Bruckneudorf

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Bruckneudorf
Wappen von Bruckneudorf
Bruckneudorf (Österreich)
Bruckneudorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Neusiedl am See
Kfz-Kennzeichen: ND
Fläche: 36,64 km²
Koordinaten: 48° 1′ N, 16° 46′ O48.01666666666716.766666666667150Koordinaten: 48° 1′ 0″ N, 16° 46′ 0″ O
Höhe: 150 m ü. A.
Einwohner: 2.940 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 80 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 2460, 2462
Vorwahl: 0 21 62
Gemeindekennziffer: 1 07 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofplatz 5
2460 Bruckneudorf
Website: www.bruckneudorf.eu
Politik
Bürgermeister: Gerhard Dreiszker (SPÖ)
Gemeinderat: (2012)
(23 Mitglieder)
14
5
4
14 
Von 23 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Bruckneudorf im Bezirk Neusiedl am See
Andau Apetlon Bruckneudorf Deutsch Jahrndorf Edelstal Frauenkirchen Gattendorf Gols Halbturn Illmitz Jois Kittsee Mönchhof Neudorf bei Parndorf Neusiedl am See Neusiedl am See Nickelsdorf Pama Pamhagen Parndorf Podersdorf am See Potzneusiedl Sankt Andrä am Zicksee Tadten Wallern im Burgenland Weiden am See Winden am See Zurndorf Bezirk Neusiedl am SeeLage der Gemeinde Bruckneudorf im Bezirk Neusiedl am See (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Angererdorf, die Häuserkampfanlage im Truppenübungsplatz aus der Luft

Bruckneudorf (ungarisch: Királyhida) ist eine Großgemeinde mit 2940 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Burgenland, die geographisch und historisch den über die Landesgrenze hinausgewachsenen Teil der niederösterreichischen Stadt Bruck an der Leitha darstellt. Überregionale Bedeutung hat sie vor allem durch den Truppenübungsplatz Bruckneudorf (TÜPL BN) des Bundesheeres. Weiters befindet sich in Bruckneudorf der Bahnhof Bruck an der Leitha, der als wichtige Station vor der Staatsgrenze zu Ungarn und der Slowakei gilt und in dem nahezu alle internationalen Züge halten.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Bruckneudorf und Kaisersteinbruch.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Anders als andere ganz an der Grenze liegenden Gemeinden im ehemaligen Deutsch-Westungarn hatte Királyhida/Brückneudorf einen relativ hohen ungarischen Bevölkerungsanteil, der aber hauptsächlich aus Zoll- und Bahnbeamten und Soldaten bestand. Wegen seiner bedeutenden Rolle als einer der Hauptgrenzübergänge Ungarns in Richtung Österreich gehörte der ungarische Name Királyhida auch in der Zeit, in der das Gebiet schon mehrheitlich von Deutschen besiedelt war, zu den häufig verwendeten ungarischen Ortsnamen der Gegend. Die Haltestelle Bruck an der Leitha der ÖBB steht bis heute unter diesem Namen in den ungarischen Eisenbahnfahrplänen. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Die Gemeinde gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Das Gebiet war zu römischer Zeit bereits dicht besiedelt, auf dem Truppenübungsplatz, beim „Öden Kloster“ gelegen, befand sich die römische Villa von Königshof-Ödes Kloster, wenige Kilometer östlich des heutigen Ortes liegt mit der römischen Villa Bruckneudorf einer der wichtigsten Villenfundplätze Ostösterreichs.

Im Kaiserpark befindet sich das einzige Denkmal auf österreichischem Bundesgebiet, das Kaiser Franz Joseph I. als König von Ungarn zeigt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Gerhard Dreiszker von der SPÖ, die sich bei den Bürgermeisterdirektwahlen 2012 mit 63 % der Stimmen durchsetzte. Die Mandatsverteilung (23 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 13, ÖVP 3 und FPÖ 5 Mandate, Team Stronach 2, besetzen je ein SPÖ und ein ÖVP Mandat

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Bruckneudorf

Historische Landkarten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Petra Weiß, Walpurga Antl: „Bruck-Ujfalu - Királyhida, BRUCKNEUDORF, eine wechselvolle Geschichte an der Leithagrenze“. Gemeinde Bruckneudorf 2011.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bruckneudorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien