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Bruckneudorf

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Bruckneudorf
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Bruckneudorf
Bruckneudorf (Österreich)
Bruckneudorf (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Burgenland Burgenland
Politischer Bezirk: Neusiedl am See
Kfz-Kennzeichen: ND
Fläche: 36,67 km²
Koordinaten: 48° 1′ N, 16° 46′ OKoordinaten: 48° 1′ 0″ N, 16° 46′ 0″ O
Höhe: 150 m ü. A.
Einwohner: 3.105 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 85 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 2460, 2462
Vorwahlen: 0 21 62
Gemeindekennziffer: 1 07 03
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Bahnhofplatz 5
2460 Bruckneudorf
Website: www.bruckneudorf.eu
Politik
Bürgermeister: Gerhard Dreiszker (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2022)
(23 Mitglieder)
19
3
1
19 3 1 
Insgesamt 23 Sitze
Lage von Bruckneudorf im Bezirk Neusiedl am See
Lage der Gemeinde Bruckneudorf im Bezirk Neusiedl am See (anklickbare Karte)AndauApetlonBruckneudorfDeutsch JahrndorfEdelstalFrauenkirchenGattendorfGolsHalbturnIllmitzJoisKittseeMönchhofNeudorf bei ParndorfNeusiedl am SeeNeusiedl am SeeNickelsdorfPamaPamhagenParndorfPodersdorf am SeePotzneusiedlSankt Andrä am ZickseeTadtenWallern im BurgenlandWeiden am SeeWinden am SeeZurndorfBezirk Neusiedl am See
Lage der Gemeinde Bruckneudorf im Bezirk Neusiedl am See (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Gemeindeamt
Gemeindeamt
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Bruckneudorf (ungarisch Királyhida, Bruckújfalu, Bruck-Újfalu[1]; auch Bruckneudorf-Kaisersteinbruch[2]) ist eine Gemeinde mit 3105 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Burgenland, die geographisch und historisch den über die Landesgrenze hinausgewachsenen Teil der niederösterreichischen Stadt Bruck an der Leitha darstellt.

Gemeindegliederung

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Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026[3]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Bruckneudorf und Kaisersteinbruch.

Nachbargemeinden

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Bruck an der Leitha (BL) Rohrau (BL)
Sommerein (BL) Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Parndorf
Breitenbrunn (EU) Winden am See Jois
Klimatabelle für Bruckneudorf 1991–2020
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Temperatur (°C) 0,0 1,6 5,6 11,0 15,5 19,3 21,3 21,0 15,8 10,4 5,4 0,9 10,7
Mittl. Tagesmax. (°C) 2,7 5,3 10,6 16,9 21,3 25,0 27,4 27,2 21,4 14,9 8,5 3,3 15,4
Mittl. Tagesmin. (°C) −2,1 −1,0 2,2 6,5 10,8 14,3 16,2 16,2 12,1 7,4 3,2 −0,9 7,1
Niederschlag (mm) 28,5 25,4 36,7 34,2 63,6 68,7 69,7 61,9 62,4 45,7 43,6 36,1 Σ 576,5
Regentage (d) 6,0 5,4 6,8 5,6 8,2 7,8 7,9 7,3 6,9 6,3 7,3 7,2 Σ 82,7
Luftfeuchtigkeit (%) 83 77 71 65 67 66 64 66 73 80 84 85 73,4
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
2,7
−2,1
5,3
−1,0
10,6
2,2
16,9
6,5
21,3
10,8
25,0
14,3
27,4
16,2
27,2
16,2
21,4
12,1
14,9
7,4
8,5
3,2
3,3
−0,9
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Klimadaten der GeoSphere-Austria-Station Bruckneudorf (ID 18), Normalperiode 1991–2020, aufbereitet von Tauernwetter Forschung[4]

In der römischen Antike lag das Areal des heutigen Bruckneudorf an einem der wichtigsten Fernverkehrswege Europas, der Bernsteinstraße, die dort die Leitha überquerte. Im 1. und 2. Jahrhundert existierte in der Flur Pfaffengraben beim heutigen Autobahnknoten Bruckneudorf eine einheimische Siedlung. Im Randbereich dieses Dorfes waren vermutlich auch einige römische Soldaten stationiert, die dort eine Nachschubbasis für die Truppen an der nördlich gelegenen Donaugrenze unterhielten. In direkter Nachbarschaft dazu entstand im 2. Jahrhundert eine Straßenstation (mansio), die die einheimische Siedlung überdauerte und bis in die Spätantike Bestand hatte. Zu dieser Zeit existierte im Bereich Pfaffengraben nur noch ein kleines Gehöft. Ein weiterer Bauernhof, der seit dem 1./2. Jahrhundert in einiger Entfernung in der südlich anschließenden Flur Heidwiesen lag, machte in der Spätantike dagegen eine gewaltige Entwicklung durch und wurde zu einem der größten Landsitze des heutigen Österreich. Diese sogenannte Kaiservilla Bruckneudorf ist vor allem wegen ihrer reichen Mosaikausstattung bemerkenswert.[5]

Außer diesen Fundorten östlich des heutigen Ortes befand sich noch auf dem Truppenübungsplatz westlich von Bruckneudorf, beim „Öden Kloster“, die römische Villa von Königshof-Ödes Kloster. Ein awarisches Gräberfeld aus dem Frühmittelalter wurde 2002 bis 2004 bei bauvorgreifenden Ausgrabungen entdeckt, die durch den Ausbau der Nordost Autobahn notwendig geworden waren.[6]

Das heutige Bruckneudorf entstand Mitte des 19. Jahrhunderts als Vorstadt von Bruck an der Leitha auf damals ungarischem Gebiet. Die Stadt stellte auch die Geldmittel zur Gründung zur Verfügung. Auf dem heutigen Ortsgebiet wurden 1846 der Bahnhof und 1867 ein Militärlager errichtet. Der ursprüngliche ungarische Name Bruck Ujfalu wurde 1900 in Királyhida geändert. In Gegensatz zu anderen unmittelbar an der Grenze liegenden Gemeinden im ehemaligen Deutsch-Westungarn hatte Bruckneudorf einen vergleichsweise sehr hohen ungarischen Bevölkerungsanteil, der aber hauptsächlich aus Zoll- und Bahnbeamten sowie Soldaten bestand (1910: 54,3 %). Nach Angliederung des Burgenlandes an Österreich nach Ende des Ersten Weltkriegs bzw. dem Rückzug großer Teile der oben genannten Berufsgruppen nach Ungarn änderte sich auch die ethnisch-sprachliche Situation. Die letzten Volkszählungsergebnisse (2001, 1991) weisen einen Anteil von jeweils 1,7 % ungarischsprachiger Bevölkerung aus (Wohnbevölkerung mit österreichischer Staatsbürgerschaft); für Kaisersteinbruch 6,1 % bzw. 4 %.

Im Jahr 1971 wurden Bruckneudorf und Kaisersteinbruch (mit dem dazu gehörigen Königshof) im Rahmen des Gemeindestrukturverbesserungsgesetzes zu einer Gemeinde vereinigt.

Eine aus den 1930er Jahren dokumentierte Freiwillige Feuerwehr Kaisersteinbruch wurde 1968 neu gegründet. Erst 2017 wurde die Freiwillige Feuerwehr Bruckneudorf gegründet.[7][8]

Historische Landkarten

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Bevölkerungsentwicklung

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Bruckneudorf: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
 
792
1880
 
764
1890
 
912
1900
 
1.283
1910
 
1.571
1923
 
1.548
1934
 
2.174
1939
 
1.932
1951
 
1.746
1961
 
1.830
1971
 
1.694
1981
 
1.853
1991
 
1.947
2001
 
2.609
2011
 
2.870
2021
 
3.038
2026
 
3.105
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1. Jänner 2021

2025 wurde der Bevölkerungshöchststand mit 3108 Menschen erreicht.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Dazu kommen noch etliche Marterl und sonstige Flurdenkmäler zum Beispiel das Bäckerkreuz auf dem Truppenübungsplatz.

Wirtschaft und Infrastruktur

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Überregionale Bedeutung hat der Truppenübungsplatz Bruckneudorf (TÜPL BN) des Bundesheeres.

Bahn: Der Bahnhof Bruck an der Leitha ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt der Ostbahn. Er ist von großer Bedeutung auch für Bruckneudorf.

Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Einwohnerzahl insgesamt 23 Mitglieder.

