Hamburger Sportbund

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Hamburger Sportbund
Logo des HSB
Sportart Dachverband der Hamburger Sportvereine
Gegründet 1948
Gründungsort Hamburg
Präsident Jürgen Mantell [1]
Vorstand Ralph Lehnert
Vereine 830
Mitglieder 536.723 (Stand: 31. Dezember 2018)[2]
Homepage Hamburger-Sportbund.de
Altes Logo des HSB
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Haus des Sports

Der Hamburger Sportbund (HSB) ist die Spitzenorganisation des organisierten Sports in Hamburg und einer der 16 Landessportbünde im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

Dem Hamburger Sportbund gehören 830 Vereine mit 536.723 Mitgliedern an (Stand Ende 2018)[2], womit er der größte Dachverband der Hansestadt ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Zulassung des organisierten Sports durch die britische Besatzungsmacht kurz nach Kriegsende 1945 entstand bei den Vereinen der Wunsch, einen von den Behörden unabhängigen Dachverband zu bilden, um a) einen organisatorischen Rahmen zu schaffen und b) ein Organ zu haben, das die Interessen des Sports gegenüber Stadt und Besatzungsmacht vertreten konnte. Bis Ende 1945 hatten sich 216 Vereine der Stadt dem Hamburger Verband für Leibesübungen angeschlossen. Zum 1. Juni 1948 benannte sich der Verband in Hamburger Sport-Bund um. Noch im selben Jahr erhielt er gemeinsam mit dem Hamburger Fußball-Verband die Konzession für den Fußball-Toto. Dieser ist bis heute eine der Haupteinnahmequellen von HSB und HFV.

1952 bezog der HSB mit dem Haus des Sports im Stadtteil Eimsbüttel erstmals ein eigenes Gebäude. Noch heute sind dort die Räumlichkeiten des Sportbundes und vieler Fachverbände untergebracht. Fünf Jahre später wurde die Sportschule Sachsenwald in Betrieb genommen.

Seit 1987 gehören neben den Fachverbänden und den Sportvereinen auch die Organisationen des Betriebssports und des Hochschulsports zum Hamburger Sportbund. Im Rahmen der Umorganisierung des Berufsschulsports schloss der HSB 1997 einen Vertrag mit der Stadt, nach dem alle Berufsschüler einen Gutschein von der Schulbehörde erhielten, den sie in den Sportvereinen einlösen konnten.

Unser Präsidium wird alle vier Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt und verantwortet die politische und strategische Ausrichtung des HSB. Es beruft die Mitglieder des Vorstands nach § 26 BGB sowie des Besonderen Vertreters nach § 30 BGB (Geschäftsführer Sportjugend). Außerdem übernimmt unser Präsidium die Kontrolle und Aufsicht über die Arbeit unseres Vorstands. Weitere Aufgaben können in unserer Satzung nachgelesen werden.

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ehrenpräsidenten: Friedel Gütt, Klaus-Jürgen Dankert, Günter Ploß
  • Präsident: Jürgen Mantell
  • Vizepräsidenten: Andrea Kleipoedszus, Dörte Kuhn, Kumar Tschana, Sebastian Stegemann, Christian Okun
  • Vorsitzender der Hamburger Sportjugend: Julian Kulawik
  • Vorstandsvorsitzender: Ralph Lehnert (beratend)

Präsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1957 betreibt der HSB die Sportschule Sachsenwald in Wentorf, die allerdings Ende 2006 aus Kostengründen geschlossen wurde. Die Hamburger Sportjugend betreibt die Ferienanlage Schönhagen in Brodersby an der Ostsee.

Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lange Zeit wurde der gemeinnützige Sport über einen festen Prozentsatz aus den staatlichen Lotterieeinnahmen finanziert. Nach deren Rückgang verhandelten die Stadt Hamburg und der HSB wegweisend für den organisierten Sport in ganz Deutschland folgenden Sportfördervertrag, der eine verlässlichere Finanzierungsbasis darstellt. Im Februar 2009 einigten sich der HSB, Hamburger Fußballverband und die Stadt auf einen Nachfolgevertrag. Mit diesem wurde ein überaus positives Ergebnis für den Hamburger Sport erreicht. Der dem HSB im Jahr 2006 auferlegte Konsolidierungsbeitrag (s. u.) wurde um 850.000 Euro gekürzt und die Mittel für die Sanierung vereinseigener und städtischer Sportplätze und -hallen stark erhöht. Für die Bereiche Leistungssport- und Integrationsförderung konnten die bisherigen zweckgebundenen Mittel aufrechterhalten werden. Die Verhandlungen zum Sportfördervertrag im Frühjahr 2010 brachten eine Konsolidierung des Verhandlungsergebnisses des Sportfördervertrags 2009/2010. Die HSB-Mitgliederversammlung hat im Juni 2010 dem Verhandlungsergebnis zugestimmt.

Für die Jahre 2015/2016 wurde mit der Stadt Hamburg ein Sportfördervertrag geschlossen. In diesen Jahren erhielt der HSB pro Jahr 10,92 Millionen Euro von der Stadt, 100.000 Euro davon für den Leistungssport, 330.000 Euro für die Fachverbände und für Übungsleiterzuschüsse. Darüber hinaus bekam der Hamburger Fußballverband 1,3 Millionen Euro von der Stadt.[1]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 10 größten Sportvereine im Hamburger Sportbund sind aktuell:
Rang Verein Mitglieder[3]
(31.10.2015)
Mitglieder[4]
(31.12.2016)
Mitglieder[5]
(31.12.2017)
Mitglieder[2]
(31.12.2018)
01 Hamburger Sport-Verein e. V. 73.968 76.577 77.730 86.094
02 FC St. Pauli von 1910 e. V. 22.991 24.660 25.965 28.256
03 Eimsbütteler Turnverband e. V. 13.033 13.671 14.365 15.145
04 Sektion Hamburg und Niederelbe 12.626 12.886 13.101 13.221
05 TSG Bergedorf e. V. 10.885 10.904 11.307 11.311
06 Altonaer Turnverein von 1845 e. V.[6] 08.419 08.580 08.608 08.626
07 Niendorfer TSV von 1919 e. V. 08.080 08.099 08.235 08.247
08 Walddörfer Sportverein von 1924 e. V. 07.633 07.974 08.204
09 Sportclub Alstertal-Langenhorn e. V. 07.537 07.564
10 SV Eidelstedt von 1880 e. V. 07.509 07.383
Sportspaß e. V. 71.018 nicht mehr im HSB nicht mehr im HSB nicht mehr im HSB
Hochschulsport Hamburg[7] 11.208 10.259
Club der Kreuzer-Abteilung e. V. 07.991 08.024
0(1. Januar 2016)
08.257
Die beliebtesten Sportarten in Hamburg[5] (Stand: 31. Dezember 2018) sind
  1. 159.913 – Fußball
  2. 105.805 – Turn- und Freizeitsport
  3. 028.765 – Tennis
  4. 013.221 – Klettern
  5. 011.548 – Segeln
  6. 010.391 – Schwimmen
  7. 009.376 – Hockey
  8. 008.786 – Golf
  9. 008.638 – Handball
  10. 008.138 – Behinderten- und Reha-Sport
  11. 006.776 – Basketball

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Abendblatt.de: Der neue Boss des Hamburger-Sportbundes
  2. a b c Hamburger-Sportbund.de: Mitgliederinfo (Stand: 31.12.2018)
  3. Hamburger-Sportbund.de: Hamburger-Sportbund Mitgliederinfo (Stand: 31.10.2015)
  4. Hamburger-Sportbund.de: Hamburger-Sportbund Mitgliederinfo (Stand: 31.12.2016)
  5. a b Hamburger-Sportbund.de: Hamburger-Sportbund Mitgliederinfo (Stand: 31.12.2017)
  6. Altonaer Turnverein von 1845
  7. Hochschulsport Hamburg