HK Lada Togliatti

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HK Lada Togliatti
ХК Лада Тольятти
HK Lada TogliattiХК Лада Тольятти
Größte Erfolge
Vereinsinformationen
Geschichte Torpedo Togliatti (1976–1989)
HK Lada Togliatti (seit 1989)
Standort Togliatti, Russland
Vereinsfarben blau, weiß, rot
Liga Kontinentale Hockey-Liga
Spielstätte Lada-Arena
Kapazität 6.122 Plätze
Cheftrainer Nikolai Kasakow
Saison 2016/17 14. Platz (Ost), keine Playoff-Qualifikation

Der HK Lada Togliatti (russisch ХК Лада Тольятти) ist ein 1976 gegründeter Eishockeyverein der russischen Stadt Toljatti. Der Verein spielt in der Kontinentalen Hockey-Liga. Die Vereinsfarben sind blau, weiß und rot.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde 1976 als Torpedo Togliatti gegründet und spielte in den folgenden fünf Jahren in der Wtoraja Liga, der dritten Spielklasse der Sowjetunion. Dabei gewann Torpedo die jeweilige regionale Staffel 1979 und 1982 und stieg dadurch 1982 in die zweitklassige Perwaja Liga auf.

Weitere Titel feierte das Team mit dem Gewinn der Staffel Ost 1986 und der Aufstiegsrunde 1991 der Perwaja Liga. Im Jahre 1989 übernahm die heutige Aktiengesellschaft AwtoWAS das Patronat über den Klub und führte als Bezeichner den Namen der Automarke Lada ein. Zudem wurde mit Gennadi Zygurow ein neuer Cheftrainer eingestellt, mit dem die erste Mannschaft 1991 in die höchste Spielklasse der Sowjetunion, die Wysschaja Liga, aufstieg. Dort etablierte sich das Team in der ersten Saison mit einem neunten Tabellenrang.

1992 wurde die Wysschaja Liga in die Internationale Hockey-Liga umgewandelt und Lada gewann die Hauptrunde der Ost-Konferenz. In den Play-offs erreichte das Team das Finale, in dem es dem HK Dynamo Moskau unterlag und so die Vizemeisterschaft errang.

In der Folge gewann die Mannschaft in den Jahren 1994 und 1996 zwei Mal den Meistertitel der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Damit war der HK Lada der erste Landesmeister seit der Einführung des Eishockeysports 1946, der nicht aus Moskau stammte.[1] Die größten Erfolge waren der Sieg im Eishockey-Europapokal 1996 und der Gewinn des IIHF Continental Cup 2005/06. Zudem wurde Lada Toljatti 1995, 1997 und 2005 Vizemeister der GUS bzw. Russlands.

2006 begann der Niedergang des Klubs, als während der Saison 16 Spieler die Mannschaft verließen und die Saison mit Juniorenspielern zu Ende gespielt werden musste. Hintergrund dieser Entwicklung war die schwierige wirtschaftliche Lage des AwtoWAS-Konzerns.[2]

Vor der Saison 2009/10 stand das Team vor der Pleite. Durch den neuen Hauptsponsor Rostechnologii konnte die Finanzierung vorerst gesichert werden. Nachdem die zugesicherten Zahlungen vorerst ausblieben, wurde Lada durch eine Finanzspritze von 17 Millionen Rubel seitens der KHL vor der Auflösung des Vereins gerettet.[3] Anschließend erfolgte vor der Saison 2010/11 der Rückzug in die Wysschaja Liga[4], da die Ausnahmeregelung für die Spielstätte des Klubs zuvor ausgelaufen war.

Nach Eröffnung der neuen Lada-Arena kehrte der Verein zur Saison 2014/15 in die Kontinentale Hockey-Liga zurück.[1] Als Cheftrainer wurde Sergei Swetlow verpflichtet, der von Admiral Wladiwostok zudem die Spieler Dmitri Worobjow, Andrei Nikitenko and Stanislav Botscharow mitbrachte. Für den neuen KHL-Kader wurden zudem einige Spieler mit Wurzeln in Toljatti, wie unter anderem Juri Petrow und Alexander Tschernikow, unter Vertrag genommen.[2]

Spielstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sportpalast Wolgar, die alte Spielstätte des Klubs

Bis 2013 trug Lada Togliatti seine Heimspiele im veralteten, 2.900 Zuschauer fassenden Sportpalast Wolgar aus.

Nach den Vorschriften der Russischen Meisterschaft hätte jeder Teilnehmer ab der Saison 2007/08 eine Spielstätte mit einem Fassungsvermögen von mindestens 5.500 Zuschauern vorweisen müssen. Daher gab es verschiedene Pläne, eine neue Eishalle zu bauen, um diese Auflagen zu erfüllen. Das Fehlen einer tauglichen Spielstätte war einer der Gründe, warum der Klub 2010 aus der Kontinentalen Hockey-Liga ausgeschlossen wurde.

Am 9. August 2013 wurde die Lada-Arena, die neue Heimat des Clubs, eröffnet. Die moderne Arena bietet 6.122 Zuschauern einen Platz.[5]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mannschaftsposter zum Gewinn des Europapokals

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader der Saison 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 22. August 2017

Nr. Nat. Spieler Pos. Geburtsdatum im Team seit Geburtsort
35 RusslandRussland Jewgeni Iwannikow G 29. April 1991 2017 Leningrad, Russische SFSR
RusslandRussland Anton Krassotkin G 20. Mai 1997 2017 Jaroslawl, Russland
40 RusslandRussland Alexander Lasuschin G 09. April 1988 2017 Jaroslawl, Russische SFSR
RusslandRussland Kirill Djakow D 21. Mai 1993 2017 Nischni Tagil, Russland
2 RusslandRussland Denis Jeschow D 28. Februar 1985 2017 Toljatti, Russische SFSR
5 KanadaKanada Chay Genoway D 20. Dezember 1986 2017 Morden, Manitoba, Kanada
13 RusslandRussland Jefim Gurkin D 13. November 1992 2015 Ufa, Russland
15 RusslandRussland Dmitri Kostromitin D 22. Januar 1990 2016 Tscheljabinsk, Russische SFSR
24 RusslandRussland Wladimir Malenkich – A D 01. Oktober 1980 2015 Toljatti, Russische SFSR
81 LettlandLettland Kristaps Sotnieks – C D 29. Januar 1987 2016 Riga, Lettische SSR
6 RusslandRussland Dmitri Worobjow – A D 18. Oktober 1985 2014 Toljatti, Russische SFSR
14 RusslandRussland Rafael Achmetow C 31. Januar 1989 2015 Leninogorsk, Russische SFSR
9 KanadaKanada Carter Ashton RW 01. April 1991 2017 Winnipeg, Manitoba, Kanada
18 RusslandRussland Georgi Beloussow – A LW 26. Dezember 1990 2014 Korkino, Russische SFSR
71 RusslandRussland Stanislaw Botscharow LW 20. Juni 1991 2014 Chabarowsk, Russische SFSR
28 RusslandRussland Nikita Filatow LW 25. Mai 1990 2016 Moskau, Russische SFSR
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Shane Harper RW 01. Februar 1989 2017 Valencia, Kalifornien, USA
RusslandRussland Juri Kokscharow – A C 01. November 1985 2017 Tscheljabinsk, Russische SFSR
36 RusslandRussland Alexei Mastrjukow LW 15. September 1992 2012 Toljatti, Russland
12 TschechienTschechien Jiří Novotný C 12. August 1983 2017 Pelhřimov, Tschechoslowakei
33 RusslandRussland Igor Skorochodow RW 04. Mai 1986 2017 Tscherepowez, Russische SFSR
RusslandRussland Sergei Soin C 31. März 1982 2017 Moskau, Russische SFSR
23 RusslandRussland Alexander Strelzow RW 31. Januar 1990 2014 Nischnewartowsk, Russische SFSR
32 RusslandRussland Wassili Strelzow C 31. Januar 1990 2014 Nischnewartowsk, Russische SFSR
19 RusslandRussland Semjon Waluiski LW 10. Februar 1991 2014 Toljatti, Russische SFSR


