Groupe d’intervention de la gendarmerie nationale

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Groupe d’intervention de la gendarmerie nationale
– GIGN –

Abzeichen der GIGN

Abzeichen
Aufstellung 1. März 1974
Staat FrankreichFrankreich Frankreich
Truppengattung Spezialkräfte
Typ Terrorismusbekämpfung
Stärke ca. 380
Unterstellung Gendarmerie nationale
Motto S'engager pour la vie. (deutsch: Sich für das Leben engagieren)

Die Groupe d’intervention de la Gendarmerie nationale (GIGN [ʒiːʒən]; deutsch: Eingreiftruppe der Nationalgendarmerie) ist eine Spezialeinheit der französischen Gendarmerie mit dem Einsatzschwerpunkt der Terrorismusbekämpfung.

Die GIGN ist vergleichbar mit der deutschen GSG 9 und der österreichischen Cobra. Gemeinsam mit anderen Einheiten leistete die GIGN die Aufbauarbeit für den Atlas-Verbund europäischer Polizeispezialeinheiten.

Das GIGN kommt normalerweise nicht im Auslandeinsatz, außer für Missionen wie der Schutz von Französischen Botschaften. Für Counter-Terrorism Missionen im Ausland sind in Frankreich Spezialkräfte der Armée de Terre (1er régiment de parachutistes d'infanterie de marine, ähnlich zum Special Air Service), der Französische Luftstreitkräfte (Das CPA 10, ähnlich zu den Pararescuers) oder der Französische Marine (Die Commandos Marine der FORFUSCO, ähnlich zu den Navy SEALs) zuständig.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die GIGN wurde am 1. März 1974 offiziell von Christian Prouteau aufgestellt, nach der Geiselnahme von München (1972) und der Besetzung der Botschaft Saudi-Arabiens in Paris (1973). Die Aufstellung war zwar schon früher in Erwägung gezogen worden, wurde jedoch zunächst nicht in die Tat umgesetzt. Ihr aktueller Standort ist Satory, südlich von Versailles.

Bekannt wurde die GIGN unter anderem durch die Geiselbefreiung im Februar 1976 in Dschibuti, wo Rebellen einen Schulbus gekapert hatten.

Weitere Einsätze (Auswahl):

Luftoperation der GIGN bei der Entführung der Pascal Paoli am 28. September 2005

Auch während der Streiks auf Korsika wegen einer möglichen Privatisierung der Fährreederei SNCM waren Einheiten der GIGN beteiligt. Sie enterten am 28. September 2005 das Schiff Pascal Paoli vor dem Hafen der korsischen Stadt Bastia, das von streikenden Seeleuten entführt worden war.

Auftrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekrutierung und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

GIGN-Angehörige während eines Trainings

Voraussetzung für Kandidaten ist eine fünfjährige Dienstzeit in der Gendarmerie. Für das Auswahlverfahren muss der Bewerber folgende Anforderungen erfüllen:

sowie als Schwimmprüfung

  • 100 Meter Freistil
  • 50 Meter mit gefesselten Armen und Beinen
  • 50 Meter Streckentauchen
  • Sprung vom 10-Meter-Turm

Der Auswahlkurs mit Commandokurs, ein Überlebenstest und den Test über Schießfertigkeiten sowie weitere leistungsbezogene Prüfungen bilden den Anfang der Ausbildung. Diese Phase überstehen in der Regel nur 10 % der Teilnehmer, die dann in einem zweimonatigen Kurs in die Basisfähigkeiten der GIGN eingewiesen werden. Nach einem halben Jahr trainiert der Anwärter mit einem aktiven Team und lernt weitere Fähigkeiten, unter anderem Personenschutz und den Umgang mit Aufständischen. Nach Abschluss dieser Ausbildungsphase wird dem Anwärter sein GIGN-Abzeichen verliehen und er wird Mitglied der GIGN. Anschließend wird er einem aktiven Team zugeteilt.

Weitere Ausbildungsabschnitte im HALO/HAHO-Fallschirmspringen und als Kampfschwimmer folgen.

Ausrüstung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angehörige der GIGN mit Ausrüstung

Zur Ausrüstung der GIGN gehören unter anderem folgende Schusswaffen:

Kurzwaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langwaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Repetierflinte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maschinenpistole[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maschinenkarabiner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präzisionsschützengewehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht-tödliche Waffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Groupe d’intervention de la Gendarmerie nationale – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien