generisch (Linguistik)

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Als generisch werden in der Sprachwissenschaft mehrere verschiedene, lose miteinander verwandte Verwendungsarten von Ausdrücken bezeichnet, bei denen eine verallgemeinernde Bedeutung vorliegt. Zum einen sind dies generische Aussagen, die verallgemeinerte Sachverhalte oder Regelmäßigkeiten ausdrücken, dabei jedoch auch Ausnahmen zulassen (siehe auch Linguistische Generizität). Zum anderen wird eine Verwendung von Personalpronomina, Tempus- und Konjugationsformen „generisch“ genannt, wenn der inhaltliche Bezug allgemeiner ist, als es den buchstäblich ausgedrückten grammatischen Merkmalen entspräche.

Generische Pronomina[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer verallgemeinernden Aussage können Pronomen in der Funktion auftreten, beliebige Individuen zu bezeichnen. Es gibt Pronomen, die auf diese Funktion spezialisiert sind, aber auch Fälle, wo Personalpronomen mit einem solchen verallgemeinernden Bezug verwendet werden, obwohl sie normalerweise ja spezifische Personen bezeichnen würden.

Das generische „man“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von einer generischen Verwendung des Generalpronomens man spricht man, wenn Menschen im Allgemeinen gemeint sind. Das schließt nicht aus, dass der Sprecher letztlich vor allem sich selbst meint („Man gönnt sich ja selbst nichts“).

Daneben wird das Pronomen man aber auch – nicht generisch – im Sinne von „irgendjemand“, „irgendwelche Leute“ gebraucht: „Man hat letzte Woche bei uns eingebrochen.“[1]

2. Person Singular[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Häufig wird das Wort du verallgemeinernd verwendet, also ohne konkrete Anredefunktion, besonders dann, wenn es sich um übergreifende Lebensregeln oder um alltägliche Wissensbestände handelt, die zu keinem spezifischen Wissensbereich gehören: „Im Urlaub lernst du Leute kennen.“[2] Das generische du hat, nach Harald Weinrich, die Wirkung, den Gesprächspartner mehr in die Situation einzubeziehen als beim Gebrauch von man.[3]

Generische Aussagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Generisches Präsens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im vielen Sprachen gibt es einen Gebrauch des Präsens, der nicht spezifische Situationen bezeichnen soll, die im Jetzt ablaufen, sondern zeitlose und verallgemeinernde Aussagen. Hier ist es die temporale Situierung, die „generisch“ ist.[4] Ein typischer Fall ist die Bezeichnung einer regelmäßig wiederkehrenden Handlung („Man trifft sich wöchentlich“).[5] Da das generische Präsens sich auf eine prinzipiell nicht eingeschränkte Menge möglicher Gegenwarten bezieht, betrifft es jedoch einen erheblichen Teil aller im Präsens formulierten Sätze.[6] In wissenschaftlichen Texten z. B. wird es verwendet, um allgemein gültige Gesetzmäßigkeiten und natürliche Gegebenheiten festzustellen.[7] Innerhalb der Linguistik wird das generische Präsens teils als vollständig zeitlos betrachtet, teils als in einer kontinuierlichen unbegrenzten Situation lokalisiert.[8]

Generisches Passiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Deutschen ist der Gebrauch des Passivs in generischen, d. h. allgemeingültigen Aussagen verbreitet. Beispiele:

  • „Im Salzbergwerk Bad Friedrichshall wird Steinsalz abgebaut.“
  • „Mit dieser Maschine wird auch nach Mexiko geflogen.“

Beide Sätze erlauben im Prinzip Interpretationen, in denen ein einzelner Vorgang geschildert wird oder Interpretationen als verallgemeinernde Aussagen. Bei generischen Aussagen ist das Passiv oft günstiger als eine Aussage im Aktiv mit „man“. Generell kann im Passiv der Urheber der Handlung (Agens) ungenannt bleiben oder mit Präpositionen wie „von …“ eingeführt werden. In generischen Aussagen, in denen als Agens beliebige Personen auftreten würden, unterbleibt jedoch ein Zusatz wie *„von einem“ (wobei „einem“ die Dativform von „man“ wäre).

