Ederen

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Ederen
Stadt Linnich
Koordinaten: 50° 57′ 0″ N, 6° 15′ 0″ O
Höhe: 88 (85–92) m
Fläche: 5,66 km²
Einwohner: 929 (1. Jan. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 164 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 52441
Vorwahl: 02462

Ederen ist ein Stadtteil von Linnich im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ederen muss schon zu Zeiten der Römer besiedelt gewesen sein, worauf die Funde von vier Römerköpfen aus Sandstein und eines Grabes aus dem 3. Jahrhundert schließen lassen.

Die erste urkundliche Erwähnung Ederens datiert aus dem Jahre 1139, wo Ritter Christian von Ederen (Ethdern) im Gefolge des Kölner Erzbischofs Arnold I. aufgeführt wird. Die Ritter von Ederen sind bis zu Beginn des 15. Jahrhunderts nachgewiesen.

Zur Zeit des Herzogtums Jülich gehörte Ederen zum Amt Aldenhoven. 1798 kam der Ort zum Département de la Roer und damit zum Kanton Linnich.

Am 1. Juli 1969 schlossen sich die Gemeinden des Amtes Linnich, zu dem Ederen seit 1946 gehörte, zur Stadt Linnich zusammen.[2] Im Zuge des zweiten Neugliederungsprogramms in NRW, der Neuordnung des Aachener Raums, kam noch Floßdorf hinzu.[3]

Pfarre, Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals wird die Pfarre Ederen 1676 erwähnt. In früheren Zeiten gehörte Ederen kirchlich zu Freialdenhoven, danach kam die Pfarre zum Dekanat Jülich, von 1827 bis 1957 zum Dekanat Aldenhoven und seitdem zum Dekanat Linnich.

Bereits um 1300 soll eine Kapelle vorhanden gewesen sein. 1770 wurde die Pfarrkirche erbaut, die im November 1944 während des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde.

Pfarrpatron ist der hl. Märtyrer Pankratius. Als zweiter Pfarrpatron wird der hl. Willibrord verehrt.

Willibrordus-Brunnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Senke entspringt die Quelle des Willibrordus-Brunnen, der noch bis 1925 als Trinkwasserquelle genutzt wurde. Der Brunnen speist einen Bach, der oberhalb von Welz in den Merzbach mündet. Den Namen erhält der Bach vom Friedensapostel Willibrord, der nach einer Sage in Ederen gepredigt und getauft haben soll. 1898 errichteten die Bewohner des Ortes die „Willibrordus-Kapelle“.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1911 bis 1971 fuhr die Jülicher Kreisbahn mit ihren Zügen durch den Ort. Seit 1971 stellte die Deutsche Bundespost, später die Dürener Kreisbahn mit den Buslinien 278, 281 und 517 den öffentlichen Personennahverkehr sicher. Der Bahnhof der Jülicher Kreisbahn, die 1908 bis 1912 zwischen Jülich und Puffendorf mit einer Gesamtstrecke von 15,22 Kilometern ausgebaut wurde, wird seit der Einstellung des Personenverkehrs 1971 nicht mehr genutzt.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.linnich.de/unsere_stadt/allgemeines/einwohnerzahlen.php
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 99.
  3. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]