Buseck

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Dieser Artikel erläutert die Gemeinde Buseck; zum gleichnamigen Adelsgeschlecht siehe Buseck (Adelsgeschlecht).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Buseck
Buseck
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Buseck hervorgehoben
Koordinaten: 50° 36′ N, 8° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Gießen
Höhe: 227 m ü. NHN
Fläche: 38,67 km²
Einwohner: 12.675 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 328 Einwohner je km²
Postleitzahl: 35418
Vorwahl: 06408
Kfz-Kennzeichen: GI
Gemeindeschlüssel: 06 5 31 003
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ernst-Ludwig-Straße 15
35418 Buseck
Webpräsenz: www.buseck.de
Bürgermeister: Dirk Haas (SPD)
Lage der Gemeinde Buseck im Landkreis Gießen
Niederdorfelden Biebertal Wettenberg Lollar Staufenberg (Hessen) Allendorf (Lumda) Rabenau (Hessen) Heuchelheim (Hessen) Gießen Buseck Grünberg (Hessen) Fernwald Linden (Hessen) Langgöns Pohlheim Reiskirchen Lich Hungen Laubach Wetteraukreis Vogelsbergkreis Landkreis Limburg-Weilburg Landkreis Limburg-Weilburg Landkreis Marburg-Biedenkopf Lahn-Dill-KreisKarte
Über dieses Bild

Die Gemeinde Buseck liegt im Landkreis Gießen östlich der Universitätsstadt Gießen im Bundesland Hessen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buseck grenzt im Norden an die Städte Staufenberg und Allendorf (Lumda), im Osten an die Gemeinden Rabenau (Hessen) und Reiskirchen, im Süden an die Gemeinde Fernwald und im Westen an die Stadt Gießen.

Sitz der Gemeindeverwaltung ist das Busecker Schloss in Großen-Buseck. Die romantische Schlosskapelle wird gerne auch von Nicht-Buseckern als Ort zur Eheschließung genutzt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Buseck entstand im Zuge der Gebietsreform in Hessen am 1. Januar 1977 kraft Gesetzes aus dem Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Alten-Buseck, Beuern und Großen-Buseck[2]. Bereits am 1. Oktober 1971 wurden die Gemeinden Trohe und Oppenrod auf freiwilliger Basis in die Gemeinde Großen-Buseck eingegliedert[3].

Zur Gemeinde Buseck gehören folgende Ortsteile:

Großen-Buseck 1.608 ha 5.387 Einwohner
Alten-Buseck 970 ha 3.616 Einwohner
Beuern 966 ha 1.931 Einwohner
Oppenrod 320 ha 1.008 Einwohner
Trohe 23 ha 761 Einwohner

Einwohnerzahl mit Hauptwohnsitz per 28. Februar 2016 laut Einwohnermeldeamt.

Die Busecker Ortsteile (mit Ausnahme von Trohe) gehörten zum Busecker Tal, einem in der Mitte des 14. Jh. auftauchenden Reichsunmittelbaren Gebiet, dessen Verwaltungssitz Großen-Buseck war. Verwaltet wurde es in Ganerbschaft von den Familien v. Buseck und v. Trohe. Das Schloss geht auf eine Gründung der Familie v. Trohe zurück. Erstmals wird das Schloss 1458 in einem Lehnsbrief erwähnt. [4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[5] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[6][7]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
    
Von 37 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 37,6 14 35,4 13 42,8 16 41,2 15
FWG Freie Wähler - FWG Buseck 32,6 12 30,5 11 34,4 13 34,4 13
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 23,4 9 21,2 8 22,8 8 24,4 9
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 6,4 2 13,0 5
Gesamt 100 37 100 37 100 37 100 37
Wahlbeteiligung in % 53,5 51,7 49,7 57,8
Das Busecker Schloss beherbergt die Gemeindeverwaltung

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister Dirk Haas (SPD) wurde am 28. Juni 2015 in einer Stichwahl mit 53,3 % gewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 52,1 %. Er übernahm das Amt am 1. Januar 2016 von seinem Vorgänger Erhard Reinl (FWG) der das Amt 18 Jahre bekleidete.[8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 31. Januar 1978 durch das Hessische Ministerium des Innern genehmigt.

Blasonierung: „Schild oben von Gold und Schwarz gespalten, unten eine geschweifte schwarz-silberne Spitze, belegt mit einem Herzdreipass in verwechselter Tinktur, die Spitze bedeckt mit je einem Widderhorn in Schwarz bzw. Gold.“[9]

Die verschiedenen Linien der Familie von Buseck führten einen Widderkopf im Wappen, während das Kleeblatt für die Familien von Trohe und von Nordeck zur Rabenau steht.

Das Wappen wurde vom Bad Nauheimer Heraldiker Heinz Ritt gestaltet und wurde bereits seit dem 28. November 1966 vom jetzigen Ortsteil Großen-Buseck geführt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buseck ist in einer Dreierpartnerschaft mit den Orten Molln in Oberösterreich und Tát in Ungarn verbunden.

  • OsterreichÖsterreich Molln, Österreich
  • UngarnUngarn Tát, Ungarn

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmäler in Buseck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe Liste der Kulturdenkmäler in Buseck

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Buseck leben zahlreiche evangelische und katholische Christen. In allen Ortsteilen gibt es evangelische Kirchengemeinden. Außer in Trohe verfügen diese über historische Kirchengebäude. In Großen-Buseck ist die Pfarrei St. Marien beheimatet, die allen Katholiken der Gemeinden Buseck, Reiskirchen, Fernwald und Allendorf (Lumda) als Gotteshaus zur Verfügung steht. In Oppenrod gibt es eine Neuapostolische Kirchengemeinde.

Töchter und Söhne der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zugkreuzung in Großen Buseck

Der Bahnhof Großen Buseck liegt an der Vogelsbergbahn zwischen Gießen und Fulda.

Durch das Gemeindegebiet führt die Bundesautobahn 5 mit direktem Autobahnanschluss Reiskirchen (AS 9), ebenso die Bundesautobahn 485 mit direktem Autobahnanschluss Gießen-Wieseck (AS 2), und die Bundesstraßen 49.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesamtschulen:

IGS Busecker Tal

Grundschulen:

Goethe-Schule, Großen-Buseck
Grundschule Beuern
Hofburgschule, Alten-Buseck

Sonderschulen:

Martin-Luther-Schule, Leppermühle

Erwachsenenbildung:

Katholische Familienbildungsstätte

Musikschulen:

Musikschule Busecker Tal

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Buseck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. siehe § 5 des Gesetzes zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen vom 13. Mai 1974 (GVBl. I S. 237)
  3. Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 286
  4. Noppes, Reinholz-Hein u. a., Das Schloß in Großen-Buseck. Geschichte eines adligen Burgsitzes, Frankfurt am Main 1997 ISBN 3-930612-15-1
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  7. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  8. Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Buseck
  9. Genehmigung des Wappens durch den Hessischen Minister des Innern vom 31. Januar 1978 (StAnz. 8/1978 S. 372)