IIHF Continental Cup

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IIHF Continental Cup
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Aktuelle Saison 2018/19
Sportart Eishockey
Verband IIHF
Ligagründung 1997
Mannschaften 19
Titelträger WeissrusslandWeißrussland HK Junost Minsk
Rekordmeister WeissrusslandWeißrussland HK Junost Minsk (3 Titel)
Website www.iihf.com
Champions Hockey League

Der IIHF Continental Cup ist ein von der Internationalen Eishockey-Föderation IIHF zur Saison 1997/98 eingeführter Eishockey-Europapokal-Wettbewerb für Klubmannschaften.

Teilnahmeberechtigt sind die Landesmeister der europäischen Ligen, die nicht an der Champions Hockey League (CHL) teilnehmen. Aus den sogenannten Challenge Leagues, deren Meister an der CHL teilnehmen, sind die Vize-Meister für den Continental Cup teilnahmeberechtigt.

Modus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wettbewerb wird in mehreren Runden mit Gruppen zu jeweils vier Mannschaften ausgespielt. Die Gruppen werden an einem Wochenende gespielt. Dabei steigen die Vertreter stärkerer Länder in den späteren Runden ein. Die Sieger der jeweiligen Gruppen qualifizieren sich für die nächste Runde. Die Gruppenspiele finden in den Monaten September, Oktober und November statt.

Am Finalturnier im Januar nehmen, seit 2014, die beiden besten Mannschaften der beiden Halbfinalgruppen teil. Der IIHF Continental Cup Sieger qualifiziert sich seit der Saison 2016 für die Champions Hockey League.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem IIHF Federation Cup gab es von 1994 bis 1996 einen Vorläufer des Continental Cup für ost- und südeuropäische Clubs.

Mit der Einführung der European Hockey League (EHL) wurde der höchste Europapokalwettbewerb auf die stärksten Ligen Europas beschränkt. Als Ausgleich wurde 1997 als zweiter Wettbewerb der Continental Cup eingeführt. Für diesen konnte jeder europäische Verband bis zu drei Mannschaften stellen, die sich nicht für die EHL qualifiziert hatten. Der Continental Cup übernahm den Gruppenmodus des 1997 eingestellten Eishockey-Europapokals.

Nach der Einstellung der EHL nahmen von 2000 bis 2004 teilweise auch Meister der stärkeren Ligen am Continental Cup teil. Höhepunkt war das Finale 2003 zwischen dem finnischen Meister Jokerit Helsinki und dem russischen Meister Lokomotive Jaroslawl. Nur Schweden verweigerte sich dem Wettbewerb, andere Länder schickten schwächere Clubs in den Wettbewerb, z. B. nahm mit Mikkelin Jukurit mehrmals der Meister der zweiten finnischen Liga teil.

2005 wurde mit dem IIHF European Champions Cup (ECC) ein neuer höchster europäischer Wettbewerb für die Landesmeister der sechs stärksten Länder eingeführt. Die Teilnahme am Continental Cup wurde auf einen Club pro Land beschränkt. Mit der Einführung der kurzlebigen ersten Champions Hockey League (CHL) 2008 mit 14 Teilnehmern wurde der Continental Cup weiter geschwächt. Nach dem Ende der CHL wurde der Continental Cup wieder für alle Verbände geöffnet, die stärksten Landesmeister blieben dem Wettbewerb jedoch fern. Aus Deutschland qualifizierte sich z. B. der Meister der 2. Eishockey-Bundesliga bzw. DEL2.

Seit 2014 können die Verbände der sechs sogenannten Gründungsligen (Schweden, Finnland, Tschechien, Österreich, Schweiz, Deutschland) der neuen Champions Hockey League nicht mehr am Continental Cup teilnehmen. Die Challenge Leagues (derzeit Norwegen, Dänemark, Frankreich, Slowakei, Großbritannien, Weißrussland, Polen) können einen Teilnehmer in den Continental Cup entsenden, der Meister ist für die CHL qualifiziert. Der Sieger des Continental Cup ist in der Folgesaison für die CHL qualifiziert.

