Hombressen

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Hombressen
Koordinaten: 51° 29′ 34″ N, 9° 27′ 19″ O
Höhe: 197 m ü. NHN
Fläche: 14,15 km²[1]
Einwohner: 1596 (30. Jun. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 113 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1970
Postleitzahl: 34369
Vorwahl: 05671

Hombressen ist ein Dorf im nordhessischen Landkreis Kassel. Mit etwa 1600 Einwohnern ist es der größte dörfliche Stadtteil von Hofgeismar.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hombressen liegt am Westrand des Reinhardswaldes etwa 5 km (Luftlinie) östlich von Hofgeismar und wird in Ost-West-Richtung von der Lempe durchflossen, in die im Dorf flussabwärts betrachtet Giesbach, Soode und Reinbecke einmünden; entlang dieser Bachläufe hat sich der ursprüngliche Ort scherenförmig entwickelt. Nordnordöstlich liegt Beberbeck, westlich Carlsdorf, südsüdöstlich Udenhausen und östlich der gemeindefreie Gutsbezirk Reinhardswald.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hombressen wird erstmals um 1200 als Humpretissen urkundlich erwähnt, an der "Königsstraße" von Kassel nach Helmarshausen. Der Ort entsteht neu ab 1455 als Dorf des Amts Grebenstein. Die evangelische Dorfkirche wurde ab 1718 neu errichtet, der Turm der Kirche erst im Jahr 1753 fertiggestellt.

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 1970 wurde Hombressen im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Stadt Hofgeismar eingemeindet.[2][3] Für Hombressen wie für alle durch die Gebietsreform nach Hofgeismar eingegliederten Gemeinden wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.[4]

Hombressen ist im HR Wettbewerb 2017 das „Dollste Dorf 2017“ geworden.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1455: 11 Feuerstätten[6]
  • 1585: 75 Haushaltungen[6]
Hombressen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2020
Jahr  Einwohner
1834
  
1.250
1840
  
1.253
1846
  
1.284
1852
  
1.300
1858
  
1.266
1864
  
1.236
1871
  
1.232
1875
  
1.234
1885
  
1.178
1895
  
1.136
1905
  
1.059
1910
  
1.035
1925
  
1.142
1939
  
1.208
1946
  
1.790
1950
  
1.816
1956
  
1.664
1961
  
1.639
1967
  
1.654
1970
  
1.721
1980
  
?
1990
  
1.784
2000
  
1.909
2005
  
1.825
2010
  
1.771
2011
  
1.647
2015
  
1.640
2020
  
1.596
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: bis 1970:[6]; nach 1970: Stadt Hofgeismar[7][1]; Zensus 2011[8]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchturm in Hombressen

Zu den Sehenswürdigkeiten in Hombressen zählen u. a.:

  • Kirche, die von 1718 bis 1753 erbaut wurde.
  • Friedenseiche, die 1871 nach dem Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt wurde.
  • Strufuskreuz im Reinhardswald, das an die Sage eines Wilddiebes erinnert.
  • Vogelpark.

Für die unter Denkmalschutz stehenden Kulturdenkmäler des Ortes siehe die Liste der Kulturdenkmäler in Hombressen.

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Bleibaum (Hrsg.): Kreis Hofgeismar (= Handbuch des Heimatbundes für Kurhessen, Waldeck und Oberhessen, Bd. 3). Bernecker, Melsungen 1966, S. 144 ff.
  • Hombressen – ein Dorf im Reinhardswald. In: Alt-Hofgeismar – Bilder aus einer vergangenen Zeit 1870–1925, herausgegeben und erläutert von Helmut Burmeister und Klaus-Peter Lange, Hofgeismar 1979, S. 58 ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hombressen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Zahlen und Fakten. Haupt- und Nebenwohnsitze. In: Webauftritt. Stadt Hofgeismar, abgerufen im September 2020.
  2. Eingliederung von Gemeinden in die Stadt Hofgeismar, Landkreis Hofgeismar vom 7. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 4, S. 142, Punkt 182 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 6,3 MB]).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 398.
  4. Hauptsatzung. (PDF; 22 kB) §; 4. In: Webauftritt. Stadt Hofgeismar, abgerufen im September 2019.
  5. hessenschau.de, Frankfurt, Germany: Video: Hombressen ist das "Dollste Dorf 2017" | hessenschau.de | TV-Sendung. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 13. Juni 2017; abgerufen am 12. Juni 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/hessenschau.de
  6. a b c Hombressen, Landkreis Kassel. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  7. Haushalt 2020. Vorbericht Teil II. (PDF) In: Webauftritt. Stadt Hofgeismar, S. E6, abgerufen im September 2020.
  8. Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt;