft der Blinden
Wilhelm Weber[40] 1907–1981 Kommunalpolitiker
Arthur West 1922–2000 Schriftsteller und Journalist
Ingrid Wiengreen[41] 1909–1937 Diplomatentochter, Mordopfer
Alfred Maria Willner 1859–1929 Journalist, Komponist und Librettist
Hans Wolker 1914–2000 Widerstandskämpfer, Journalist, Publizist
Max Wopenka[42] 1903–1952 Kommunalpolitiker
Erich von Wymetal 1892–1966 Schauspieler und Regisseur

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Irmgard Langer: Das Ringen um die Einführung der fakultativen Feuerbestattung im Wiener Gemeinderat, Diplomarbeit, Universität Wien 2008 (online).
  • Werner T. Bauer: Wiener Friedhofsführer. Genaue Beschreibung sämtlicher Begräbnisstätten nebst einer Geschichte des Wiener Bestattungswesens. Falter Verlag, Wien 2004, ISBN 3-85439-335-0.
  • DEHIO Wien – X. bis XIX. und XXI. bis XXIII. Bezirk. Schroll, Wien 1996, ISBN 3-7031-0693-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Feuerhalle Simmering – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Kampf um die Feuerbestattung in Wien, in: Salzburger Wacht Nr. 156 (15. Juni 1929), S. 8 (Online auf ANNO, Zugriff am 15. August 2018)
  2. Der Kampf um die Feuerbestattung in Wien, in: Salzburger Wacht Nr. 156 (15. Juni 1929), S. 8 (Online auf ANNO, Zugriff am 15. August 2018)
  3. http://www.krematoriumwien.at/eportal/ep/contentView.do/pageTypeId/13579/programId/16324/contentTypeId/1001/channelId/-26789/contentId/65802
  4. http://www.rhwonline.de/der-letzte-weg-einblicke-ins-krematorium-wien
  5. http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/MA22-Wien_76_0001-0108.pdf Seite 64
  6. Krematorium soll Unternehmenszentrale beheizen. In: derStandard.at. 14. Januar 2011, abgerufen am 3. Dezember 2017.
  7. http://www.krone.at/Oesterreich/Bestattung_Wien_heizt_neue_Zentrale_mit_Leichen-Zuendende_Idee-Story-240424
  8. Leichenverbrennung soll Bestattung Wien beheizen. In: DiePresse.com. 14. Januar 2011, abgerufen am 7. Januar 2018.
  9. Die Wiener Naturdenkmäler – Stille im Eichenhain beim Zentralfriedhof (PDF; 823 kB)
  10. https://www.wienerstadtwerke.at/eportal3/ep/programView.do/pageTypeId/71283/programId/2177957/channelId/-51229
  11. http://www.reinigung-aktuell.at/krematorium-wien/
  12. www.friedhoefewien.at – Ehrenhalber gewidmete Gräber im Friedhof Feuerhalle Simmering (PDF 2016), abgerufen am 7. März 2018
  13. Foto der Grabstelle siehe hier
  14. Biographie von Max Ermers, Zugriff am 17. März 2018
  15. Foto der Grabstelle siehe hier
  16. Biographie von Florian Hedorfer, Zugriff am 10. März 2018. Foto der Grabstelle siehe hier
  17. Biographie von Franz Maier, Zugriff am 19. März 2018. Foto der Grabstelle siehe hier
  18. Foto der Grabstelle siehe hier
  19. Biographie von Karl Roretz, Zugriff am 9. März 2018
  20. Foto der Grabstelle siehe hier
  21. Biographie von Max Tober, Zugriff am 10. März 2018. Foto der Grabstelle siehe hier.
  22. Biographie von Josef Bombek, Zugriff am 7. März 2018. Foto der Grabstelle siehe hier
  23. Biographie von Rudolf Dechant, Zugriff am 17. März 2018
  24. Biographie von Melanie Ernst-Grünberg, Zugriff am 10. März 2018. Foto der Grabstelle siehe hier
  25. Biographie von Richard Flatter, Zugriff am 10. März 2018
  26. Foto der Grabstelle siehe hier
  27. Foto der Grabstelle siehe hier
  28. Foto der Grabstelle siehe hier
  29. Biographie von Walther Mosauer, Zugriff am 7. März 2018. Foto der Grabstelle siehe hier
  30. Biographie von Eduard Nawiasky, Zugriff am 7. März 2018. Foto der Grabstelle siehe hier
  31. Biographie von Heinrich Paschkis, Zugriff am 7. März 2018. Foto der Grabstelle siehe hier
  32. Foto der Grabstelle siehe hier
  33. Biographie von Alois Rohrauer, Zugriff am 17. März 2018
  34. Foto der Grabstelle siehe hier
  35. Biographie von Hugo Schorsch, Zugriff am 16. März 2018. Foto der Grabstelle siehe hier
  36. Biographie von Heinz Schulbaur, Zugriff am 7. März 2018. Foto der Grabstelle siehe hier
  37. Foto der Grabstelle siehe hier
  38. Biographie von Emil Swoboda (auch "Svoboda" geschrieben), Zugriff am 7. März 2018
  39. Foto der Grabstelle siehe hier
  40. Biographie von Wilhelm Weber, Zugriff am 17. März 2018. Foto der Grabstelle siehe hier
  41. Die paraguayanische Diplomatentochter und ehemalige Freundin des Schriftstellers Hans Sterneder und des bildenden Künstlers Karl Steiner wurde am 24. April 1937 im Alter von 28 Jahren auf der Neunkirchner Allee Opfer eines Raubmordes, für den später der Schuhmachergehilfe Herbert Schlögl und der Müllergehilfe Fritz Fleck zum Tode verurteilt und am 12. Mai 1937 im Kreisgericht Wiener Neustadt hingerichtet wurden (siehe Liste der 1933 bis 1938 nach österreichischem Recht hingerichteten Personen). Der Mordfall beherrschte damals tagelang die Schlagzeilen. Ingrid Wiengreen wurde im Urnenhain der Feuerhalle Simmering (Abteilung 1, Ring 1, Gruppe 1, Nr. 85) beigesetzt.
  42. Biographie von Max Wopenka, Zugriff am 12. März 2018. Foto der Grabstelle siehe hier

Koordinaten: 48° 9′ 30,3″ N, 16° 26′ 29″ O