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Vira (Gambarogno)

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Vira (Gambarogno)
Wappen von Vira (Gambarogno)
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Locarnow
Kreis: Kreis Gambarogno
Gemeinde: Gambarognoi2
Postleitzahl: 6574
frühere BFS-Nr.: 5134
Koordinaten: 708369 / 111297Koordinaten: 46° 8′ 40″ N,  50′ 28″ O; CH1903: 708369 / 111297
Höhe: 200 m ü. M.
Höhenbereich: 193–1961 m ü. M.
Fläche: 12,00 km²
Einwohner: 679 (31. Dezember 2009)[1]
Einwohnerdichte: 57 Einw. pro km²
Website: www.gambarogno.ch
Vira (Gambarogno); auf der gegenüberliegenden Seeseite die Gemeinde Tenero-Contra
Vira (Gambarogno); auf der gegenüberliegenden Seeseite die Gemeinde Tenero-Contra
Karte
Vira (Gambarogno) (Schweiz)
Vira (Gambarogno) (Schweiz)
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Gemeindestand vor der Fusion am 25. April 2010
Vira (Gambarogno), historisches Luftbild von Werner Friedli (1965)

Vira (Gambarogno) ist ein Ortsteil der Gemeinde Gambarogno im Schweizer Kanton Tessin. Er bildete bis zum 24. April 2010 eine selbständige politische Gemeinde.

Das Dorf liegt am nordöstlichen Ufer des Langensee am Fusse des 1738 m hohen Berges Gambarogno. Von Vira aus führt in südlicher Richtung eine Strasse zum 1395 m hohen Bergpass Alpe di Neggia, der eine Verbindung zum Veddascatal bildet. Das Dorf liegt an der Bahnstrecke Cadenazzo–Luino der Schweizerischen Bundesbahnen.

Blasonierung: Ein schwarzer Anker mit drei goldenen Sternen über Silber und Blau von siebenmal mit Wellenschnitt geteilt.

Die Gegend war schon früh besiedelt, worauf eine hier gefundene Stele mit nordetruskischer Inschrift verweist. Im Mittelalter war Vira zunächst das Zentrum der Nachbarschaft Gambarogno, bis es als solches im 13. Jahrhundert von San Nazarro abgelöst wurde. Eine erste Erwähnung findet das Dorf im Jahre 1305 als Vira. 1516 gelangte es unter eidgenössische Herrschaft.

Am 25. November 2007 wurde die Fusion der Gemeinden am Südufer des Lago Maggiore zur neuen Gemeinde Gambarogno von den Stimmberechtigten der Gemeinden Caviano, Contone, Gerra (Gambarogno), Indemini, Magadino, Piazzogna, Sant’Abbondio und Vira (Gambarogno) gutgeheissen. Einzig San Nazzaro war mehrheitlich dagegen. Gegen den Entscheid des Tessiner Grossen Rates, die Fusion trotzdem wie geplant durchzuführen, wurde beim Bundesgericht Beschwerde eingelegt. Nach der Ablehnung der Beschwerde trat die Fusion per 25. April 2010 in Kraft. Vira Gambarogno ist aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.[2]

Vira (Gambarogno): Einwohnerzahlen von 1600 bis 2009
Jahr  Einwohner
1600
 
600
1683
 
563
1719
 
465
1769
 
480
1799
 
461
1808
 
439
1824
 
623
1836
 
615
1850
 
617
1860
 
626
1870
 
588
1880
 
596
1888
 
523
1900
 
455
1910
 
451
1920
 
444
1930
 
471
1941
 
495
1950
 
454
1960
 
530
1970
 
589
1980
 
579
1990
 
601
1991
 
628
1992
 
643
1993
 
631
1994
 
659
1995
 
653
1996
 
678
1997
 
649
1998
 
642
1999
 
648
2000
 
640
2001
 
656
2002
 
652
2003
 
665
2004
 
656
2005
 
665
2006
 
662
2007
 
662
2008
 
665
2009
 
679
Quelle(n): bis 1980 Bundesamt für Statistik[3][4] ab 1990: Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024[5]

Sehenswürdigkeiten

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  • Pfarrkirche Santi Pietro e Paolo[6]. Die Kirche SS. Pietro e Paolo war bis zur Entstehung der Pfarreien Indemini (1556), Sant’Abbondio und San Nazzaro (1558), Piazzogna (1837) und Magadino (1846) die Mutterkirche des ganzen Gambarogno.
  • Oratorium Santa Maria Maddalena mit Gemälde Kreuzigung mit Santa Maria Maddalena und San Giovanni Evangelista (1696)[6].
  • alte Steinbrücke[6].

Veranstaltungen

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  • Weihnachtskrippenausstellung[7]
  • Mehrmals fand eine Freiland-Skulpturenausstellung statt.[8]

Persönlichkeiten

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(Sortierung nach Geburtsjahr.)

Commons: Vira – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Historisches Lexikon der Schweiz https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/002128/2023-10-31/
  2. Bürgergemeinde Vira Gambarogno (mit Fotos) (italienisch) auf alleanzapatriziale.ch.
  3. Martin Schuler: Cantone Ticino – L’effettivo della popolazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 3. Juni 2026.
  4. Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 3. Juni 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  5. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991-2024. Bundesamt für Statistik BFS, Neuchâtel, 27. August 2025, abgerufen am 3. Juni 2026.
  6. 1 2 3 Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 154–155.
  7. Weihnachtskrippen (Memento vom 31. Dezember 2015 im Internet Archive) in myswitzerland.com, abgerufen am 31. Dezember 2015.
  8. G'18 – 50 anni dalla prima auf gambarognoarte.ch.
  9. Massimo Terribilini in portal.dnb.de
  10. Massimo Terribilini. In: Sikart