Gimborn

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Gimborn
Gemeinde Marienheide
Koordinaten: 51° 3′ 38″ N, 7° 28′ 37″ O
Höhe: 250 m ü. NN
Einwohner: 24 (4. Jun. 2008)
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 51709
Vorwahl: 02264
Gimborn (Marienheide)
Gimborn

Lage von Gimborn in Marienheide

Schloss Gimborn
Schloss Gimborn
Gasthof im Ort
Kirche Sankt Johann Baptist mit der Armen-Seelen-Kapelle
Startpunkt der Rundwanderwege ist diese Tafel in der Ortsmitte

Gimborn ist heute ein Ortsteil der Gemeinde Marienheide im Oberbergischen Kreis, Regierungsbezirk Köln, Nordrhein-Westfalen und war für mehrere Jahrhunderte Regierungssitz der gleichnamigen Reichsherrschaft.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt sieben Kilometer südwestlich vom Gemeindezentrum in einem Nebental der Leppe. In der Ortsmitte befinden sich die katholische Kirche St. Johann Baptist sowie das Schloss Gimborn,[1] Regierungssitz einer ab 1631 eigenständigen und 1681 zur Grafschaft erhobenen Reichsherrschaft, die nach ihren Besitzern (seit 1550) auch „Schwarzenbergisches Land“ genannt wurde. Heute wird das Schloss von der International Police Association als Bildungszentrum genutzt.

In etwa zwei Kilometer Entfernung (Luftlinie) gibt es zwei mittelalterliche Burgruinen: die Wasserburg Eibach und die Höhenburg Neuenberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1180 wurde der Ort als Ginburne zum ersten Mal urkundlich erwähnt im „Urkundenbuch des Stiftes St. Gereon“[2]

Gimborn war nach der Neuordnung von Preußen von 1816 bis 1825 Kreishauptort des Landkreises Gimborn, der dann im neuen Kreis Gummersbach integriert wurde.

Bis zur kommunalen Neugliederung 1975 gab es eine eigenständige Gemeinde Gimborn, zu der Teile der heutigen Gemeinden Engelskirchen, Lindlar (Remshagen und Teile des Leppetals), Gummersbach sowie Marienheide gehörten (vgl. §§ 13 Abs. 2, 14 Abs. 2 Nr. 2, 15 Abs. 1, 16 Nr. 3 Köln-Gesetz).[3] Das Rathaus befand sich im Ort Hülsenbusch.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Gimborn um 1610 e.V.

Wander- und Radwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In und um Gimborn gibt es folgende Wanderwege:

Art Wegzeichen Wegstrecke Weglänge
Rundwanderweg  A1  Gimborn–nordöstlich Lindlar-Scheel–Lindlar–Oberlichtinghagen–Forsthaus Kümmel–Gimborn 7 km
Rundwanderweg  A2  Gimborn–Forsthaus Kümmel–Grunewald–Gimborn 5,4 km
Rundwanderweg  A3  Gimborn–Grunewald–Dürhölzen–nördlich Jedinghagen–Gimborn 6,1 km
Rundwanderweg  A4  Gimborn–Grunewald–südlich Siemerkusen–Winkel–Hütte–Dürhölzen–Jedinghagen–nördlich Erlinghagen–Gimborn 9,5 km
Fernwanderweg  X9  Rhein-Ruhr-Weg: Dortmund - Gimborn - Königswinter 168 km
Verbindungsweg  <8  Gimborn - Hintermühle, Anschluss an den Schlösserweg  X19  5,0 km

Kirchliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Kirche St. Johannes Baptist Gimborn gehört zum Kirchengemeindeverband Marienheide im Dekanat Gummersbach/Waldbröl. Sie war bis Ende 2009 Pfarrkirche der Pfarrgemeinde Gimborn/Nochen, die im Januar 2010 in die Pfarrgemeinde Marienheide eingegliedert wurde.

In der Turmhalle der Kirche erinnern drei Gedenktafeln an die Opfer eines katastrophalen Badeunfalls, der sich 1949 im Freibad des nahe gelegenen Würden zutrug.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Haltestelle von Gimborn wird über die Buslinie 308 (Engelskirchen–Lindlar) sowie 399 (Marienheide–Kotthausen–Holzwipper) angeschlossen.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gimborn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das heutige Schloss Gimborn war niemals eine Wasserburg; eine Wasserburg war lediglich die alte Burg, die unmittelbar am Gimbach lag und Anfang des 18. Jahrhunderts geschleift wurde (siehe Baudach, Band 10 der Beiträge zur Oberbergischen Geschichte).
  2. Klaus Pampus: Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte (= Beiträge zur Oberbergischen Geschichte. Sonderbd. 1). Oberbergische Abteilung 1924 e.V. des Bergischen Geschichtsvereins, Gummersbach 1998, ISBN 3-88265-206-3.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 301.