Katja Riemann

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Katja Riemann auf der Berlinale 2010
Katja Riemann auf der Berlinale 2010
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Nachtblende
  DE 64 20.11.2000 (2 Wo.)
Camille Saint-Saëns: Der Karneval der Tiere (mit Lucas & Arthur Jussen)
  DE 83 06.04.2018 (2 Wo.)

Katja Hannchen Leni Riemann (* 1. November 1963 in Kirchweyhe) ist eine deutsche Schauspielerin und Sängerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Riemann ist die Tochter eines Lehrerehepaares und hat zwei Geschwister; Jochen, Sport- und Kunstlehrer am Wiedtal-Gymnasium in Neustadt (Wied) sowie Musiker und Autor,[2] und Susanne, Kunstlehrerin an der Humboldtschule Hannover und Illustratorin von Kinderbüchern.[3][4] Sie wuchs in Kirchweyhe bei Bremen auf und verbrachte die ersten 20 Lebensjahre in Norddeutschland.

Nach dem Abitur an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Leeste 1983 studierte sie in Hamburg ein Semester Tanzpädagogik, danach besuchte sie von 1984 bis 1986 die Hochschule für Musik und Theater Hannover und von 1986 bis 1987 die Otto-Falckenberg-Schule in München. Während ihres dritten Semesters in Hannover erhielt sie ihre erste Filmrolle. Sie hospitierte am Westfälischen Landestheater in Castrop-Rauxel und kam noch vor Ende ihrer Ausbildung zum Ensemble der Münchner Kammerspiele.

Von 1990 bis 1998 lebte sie mit Peter Sattmann zusammen, den sie bei Dreharbeiten zu dem Fernsehfilm Von Gewalt keine Rede kennengelernt hatte und mit dem sie insgesamt neun Fernseh- und Kinofilme drehte.[5] Im August 1993 wurde die gemeinsame Tochter Paula Riemann geboren. Derzeit ist sie mit dem Bildhauer Raphael Alexander Beil liiert.[6]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1987 und 1989 spielte Riemann an den Münchner Kammerspielen unter anderem die Blinde in Botho StraußBesucher, Ismene in Jean Racines Phaedra und Galy Gays Frau in Bertolt Brechts Mann ist Mann. Zwischen 1990 und 1992 hatte sie ein Engagement am Schillertheater Berlin mit Rollen in Die Räuber (Regie: Alexander Lang), Die Ratten und in Weekend im Paradies. Anfang 2007 spielte sie im Maxim-Gorki-Theater in Berlin in dem Stück Sex Stadt Beziehungen die Hauptrolle, Regie führte Amina Gusner. Von November 2007 bis Februar 2008 spielte sie die Hauptrolle in dem Tolstoi-Stück Anna Karenina, mit dem sie durch Deutschland und die Schweiz auf Tournee ging. 2008 spielte sie neben Jasmin Tabatabai und Nicolette Krebitz die Rolle der Olga in dem Stück Drei Schwestern (nach Anton Pawlowitsch Tschechow).

Riemann bei einem Gesangsauftritt auf dem Evangelischen Kirchentag 2007

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katja Riemann veröffentlichte mehrere Musikalben. 1997 war sie auf dem Soundtrack des Films Bandits zu hören. 2000 erschien ihr Solo-Debüt Nachtblende, ein Pop-Album mit deutschen Texten, die überwiegend von ihr selbst geschrieben wurden. 2003 folgte das englischsprachige Jazz-Album Favourites mit dem Katja Riemann Oktett. 2004 erschien Ein Stück vom Himmel mit Liedern jüdischer Komponisten der 1920er und 30er Jahre, zusammen mit Anika Mauer, Natalia Wörner, Imogen Kogge, Burghart Klaußner und Max Hopp. Darauf singt sie die Songs Sexappeal, Der Mensch muss eine Heimat haben und Monotonous Nights.

Im Dezember 2006 gastierte sie mit Johannes Heesters in mehreren Vorstellungen als Solistin des Konzertprogramms Stars go swing der Big-Band The Capital Dance Orchestra im Berliner Admiralspalast. Beim 31. Evangelischen Kirchentag im Juni 2007 trat sie bei einem Konzert der Musikgruppe Brothers Keepers als Sängerin auf.[7]

Soziales Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katja Riemann engagiert sich für Demokratie und Menschenrechte sowie eine offene Gesellschaft.[8] Darüber hinaus unterstützt Sie den Kampf gegen Kinderarmut, Kinderhandel und die Beschneidung junger Mädchen in Afrika. Unter anderem unterstützt sie UNICEF, Amnesty International, die Organisation ONE.[9] Sie wurde zudem in den „Innovationsbeirat“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung berufen.[10] Für ihr Engagement erhielt sie 2010 das Bundesverdienstkreuz am Bande.[11]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katja Riemann (2007)

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Katja Riemann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Katja Riemann in den deutschen Charts
  2. Lehrerinnen und Lehrer des Wiedtal-Gymnasiums 2012
  3. Susanne Riemanns Publikationen laut Deutscher Nationalbibliothek
  4. humboldtschule.de: 25 Jahre Kunst AG - Die Kunst AG feiert in diesem Jahr 2009 ein Jubiläum 25 Jahre Kunst AG unter der Leitung von Susanne Riemann November 2009
  5. Biografie zu Katja Riemann
  6. "Ich bin momentan verliebt" morgenpost.de, 11. Juni 2011, abgerufen am 16. März 2013
  7. FAZ: Kirchentag in Köln: „Ich bin Afrikaner – ich bin euer Bruder“
  8. Katja Riemann im Interview mit Peter Unfried: Katja Riemann über Aktivismus: „Ich hab schon Fussel auf der Zunge“. Wie verteidigt man erfolgreich die offene Gesellschaft? Katja Riemann über ihr Engagement abseits der Schauspielerei – für Demokratie und Menschenrechte. www.taz.de, 16. Juni 2018, abgerufen am 17. Juni 2018.
  9. Tagesspiegel: Katja Riemann macht sich für Afrika stark
  10. Website des Ministeriums: Der Innovationsbeirat – "Impulse für neue Ideen" (Memento des Originals vom 6. März 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bmz.de
  11. a b Ordensverleihungen zum Tag der Deutschen Einheit, Pressemitteilung des Bundespräsidialamtes vom 4. Oktober 2010, abgerufen am 13. Februar 2013
  12. Claudia Scholz: Katja Riemann erhält in Bad Iburg den Courage-Preis. In: Neue Osnabrück Zeitung online, 23. September 2016, abgerufen am 24. September 2016.
  13. Der Bad Iburger Courage-Preis 2016 geht an Katja Riemann, Komitee Courage, abgerufen am 24. September 2016.