Magadino

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Magadino
Wappen von Magadino
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Locarnow
Kreis: Kreis Gambarogno
Gemeinde: Gambarognoi2
Postleitzahl: 6573
UN/LOCODE: CH QUA (Quartino)
Koordinaten: 709547 / 11167946.147698.85654195Koordinaten: 46° 8′ 52″ N, 8° 51′ 24″ O; CH1903: 709547 / 111679
Höhe: 195 m ü. M.
Fläche: 7.3 km²
Einwohner: 1642 (31. Dezember 2008)
Einwohnerdichte: 225 Einw. pro km²
Website: www.gambarogno.ch
Karte
Magadino (Schweiz)
Magadino
www

Magadino, im lombardischen Ortsdialekt Magadin [magaˈdiŋ],[1] ist ein Ortsteil der Gemeinde Gambarogno im gleichnamigen Kreis, Bezirk Locarno, im Schweizer Kanton Tessin. Er bildete bis zum 24. April 2010 eine selbständige politische Gemeinde.

Geographie[Bearbeiten]

Das Dorf Magadino liegt am Langensee, die Fraktion Quartino östlich davon. In der Nähe Magadinos mündet der Tessin in den See.

Geschichte[Bearbeiten]

Magadino findet in spätmittelalterlicher Zeit Erwähnung im Zusammenhang mit Feudalrechten, welche die Bischöfe von Como den Capitanei von Locarno übertrugen. In Quartino bestand im Hoch- und Spätmittelalter ein Benediktiner­priorat, dessen Schutzpatron der heilige Georg war; im 17. Jahrhundert kamen die Klostergüter an das Spital in Locarno. Von einem 1335 erwähnten Turm und einem im 17. Jahrhundert erwähnten Kastell finden sich heute keine Spuren mehr. Magadino löste sich 1846 kirchlich von Vira (Gambarogno).

Gemeindestand vor der Fusion am 24. März 2010

Magadino war ein bedeutender Hafen und eine wichtige Zollstation am Transitweg von der Lombardei zu den Städten nördlich der Alpen. Mit der Einführung des regelmässigen Dampfschiffverkehrs auf dem Langensee (1826) und der Eröffnung der Fahrstrasse über den Gotthardpass (1830) wurde es Postkutschenstation. Der Niedergang des Hafens begann mit der Eröffnung der Bahnlinien nach Locarno (1874) und Luino (1882).

Am 25. November 2007 wurde die Fusion der neun Gemeinden am Südufer des Lago Maggiore zur Gemeinde Gambarogno von den Stimmberechtigten der Gemeinden Caviano, Contone, Gerra (Gambarogno), Indemini, Magadino, Piazzogna, Sant’Abbondio und Vira (Gambarogno) gutgeheissen. Einzig San Nazzaro war mehrheitlich dagegen. Gegen den Entscheid des Tessiner Grossen Rates, die Fusion trotzdem wie geplant durchzuführen, wurde beim Bundesgericht Beschwerde eingelegt. Nach der Ablehnung der Beschwerde konnte die Fusion per 25. April 2010 in Kraft treten.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Ein goldener Anker über Silber und Blau von fünfmal mit Wellenschnitt geteilt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kirche

Kultur[Bearbeiten]

  • Festival Internazionale di Musica Organistica di Magadino.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Paul Fotsch (1891–1964), Künstler, Graphiker, Zeichner, Maler[15]

Literatur[Bearbeiten]

  • Graziano Tarilli: Magadino. im Historischen Lexikon der Schweiz
  • Virgilio Gilardoni: Magadino. In: I monumenti d’arte e di storia del Canton Ticino, volume III: L’alto Verbano II. I circoli del Gambarogno e della Navegna. (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 73). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte SKG. Bern 1983, ISBN 3-7643-1500-8, S. 49–61.
  • Roberto Gasparoli (Hrsg.): Il Festival Internazionale di Musica Organistica di Magadino 1962–1992: la sua storia, il suo importanza, la sua presenza nell’ambito culturale. Comune di Magadino, Magadino 1992.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Magadino – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 560.
  2. Pfarrkirche San Carlo und Pfarrhaus
  3. a b c d e f Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 153–154.
  4. Pfarrkirche San Carlo (Foto)
  5. Grabmal Familie Meschini (Foto)
  6. Villa Ghisler
  7. Villa Ghisler (Foto)
  8. Oratorium Madonna della Neve (Foto)
  9. Ehemaliges Hotel Belle-Vue et de la Poste (Foto)
  10. Wohnhaus genannt Hostaria di San Carlo (Foto)
  11. Kirche San Nicola di Bari (Foto)
  12. Festungen Gambarogno-Magadino auf forti.ch
  13. Forte Olimpo (Foto)
  14. Bolle di Magadino
  15. Paul Fotsch