Freialdenhoven

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Koordinaten: 50° 55′ 43″ N, 6° 14′ 59″ O

Freialdenhoven
Gemeinde Aldenhoven
Wappen von Freialdenhoven
Höhe: 95 m
Fläche: 6,67 km²
Einwohner: 957 (31. Mai 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 143 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 52457
Vorwahl: 02464

Freialdenhoven ist ein nördlicher Gemeindeteil von Aldenhoven im Kreis Düren, bis 1972 Kreis Jülich.

Freialdenhoven ist der Stammort der Zirkusfamilie Althoff, die um 1660 hier entstanden ist und hier bis zum Zweiten Weltkrieg ihr Winterdomizil hatte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freialdenhoven lag an der Römerstraße von Jülich über Geilenkirchen nach Sittard und wies zu jener Zeit vielleicht eine Ansiedlung auf, worauf ein 1866 gefundener Meilenstein hinweisen kann. Der Name entstand nach einem Hof in einem befriedeten und geschützten Waldbezirk. Urkundlich belegt ist 1029 „Altenhof“, um 1100 „Vrenenaldenhoven“, um 1200 „Vrei-Aldenhof“ und 1431 „Fredenaldenhoeuen“ (mit u statt v).

1166 ist eine Pfarrkirche in Freialdenhoven nachgewiesen, die im 15. Jahrhundert einem Neubau wich, der wiederum 1944 von deutschen Soldaten gesprengt wurde. Die heutige Pfarrkirche St. Mauritius wurde in den 1950er Jahren errichtet.

Neben der Kirche stand in früheren Jahrhunderten eine Burg. Im 14. Jahrhundert wollte Graf Wilhelm V. von Jülich (1328–1361) der Ritterschaft seiner Grafschaft ihre Selbständigkeit nehmen, wogegen sich der Freialdenhovener Burgherr Dietrich Schinnemann auflehnte und sich zum Anführer der freien Ritterschaft gegen den Grafen machte. Im folgenden Kampf wurde Freialdenhoven von Wilhelm V. eingenommen, die Burg zerstört und nicht wieder aufgebaut.

Am 18. September 1678 wurde Freialdenhoven von französischen Soldaten geplündert, weswegen die ältesten heute noch vorhandenen Taufbücher von 1691 datieren.

Am 1. Januar 1972 wurde Freialdenhoven nach Aldenhoven eingemeindet.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen zeigt sich in Gold und Schwarz geteilt; oben ein schwarzer wachsender rotbewehrter doppelgeschwänzter Löwe, unten drei goldene gleicharmige im Verhältnis 2 zu 1 gestellte Kreuze. Begründet wird dies mit der früheren Zugehörigkeit zum Herzogtum Jülich und mit der Verbindung zur Christianität Jülich sowie den beiden Pfarrpatronen St. Mauritius und St. Urbanus.

Das innerhalb des Lorbeerkranzes freischwebende goldene Kreuz im Aldenhovener Wappen ist dem Schöffensiegel des Schöffengerichtes Freialdenhoven entnommen und stellt das Sinnbild der damaligen freien Gerichtsbarkeit dar.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fußballverein SC Borussia Freialdenhoven 1912, stieg in den 1990er Jahren aufgrund eines finanzkräftigen Sponsors innerhalb von neun Jahren von der Bezirksliga bis in die Oberliga Nordrhein auf. Nach dem Abstieg aus der Oberliga in der Saison 2006/07 spielt die Borussia bis heute in der Mittelrheinliga.

Die St. Mauritius Schützenbruderschaft wurde 1719 gegründet.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächste Anschlussstelle ist „Aldenhoven“ auf der A 44. Zwei AVV-Buslinien verbinden die beiden Haltestellen „Post“ und „Lindenend“ unter anderem mit Ederen, Welz, Jülich, Rurdorf, Linnich und Aldenhoven-Mitte. Die Haltestelle Dürboslar-Heerstraße (etwa 3,5 km) bietet Anschluss an die Linie 90 nach Alsdorf-Annapark. Dort bestehen Anschlussmöglichkeiten Richtung Aachen, Eschweiler, Übach-Palenberg und Herzogenrath. Die nächsten Bahnhöfe sind „Lindern“ und „Geilenkirchen“ an der Bahnstrecke Aachen–Mönchengladbach, „Langerwehe“ an der Schnellfahrstrecke Köln–Aachen sowie „Jülich“ und „Broich“ an der Bahnstrecke Jülich–Düren.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.aldenhoven.de/rathaus/online-dienste/dienstleistungen/buergerbuero/einwohnerzahlen.php#c1
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 308.