Gersdorf (Kirchheim)

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Gersdorf
Gemeinde Kirchheim
Koordinaten: 50° 51′ 25″ N, 9° 31′ 0″ O
Höhe: 288 (278–293) m ü. NHN
Fläche: 1,78 km²[1]
Einwohner: 150 (31. Dez. 2016)[2]
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1972
Postleitzahl: 36275
Vorwahl: 06628
Gersdorf aus der Luft

Gersdorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Kirchheim im osthessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt an der Aula etwa 4 km nordwestlich des Kernorts Kirchheim. Durch Gersdorf verläuft die Bundesstraße 454, die Kirchheim mit Oberaula und Schwalmstadt verbindet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Gersdorf erfolgte unter dem Namen Geroldisdorf um das Jahr 1100.[1] Später hieß der Ort Geroldsdorf, dann Gerhartzdorf und ab 1610 Gerßdorf. Das Dorf gehörte zum Amt Niederaula.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die die bis dahin selbständige Gemeinde Gersdorf zum 1. August 1972 kraft Landesgesetz in die Gemeinde Kirchheim eingegliedert.[3][4] Für Gersdorf, wie für alle bei der Gebietsreform nach Kirchheim eingegliederten Gemeinden sowie für die Kerngemeinde, wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.[5]

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Gersdorf lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[1][6]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerstruktur 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Gersdorf 135 Einwohner. Darunter waren 6 (4,4 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 21 Einwohner unter 18 Jahren, 54 zwischen 18 und 49, 33 zwischen 50 und 64 und 27 Einwohner waren älter.[9] Die Einwohner lebten in 60 Haushalten. Davon waren 18 Singlehaushalte, 18 Paare ohne Kinder und 21 Paare mit Kindern, sowie 3 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 6 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 39 Haushaltungen lebten keine Senioren.[9]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gersdorf: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2015
Jahr  Einwohner
1834
  
211
1840
  
234
1846
  
214
1852
  
204
1858
  
174
1864
  
179
1871
  
188
1875
  
186
1885
  
165
1895
  
181
1905
  
208
1910
  
194
1925
  
194
1939
  
195
1946
  
351
1950
  
304
1956
  
259
1961
  
224
1967
  
211
1970
  
189
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2006
  
153
2010
  
164
2011
  
135
2015
  
145
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[1]; Zensus 2011[9]
Ab 2006 Daten jeweils zum Stichtag 31. Dezember des jeweiligen Jahres ohne Nebenwohnsitze[2]

Historische Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

• 1885: 165 evangelische (= 100 %) Einwohner[1]
• 1961: 199 evangelische (= 88,84 %), 25 katholische (= 11,16 %) Einwohner[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die unter Denkmalschutz stehenden Kulturdenkmale des Ortes siehe die Liste der Kulturdenkmäler in Gersdorf.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Gersdorf, Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. a b Einwohnerzahlen. (PDF; 139 kB) In: Webauftritt. Gemeinde Kirchheim, abgerufen im Oktober 2020.
  3. Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Hersfeld und Rotenburg (GVBl. II 330-13) vom 11. Juli 1972. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 217, § 13 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 397.
  5. Hauptsatzung. (PDF; 26 kB) § 5. In: Webauftritt. Gemeinde Kirchheim, abgerufen im Oktober 2020.
  6. Michael Rademacher: Land Hessen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: treemagic.org.
  7. Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 79 (online bei Google Books).
  8. Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 75.
  9. a b c Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,0 MB) (Nicht mehr online verfügbar.) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 18 und 74, archiviert vom Original am 5. Dezember 2020;.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/statistik.hessen.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]