Bisherige Turniersieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Spielort des Finalturniers Teilnehmer Gewinner Zweiter Dritter
1997 Tampere, Finnland 42 SlowakeiSlowakei TJ VSŽ Košice DeutschlandDeutschland Eisbären Berlin FinnlandFinnland Ilves Tampere
1998 Košice, Slowakei 49 SchweizSchweiz HC Ambrì-Piotta SlowakeiSlowakei HC Košice RusslandRussland HK Awangard Omsk
1999 Berlin, Deutschland 49 SchweizSchweiz HC Ambrì-Piotta DeutschlandDeutschland Eisbären Berlin RusslandRussland Ak Bars Kasan
2000/01 Zürich, Schweiz 46 SchweizSchweiz ZSC Lions Zürich Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich London Knights SlowakeiSlowakei HC Slovan Bratislava
2001/02 Zürich, Schweiz 49 SchweizSchweiz ZSC Lions Zürich ItalienItalien HC Milano Vipers SlowakeiSlowakei HKm Zvolen
2002/03 Lugano, Schweiz
Mailand, Italien
44 FinnlandFinnland Jokerit Helsinki RusslandRussland Lokomotive Jaroslawl SchweizSchweiz HC Lugano
2003/04 Homel, Weißrussland 39 SlowakeiSlowakei HC Slovan Bratislava WeissrusslandWeißrussland HK Homel SchweizSchweiz HC Lugano
2004/05 Székesfehérvár, Ungarn 20 SlowakeiSlowakei HKm Zvolen RusslandRussland HK Dynamo Moskau UngarnUngarn Alba Volán Székesfehérvár
2005/06 Székesfehérvár, Ungarn 21 RusslandRussland HK Lada Toljatti LettlandLettland HK Riga 2000 SchweizSchweiz ZSC Lions Zürich
2006/07 Székesfehérvár, Ungarn 19 WeissrusslandWeißrussland HK Junost Minsk RusslandRussland HK Awangard Omsk FinnlandFinnland Ilves Tampere
2007/08 Riga, Lettland 17 RusslandRussland Ak Bars Kasan LettlandLettland HK Riga 2000 KasachstanKasachstan Kaszink-Torpedo Ust-Kamenogorsk
2008/09 Rouen, Frankreich 19 SlowakeiSlowakei MHC Martin FrankreichFrankreich Dragons de Rouen ItalienItalien HC Bozen
2009/10 Grenoble, Frankreich 19 OsterreichÖsterreich EC Red Bull Salzburg WeissrusslandWeißrussland HK Junost Minsk Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Sheffield Steelers
2010/11 Minsk, Weißrussland 19 WeissrusslandWeißrussland HK Junost Minsk OsterreichÖsterreich EC Red Bull Salzburg DanemarkDänemark Sønderjysk Elitesport Vojens
2011/12 Rouen, Frankreich 18 FrankreichFrankreich Dragons de Rouen WeissrusslandWeißrussland HK Junost Minsk UkraineUkraine HK Donbass Donezk
2012/13 Donezk, Ukraine 19 UkraineUkraine HK Donbass Donezk WeissrusslandWeißrussland Metallurg Schlobin FrankreichFrankreich Dragons de Rouen
2013/14 Rouen, Frankreich 19 NorwegenNorwegen Stavanger Oilers UkraineUkraine HK Donbass Donezk ItalienItalien Asiago Hockey
2014/15 Bremerhaven, Deutschland 16 WeissrusslandWeißrussland HK Njoman Hrodna DeutschlandDeutschland Fischtown Pinguins Bremerhaven FrankreichFrankreich Ducs d’Angers
2015/16 Rouen, Frankreich 17 FrankreichFrankreich Dragons de Rouen DanemarkDänemark Herning Blue Fox PolenPolen GKS Tychy
2016/17 Ritten, Italien 19 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Nottingham Panthers KasachstanKasachstan HK Beibarys Atyrau DanemarkDänemark Odense Bulldogs
2017/18 Minsk, Weißrussland 17 WeissrusslandWeißrussland HK Junost Minsk KasachstanKasachstan Nomad Astana Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Sheffield Steelers
2018/19 17

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ranglisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

nach Land
Rang Land Titel 2. Platz 3. Platz
1 WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 4 4
2 SlowakeiSlowakei Slowakei 4 1 2
3 SchweizSchweiz Schweiz 4 3
4 RusslandRussland Russland 2 2
5 FrankreichFrankreich Frankreich 2 1 2
6 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 1 1 2
7 UkraineUkraine Ukraine 1 1 1
8 OsterreichÖsterreich Österreich 1 1
9 FinnlandFinnland Finnland 1 2
10 NorwegenNorwegen Norwegen 1
11 DeutschlandDeutschland Deutschland  3
12 KasachstanKasachstan Kasachstan 2 1
13 LettlandLettland Lettland 2
14 ItalienItalien Italien 1 2
DanemarkDänemark Dänemark  1 2
16 UngarnUngarn Ungarn  1
PolenPolen Polen 1

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stephan Müller: International Ice Hockey Encyclopaedia: 1904 – 2005. Books on Demand, Norderstedt, Deutschland 2005, ISBN 978-3-8334-4189-9, S. 445–460.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]