Frank Oehler

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Frank Oehler

Frank Oehler (* 9. Mai 1964 in Mussenhausen[1][2]) ist ein deutscher Koch und Gastronom. In der breiten Öffentlichkeit wurde er vor allem bekannt durch das Doku-Soap Die Kochprofis – Einsatz am Herd.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oehler stammt aus Mittelschwaben und begann im Alter von 16 Jahren seine Kochlehre im Restaurant Adler Rummeltshausen, die er mit Auszeichnung abschloss. Er kochte anschließend bis zur Einberufung zum Wehrdienst im Restaurant Benz, Kempten (Allgäu) und im Relais & Châteaux Hotel Alpenhof Murnau am Staffelsee. Nach der Bundeswehrzeit entwickelte Oehler seine Fertigkeiten im „Guide-Michelin-Sterne“-prämierten Seehotel Siber in Konstanz weiter, bis er zum Team von Dieter Müller im Sternerestaurant Schweizer Stuben in Wertheim-Bettingen stieß. Nach dieser Zeit ging Oehler nach London, wo er als stellvertretender Küchenchef bei Anton Mosimann arbeitete. Nach weiteren drei Jahren als Stellvertretender Küchenchef im Teufelhof in Basel entschloss er sich zur Selbständigkeit.

Von 1995 bis 2003 betrieb Oehler in einem ehemaligen Bahnhof in seinem Heimatdorf Hawangen sein Restaurant d’Rescht, das 2000 mit einem „Guide Michelin“-Stern und vom Gault Millau mit 17 Punkten ausgezeichnet wurde. Oehler wurde als Aufsteiger des Jahres bewertet. Nach Aufgabe der Tätigkeit im d’Rescht ging er 2004 als Küchendirektor zum Grand Hotel Las Dunas Beach Resort & Spa in Marbella, einem Mitglied von The Leading Hotels of the World, dessen Spitzenrestaurant ebenfalls mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde. Diese Tätigkeit dauerte aufgrund Wechsel des Hotelbetreibers jedoch nur vier Monate. Oehler arbeitete daraufhin zunächst wieder bei Mosimann als Leiter des Partyservices.[3]

Ab 2005 war Oehler Küchendirektor im Hotel-Restaurant Erbprinz[4] in Ettlingen, das 2006 mit einem „Guide Michelin“-Stern und 16 Punkten im Gault Millau ausgezeichnet wurde. 2007 wurde der Michelin-Stern wieder aberkannt.[5] Während Oehlers Zeit im Hotel Erbprinz entstand auch der Kinofilm Eden mit Charlotte Roche, Josef Ostendorf und Devid Striesow, der die Macht und die Kunst des Kochens und Essens beschreibt. Alle Gerichte aus dem Film (cucina erotica) stammen aus den Händen von Frank Oehler. Zwei Jahre hatte ihn Produzent Michael Hoffman dafür immer wieder besucht und studiert, um den Film zu realisieren.

2008 machte er sich mit Übernahme der Speisemeisterei im Stuttgarter Schloss Hohenheim erneut als Pächter selbständig.[6] Drei Monate nach Eröffnung wurde die Speisemeisterei bereits mit 15 Punkten vom Gault Millau ausgezeichnet und Ende Dezember vom Varta-Führer als „Restaurant der Woche“ ausgezeichnet.[7] Seit mehreren Jahren wird das Restaurant auch mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet; Küchenchef ist Stefan Gschwendtner.[8]

Seit Juni 2009 ist Oehler in der Doku-Soap Die Kochprofis – Einsatz am Herd auf RTL II[9] zu sehen und hilft mit zusammen mit Andreas Schweiger, Ole Plogstedt und Nils Egtermeyer Gastronomen in Not.

Am 4. Mai 2018 wurde bekannt, dass die Speisemeisterei Insolvenz anmelden musste,[10] weil nach Angabens Oehlers eine ausstehende Rechnung von 70.000 € nicht bezahlt wurde.[11] Oehler werde sich anderen Projekten zuwenden.[12]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er ist ehemaliges Mitglied der Köchevereinigung der Jungen Wilden, einer Initiative des Kochs Otto Koch. Weitere Mitglieder sind und waren unter anderem Juan Amador, Kolja Kleeberg, Frank Buchholz, Christian Loisl, Manfred Heissig, Stefan Marquard, Achim Schwekendieck, Steffen Sonnenwald, Holger Stromberg und Andreas Schweiger. Oehler gehört zur Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs und zu Mansel.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998: Entdeckung des Jahres des Restaurantführers Gault Millau
  • 2000: Guide Michelin (D’Rescht in Hawangen) 1 Stern
  • 2001: Top10 Junge Hoffnungsträger des Restaurantführers Gault Millau
  • 2002: Menu des Jahres des Restaurantführers Gault Millau
  • 2003: 5. Platz der kreativsten Köche Deutschlands
  • 2004: Guide Michelin (Las Dunas in Marbella) 1 Stern
  • 2006: Guide Michelin (Erbprinz in Ettlingen) 1 Stern
  • 2010: Restaurant des Monats, Varta Bewertung: 3 (Speisemeisterei)
  • 2010, 2011, 2013: Guide Michelin (Speisemeisterei in Stuttgart) 1 Stern
  • 2010, 2011: 7 Punkte im Restaurantführer Gusto
  • 2011: 3 F im Der Feinschmecker

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eden. Kochen und die Macht der Liebe. Frank Oehler’s Rezepte der „Cucina erotica“. Kosmos, Stuttgart 2006, ISBN 3-440-10982-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vom »Jungen Wilden« zum »Koch zu Hofe« … (Memento vom 28. November 2015 im Internet Archive) bei speisemeisterei.de, abgerufen am 14. März 2012.
  2. Frank Oehler bei chef-rezepte.de, abgerufen am 14. März 2012.
  3. Website lacuisine.de über Oehler, abgerufen am 10. Oktober 2013 (PDF; 71 kB)
  4. Hotel Erbprinz unterstreicht seine Ambitionen, PDF-Datei; 69 kB
  5. http://www.viamichelin.fr/tpl/psg/presse/doc/ListeetoilesAllemagne2007.pdf@1@2Vorlage:Toter Link/www.viamichelin.fr (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. Dietmar Pleil: Bühne frei für Frank Oehler@1@2Vorlage:Toter Link/www.ahgz.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., AHGZ online vom 29. März 2008.
  7. Pressemitteilung vom 30. Dezember 2008.
  8. restaurant-ranglisten.de: Speisemeisterei
  9. Meldung auf der Website von RTL II
  10. Speisemeisterei muss Insolvenz anmelden
  11. Auf ein Bier mit Frank Oehler bei Pin.at
  12. stuttgarter-zeitung.de: Speisemeisterei: Neue Betreiber gefunden