Gerressen

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Gerressen
Gemeinde Windeck
Koordinaten: 50° 47′ 0″ N, 7° 30′ 0″ O
Höhe: ca. 170–204 m ü. NHN
Einwohner: 324 (31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 51570
Vorwahl: 02243
Brunnenplatz in der Ortsmitte
Brunnenplatz in der Ortsmitte
Westlich von Gerressen liegt das Ottersbachtal

Gerressen ist ein Ortsteil der Gemeinde Windeck im Rhein-Sieg-Kreis.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt zwischen Siegtal und Ottersbachtal auf einer Anhöhe des Nutscheid oberhalb von Herchen. Gerressen grenzt an die Landesstraße 312, die Herchen mit der Herchener Höhe verbindet. Weitere Weiler in der Nachbarschaft sind Neuenhof mit Engelsbruch und Sommerhof mit dem Johanneshof.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerressen wurde 1348 erstmals in einer Schrift des Klosters Herchen erwähnt.

Im Evangelisch-lutherischen Kirchenbuch Herchen 1770–1809 wird der Ort noch Gieresheim genannt.[2]

Gerressen wurde kurzfristig ein Ortsteil von Herchen, wurde aber aufgrund von Bürgerprotesten wieder ein selbstständiger Ortsteil.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1830 zählte Gerressen 175 Einwohner.[3]

1885 bestand Gerressen aus fünfzig Häusern mit 203 Einwohnern.[4]

Dorfleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweijährlich findet in Gerressen das Waffelfest statt.

Ritter von Schlesinger Stiftung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Gerressen befindet sich Sitz der Deutschen Sektion der Ritter von Schlesinger Stiftung. Im Jahre 1978 wurde in Aachen die „Georg Gustav Ritter von Schlesinger Gesellschaft e. V.“ gegründet, die sich die Förderung der Völkerverständigung im östlichen Europa zum Ziel gesetzt hat. Sie war zur Zeit der Solidarność-Bewegung im Untergrund der privatrechtliche Träger des „Polnischen Kulturzentrums am Rhein in Bonn“.

Seit 1981 organisierte die GGRvS Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Lazarus-Hilfswerk unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Karl Carstens die „Aktion Polenhilfe 200.000“, die eine gezielte Medikamentenhilfe während des Kriegsrechtes in Polen leistete.

Bis Ende des Kalten Krieges verlieh die Gesellschaft für Verdienste der Verteidigung bürgerlicher Freiheiten und Menschenrechte im östlichen Europa den „Gustav von Schlesinger Preis“ sowie Verdientabzeichen III. Klasse. Zu den Preisträgern des „Gustav von Schlesinger Preises“ gehören z. B. Hedda Juliane Herwig, Claus-Ekkehard Bärsch und der Chef des Hauses der Fürsten Sułkowski des Wappens Sulima, Alexander Józef Sułkowski, 10. Herzog zu Bielitz.

Seit 2003 wird die Tätigkeit in der Form einer Stiftung fortgesetzt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfgemeinschaft

Ritter von Schlesinger Stiftung

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Windeck - Ortschaftenverzeichnis, abgerufen am 1. April 2014
  2. Evangelisch-lutherisches Kirchenbuch Herchen 1770–1809
  3. Restorff, Friedrich von: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinzen, Berlin u.a., 1830, Seite 304
  4. Gemeindelexikon für das Königreich Preußen von 1885