Fiesch

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Fiesch
Wappen von Fiesch
Staat: Schweiz
Kanton: Wallis (VS)
Bezirk: Gomsw
BFS-Nr.: 6057i1f3f4
Postleitzahl: 3984
Koordinaten: 653476 / 139085Koordinaten: 46° 24′ 4″ N, 8° 8′ 2″ O; CH1903: 653476 / 139085
Höhe: 1049 m ü. M.
Fläche: 11,3 km²
Einwohner: 927 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 82 Einw. pro km²
Website: www.fiesch.com
Dorfzentrum

Dorfzentrum

Karte
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Fiesch (walliserdeutsch [fɪəʃ]) ist eine Munizipalgemeinde und eine Burgergemeinde im Bezirk Goms des Schweizer Kantons Wallis. Sie liegt am Fuss des Eggishorns (2934 m ü. M.) im oberen Rhonetal (Rottental).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fiesch wurde erstmals 1203 in einer Urkunde des Abtes von Disentis erwähnt, worin ein Zeuge namens Rudolf de Vios genannt wird. Von 1438 bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Ort meist als Viesch geschrieben. Am 15. August 1905 wurde der Name durch einen Bundesbeschluss auf die heutige Schreibweise Fiesch festgelegt. Der Ortsname geht auf lateinisch vīcu(s) «Dorf» zurück.[2]

Durch den Bau der Strasse ins Goms (1836 Lax–Fiesch, 1852–1863 Fiesch–Fürgangen) und den Anschluss an die Furka-Oberalp-Bahn (heute Matterhorn-Gotthard-Bahn) im Jahre 1915 wurde Fiesch für den Tourismus erschlossen. Mit der Errichtung der Luftseilbahn Fiesch–Eggishorn (1964 bis 1966) und dem Bau des Feriendorfes Fiesch gewann der Tourismus endgültig seine Bedeutung als wichtigster Wirtschaftsfaktor der Gemeinde.

Über 400 Jahre lang beteten die Fiescher für das Schmelzen der früher das Tal bedrohenden Gletscher. Im Jahr 2010 erlaubte der Papst die Änderung des Gelübdes, seither dürfen Fiescher gegen das Verschwinden der Gletscher beten.[3]

Am Mittag des 23. Juli 2010 entgleisten beim Zugunglück von Fiesch die drei hintersten Wagen eines Glacier-Express, da der Lokführer den Zug in einer Kurve zu früh wieder beschleunigt hatte. Das Unglück forderte ein Menschenleben, 42 Personen wurden verletzt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtigste Einnahmequelle des Dorfes ist der Tourismus, insbesondere Wandern, Biken, Gleitschirmfliegen, Snowboarden Klettern und Skifahren und weitere Sportarten, für die Fiesch ein idealer Ausgangspunkt ist.

Die Fiescheralp, wo auf dem Chiebode («Kühboden») die Mittelstation der Luftseilbahn Fiesch–Eggishorn liegt, ist ein ausgedehntes, mit der Bettmeralp und der Riederalp verbundenes Skigebiet und ein Startgebiet für Gleitschirm- und Hängegleiterpiloten.

In der gesamten Munizipalgemeinde gibt es 14 Hotels mit zusammen über 600 Betten. Zusammen mit den Ferienwohnungen und Chalets sind es über 4000 Gästebetten.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Neufra im Landkreis Sigmaringen (Baden-Württemberg) besteht eine Gemeindepartnerschaft.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn ist von Fiesch aus mit einer Drahtseilbahn aufs Eggishorn erschlossen.

Hierzu auch: Liste der Kulturgüter in Fiesch

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klemens Wellig (1811–1859), Staatsrat (1848–1850)
  • Daniel Albrecht (* 1983), Skirennfahrer

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fiesch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 354.
  3. Walliser beten für den Gletscher