Groupe d’intervention de la gendarmerie nationale

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Groupe d’intervention de la gendarmerie nationale
– GIGN –
Abzeichen der GIGN
Abzeichen
Aufstellung 1. März 1974
Land FrankreichFrankreich Frankreich
Truppengattung Spezialkräfte
Typ Terrorismusbekämpfung
Stärke ca. 380
Unterstellung Gendarmerie nationale
Motto S'engager pour la vie. (deutsch: Sich für das Leben zu engagieren)

Die Groupe d’intervention de la Gendarmerie nationale (GIGN; deutsch Eingreiftruppe der Nationalgendarmerie) ist eine Spezialeinheit der französischen Gendarmerie mit dem Einsatzschwerpunkt der Terrorismusbekämpfung. Sie ist vergleichbar mit der deutschen GSG 9 und der österreichischen Cobra. Gemeinsam mit anderen Einheiten leistete die GIGN die Aufbauarbeit für den Atlas-Verbund europäischer Polizeispezialeinheiten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die GIGN wurde am 1. März 1974 offiziell von Christian Prouteau aufgestellt, nach der Geiselnahme von München (1972) und der Besetzung der Botschaft Saudi-Arabiens in Paris (1973). Die Aufstellung war zwar schon früher in Erwägung gezogen worden, wurde jedoch zunächst nicht in die Tat umgesetzt. Ihr aktueller Standort ist Satory, südlich von Versailles.

Bekannt wurde die GIGN unter anderem durch die Geiselbefreiung im Februar 1976 in Dschibuti, wo Rebellen einen Schulbus gekapert hatten.

Weitere Einsätze (Auswahl):

Luftoperation der GIGN bei der Entführung der Pascal Paoli am 28. September 2005

Auch während der Streiks auf Korsika wegen einer möglichen Privatisierung der Fährreederei SNCM waren Einheiten der GIGN beteiligt. Sie enterten am 28. September 2005 das Schiff Pascal Paoli vor dem Hafen der korsischen Stadt Bastia, das von streikenden Seeleuten entführt worden war.

Auftrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekrutierung und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

GIGN Angehörige während eines Trainings

Kandidaten müssen bereits fünf Jahre in der Gendarmerie gedient haben. Um aber für das eigentliche Auswahlverfahren zugelassen zu werden, muss der Bewerber folgende Anforderungen erfüllen:

Des Weiteren steht eine Schwimmprüfung auf dem Plan:

  • 100 Meter Freistil
  • 50 Meter mit gefesselten Armen und Beinen
  • 50 Meter Streckentauchen
  • Sprung vom 10-Meter-Turm

Den Anfang der Ausbildung bildet ein Auswahlkurs. Hierzu gehören ein Commandokurs, ein Überlebenstest und weitere leistungsbezogene Prüfungen. Ergänzt wird das Bewerbungsverfahren durch einen Schießfähigkeitstest. Dieser fließt besonders in die Beurteilung ein. Diese Phase überstehen in der Regel nur 10 % der Teilnehmer. Diese werden nun in einem zweimonatigen Kurs in die Basisfähigkeiten der GIGN eingewiesen. Nach einem halben Jahr trainiert der Anwärter mit einem aktiven Team und lernt weitere Fähigkeiten, unter anderem Personenschutz und den Umgang mit Aufständischen. Wer auch diese Phase übersteht, bekommt sein GIGN-Abzeichen und wird vollständiges Mitglied der GIGN. Anschließend wird er einem aktiven Team zugeteilt.

Nun folgen weitere Ausbildungsabschnitte, in denen das HALO/HAHO-Fallschirmspringen und Kampfschwimmer-Fähigkeiten vermittelt werden.

Ausrüstung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angehörige der GIGN mit Ausrüstung

Zur Ausrüstung der GIGN gehören unter anderem folgende Schusswaffen:

Kurzwaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langwaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Repetierflinte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maschinenpistole[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maschinenkarabiner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präzisionsschützengewehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht-tödliche Waffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Taser X26

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Groupe d’intervention de la Gendarmerie nationale – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien