Flugplatz Offenburg

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Flugplatz Offenburg
EDTO-von-Ost.jpg
Kenndaten
ICAO-Code EDTO
Koordinaten
Basisdaten
Eröffnung Mai 1911
Fläche 12 ha
Start- und Landebahn
02/20 910 m × 20 m Asphalt
Flugplatz Offenburg EDTO von Norden
Flugplatz Offenburg von Norden

Der Flugplatz Offenburg ist ein Sonderlandeplatz südlich der badischen Stadt Offenburg in Deutschland, Stand 2018 nur zugelassen für Vereinsmaschinen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sonderlandeplatz der Stadt Offenburg liegt zwei Kilometer südwestlich der Stadt Offenburg auf 155 m Höhe. Im Sichtflug ist er gut zwischen BAB 5 und der Bundesstraße 3 auszumachen, die parallel zur Landebahn verlaufen.

Start- und Landebahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Asphalt-Landebahn in Richtung 02/20 hat eine Länge von 910 und Breite von 20 m mit einer Belastbarkeit von 5.700 kg Höchstabfluggewicht (MTOW). Parallel dazu gibt es eine außer Betrieb befindliche Grasbahn.

Flugbetrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz gehört der Stadt Offenburg und wird von der Fliegergruppe Offenburg betrieben. Die Flugleitung ist nicht ständig besetzt. Eine PPR-Anmeldung ist deshalb jeweils erforderlich, es besteht keine Betriebspflicht.

Der Sonderlandeplatz hat eine Zulassung für Motorflugzeuge, Segelflugzeuge, Motorsegler, Ultraleichtflugzeuge, Trikes, jedoch nicht für Gyros/Tragschrauber, auf Asphalt bis maximal 5.700 kg und Helikopter bis 10.000 kg.[1]

Treibstoffe werden nur an Vereinsmitglieder abgegeben. Die Funkfrequenz des Flugplatzes ist Offenburg Info 119.750 MHz.

Zum Anflug durch die Kontrollzone Lahr oder Karlsruhe erfolgt der Funkverkehr mit Lahr Tower/ Info 125.180 MHz oder Langen Information 128.950 MHz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz wurde 1911 als ziviler Landeplatz eröffnet. Eine nennenswerte militärische Bedeutung besaß er weder im Ersten noch im Zweiten Weltkrieg. Im Jahr 1941 wurde das Gelände für den Betrieb unbrauchbar gemacht und gesperrt. Im Frühjahr 1945 wurde der Offenburger Flugplatz zur uneingeschränkten landwirtschaftlichen Nutzung freigegeben. In den 1950er Jahren wurde die Segelfliegerei wieder aufgenommen und das Gelände seither kontinuierlich weiter entwickelt. Im Jahr 1969 war Offenburg Austragungsort der deutschen Hubschraubermeisterschaften. Darüber hinaus war Offenburg des Öfteren Etappenziel des Deutschlandfluges. 1975er Jahre wurde der Platz erweitert und erhielt eine Piste mit Asphaltdecke (Ausrichtung 02/20, L = 920 m, B = 20 m)[2]. 1996 wurde der Verkehrslandeplatz durch einen Stadtratsbeschluss zu Gunsten der fliegerischen Nutzung des Flugplatzes Lahr (EDTL) zu einem Sonderlandeplatz zurückgestuft. Seither darf der Platz außer durch die Flugzeuge der Fliegergruppe Offenburg e.V. nur nach vorheriger Anmeldung (PPR) genutzt werden. Die anderen in Offenburg beheimateten Luftfahrzeuge mussten infolgedessen nach Lahr umziehen. Der gewerbliche Luftverkehr beschränkt sich im Rahmen der Sondergenehmigungen auf Flüge der Firma Burda. Durch den Neubau einer Justizvollzugsanstalt im östlichen Flugplatzbereich wurde der Luftverkehr ab 2009 weiteren Beschränkungen unterworfen. Darüber hinaus existieren Planungen, die Landebahn im südlichen Bereich langfristig mit einem Autobahnzubringer Offenburg-Süd zu kreuzen, so dass die verfügbare Startrollstrecke (TORA) verkürzt und die fliegerische Nutzung weiter eingeschränkt würde. Eine Bürgerinitiative zur Rettung des Flugplatzes bemüht sich, dem Flugplatz wieder den öffentlichen Status eines Verkehrslandeplatzes zu verschaffen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Flugplatz Offenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. AIRPORT Flughafen Flugplatz Pilot. In: airports.de. Abgerufen am 18. August 2017.
  2. Fliegergruppe Offenburg | Geschichte EDTO. In: fliegergruppe-offenburg.de. Abgerufen am 18. August 2017.