Gottfried Höllwarth

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Universitätspark-Telefon, 1972, Linz
Venus, 1975, Wien
Andreaskreuz, Hainfeld

Gottfried Höllwarth (* 10. Februar 1945 in Salzburg) ist ein österreichischer Bildhauer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höllwarth absolvierte in den Jahren von 1959 bis 1964 die HTL für Maschinenbau in Salzburg. Von 1964 bis 1970 studierte er Bildhauerei an der Universität für angewandte Kunst in Wien, sein Lehrer war u. a. Hans Knesl. Während seiner Grundwehrdienstzeit bei der Pioniertruppenschule in Klosterneuburg schuf er 1968 die Skulptur Pionier mit Außenbordmotor, welche sich bis zur Schließung der Magdeburg-Kaserne im Einfahrtsbereich befand; in weiterer Folge wurde sie in der Benedek-Kaserne/Truppenübungsplatz Bruckneudorf aufgestellt.[1] Im gleichen Jahr heiratete er die Malerin Isolde Joham. 1970 gründete er ein Atelier in Wien, das er 1973 nach Hainfeld verlegte.[2]

Von 1978 bis 1990 erfüllte er einen Lehrauftrag für Projektrealisierung im urbanen Raum an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz, wo er in weiterer Folge von 1998 bis 2005 eine Professur für industrielle Steingestaltung innehatte. In den Jahren 1988/89 war er Lektor für plastisches Formen an der Technischen Universität in Innsbruck.[3] Nach fast 28-jähriger Lehrtätigkeit widmete er sich nur noch der eigenen Kunst, da es für ihn eine enorme Belastung war, neben seiner Arbeit und den weltweiten Ausstellungen noch Vorlesungen zu halten.[4] 1989 erwarb Höllwarth eine aufgelassene Industrieanlage in Rainfeld für die Arbeit an Großskulpturen.

In den Jahren von 1998 bis 2006 unternahm Höllwarth ausgedehnte Studienreisen nach Japan, Korea und China, wo er sich mit ostasiatischer Kunst beschäftigte und auch einige Ausstellungen vor Ort beschickte.

Derzeit betreibt er das Atelier ARGE Höllwarth in der Piaristengasse in Wien-Josefstadt. Seine Tätigkeitsbereiche umfassen Bildhauerei, Umraumgestaltung und architekturbezogene Projekte. Rund um seine Villa in Hainfeld hat Höllwarth einen Skulpturenpark nach dem Muster eines japanischen Gartens angelegt, der sechs Großskulpturen auf 2000 Quadratmetern beheimatet und öffentlich zugänglich ist.[5]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1980 Großer Bildhauerpreis des Landes Salzburg
  • 1983 Wiener Festwochenpreis für Plastik[6]
  • 1999 Große goldene Ehrenmedaille für bildende Kunst der Gesellschaft Bildender Künstler Österreichs, Wiener Künstlerhaus
  • 2006 Ehrenmedaille der International Creativ Artists Association für besondere Verdienste im Kunstaustausch zwischen Korea und Österreich, Seoul
  • 2007 Große goldene Ehrenmedaille für bildende Kunst der Gesellschaft Bildender Künstler Österreichs, Wiener Künstlerhaus[7]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bearbeiteter Steinblock (Andreas-Stein) am ehemaligen Friedhof in Hainfeld
  • Pionier mit Außenbordmotor, 1968, Magdeburg-Kaserne, Klosterneuburg[8]
  • Universitätspark Telefon, 1972, Universitätscampus Linz[9]
  • Venus, 1975, Hof der Wohnhausanlage Engerthstraße 203, Wien
  • Andreaskreuz (Andreas-Stein), ein rund 18 Tonnen schwerer Steinblock, der vom Land Niederösterreich angekauft wurde und als Leihgabe am 11. September 2009 vor der Pfarrkirche in Hainfeld aufgestellt wurde.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gottfried Höllwarth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. auf denkmal-heer.at, abgerufen am 31. Oktober 2018
  2. Eintrag zu Gottfried Höllwarth in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich) abgerufen am 3. Oktober 2013
  3. auf noedok.at (PDF; 964 kB), abgerufen am 3. Oktober 2013
  4. Interview auf club-carriere.com, abgerufen am 3. Oktober 2013
  5. Skulpturenpark ist eine Sehenswürdigkeit auf noen.at, abgerufen am 3. Oktober 2013
  6. auf lex-art.de (Memento des Originals vom 4. Oktober 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lex-art.de (PDF; 194 kB), abgerufen am 3. Oktober 2013
  7. auf noedok.at (PDF; 964 kB), abgerufen am 3. Oktober 2013
  8. Foto der Skulptur auf noen.at, abgerufen am 3. Oktober 2013
  9. auf linz.at, abgerufen am 3. Oktober 2013
  10. Pfarramtliche Mitteilung der Pfarrgemeinde Hainfeld - Nr. 3/2009 (Online)