Merzenhausen

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Koordinaten: 50° 56′ 3″ N, 6° 17′ 31″ O

Merzenhausen
Stadt Jülich
Wappen von Merzenhausen
Höhe: 92 m
Fläche: 4,74 km²
Einwohner: 399 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 52428
Vorwahl: 02461

Merzenhausen ist ein Stadtteil von Jülich im Kreis Düren, Bundesland Nordrhein-Westfalen mit rund 400 Einwohnern. Die ursprünglich selbstständige Gemeinde wurde im Jahr 1972 nach Jülich eingemeindet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eines der unter Denkmalschutz stehenden Gebäude in Merzenhausen

Das Dorf wird erstmals 1307 urkundlich erwähnt. Seinen Namen verdankt Merzenhausen der Lage am Merzbach. Eine adlige Familie von Merzenhausen wird im 14. Jahrhundert mehrfach erwähnt. Seit Jahrhunderten gehört der Ort zur Pfarrgemeinde St. Martinus Barmen.

Merzenhausen ist ein Straßendorf. Das Erscheinungsbild der heutigen Prämienstraße (bis zur kommunalen Neugliederung Hauptstraße) wird durch Hofanlagen der Renaissance, des Barocks und des Historismus bestimmt. Acht dieser Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Ältestes Bauwerk des Dorfes ist der Hubertushof, ein vierflügeliger Gutshof im Stil der Renaissance aus der Zeit um 1600. Weitere Informationen zu den Baudenkmälern in Merzenhausen sind in der Liste der Baudenkmäler in Jülich zusammengefasst.

Am 1. Januar 1972 wurde Merzenhausen in die Stadt Jülich eingegliedert.[2]

Burg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg Merzenhausen ist nicht erhalten. Ihr Standort ist unbekannt. Vermutlich befand sie sich am Nordostrand des Dorfes in der Nähe des Merzbaches.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Merzenhausen besitzt vier Vereine. Der älteste Verein ist die St. Hubertus-Schützengilde, die 1903 gegründet wurde. Daneben gibt es den Tischtennisverein (TTC 48 Merzenhausen).

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Buslinie 281 der Dürener Kreisbahn von Jülich nach Freialdenhoven führt durch den Ort. Die Buslinie 279 fährt von Jülich über Merzenhausen nach Linnich.
  • Der Bahnhof der Jülicher Kreisbahn, die 1908 bis 1912 zwischen Jülich und Puffendorf mit einer Gesamtstrecke von 15,22 Kilometern ausgebaut wurde, wird seit der Einstellung des Personenverkehrs 1971 nicht mehr genutzt. Die kleinen Unterstellhäuschen sowohl in Merzenhausen, als auch in Ederen sind erhalten geblieben.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das „Institut für Chemie und Dynamik der GeosphäreAgrosphäre (ICG-IV)“ des Forschungszentrum Jülich betrieb bei Merzenhausen einen 7,5 Hektar großen Feldversuchsstandort zur Durchführung realitätsnaher Freilandstandorte. Das Projekt wurde im Sommer 2006 abgeschlossen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulrich Coenen: Architektonische Kostbarkeiten im Kreis Düren. 2. Aufl., Verlag Mainz, Aachen 1989.
  • Ulrich Coenen: Von Juliacum bis Jülich. Die Baugeschichte der Stadt und ihrer Vororte von der Antike bis zu Gegenwart, 2. Aufl., Aachen 1989, ISBN 3-925714-17-0
  • Ulrich Coenen: Zwischen den Grenzen – Eine Lebensgeschichte, Verlag Mainz/Verlag des Jülicher Geschichtsvereins, Aachen/Jülich 1993. ISBN 3-925714-94-4
  • Ulrich Coenen, Heinz Frey: Merzenhausen. Die Geschichte eines linksrheinischen Dorfes., Verlag Mainz, Aachen 2003. ISBN 3-86130-158-X

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Merzenhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.juelich.de/zahlen
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 308.