Caviano

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Caviano
Wappen von Caviano
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Locarnow
Kreis: Kreis Gambarogno
Gemeinde: Gambarognoi2
Postleitzahl: 6578
Koordinaten: 702644 / 107082Koordinaten: 46° 6′ 27″ N, 8° 45′ 58″ O; CH1903: 702644 / 107082
Höhe: 274 m ü. M.
Fläche: 3,2 km²
Einwohner: 112 (31. Dezember 2008)
Einwohnerdichte: 35 Einw. pro km²
Website: www.gambarogno.ch
Karte
Caviano (Schweiz)
Caviano
www
Gemeindestand vor der Fusion am 24. März 2010

Caviano, im lombardischen Ortsdialekt Caviagn [kaˈvjaŋ],[1] ist ein Ortsteil der Gemeinde Gambarogno im gleichnamigen Kreis, Bezirk Locarno, des Schweizer Kantons Tessin. Er bildete bis zum 24. April 2010 eine selbständige politische Gemeinde.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Caviano liegt an der Riviera del Gambarogno, der steilen Ostküste des Langensees, an der schweizerisch-italienischen Grenze, 274 m ü. M. Die ehemalige Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Caviano, Ranzo, Scaiano, Dirinella (mit der Grenzstation zu Italien) und Monti di Caviano.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals bezeugt findet sich das Dorf im Jahre 1258 als Caviliano. Caviano gehörte ursprünglich zur Pfarrei Locarno, dann zu Sant’Abbondio. 1850 wurde es eine eigene Pfarrei.

Am 25. November 2007 wurde die Fusion der Gemeinden am Südufer des Lago Maggiore zur neuen Gemeinde Gambarogno von den Stimmberechtigten der Gemeinden Caviano, Contone, Gerra (Gambarogno), Indemini, Magadino, Piazzogna, Sant’Abbondio und Vira (Gambarogno) gutgeheissen; einzig San Nazzaro war mehrheitlich dagegen. Gegen den Entscheid des Tessiner Grossen Rates, die Fusion trotzdem wie geplant durchzuführen, wurde beim Bundesgericht Beschwerde eingelegt. Nach der Ablehnung der Beschwerde trat die Fusion per 25. April 2010 in Kraft.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1808 1850 1900 1950 2000 2008
Einwohner 249 332 272 184 111 112

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Das Wappen ist geteilt. Oben in Silber und Rot gespalten ein Doppeladler in verwechselten Farben und unten in Rot eine dreistufige silberne Zinnenburg mit zwei offenen Durchgängen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche Santa Maria Nascente[2]
  • Oratorium San Bernardo von Chiaravalle, in Ortsteil Scaiano, erwähnt 1591.[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gioachimo Masa (* 5. September 1783 in Ranzo; † 1862 ebenda), Arzt, Politiker (FDP.Die Liberalen), 1821–1827, 1830–1839 Tessiner Grossrat und 1839 Staatsrat[4][5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 223.
  2. Pfarrkirche Santa Maria Nascente (Foto)
  3. Oratorium San Bernardo (Foto)
  4. Fabrizio Mena: Masa, Gioachimo. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  5. Fabio Chierichetti: Giachimo Masa, dottor fisico, politico progressista e notabile locale. In: Bollettino della Società Storica Locarnese, Nr. 21, 2017, S. 48–72.