Meisterkader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

IHL 1993/94
IHL-Meister
Logo der IHL
HK Lada Togliatti

Torhüter: Andrei Bolsunowski, Alexei Marjin, Gennadi Uschakow

Verteidiger: Oleg Burluzki, Wiktor Dronow, Rafik Jakubow, Oleg Koftun, Michail Milechin, Igor Nikitin, Juri Panow, Sergei Pereschogin, Dmitri Schulakow, Pawel Subow, Wladimir Tarassow, Oleg Wolkow

Angreifer: Wjatscheslaw Besukladnikow, Pawel Desjatkow, Eduard Gorbatschow, Pjotr Gorjunow, Alexander Iwanow, Anatoli Jemelin, Konstantin Kusmitschow, Sergei Martschkow, Alexander Nesterow, Stanislaw Panfilenkow, Andrei Rasin, Wadim Schaidullin, Sergei Scherebzow, Juri Slow, Iwan Swinzizki, Igor Truchatschew

Cheftrainer: Gennadi Zygurow Assistenztrainer: Alexander Tytschkin, Sergei Michaljow

IHL 1995/96
IHL-Meister
Logo der IHL
HK Lada Togliatti

Torhüter: Andrei Bolsunowski, Sergei Nikolajew

Verteidiger: Andrei Buschtschan, Aleh Chmyl, Oleg Dawydow, Oleg Koftun, Aljaksandr Makryzki, Igor Nikitin, Aleh Ramanau, Alexei Tesikow, Oleg Wolkow, Wladimir Tarassow

Angreifer: Oleg Belkin, Wjatscheslaw Besukladinkow, Pawel Desjatkow, Eduard Gorbatschow, Alexander Iwanow, Anatoli Jemelin, Pawel Lasarew, Oleg Malzew, Denis Metljuk, Alexander Nesterow, Wassil Pankou, Konstantin Peregudow, Wadim Podresow, Juri Slow, Iwan Swinzizki, Konstantin Tatarinzew

Cheftrainer: Gennadi Zygurow Assistenztrainer: Alexander Tytschkin, Sergei Michaljow

IIHF Continental Cup 2005/06
IIHF-Continental-Cup-Sieger
Logo des IIHF Continental Cup
HK Lada Togliatti

Torhüter: Wassili Koschetschkin, Alexei Semjonow

Verteidiger: Denis Bodrow, Michail Buturlin, Artur Garipow, Māris Jass, Alexei Jemelin, Marat Kalimulin, Andrei Krutschinin, Dmitri Worobjow, Pawel Woroschnin

Angreifer: Denis Abdullin, Jewgeni Bodrow, Alexander Bumagin, Alexander Buturlin, Ilja Dokschin, Wadim Golubzow, Jewgeni Ketow, Anton Kryssanow, Andrij Michnow, Jakow Ratschinski, Stanislaw Schmakin

Cheftrainer: Pjotr Worobjow Assistenztrainer: Waleri Schaposchnikow, Anatoli Jemelin

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer seit 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b en.khl.ru, Lada gears up for a return, 22. August 2014, abgerufen am 22. Januar 2015
  2. a b iihf.com, Motormen get back - Lada Togliatti starts KHL campaign with new arena, 12. September 2014, abgerufen am 22. Januar 2015
  3. Rettung durch die KHL (russisch)
  4. Profil auf der HP der Wysschaja Liga (russisch)
  5. ladamedia.ru: Welcome the Arena (englisch)