Gerra (Gambarogno)

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Gerra (Gambarogno)
Wappen von Gerra (Gambarogno)
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Locarnow
Kreis: Kreis Gambarogno
Gemeinde: Gambarognoi2
Postleitzahl: 6576
Koordinaten: 704003 / 10869446.121728.78413216Koordinaten: 46° 7′ 18″ N, 8° 47′ 3″ O; CH1903: 704003 / 108694
Höhe: 216 m ü. M.
Fläche: 3.1 km²
Einwohner: 303 (31. Dezember 2008)
Einwohnerdichte: 98 Einw. pro km²
Karte
Gerra (Gambarogno) (Schweiz)
Gerra (Gambarogno)
www
Gemeindestand vor der Fusion am 24. März 2010

Gerra (Gambarogno), im lombardischen Ortsdialekt (a la) Zèra [alaˈdʑɛra],[1] ist ein Ortsteil der Gemeinde Gambarogno im gleichnamigen Kreis, Bezirk Locarno, im Schweizer Kanton Tessin. Er bildete bis zum 24. April 2010 eine selbständige politische Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Im 16. Jahrhundert schlossen sich die Ortschaften Ronco de Martignoni, Ronco di Sopra und Scimiana zu einer Gemeinde zusammen. 1744 wurde die dem heiligen Rochus und dem heiligen Sebastian geweihte Pfarrkirche errichtet.

Am 25. November 2007 wurde die Fusion der Gemeinden am Südufer des Langensee zur neuen Gemeinde Gambarogno von den Stimmberechtigten der Gemeinden: Caviano, Contone, Gerra (Gambarogno), Indemini, Magadino, Piazzogna, Sant’Abbondio und Vira (Gambarogno) gutgeheissen. Einzig San Nazzaro war mehrheitlich dagegen. Gegen den Entscheid des Tessiner Grossen Rates, die Fusion trotzdem wie geplant durchzuführen, wurde beim Bundesgericht Beschwerde eingelegt. Nach der Ablehnung der Beschwerde trat die Fusion per 25. April 2010 in Kraft.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

Rot mit goldenem (gelbem) Schildhaupt, darin ein rotgezungter und -bewehrter schwarzer Adler. Unten eine goldene Armbrust

Es handelt sich dabei um eine Übernahme des Wappens der Familie Balestra und zwar zu Ehren des Serafino Balestra (* 1831, † 1886).

Das Schildhaupt wird in der italienischen Heraldik capo dell’imperio genannt und kennzeichnete die Parteigänger des Kaisers (Ghibellinen und Guelfen/Waiblinger, d. h. Staufer) im Gegensatz zu den Anhängern der päpstlichen Partei (Guelphen/Welfen), deren Parteizeichen das capo d’Angio (Anjou) war.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche Santi Rocco und Sebastiano[2]
  • Oratorium San Bernardino[3]
  • Oratorium Madonna del Rosario[4]
  • Betkapelle della Madonna[5]
  • Betkapelle Madonna di Re[6]
  • Betkapelle San Cristoforo[7]
  • Wohnhaus mit Fresko Mater lactans[8]
  • Wohnhaus mit Fresko Madonna del Rosario[9]
  • Prähistorische Schalensteinen[2]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gerra (Gambarogno) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 384.
  2. a b Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 157.
  3. Oratorium San Bernardino (Foto)
  4. Oratorium Madonna del Rosario (Foto)
  5. Betkapelle della Madonna (Foto)
  6. Betkapelle Madonna di Re (Foto)
  7. Betkapelle San Cristoforo (Foto)
  8. Fresko Mater lactans (Foto)
  9. Fresko Madonna del Rosario (Foto)
  10. Daniela Pauli Falconi: Serafino Balestra im Historischen Lexikon der Schweiz
  11. Serafino Balestra auf ti.ch/can/oltreconfinit
  12. Pablo Crivelli: Luigi Balestra im Historischen Lexikon der Schweiz
  13. Luigi A. Balestra auf parlament.ch
  14. Dino Balestra auf comunitaitalofona.org
  15. Dino Balestra auf theaterwissenschaft.ch