Hera Lind

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hera Lind auf der Frankfurter Buchmesse 2007

Hera Lind (* 2. November 1957 in Bielefeld; eigentlich Herlind Wartenberg) ist eine deutsche Sängerin, Schriftstellerin und Fernsehmoderatorin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hera Lind ist die Tochter eines Arztes und einer Musikpädagogin. Nach dem Abitur an der Hans-Ehrenberg-Schule in Bielefeld-Sennestadt studierte sie Katholische Religionslehre und Germanistik an der Universität zu Köln mit dem Ziel, Lehrerin zu werden. 1981 legte sie ihr erstes Staatsexamen ab. Wegen ihrer gesanglichen Begabung absolvierte sie daneben bereits ab 1979 im Fach Opern- und Konzertgesang an der Hochschule für Musik Köln eine Ausbildung zur Konzertsängerin, die sie 1989 erfolgreich abschloss. Sie war Mitglied des Rundfunkchors des Westdeutschen Rundfunks und unternahm Konzerttourneen als Gesangssolistin.

1988 war sie während ihrer ersten Schwangerschaft gezwungen, vom Singen zu pausieren; sie nutzte die Zeit zum Verfassen ihres ersten Romanes Ein Mann für jede Tonart, der ein großer Erfolg bei der weiblichen Leserschaft wurde. Weitere Romane folgten. Hera Linds Bücher wurden in den 1990ern zu Bestsellern und häufig verfilmt. Die späteren Veröffentlichungen waren dann weniger erfolgreich. Bis heute haben die Bücher Hera Linds, die auch in zahlreiche Sprachen übersetzt werden, eine Gesamtauflage von über 12 Millionen verkauften Exemplaren erreicht.

Ab 1995 moderierte Hera Lind im ZDF die Talkshow Hera Lind & Leute, die hohe Einschaltquoten erzielte. 1997 wechselte sie zur ARD, wo sie mit der Show Herzblatt nicht an ihre Erfolge beim ZDF anknüpfen konnte; Lind leitete die Sendung nur bis 1998. Hera Lind nahm ab 9. März 2007 an der 3. Staffel der österreichischen Tanzshow Dancing Stars teil. Gemeinsam mit ihrem Partner Alexander Kreissl musste sie die Show in Runde 2 verlassen. 2003 spielte sie im Film Alles Glück dieser Erde als Schauspielerin mit.[1]

Hera Lind war mit dem Arzt Ulrich Heidenreich liiert, jedoch nie verheiratet. Sie haben vier gemeinsame Kinder. Im Jahr 2000 trennte sich Lind von Heidenreich, um mit ihrem neuen Partner, dem österreichischen Hotelier Engelbert Lainer, zusammenzuleben. Der Umstand, dass beide noch gebunden waren und ihre Beziehung gezielt an die Öffentlichkeit trugen, sorgte für Aufsehen. Wegen angeblich unerfüllter Unterhaltsforderungen von Lainers Ex-Frau geriet das Paar zeitweise erneut in die Schlagzeilen. Hera Lind lebt in Salzburg.

Hera Linds stark autobiografisch geprägte Romane zählen – auch nach Aussage der Autorin – zur unterhaltenden Frauenliteratur.

Hera Lind ist offiziell ernannte Botschafterin für die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romane[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ein Mann für jede Tonart. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1989
  • Frau zu sein bedarf es wenig. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1992
  • Das Superweib. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1994
  • Die Zauberfrau. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1995
  • Das Weibernest. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1997
  • Der gemietete Mann. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1999
  • Mord an Bord. Ullstein Taschenbuch, München 2000
  • Hochglanzweiber. Ullstein Taschenbuch, München 2001
  • Der doppelte Lothar. Ullstein Taschenbuch, München 2002
  • Karlas Umweg. Ullstein Taschenbuch, Berlin 2005
  • Die Champagner-Diät. Diana, München 2006
  • Fürstenroman. Ullstein, Berlin 2006
  • Schleuderprogramm. Diana, München 2007
  • Herzgesteuert. Diana, München 2008
  • Die Erfolgsmasche. Diana, München 2009
  • Der Mann, der wirklich liebte. Diana, München 2010
  • Himmel und Hölle. Diana, München 2011 (beruht auf der Krankengeschichte Konstanze Kuchenmeisters)
  • Der Überraschungsmann. Diana, München 2011
  • Wenn nur dein Lächeln bleibt. Diana, München 2011
  • Männer sind wie Schuhe. Diana, München 2012
  • Gefangen in Afrika. Diana, München 2012
  • Verwechseljahre. Diana, München 2013
  • Drachenkinder. Diana, München 2013
  • Verwandt in alle Ewigkeit. Diana, München 2014
  • Tausendundein Tag. Diana, München 2014
  • Eine Handvoll Heldinnen. Diana, München 2015
  • Die Frau, die zu sehr liebte. Diana, München 2015
  • Kuckucksnest. Diana, München 2016

Kinderbücher und Anderes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Tag, an dem ich Papa war (mit Bildern von Marie Marcks). Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1997
  • Greta will’s wissen. Vorlesegeschichten von Hera Lind, illustriert von Silvio Neuendorf. Coppenrath, Münster 2005
  • Voll im Leben. Geschichten zum Mutmachen. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2007

Übersetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jane Seymour: Dieda und Derda. Edition Riesenrad, Hamburg
    • Klecks!, 2000
    • Lecker!, 2002

Verfilmungen ihrer Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alles Glück dieser Erde – Film – Cinema.de. Abgerufen am 30. September 2010.