„Generisch“ als unspezifisches Genus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Diskussion der Bezeichnung von Personen wird zwischen geschlechtsspezifischem und generischem Gebrauch unterschieden, je nachdem, ob von Personen nur eines natürlichen Geschlechts die Rede ist oder keine Aussage über die Geschlechtszugehörigkeit gemacht wird. Diese beiden Bedeutungen von „generisch“ können beim selben Ausdruck auseinandergehen, wenn auf beliebige Personen nur eines Geschlechts oder auf bestimmte Personen ungenannten Geschlechts Bezug genommen wird.

Generisches Maskulinum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter der Bezeichnung „generisches Maskulinum“ werden eine Vielzahl von Sprachgebräuchen zusammengefasst, deren Gemeinsamkeit darin besteht, dass eine grammatisch männliche Wortform (Maskulinum) verwendet wird, um Referenten zu bezeichnen, die eventuell mit einem anderen grammatischen Geschlecht (Genus) oder einem anderen biologische Geschlecht (Sexus) verbunden sind. Im Deutschen umfasst dies einige Fürwörter, viele Personenbezeichnungen sowie biosystematische Klassennamen (Lebewesenarten):

  • Wer das machen kann, der soll es machen“ – spricht alle Personen an, unabhängig von ihrem Geschlecht.
  • Jemand, der es kann, soll es machen“ – auch dieses Indefinitpronomen abstrahiert vom Geschlecht.
  • „Gehe bitte öfters zum Arzt – die männliche Wortform steht hier verallgemeinernd für alle Ärzte und Ärztinnen und entsprechende Personen dritten Geschlechts.

Im Unterschied zur generischen Verwendung maskuliner Wortformen gibt es einige Personenbezeichnungen, die zwar grammatisch männlich sind, aber gleichzeitig alle Personen unabhängig von ihrem biologischen Geschlecht meinen können:

  • Jeder Gast soll sich wohlfühlen“ – hier geschlechtsunabhängig verwendet, weil die weibliche Wortform „Gästin“ unüblich ist.[9]

Generisches Femininum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Generische Feminina sind Wörter, die grammatisch weiblich sind, aber Referenten bezeichnen, die eventuell mit einem anderen Genus oder Sexus verbunden sind. Diese Gruppe umfasst im Deutschen nur einige wenige Tierbezeichnungen wie die Katze, die Maus, die Gans. Diese können verallgemeinernd sowohl weibliche wie männliche Exemplare meinen. Für Menschen gibt es in der deutschen Sprache keine generischen Feminina.[10] Bereits Ende des 15. Jahrhunderts schrieb der deutsche Rechtsprofessor Johannes Goddaeus, dass die Verwendung von femininen Formen in generischer Art „gegen jeden politischen, wirtschaftlichen und natürlichen Grundsatz“ verstoße; Männer seien im Allgemeinen „das vollkommenere der beiden Geschlechter, dem die größere Würde zukomme.“[11]

Im Unterschied dazu sind übergeordnete Ausdrücke für Menschen wie „die Person, die Fachkraft, die Geisel“ nicht generisch (verallgemeinernd), sondern einfach grammatisch feminin (weiblich), ohne sich semantisch auf Geschlechtlichkeit zu beziehen (geschlechtsindifferente Bedeutung).[9] So kann eine Lehrkraft grundsätzlich beliebigen Geschlechts sein, unterschieden in männliche, weibliche oder diversgeschlechtliche Lehrkraft. Der Ausdruck eine Geisel bezieht sich nicht auf das Geschlecht der Person, sondern auf die Tatsache ihres Gefangenseins; ihr Geschlecht muss zusätzlich angegeben werden, etwa eine weibliche Geisel.

In jüngerer Zeit wird auch die Verwendung der weiblichen Form an Stelle des generischen Maskulinums als „generisches Femininum“ bezeichnet, beispielsweise wird das Wort Leserinnen verallgemeinernd für Personen beliebigen Geschlechts verwendet. Weitere Beispiele:

  • Jeder Mann, jede Frau und jedes Kind ist eingeladen; jede, die möchte, kann ihre Freundinnen mitbringen.
  • Es werden Helferinnen gesucht. Ist eine Ärztin an Bord?

Verwendung

Erstmals im November 2012 wurde eine „Woche des generischen Femininums“ veranstaltet (Hashtag #InWoche auf Twitter), bei der Bloggerinnen aus dem Umfeld der Piratenpartei ausschließlich weibliche Personenbezeichnungen in generischer Bedeutung benutzten.[12]

Die Universität Leipzig verwendete 2013 in ihrer „Grundordnung“ ausschließlich weibliche Bezeichnungen für alle offiziellen Funktionen. Die Formulierungen wurden einstimmig vom erweiterten Senat beschlossen und von der Rektorin abgesegnet; das sächsische Wissenschaftsministerium legte keinen Widerspruch ein.[13][14] Die Grundordnung der Universität Leipzig erklärt auf der ersten Seite in einer Fußnote: „In dieser Ordnung gelten grammatisch feminine Personenbezeichnungen gleichermaßen für Personen männlichen und weiblichen Geschlechts. Männer können die Amts-und Funktionsbezeichnungen dieser Ordnung in grammatisch maskuliner Form führen.“ Beispiele sind „Gastdozentinnen und Gastprofessorinnen“ oder „Vertreterinnen der Gruppe der Hochschullehrerinnen“.[15] Georg Teichert, seit 2010 zentraler Gleichstellungsbeauftragter der Universität, verwendet seit Ende 2019 neben geschlechtsneutralen Formulierungen stellenweise den Gender Gap: Kolleg_innen (vergleiche Hochschul-Sprachleitfäden).[16]

Zur gleichen Zeit führte die Geschäftsordnung des Senats der Universität Potsdam das generische Femininum für offizielle Funktionsbezeichnungen ein.[17] Im Jahr 2020 nutzt das Koordinationsbüro für Chancengleichheit für die interne und externe Kommunikation der Universität neben geschlechtsneutralen Formulierungen stellenweise das Gendersternchen oder den Unterstrich.[18]

Ende 2013 wurde das Tiroler Kinder- und Jugendhilfegesetz durchgehend in weiblicher Form abgefasst.[19][20]

Mitte 2014 erschien von der historischen Sprachwissenschaftlerin Kristin Kopf Das kleine Etymologicum: Eine Entdeckungsreise durch die deutsche Sprache, bei dem wechselweise das generische Maskulinum (60 Mal) und das Femininum generisch verwendet wurde (auch 60 Mal), beispielsweise die Angeln und die Sächsinnen.[21][22]

Anfang 2016 beschloss der Klagenfurter Ortsverband der Grünen, Ämter nur noch in der weiblichen Form zu benennen, beispielsweise „Parteiobfrau Reinhard Schinner“.[20]

Die feministische Sprachwissenschaftlerin Luise F. Pusch – Pionierin der geschlechtergerechten Sprache – kritisierte 2018 die Sonderzeichen zur Ersetzung des generischen Maskulinums (Gendersternchen, Binnen-I, Unterstrich) und spricht sich auch weiterhin für die allgemeine Verwendung des generischen Femininums aus. Es enthält fast immer auch die männliche Wortform der jeweiligen Bezeichnung.[23][24]

Generisches Neutrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Generische Neutra sind Wörter, die grammatisch sachlich sind, aber Referenten bezeichnen, die eventuell mit einem anderen Genus oder Sexus verbunden sind. In diese Gruppe fallen im Deutschen vor allem Personenbezeichnungen und Pronomina, aber auch Tiernamen:

  • Bei den entsprechenden Personenbezeichnungen handelt es sich häufig um Verkleinerungsformen („das Mädchen, das Gretchen, das Peterle“) und einige wenige Personenbezeichnungen ohne Sexusbedeutung („das Kind, das Opfer“) oder mit geschlechtlichem Bezug („das Weib, das Mannsbild“).
  • Auch einige Pronomina (Fürwörter) bilden generische Neutra:
    • Dies interessiert uns, weil es ungewöhnlich ist.“
    • „Es gibt etwas, das ich bereue.“
  • Tiernamen wie „das Pferd, das Nashorn“ lassen offen, ob es sich um ein weibliches oder männliches Individuum handelt – übergreifend „ein Tier“.

Personen werden – regional unterschiedlich häufig – nach den Indefinitpronomen „jemand“ und „niemand“ mit einem Adjektiv im generischen Neutrum bezeichnet (daneben wird auch das generische Maskulinum verwendet):[25]

  • „Jemand anderes muss das machen.“
  • „Sie sind mit jemand Neues gekommen.“

Generischer Plural: „they“ im Englischen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der englischen Sprache haben Substantive in der Regel kein grammatisches Geschlecht (Genus): the engineer steht für „Ingenieur oder Ingenieurin“. Persönliche Fürwörter dagegen haben ein solches und unterscheiden männlich, weiblich und sächlich (he, she, it); entsprechend müssen sie grammatisch übereinstimmen mit dem Vorhergehenden, auf das sie sich beziehen (etwa einem Nomen): his, hers, its („seines, ihres, seines“), im Plural: we…our, you…your, they…their („wir…unser, ihr…euer, sie…ihrer“).

Etwa ein Jahrhundert nach dem Aufkommen der Plural-Fürwörter findet sich ab dem 14. Jahrhundert auch die gelegentliche Verwendung des pluralen Fürworts they in der singularen Weise für eine einzelne Person, als neutrale Alternative zu den geschlechtsbezogenen Fürwörtern he und she.[26] Ursprünglich eine Mehrzahlform war auch das Wort you („du“): you are: („ihr seid“, aber auch: „du bist“).[27]

Im Normalfall und soweit das Geschlecht einer Person unbezeichnet bleiben soll, wird für das Fürwort das generische Maskulinum verwendet:

  • every engineer knows his formulas (jeder Ingenieur/jede Ingenieurin kennt seine/ihre Formeln)

Weil solche Formulierungen häufig der Absicht des Sprechers, das biologische Geschlecht unbestimmt zu lassen, entgegenwirken, hat sich in neuerer Zeit die Verwendung des generischen they durchgesetzt:[28]

  • every engineer knows their formulas

Die männliche oder weibliche Form wird in diesen Fällen fast nur noch verwendet, wenn spezifisch männliche oder weibliche Personen gemeint sind.[27]

Auch zur (Selbst-)Beschreibung von Personen, die sich bezüglich ihrer Geschlechtsidentität weder als eindeutig und immer „männlich“ noch „weiblich“ definieren und geschlechtsneutral angesprochen werden wollen, hat sich ab Mitte der 2010er-Jahre die singulare Verwendung von they verbreitet (siehe Singulares „they“ für nichtbinäre Personen). Der einflussreiche US-Styleguide Chicago Manual of Style erlaubt das singulare they in seiner 17. Auflage 2018 im mündlichen sowie im informellen schriftlichen Sprachgebrauch; für den förmlichen schriftlichen Gebrauch wird es nur in Bezug auf individuelle Personen erlaubt, die sich mit den geschlechtlichen Fürwörtern he („er“) oder she („sie“) nicht identifizieren.[29] Das US-Wörterbuch Merriam-Webster’s Dictionary nimmt die nichtbinäre Bedeutung von they 2019 auf,[30] auch das Oxford English Dictionary führt sie.[26]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gisela Zifonun: „Man lebt nur einmal.“ Morphosyntax und Semantik des Pronomens „man“. In: Deutsche Sprache. Jahrgang 28, Heft 3, 2000, S. 232–253 (PDF: 22,6 MB, 22 Seiten auf bsz-bw.de).
  2. Christian Braun: Fachsprachen im Wandel der Zeit. Ausgewählte Überlegungen. In: Luise Czajkowski, Sabrina Ulbrich-Bösch, Christina Waldvogel (Hrsg.): Sprachwandel im Deutschen. de Gruyter, Berlin, Boston 2018, ISBN 978-3-11-052518-2, S. 281–292, hier S. 290 (Seitenvorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Harald Weinrich: Textgrammatik der deutschen Sprache. 2., revidierte Auflage. Olms, Hildesheim u. a. 2003, ISBN 978-3-487-11741-6, S. 98.
  4. Hardarik Blühdorn: Deixis und Deiktika in der deutschen Gegenwartssprache. In: Deutsche Sprache. Jahrgang 21, Nr. 1, 1993, S. 44–62, hier S. 49 (PDF 514 kB, 19 Seiten auf bsz-bw.de).
  5. Gabriele Diewald, Maria Thurmair, Mechthild Habermann: Duden: Grundwissen Grammatik – Fit für den Bachelor. Dudenverlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-411-91107-3, S. 189.
  6. Ludwig M. Eichinger: O tempora, (o modi)! Synthetische und analytische Tempusformen in der deutschen Gegenwartssprache. In: Eugène Faucher, René Métrich, Marcel Vuillaume (Hrsg.): Signans und Signatum: Auf dem Weg zu einer semantischen Grammatik. Festschrift für Paul Valentin zum 60. Geburtstag. Narr, Tübingen 1995, S. 105–119, hier S. 110 (PDF: 405 kB, 16 Seiten auf bsz-bw.de).
  7. Wladimir D. Klimonow: Das System der aspektuell-temporalen Formen des modernen Russischen aus der Sicht der Markiertheitstheorie. In: Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft, Sprachtypologie und Universalienforschung (Hrsg.): Papers on language change and language acquisition (= ZAS papers in linguistics. Band 15). Berlin 2000, S. 96–122, hier S. 116 (Downloadseite).
  8. Gerda Haßler: Temporalität, Aspektualität und Modalität in romanischen Sprachen. de Gruyter, Berlin, Boston 2016, ISBN 978-3-11-031029-0, S. 92 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  9. a b Video von Anatol Stefanowitsch: Das generische Maskulinum: eine kurze Einführung (ab 0:08:48) auf YouTube, 22. November 2012, abgerufen am 4. April 2020 (22:36 Minuten; Beitrag zur „Woche des generischen Femininums“ im November 2012).
  10. Peter Eisenberg, interviewt von Hans-Joachim Wiese: Das generische Maskulinum: „Ich nenne das sprachpolizeiliche Allüren“. In: Deutschlandfunk Kultur. 13. März 2018, abgerufen am 28. Juni 2020; Zitat: „‚Der [Unterschied] besteht darin, dass es das generische Maskulinum im Deutschen gibt und das generische Femininum gibt es nicht.‘“
  11. Lisa Irmen, Vera Steiger: Zur Geschichte des Generischen Maskulinums: Sprachwissenschaftliche, sprachphilosophische und psychologische Aspekte im historischen Diskurs. In: Zeitschrift für Germanistische Linguistik. Band 33, Heft 2–3, Dezember 2005, online: 24. Mai 2007, S. 212–235, hier S. 217 (doi:10.1515/zfgl.33.2-3.212) – zitiert nach Gabriele Diewald, Anja Steinhauer: Duden: Handbuch geschlechtergerechte Sprache: Wie Sie angemessen und verständlich gendern. Herausgegeben von der Duden-Redaktion. Dudenverlag, Berlin April 2020, ISBN 978-3-411-74517-3, S. 22–23.
  12. Anke Domscheit-Berg: #InWoche: About. In: Generisches Femininum. Privater Blog, 2012–2014, abgerufen am 4. April 2020.
    Astrid Herbold: Netzkolumne: Wut, dein Name ist We(i)b. In: Tagesspiegel.de. 24. November 2012, abgerufen am 4. April 2020 („auf Twitter geht die ‚InWoche‘ zu Ende“).
  13. Benjamin Haerdle: Uni Leipzig verweiblicht ihre Grundordnung. In: duz. Magazin für Forscher und Wissenschaftsmanager. 31. Mai 2013, abgerufen am 25. März 2020.
  14. Horst Simon (Professor für Historische Sprachwissenschaft an der FU Berlin), interviewt von Anja Kühne: Generisches Femininum an der Uni Leipzig: „Frauen sind keine Sonderfälle“. In: Tagesspiegel.de. 6. Juni 2013, abgerufen am 25. März 2020 („beim feministischen Sprachgebrauch haben nun außerdem vor allem Männer Angst, dass ihre Pfründe verloren gehen“).
  15. Universität Leipzig: Grundordnung der Universität Leipzig. 6. August 2013, S. 2 und 4 und 6 (PDF: 178 kB, 19 Seiten auf uni-leipzig.de; Pressemitteilung; zentraler Gleichstellungsbeauftragter seit 2010: Georg Teichert).
  16. Georg Teichert, zentraler Gleichstellungsbeauftragter der Universität Leipzig seit 2010: Gleichstellung an der Universität Leipzig. In: Gleichstellung.Uni-Leipzig.de. 23. Oktober 2019, abgerufen am 20. Mai 2020.
  17. Jana Haase: Generisches Femininum an der Uni Potsdam: „Wir erleben hier einen Shitstorm“. In: Potsdamer Neueste Nachrichten. 5. Juli 2013, abgerufen am 28. Juni 2020.
    Silke Weber: Gender-Diskussion: Grüne unterstützen generisches Femininum an Unis. In: Tagesspiegel.de. 6. Juli 2013, abgerufen am 28. Juni 2020.
  18. Universität Potsdam, Koordinationsbüro für Chancengleichheit: Gendergerechte Sprache an der Hochschule. In: Uni-Potsdam.de. 11. Mai 2020, abgerufen am 28. Juni 2020.
  19. Tiroler Landtag: Gesetz vom 6. November 2013 über die Kinder- und Jugendhilfe (Tiroler Kinder- und Jugendhilfegesetz – TKJHG) Innsbruck (PDF: 360 kB, 46 Seiten auf tirol.gv.at).
  20. a b Eva Reisinger: Warum das generische Femininum auch keine Lösung ist. In: Vice.com. 11. Februar 2016, abgerufen am 25. März 2020 („die Grünen in Klagenfurt haben ihre Statuten geändert – so wurde aus ihrem Parteiobmann Reinhard Schinner, die Parteiobfrau Reinhard Schinner“).
  21. Kristin Kopf: Das kleine Etymologicum: Eine Entdeckungsreise durch die deutsche Sprache. Klett-Cotta, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-608-91341-5.
    Kristin Kopf: Die Völkerwanderung war kein Vatertagsausflug: Über 60 Wörter auf -in. In: Sprachlog.de. 2. März 2015, abgerufen am 26. Juni 2020.
  22. Luise F. Pusch: Die Sprache der Eroberinnen: Ganz neue Erkenntnisse zur deutschen Sprachgeschichte. In: Fembio.org. 29. September 2014, abgerufen am 26. Juni 2020.
  23. Luise F. Pusch: Fühlen Sie sich mitgemeint! In: Emma.de. 12. Dezember 2018, aktualisiert: 5. Februar 2019, abgerufen am 25. März 2020 („die feministische Linguistin Luise F. Pusch plädiert für eine ganz andere Lösung. Nämlich für das ‚generische Femininum‘“).
  24. Luise Pusch: Gendern – gerne, aber wie? In: Neues-Deutschland.de. 23. Oktober 2019, abgerufen am 25. März 2020 („ein Ritt durch die feministische Sprachgeschichte und praktische Tipps“).
  25. Deutschplus-Eintrag: Die Indefinitpronomen jemand / niemand. In: Deutschplus.net. 2012, abgerufen am 5. Februar 2020.
  26. a b Lexikoneintrag: they, pron., adj., adv., and n. In: Oxford English Dictionary. Abgerufen am 12. Mai 2020 (englisch).
  27. a b Merriam-Webster’s-Redaktion: Words We’re Watching: Singular “They”. In: Merriam-Webster.com. September 2019, abgerufen am 12. Mai 2020 (englisch)
  28. Matthias Heine: Kultur – Mr, Mrs oder Mx: Auch Englisch hat jetzt ein drittes Geschlecht. In: Die Welt. 6. Mai 2015, abgerufen am 12. Mai 2020.
  29. Tracy Frey: Singular They. In: AMAstyleInsider.com. 27. September 2017, abgerufen am 12. Mai 2020 (englisch).
    Chicago Manual of Style: Offizielle Website (englisch).
  30. Wörterbucheintrag: they (pronoun) 4). In: Merriam-Webster’s Dictionary. 2019, abgerufen am 12. Mai 2020 (englisch).
    Die Bedeutung Nr. 4 wurde im September 2019 zugefügt, dazu der Redaktionskommentar: Usage Notes – A Note on the Nonbinary “They”: It’s now in the dictionary. In: Merriam-Webster.com. 19. September 2019, abgerufen am 12. Mai 2020 (englisch).