Helmer von Lützelburg

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Helmer von Lützelburg (* 1. Oktober 1956) ist ein deutscher Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent. Er ist ein Sohn des Malers und Simplicissimus-Zeichners Josef Sauer (1893–1967).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur am Albert-Einstein-Gymnasium München studierte Lützelburg ab 1976 an der Hochschule für Fernsehen und Film in München (Spielfilmklasse). Sein erster 30-minütiger Kurzfilm Was halten Sie vom Tod der Wilma Montesi? (1978, Prädikat: wertvoll) lief auf zahlreichen internationalen Filmfestivals, darunter in San Francisco und Rotterdam.

Sein Abschlussfilm Die Nacht des Schicksals, ein Grusical mit Billie Zöckler, Melitta Wolke-Desinée und Mitgliedern des Theaterkollektivs Rote Rübe (Traute Hoess, Ludwig Boettger) parodiert Schlagerfilme und B-Pictures der 50er- und 60er-Jahre. Die Lieder des Films (Komponist: Markus Klug) wurden von Ton Steine Scherben und Rio Reiser eingespielt. Der Film erhielt 1982 einen Bundesfilmpreis (Filmband in Silber) und den Förderpreis des Max-Ophüls-Wettbewerbs. Im Episodenfilm Neonstadt (1982, Prädikat: wertvoll) unter der Gesamtleitung von Eckhart Schmidt (Der Fan, 1982) inszenierte Lützelburg die Episode Star mit Billie Zöckler.

1982 gründete Lützelburg in München zusammen mit dem Drehbuchautor und Komponisten Andreas Markus Klug die Filmproduktionsfirma Emotion Pictures. 1984 erarbeitete er mit Alfred Biolek das Konzept für die TV-Talentshow Showbühne. Im gleichen Jahr erschien seine Komödie Im Himmel ist die Hölle los, welche 1986 den Sonderpreis des Max-Ophüls-Wettbewerbs erhielt und zum Kultfilm wurde. In der rabenschwarzen Satire agieren neben Billie Zöckler und Dirk Bach eine Vielzahl bekannter Darsteller wie Barbara Valentin, Ralph Morgenstern, Walter Bockmayer, Harry Baer, Ortrud Beginnen, Cleo Kretschmer, Samy Orfgen, Beate Hasenau, Elma Karlowa, Kurt Raab, Veronika von Quast und die Ariel-Clementine Johanna König. Der deutsche Entertainer, Schauspieler und Comedian Dirk Bach spielte darin seine erste Hauptrolle, den Showmaster Willi Wunder. Lützelburg hatte im Film auch einen Cameo-Auftritt als Kurt Kabuffke, wurde aber im Abspann nicht als Darsteller erwähnt.

Seit Ende der 80er Jahre inszenierte und produzierte Lützelburg zahlreiche Werbespots für Werbeagenturen wie Saatchi & Saatchi, Young & Rubicam, McCann Erickson, MC & LB. Für einen Anti-Aids-Film des Bundesgesundheitsministeriums erhielt er u. a. einen Bronzenen Löwen bei den Werbefestspielen Cannes Lions International Advertising Festival. Lützelburg lebt und arbeitet in München und Málaga.

Filmographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmtitel Jahr Funktion
Was halten Sie vom Tod der Wilma Montesi? 1978 Autor und Regisseur
Anderland, TV Kinderserie 1980 Autor
Die Nacht des Schicksals 1981 Autor, Regisseur und Co-Produzent
Episode Star in Neonstadt 1982 Autor und Regisseur
Showbühne, TV-Show 1984 Autor
Im Himmel ist die Hölle los 1984 Autor, Regisseur, Produzent und Darsteller
Zahlreiche Werbespots ab 1988 Regisseur und Produzent
Die Suche nach Karel 1996 Autor
Farbe von Deluxe 2000 Autor, Regisseur und Produzent
Belleville 2002 Autor und Regisseur
Billy Black 2005 Autor
Lost in Spain 2008 Autor und Regisseur

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]