Bürgermeister Gerhard Dreiszker (2017)
vonbisBürgermeister[14]
18981918Joszef Schöberl
19191922Karl Schöberl
19221934Heinrich Sachs
19341938Johann Tyl
19381939Hans Oskar
1950Karl Mliner
19501951Hans Sachs
19511959Franz Pschill
19591965Rudolf Vihanek
19651983Johann Margl
19831985Ferdinand Bauer
19851987Ernestine Schötz
19872007Franz Schmitzhofer (SPÖ)
20072012Gerlinde Weiss (SPÖ)
seit 2012Gerhard Dreiszker
Bruckneudorf wurde das Wappen am 22. Oktober 1994 verliehen

Blasonierung: „In rotem Schild eine goldene, gefugte und mit fünf Zinnen versehene Brücke, überhöht von einer goldenen Blätterkrone.“
Bedeutung: Die Brücke symbolisiert einerseits den Wortteil „Bruck“ (= Brücke) und andererseits weist sie auf die Verbindungsrolle der Gemeinde am uralten Grenzfluss Leitha hin. Die Blätterkrone ergibt sich durch verschiedene Überlegungen, die in der Geschichte des Ortsgebietes liegen. Sie weist auf die Bezeichnungen Chunigesprunne (Königsbrunn), Königshof, Kaisersteinbruch, Königshufen und Königsdenkmal hin. Nicht zuletzt hieß der Ort zwischen 1898 und 1921 „Kiralyhida“ (= Königsbrücke). Die Wahl der Farben (rot/gold) dokumentieren die Zugehörigkeit zum Burgenland.[15]

Persönlichkeiten

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Söhne und Töchter der Gemeinde

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Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

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  • Petra Weiß, Walpurga Antl: Bruck-Ujfalu – Királyhida, Bruckneudorf, eine wechselvolle Geschichte an der Leithagrenze. Gemeinde Bruckneudorf, 2011.
  • Franz Schmitzhofer, Christian Zenger: Die Königsbüste in Bruckneudorf. Gemeinde Bruckneudorf, 2020.
Commons: Bruckneudorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Bruckneudorf – Reiseführer

Einzelnachweise

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  1. Erwin Schranz (Hrsg.): Orts-, Fluss- und Flurnamen im burgenländisch-pannonischen Raum. Burgenländisch-Hianzische Gesellschaft, Oberschützen 2008, S. 78.
  2. Siehe die Website der Gemeinde (abgerufen am 26. August 2024): das Titelbanner der Website trägt die Aufschrift „Großgemeinde Bruckneudorf-Kaisersteinbruch“, im Impressum wird die Gemeinde jedoch nur „Gemeinde Bruckneudorf“ genannt.
  3. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  4. David Kaufmann: Klimadaten Burgenland – aufbereitete Klimamittel von GeoSphere-Stationen (Gemeinde-Datensätze). Zenodo, 2026, doi:10.5281/zenodo.21276188 (zenodo.org).
  5. Stefan Groh, Helga Sedlmayer: Villa – Wagen – Wirtschaftswunder. Römisches Bruckneudorf (= archäologie aktuell. Band 8). Ferdinand Berger & Söhne, Horn 2022, ISBN 978-3-99137-021-5.
  6. Franz Sauer: Fundstelle Bruckneudorf. Das awarische Gräberfeld. Die archäologischen Grabungen auf der Trasse der A6. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2013, ISBN 978-3-7030-0840-5.
  7. Thomas Orovits: Bruckneudorf gründet Feuerwehr. 18. Juli 2017, abgerufen am 16. Juli 2024.
  8. Großgemeinde Bruckneudorf Kaisersteinbruch Herzlich Willkommen – Freiwillige Feuerwehr. Abgerufen am 16. Juli 2024.
  9. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2002 in Bruckneudorf. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 21. Oktober 2002, abgerufen am 10. Dezember 2025.
  10. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2007 in Bruckneudorf. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 21. Oktober 2007, abgerufen am 10. Dezember 2025.
  11. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2012 in Bruckneudorf. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 4. November 2012, abgerufen am 10. Dezember 2025.
  12. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2017 in Bruckneudorf. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 29. Oktober 2017, abgerufen am 10. Dezember 2025.
  13. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2022 in Bruckneudorf. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 2. Oktober 2022, abgerufen am 10. Dezember 2025.
  14. Gemeinde Bruckneudorf: Gemeinderat (abgerufen am 28. November 2017)
  15. Gemeinde Bruckneudorf: Wappen (abgerufen am 28. November 2010)