Holstein-Stadion

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Holstein-Stadion
Holstein-Stadion
Schriftzug und Wappen über dem Eingangsbereich
Frühere Namen

Holstein-Platz (bis 1965)

Daten
Ort DeutschlandDeutschland Kiel, Deutschland
Koordinaten 54° 20′ 57″ N, 10° 7′ 25″ OKoordinaten: 54° 20′ 57″ N, 10° 7′ 25″ O
Eigentümer Stadt Kiel
Eröffnung 15. Oktober 1911
Erstes Spiel Holstein Kiel – Berliner FC Preussen 3:4
Renovierungen 1922, 1927, 1949, 1957, 1975, 2004, 2006, 2009, 2011, 2013, 2015, 2017
Oberfläche Naturrasen
Kosten 1911: 14.500 Goldmark
Kapazität 13.400 Plätze[1]
Spielfläche 104 × 68 m
Verein(e)

Holstein Kiel

Veranstaltungen

Das Holstein-Stadion ist das größte Fußballstadion der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel und Heimat des Fußballvereins Holstein Kiel. Das Stadion befindet sich im Kieler Norden im Stadtteil Kiel-Wik, etwa vier Kilometer vom Kieler Hauptbahnhof entfernt.

Seit 1911 trägt Holstein Kiel an diesem Ort seine Heimspiele aus. Es ist somit eine der traditionsreichsten und ältesten Spielstätten im deutschen Fußball. Die Spielstätte gehört zu den zwanzig ältesten in ganz Deutschland und ist die älteste in Schleswig-Holstein.[2] Zu dem Stadiongelände gehören neben einem Gastronomiebetrieb auch eine Turnhalle und ein Trainingsplatz hinter der Nord-Tribüne, der nach dem ehemaligen Präsidenten von Holstein Kiel (1921–1930 und 1948–1949) als Ernst-Föge-Platz benannt ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Tribüne im Holstein-Stadion von 1911

Das Stadion wurde am 15. Oktober 1911 nach vier Monaten Bauzeit vom FV Holstein als Holstein-Platz eröffnet. Die Kosten beliefen sich damals auf 14.500 Mark, wovon der Platz 8800 Mark und die 200 Zuschauer fassende Holz-Tribüne 5700 Mark gekostet haben.[3]

Zuvor spielte der FV Holstein auf dem Gutenbergplatz und seit 1907 wie sein späterer Fusionspartner, der 1. KFV, am neu eröffneten Städtischen Sport- und Spielplatz an der Eckernförder Chaussee.

Erste Tribüne im Holstein-Stadion von 1911

Der Holstein-Platz wurde 1922 nach einer verheerenden Windhose, dessen Wucht die erste Holstein-Tribüne zerstörte, erweitert und vergrößert. Trotz zunehmender Inflationsschwierigkeiten wurde eine neue für 420 Zuschauer fassende Tribüne mit fünf Umkleideräumen, Waschräumen, einer Platzwärterwohnung und zusätzlich Stehplatztraversen fertiggestellt, so dass das Stadion im Jahre 1923 circa 8000 Zuschauern Platz bot. Im Jahre 1927 fand ein Generalumbau zum Sportplatz statt. Es wurde für die Leichtathletikabteilung eine Leichtathletikbahn errichtet, neue Stehtraversen mit Stufen aufgeschüttet und weitere 650 Sitzplätze vor der Tribüne installiert, so dass man auf eine Gesamtkapazität von 15.000 kam. In den 1940er Jahren bot das Stadion gar 18.000 Zuschauern Platz.

Grundsteinlegung 1950

Durch mehrere Bombentreffer im Zweiten Weltkrieg wurde das Stadion schwer beschädigt. 1949 begann man mit dem Wiederaufbau des Stadions. Am 28. Juni 1950 wurde die heutige Haupttribüne (damit nach der des Kilia-Platzes zweitälteste der Landeshauptstadt) mit einer Begegnung gegen den FC Schalke 04 (2:2) feierlich eingeweiht. Zum 50. Vereinsjubiläum schenkte die Stadt Kiel dem Verein das Gelände, welches bis dato Eigentum der Stadt Kiel war. Nach der Erweiterung der Traversen auf der Gegengerade bot das Stadion nun 30.000 Zuschauern Platz. Nur vier Tage später wurde vor 22.000 Zuschauern das erste offizielle Endspiel um die Deutsche Feldhandballmeisterschaft nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen dem THW Kiel und dem SV Polizei Hamburg ausgetragen, das die Gastgeber knapp mit 10:9 gewinnen konnten. 1951 wurde der Ernst-Föge-Platz eingeweiht. 1957 wurde die Flutlichtanlage, eine der ersten in Norddeutschland, mit einer Begegnung gegen Fortuna Düsseldorf (0:0) eingeweiht. 1961 wurde die Sporthalle auf dem Stadiongelände eingeweiht, welche 460.000 DM kostete. 1965 wurde das Stadion offiziell von „Holstein-Platz“ in „Holstein-Stadion“ umbenannt.

Im Jahre 1973 verkaufte der Verein aufgrund von Schulden (unter anderem verursacht durch Schäden in Höhe von 40.000 DM durch eine Windhose 1971) und leeren Kassen, die sich seit Gründung der Bundesliga 1964 immer mehr bemerkbar machten, das Areal an die Stadt Kiel.[4] 1975 wurde das Stadion nach dem Verkauf an die Stadt generalüberholt. Mit Ausnahme des Jahres 1975 wurden in den darauffolgenden Jahren keine gravierenden Veränderungen mehr am Stadion vorgenommen, so dass die Bausubstanz zusehends zerfiel. Dadurch sank auch die genehmigte Zuschauerkapazität im Laufe der Zeit auf 8000 Plätze.[5] Zur Jahrtausendwende war das Stadion sehr marode und die Tribünen heruntergekommen, so dass mehrere Bereiche gar komplett gesperrt wurden. Durch Sanierungsarbeiten konnte das Stadion wieder voll betreten werden und die Gesamtkapazität stieg wieder auf 13.500.[6] Im Frühjahr 2004 wurde an die Haupttribüne der heutige Gastronomiebereich mit dem dazugehörigen VIP-Bereich erbaut, welcher seit der Saison 2004/05 in Betrieb ist.

Das Stadion hatte früher verschiedene Anschriften und Adressen wie Projensdorfer Straße, Irene Straße und „Am Mühlenweg 297“. Nach dem Umbau der Straße im Jahr 1995[7] lautet die heutige Anschrift „Westring 501“.

Stadionumbauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadionumbau 2006[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der DFB erklärte das alte Holstein-Stadion für nicht mehr drittligatauglich

Am Ende der Saison 2005/06 erklärte die Deutsche Fußball Liga (DFL), dass das Stadion von den für die Lizenzierung zuständigen DFB-Kontrollgremien als nicht mehr drittligatauglich eingestuft worden war. Damit forderte die DFL umfangreiche Sanierungen, darunter eine Erhöhung der Gesamt- und Sitzplatzkapazität, eine fernsehtaugliche Flutlichtanlage und gewisse Sicherheitsmaßnahmen. Bei Nichterfüllung der Auflagen drohte der DFB, Holstein Kiels Lizenz zu entziehen, was den Club davon abgehalten hätte, sich im Falle eines Aufstiegs für die 2. Bundesliga zu qualifizieren. Danach haben der Kieler Stadtrat und die Holstein Kiel Marketing GmbH einen Plan entworfen, rund 1,8 Millionen Euro zur Sanierung aufzubringen.[8] Die Stadt Kiel bezahlte 1.000.000 Euro, die ausschließlich verwendet wurden, um die Sicherheitsauflagen des DFB[9] und die der Versammlungsstättenverordnung von Schleswig-Holstein vom 5. Juli 2004[10] zu erfüllen und der Verein den Rest von 800.000 Euro.

Zu den deutlichsten Verbesserungen zählt die Entfernung der baufälligen Betonstufen, die früher das Spielfeld umringten. Statt die alten Stehtraversen mit Wellenbrechern und neuen Eingängen auszustatten, sind zwei neue überdachte Stahlrohr-Tribünen auf der alten Gegengerade und hinter dem Westtor entstanden.

Die Nordtribüne ist mit 954 Sitzplätzen ausgestattet, eingerahmt von zwei Stehplatzblöcken für je 1200 Zuschauer. Die ehemalige Westkurve wurde durch die 81 Meter lange Westtribüne ersetzt und bietet 3380 Stehplätze. Die neuen Tribünen befinden sich unter einem deutlich höheren Dach und können durch vorhandenen Raum nach oben und hinten um jeweils rund 50 % erweitert werden. Beide Tribünen sind beinahe zwölf Meter hoch und rücken jetzt bis auf nur sechs (Gegengerade) und acht Meter an die Spielfläche heran. Die Stehplatzränge des Gästeblocks in der Ostkurve sind mit Wellenbrechern und rund 400 Meter neuem Zaun versehen. Durch eine Neugestaltung der Wege zum Stadion sind getrennte Zugänge für Spieler, Schiedsrichter und sonstige Offizielle ermöglicht. Zusätzlich wurden neue Kioske, WC-Anlagen und ein aufgeständerter Polizeicontainer aufgestellt. Das Fassungsvermögen nach dem Umbau lag bei 11.386 Plätzen und kann auf 15.000 erweitert werden, genug um die Bedingungen einer Zweitliga-Lizenz zu erfüllen. Als Fankurve hat sich Block I auf der Westtribüne etabliert. Durch den Umbau hat sich die Akustik merklich verbessert, so dass Fangesänge jetzt weit über die Blockgrenzen hinaus im ganzen Stadion gehört werden können.

Stadionumbau 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2006 die neue Westtribüne/West-Kurve mit Block H und I. Rechts oben im Bild einer von den vier alten Flutlichtmasten.
Westtribüne/West-Kurve mit Block I

Durch den Drittligaaufstieg 2009 wurde die Stadion-Thematik wieder aufgerollt, da das Holstein-Stadion erneut die stetig steigenden DFB-Anforderungen für die 3. Liga und die Anforderungen der Regionalliga (4. Liga) nicht erfüllte. Ein neuer Finanzierungsplan wurde erstellt, der insgesamt um die 4.050.000 Euro betrug. Der Betrag diente zur Erfüllung der Lizenzauflagen des Holstein-Stadions für die 3. Liga und 4. Liga, sowie größtenteils für die Erweiterung des Nachwuchsleistungszentrums Projensdorf. Der Verein Holstein Kiel zahlte um die 2.131.100 Euro, der Bund und das Land Schleswig-Holstein zusammen 1.058.900 Euro und die Stadt Kiel den Rest von rund 860.000 Euro.[11]

Die notwendigste Lizenzauflage war die Spielfeldbeleuchtung.[12] Während die alten Flutlichtmasten teilweise nur Werte unter 250 Lux erreichten und die vom DFB verlangte Mindestleistung von 400 Lux deutlich unterboten, leuchten die vier neuen 40,3 Meter hohen, fernsehtauglichen Flutlichtmasten mit 800 Lux und können auf 1200 Lux nachgerüstet werden.[13][14] Andere Baumaßnahmen, die vom DFB verlangt und umgesetzt wurden, waren Pufferzonen in den Zuschauerblöcken, neue Rettungs- und Fluchtwege, Sicherheitsbeleuchtung inklusive Ersatzstromversorgung, Befestigung der Parkflächen, eine Videoanlage, eine Sicherheitszentrale sowie medientechnische Anforderungen. Die Bauarbeiten am Stadion begannen am 22. Juni 2009 und schlossen Ende September 2009 ab. Eingeweiht wurden die neuen Flutlichtmasten am 2. Oktober 2009 in der Begegnung gegen die II Mannschaft vom VfB Stuttgart (2:0).

Stadionumbau 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Mitte August 2011 ziert das Holstein-Stadion eine 40 m² große LED-Wand, welche vor der Gästekurve und hinter dem Tor steht. Eingeweiht wurde die Videowand am 26. August in der Regionalligapartie gegen den SV Wilhelmshaven (4:2).[15] Die Kosten für die LED-Wand betrugen rund 200.000 Euro, die vom Verein und Sponsoren getragen wurden.[16][17]

Stadionumbau 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Ende Juli 2013 verfügt der Platz über eine neue Drainage und erstmals über eine Rasenheizung. Die Kosten der Umbaumaßnahme von etwa 750.000 Euro wurden vom Verein getragen.[18][19]

Stadionumbau 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte Juni 2015 begannen am Holstein-Stadion erneut Umbaumaßnahmen, die durch die Brandschutzverordnungen von Feuerwehr und Polizei erforderlich wurden. Die Stadt Kiel als Eigentümer des Stadions investierte circa 400.000 Euro, damit der weitere Spielbetrieb im Stadion gewährleistet werden kann. Zusätzlich investierte die im Interesse des Vereins handelnde Stadion-GBR circa 500.000 Euro um den Komfort am und im Stadion zu verbessern. Zu den Erneuerungen zählen neue Spundwände, neue Bratwurst- und Getränkebuden, welche sicherheitsrelevante Aspekte erfüllen und neue Toiletten-Container. An der Rückseite der Gegengerade wurde der Weg um etwa zehn Meter verbreitert, ein neuer Zugang vom Fögeplatz zu den Sitzblöcken K1 bis K3 erbaut und größere Dachüberstände zum Schutz vor Regen errichtet. Die Seitenenden der Stehblöcke I und J wurden zum Schutz vor dem Wind mit Wellblechmatten versehen, der unüberdachte Stehbereich G komplett neu gepflastert, bestuft und mit neuen Wellenbrechern versehen und die dahinter befindliche Polizeileitzentrale umgebaut. Die Gesamtkapazität des Stadions verringerte sich aufgrund von Sicherheitsauflagen im Vergleich zum Umbau 2006 leicht von 11.386 Plätzen auf offiziell 10.200 Plätze, wovon sich 1200 Steh- und 200 Sitzplätze auf das Gäste-Kontingent belaufen.[20]

Stadionumbau 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga im Mai 2017 kündigte der Verein erneute Umbaumaßnahmen im und um das Holstein-Stadion an, um die geforderten Auflagen der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zu erfüllen.[21] Die Pläne sehen vor, das Stadion auf 15.000 Plätze zu erweitern sowie den Ausbau des Flutlichtes (von bisher 800 Lux auf 1200 Lux), der Umkleidekabinen (Mixed-Zone im Spielereingang sowie die Umkleidekabinen) und des Pressebereichs (61 Medien-Arbeitsplätze).[22][23][24]

Während der Ausbau des Flutlichtes, der Umkleidekabinen und des Pressebereichs bereits zum ersten Heimspiel fertig gestellt wurden, wird die neue 4492 Zuschauer fassende Osttribüne (1702 Sitz- und 2782 Stehplätze) voraussichtlich bis spätestens Ende 2018 entstehen.[25] Die Kosten für die Osttribüne belaufen sich auf circa 8.400.000 Euro. Zusätzlich wurden die Stahlrohr-Tribünen auf der West- und Nordtribüne um insgesamt 2300 Steh- und 320 Sitzplätze erweitert, womit das Stadion zu Saisonbeginn 2017/18 rund 13.400 Besuchern Platz bietet.[26] Die Kosten für diese Umbaumaßnahme belaufen sich auf circa 2.000.000 Euro. Die Sitzplatzzahl an der Haupttribüne wurde an drei Stellen durch Zusatz-Tribünen erhöht und 300 Meter lange LED-Banden auf dem Spielfeld installiert. Die Kosten für die baulichen Maßnahmen belaufen sich insgesamt auf 10.400.000 Euro, wovon das Land Schleswig-Holstein 7.000.000 Euro, die Stadt Kiel und der Verein je um die 1.700.000 trägt. Zur Gesamtfinanzierung von 10.400.000 Euro gehören weitere 700.000 Euro für den Erwerb eines Grundstückes in Stadionnähe sowie die Summe für den Ausbau der Mixedzone, Medienplätze, Kabinen und des Flutlichtes. Die Kosten für das erworbene Grundstück und den Ausbau der Mixedzone, Medienplätze, Kabinen und des Flutlichtes trägt der Verein.[27][28]

Panorama[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panoramafoto, aufgenommen 2010 von der Westtribüne/West-Kurve. Im Hintergrund zwei der vier 40.3 Meter hohen neuen Flutlichtmasten
Panoramafoto, aufgenommen 2010 auf dem Stadionvorplatz. Rechts der Gastronomiebetrieb und die ehemalige Reha (seit 2014 erweiterter VIP Bereich)
Panoramafoto, aufgenommen 2014 von der Haupttribüne. Im Gästebereich die 40 m² große LED-Anzeigewand

Kapazitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereich Plätze
überdachte Sitzplätze 1.854 Plätze
nicht überdachte Sitzplätze 580 Plätze
überdachte Stehplätze 5.780 Plätze
nicht überdachte Stehplätze 3.172 Plätze
Summe/insgesamt 11.386 Plätze

Stand: Sommer 2011; Quelle: Pressemappe Saison 2011/12

Angaben veraltet, nach dem Umbau im Sommer 2017 haben sich die überdachten Stehplätze um ca. 2.300 und die überdachten Sitzplätze um ca. 350 erhöht, so dass man aktuell auf eine Gesamtkapazität von 13.400 Plätzen kommt. Die alte Ostkurve (Block M und O) hat eine Kapazität von ca. 2.400 unüberdachten Stehplätzen, wovon ca. 1.400 Stehplätz (Block M) und 200 überdachte Sitzplätze (K3) auf das Gästekontingent kommen.

Die Kapazität der Rollstuhlfahrerplätze beläuft sich seit dem Umbau 2017 auf 25 Plätze, dazu kommt die gleiche Anzahl an Plätzen für Begleitpersonen. Zusätzlich gibt es ein begrenztes Kontingent mit separatem Sitzplatzbereich für Menschen mit Sehbehinderungen und gehörlose Fans.[29][30][31][32][33] Durch den geplanten Neubau der Ostkurve Ende 2018, kommen noch 8 weitere Rollstuhlplätze hinzu.

Zuschauerrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2.345 Zuschauer, 20. Oktober 1912, Freundschaftsspiel gegen Akademisk Boldklub København (Dänemark)
  • 4.050 Zuschauer, 23. März 1913, Freundschaftsspiel gegen Ilford (London) F.C. (England)
  • 6.200 Zuschauer, 1. März 1914, Norddeutsche Liga gegen Altona 93 (Rekord für Norddeutschland)
  • 8.000 Zuschauer, 1923, Freundschaftsspiel gegen die SpVgg Fürth
  • 12.000 Zuschauer, 2. Juni 1929, Norddeutsche Meisterschaft 1929/30 gegen den Hamburger SV
  • 18.000 Zuschauer, 30. Mai 1943, Endrunde um die deutsche Meisterschaft 1942/43 gegen den FC Schalke 04
  • 22.000 Zuschauer, 2. Juli 1950, Endspiel der deutschen Feldhandball-Meisterschaft 1949/50 zwischen dem THW Kiel und der SV Polizei Hamburg
  • 30.000 Zuschauer, 23. März 1951, Oberliga Nord 1950/51 gegen den Hamburger SV

Denkmal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenktafel Erster Weltkrieg, ein Leichtathlet und ein Fußballer in Holsteintracht

Am Stadionvorplatz steht eine gemauerte Stele auf einem Sockel zum Gedenken an die Toten aus den beiden Weltkriegen (1914–1918 und 1939–1945). Die rechteckige Stele erinnert an ihren Längsseiten an die jeweiligen Weltkriege und die dort gefallenen Vereinsmitglieder von Holstein Kiel. Bereits in den zwanziger Jahren stand ein großer Findling an der Ostseite des Stadions mit einer gusseisernen Tafel, die namentlich an die 86 gefallenen Mitglieder erinnerte. Unter den gefallenen Mitgliedern waren auch Spieler aus der Meistermannschaft von 1912 wie Georg Krogmann, Ernst Möller und David Binder.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und im Zuge des Wiederaufbaus des Stadions wurde die Gusstafel an der heutigen Stele seitlich befestigt und auf der gegenüberliegenden Längsseite der Stele an die 112 gefallenen Vereinsmitglieder des Zweiten Weltkriegs erinnert. Die durch Spendengelder finanzierte Stele stand seit 1955 auf der Nordseite des Stadions direkt hinter der alten Gegengerade. Durch den Stadionneubau 2006 und der neu errichteten zwölf Meter hohen Nord-Tribüne war die Stele jedoch ins Abseits gerückt und stand somit nicht mehr an einer repräsentativen Stelle. 2010 entschied der Verein deshalb, die Stele am Stadionvorplatz neu zu positionieren und somit den Toten wieder einen würdigeren Platz zum Gedenken zu bieten.[34]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Holstein-Stadion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. So läuft der Umbau im Holstein-Stadion , Kieler Nachrichten vom 12. Juli 2017 auf sportbuzzer.de
  2. Das große Buch der deutschen Fußballstadien. ISBN 978-3-89533-668-3, Seite 368
  3. 30 Jahre Holstein Kiel, Seite 61
  4. 100 Jahre Holstein Kiel, Seite 238
  5. Holstein träumt zum 100. Geburtstag vom neuen Stadion, Die Welt vom 25. September 2000
  6. Holstein Kiel - St. Pauli 4:1, holstein-kiel.de vom 15. Oktober 2005
  7. Hans-G. Hilscher, Dietrich Bleihöfer: Kieler Straßenlexikon. Fortgeführt seit 2005 durch das Amt für Bauordnung, Vermessung und Geoinformation der Landeshauptstadt Kiel, Stand: Februar 2017 (Online aufrufbar auf www.kiel.de). Seite 202
  8. 2006 - Das neue Holstein-Stadion, holstein-kiel.de
  9. Alles gut bedacht für die Stimmung, Kieler Nachrichten vom 12. Juli 2006
  10. Versammlungsstättenverordnung von Schleswig-Holstein vom 5. Juli (PDF; 554 kB)
  11. Einigung in der Stadionfrage (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive)
  12. Störche weiter ohne Flutlicht stadionwelt.de vom 29. Oktober 2008
  13. Holstein-Stadion erstrahlt in neuem Licht (Memento vom 11. Januar 2014 im Internet Archive)
  14. Neuer Glanz im Holstein-Stadion europoles.de
  15. LED-Wand feiert Premiere (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive)
  16. LED Wand (Memento vom 23. Juni 2011 im Internet Archive)
  17. LED-Videowand für das Storchennest stadionwelt.de vom 1. Januar 2011
  18. Störche machen sich winterfest KN-Online vom 6. Dezember 2013
  19. Neue Rasenheizung (Memento vom 27. Juni 2013 im Internet Archive), KN-Online vom 24. Juni 2013
  20. Holsteinstadion noch Großbaustelle, KN-Online vom 27. Juli 2015
  21. Holsteinstadion noch nicht zweitligatauglich KN-Online vom 27. April 2017
  22. KN: Holstein Kiel plant neues Stadion für 25.000 Zuschauer Kieler Nachrichten vom 9. Mai 2017 auf presseportal.de
  23. CDU und SPD versprechen Hilfe vom Land KN-Online vom 11. Mai 2017
  24. „Wir sind vorbereitet“Erste Maßnahmen ab Ende Mai geplant shz.de vom 11. Mai 2017
  25. Holstein Kiel: Kein „Rübermachen“ auf neue Tribüne Kieler Nachrichten vom 30. August 2017 auf sportbuzzer.de
  26. Run auf Holstein-Dauerkarten Kieler Nachrichten vom 15. Juni 2017 auf sportbuzzer.de
  27. Umbau unter Zeitdruck Kieler Nachrichten vom 1. Juni 2017 auf sportbuzzer.de
  28. Grünes Licht für Stadion-Umbau holstein-kiel.de vom 2. Juni 2017
  29. Menschen mit Behinderung, holstein-kiel.de
  30. Informationen zum Stadionbesuch für Menschen mit Behinderungen, barrierefrei-ins-stadion.de
  31. Holstein-Stadion: künftig mehr Platz für Rollstuhlfahrer, kielerexpress-online.de vom 28. Juli 2017
  32. Blinde Fußball-Fans: Hör-Spiel im Holstein-Stadion, shz.de vom 4. März 2015
  33. Blindenreporter DRK, drk-kiel.de aufgerufen am 21. August 2017
  34. Denkmal, Onlineprojekt Gefallenendenkmäler