Idil Baydar

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Jilet Ayse im August 2016
Jilet Ayse beim Schreiben von Autogrammen

İdil Baydar (* 30. April 1975 in Celle)[1][2] ist eine deutsche Schauspielerin und Kabarettistin. Ihre Kunstfiguren, die Berlinerin Gerda Grischke und Jilet Ayşe, eine 18-jährige Kreuzberger Türkin, wurden über YouTube[3] bekannt.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baydars Eltern sind türkische Einwanderer, die sich kurz nach Baydars Geburt trennten. Sie wuchs bei ihrer alleinerziehenden Mutter in Celle auf und besuchte eine Waldorfschule, die sie verließ, als sie mit 16 Jahren nach Berlin zog.[4] Zehn Jahre später holte sie das Abitur nach.[5] Heute lebt sie als Schauspielerin in Berlin-Kreuzberg und arbeitet dort auch für Jugendeinrichtungen.

Baydars YouTube-Kanal, auf dem sie seit 2011 selbstgeschriebene und selbstgespielte Stücke zum Thema Integration präsentiert, erreichte bis zu 80.000 Klicks pro Video.[3]

Im Fernsehen war sie in Kabarett- und Comedysendungen wie StandUpMigranten (EinsPlus), NightWash (Einsfestival), Pufpaffs Happy Hour (3sat) oder Ladies Night (WDR) zu sehen. 2015 hatte sie eine feste Rolle in der RTL-Fernsehserie Block B – Unter Arrest.

Seit August 2012 ist Baydar als Jilet Ayşe mit der Show Isch schwöre ... auf Bild.de[6] auf Sendung.

Am 29. September 2014 hatte ihr Kabarett-Soloprogramm "Deutschland, wir müssen reden!" in Berlin Premiere.

Am Hamburger Schauspielhaus tritt sie auf im Stück "Am Königsweg" von Elfriede Jelinek (Regie: Falk Richter, Premiere am 28. Oktober 2017).

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reportagen in überregionalen Zeitungen und Radiosendern beschäftigten sich mit ihrer Person und ihrer Arbeit.[7][1][8] Jörg Lau von Die Zeit[9] schrieb über die Schauspielerin: „Keine Ahnung, wo diese Frau herkommt, aber sie ist ein verdammtes Genie.“

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Jonas Rest: Die Ghettobraut aus Neukölln. Frankfurter Rundschau, 4. Juni 2012, abgerufen am 12. Mai 2014.
  2. Philipp Peyman Engel: Wir haben mehr gemeinsam, als uns trennt. Jüdische Allgemeine, 7. Mai 2014, abgerufen am 12. Mai 2014.
  3. a b Idil Baydar. In: youtube. Abgerufen am 12. Mai 2014.
  4. Ayse aus der Waldorfschule welt.de, 2. September 2012
  5. Jilet Ayşe ist die prollige Neuköllner Göre tagesspiegel.de, 2. September 2013
  6. Jilet Ayse – Isch schwöre. Bild.de, abgerufen am 12. Mai 2014.
  7. Joanna Itzek: Porträt einer besonderen Berliner Göre. Die Schwester der Integrationsnutte. TAZ.de, 8. März 2012, abgerufen am 12. Mai 2014.
  8. Johannes Nichelmann: Ich bin voooll sauer! Die drei Gesichter der Idil Baydar. Deutschlandfunk, 7. August 2012, abgerufen am 12. Mai 2014.
  9. Jörg Lau: Ey, isch bin so sauer. Zeit.Online, 21. Dezember 2011, abgerufen am 12. Mai 2014.
  10. „Hauptstadtpreis für Integration und Toleranz“ der Initiative Hauptstadt Berlin e. V. Initiative Hauptstadt Berlin, abgerufen am 10. Juli 2016.
  11. Gewinner Stuttgarter Besen 2016, SWR, abgerufen 28. Mai 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]