Bruckneudorf

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Bruckneudorf
Wappen von Bruckneudorf
Bruckneudorf (Österreich)
Bruckneudorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Neusiedl am See
Kfz-Kennzeichen: ND
Fläche: 36,64 km²
Koordinaten: 48° 1′ N, 16° 46′ OKoordinaten: 48° 1′ 0″ N, 16° 46′ 0″ O
Höhe: 150 m ü. A.
Einwohner: 2.968 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 81 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 2460, 2462
Vorwahl: 0 21 62
Gemeindekennziffer: 1 07 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofplatz 5
2460 Bruckneudorf
Website: www.bruckneudorf.eu
Politik
Bürgermeister: Gerhard Dreiszker (SPÖ)
Gemeinderat: (2012)
(23 Mitglieder)
14
5
4
14 
Von 23 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Bruckneudorf im Bezirk Neusiedl am See
Andau Apetlon Bruckneudorf Deutsch Jahrndorf Edelstal Frauenkirchen Gattendorf Gols Halbturn Illmitz Jois Kittsee Mönchhof Neudorf bei Parndorf Neusiedl am See Neusiedl am See Nickelsdorf Pama Pamhagen Parndorf Podersdorf am See Potzneusiedl Sankt Andrä am Zicksee Tadten Wallern im Burgenland Weiden am See Winden am See Zurndorf Bezirk Neusiedl am SeeLage der Gemeinde Bruckneudorf im Bezirk Neusiedl am See (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Gemeindeamt
Gemeindeamt
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Angererdorf, die Häuserkampfanlage im Truppenübungsplatz aus der Luft

Bruckneudorf (ungarisch Királyhida, Bruckújfalu, Bruck-Újfalu) ist eine Gemeinde mit 2968 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Burgenland, die geographisch und historisch den über die Landesgrenze hinausgewachsenen Teil der niederösterreichischen Stadt Bruck an der Leitha darstellt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Bruckneudorf und Kaisersteinbruch.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Anders als andere ganz an der Grenze liegenden Gemeinden im ehemaligen Deutsch-Westungarn hatte Királyhida/Brückneudorf einen relativ hohen ungarischen Bevölkerungsanteil, der aber hauptsächlich aus Zoll- und Bahnbeamten sowie Soldaten bestand. Wegen seiner bedeutenden Rolle als einer der Hauptgrenzübergänge Ungarns in Richtung Österreich gehörte der ungarische Name Királyhida auch in der Zeit, in der das Gebiet schon mehrheitlich von Deutschen besiedelt war, zu den häufig verwendeten ungarischen Ortsnamen der Gegend. Die Haltestelle Bruck an der Leitha der ÖBB steht bis heute unter diesem Namen in den ungarischen Eisenbahnfahrplänen. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Die Gemeinde gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Das Gebiet war zu römischer Zeit bereits dicht besiedelt, auf dem Truppenübungsplatz, beim „Öden Kloster“ gelegen, befand sich die römische Villa von Königshof-Ödes Kloster, wenige Kilometer östlich des heutigen Ortes liegt mit der römischen Villa Bruckneudorf einer der wichtigsten Villenfundplätze Ostösterreichs.

Im Kaiserpark befindet sich das einzige Denkmal auf österreichischem Bundesgebiet, das Kaiser Franz Joseph I. als König von Ungarn zeigt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung hat insgesamt 23 Sitze.

Bürgermeister
  • bis 2007 Franz Schmitzhofer (SPÖ)
  • 2007–2012 Gerlinde Weiss (SPÖ)
  • seit 2012 Gerhard Dreiszker (SPÖ)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Bruckneudorf

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bahn: Der Bahnhof Bruck an der Leitha ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt der Ostbahn. Er ist von großer Bedeutung für die niederösterreichische Stadt Bruck an der Leitha und für die burgenländische Gemeinde Bruckneudorf, die geographisch die östliche Hälfte von Bruck ausmacht. Der Bahnhof wurde von 2014 bis 2016 umfassend modernisiert und zu einer modernen Verkehrsstation mit barrierefreien Zugängen umgebaut.

Historische Landkarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Petra Weiß, Walpurga Antl: Bruck-Ujfalu – Királyhida, Bruckneudorf, eine wechselvolle Geschichte an der Leithagrenze. Gemeinde Bruckneudorf, 2011.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bruckneudorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften