Igepa

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Igepa
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Rechtsform GmbH & Co. KG
Sitz Hamburg, Deutschland (Zentrale)
Leitung Elmar Schätzlein, Jörg Sensburg
Mitarbeiter 3500 Mitarbeiter
Umsatz 2,0 Milliarden Euro
Branche Großhandel
Website www.igepa.de
Stand: 1. Januar 2013 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2013

Die Igepa group GmbH & Co. KG ist eine der führenden Fachgroßhandelsgruppen in Europa und betreut mehr als 50.000 Kunden aus Industrie, Handel und Gewerbe.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sortimente beinhalten Produkte wie grafische Papiere und Karton, Verpackungen, Briefumschlägen und Versandtaschen, Medien für die Werbetechnik einschließlich Folien, Tinten, Plattenmaterial, Displaysysteme und Textilien für Promotion sowie Verbrauchsmaterialien und Hilfsmitteln für den Offsetdruck wie Druckfarbe und Drucktücher und technischer Ausrüstungen und Dienstleistungen. Weiterhin werden Softwarelösungen sowie Fortbildungen und Seminare angeboten.[1]

Kennzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(alle Daten: Stand 2013)

  • 2,0 Milliarden Euro Umsatz
  • 1,8 Millionen Tonnen Absatz
  • über 50.000 Kunden
  • 3.500 Mitarbeiter
  • 220.000 Palettenplätze
  • 189.000 m² Lagerfläche
  • 400 Lkws
  • 3.000 Tonnen Absatz pro Tag
  • mehr als 40.000 Spezifikationen
  • mehr als 81 Standorte in 29 Ländern

Unternehmen der Igepa group[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Unternehmen der Igepa group stehen für eine einheitliche Ausrichtung bei gleichzeitiger Eigenständigkeit an mehr als 81 Standorten in 29 Ländern.

National[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • E. Michaelis & Co. GmbH & Co. KG, Hauptsitz Reinbek bei Hamburg (gegründet 1804 von Eduard Michaelis)
  • vph GmbH & Co. KG (ehemals Vereinigte Papiergroßhandlungen GmbH & Co. KG)
  • Hansa GmbH & Co. KG Großhandel, Hauptsitz Bremen (gegründet 1974 als Gemeinschaftsunternehmen von Michaelis und VPH)
  • Freytag & Petersen GmbH & Co. KG, Hauptsitz Köln (gegründet 1920)
  • Geiger GmbH & Co. KG, Hauptsitz Aalen (gegründet 1949)
  • 2H GmbH & Co. KG, Hauptsitz München
  • Igepa Großhandel GmbH[2], Hauptsitz Landsberg im Saalekreis (gegründet 1990)
  • Igepa IT-Service[3], Hauptsitz Münster; ein IT-Dienstleister für mittelständische Unternehmen.

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Norwegen: Berg-Andersen AS, Oslo
  • Schweden: Igepa Berg-Andersen AB, Mölnlycke
  • Finnland: Pyrollpap Oy, Tuusula
  • Großbritannien: The Premier Paper Group, Birmingham
  • Dänemark: E. Michaelis & Co. A/S, Malling (Dänemark)
  • Niederlande: Igepa Nederland B.V., Tiel
  • Belgien: Igepa Belux nv, Aalter; Igepa Ans sv, Awans
  • Luxemburg: Igepa Belux sàrl, Luxemburg
  • Schweiz: Fischer Papier AG, St. Gallen
  • Österreich: Igepa Austria GmbH, Brunn am Gebirge
  • Ungarn: Igepa Paper Hungary Kft., Budapest
  • Bulgarien: Slavey 91 Ltd., Sofia
  • Serbien: Igepa Cartacell, Novi Beograd
  • Bosnien und Herzegowina: Igepa bh d.o.o., Sarajevo
  • Slowakei: Igepa-Igaz Papier spol. s.r.o., Trencin
  • Kroatien: Igepa-Plana d.o.o., Zagreb
  • Tschechien: Igepa velkoobchod papírem spol. s r.o., Odolena Voda
  • Polen: Igepa Polska sp.z o.o., Krakau
  • Litauen: UAB „Libra Vitalis“, Vilnius
  • Lettland: SIA „Poligrāfijas Apgāds“ (Polap), Riga
  • Estland: Igepa-Libra Vitalis AS, Tallinn
  • Russland: Double V Co., Ltd., Moskau
  • Australien/Neuseeland: BJBall Group, Braeside VIC

Es bestehen weitere Beteiligungen und Tochtergesellschaften.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1960er – Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fünf selbständige Papiergroßhändler schlossen sich zusammen: E. Michaelis & Co., Freytag & Petersen, Drissler & Co., die Vorgänger von Vereinigte Papiergroßhandlungen und 2H-Papier. 1969 kam als sechster Gesellschafter Karl-Heinz Geiger dazu. Ihr Ziel war der Aufbau von gemeinsamen Strukturen für die Beschaffung und das Sortiment, um gegenüber Lieferanten eine größere Marktbedeutung zu erlangen und die Kunden optimaler beliefern zu können.

1970er – Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angestrebt wurden ein einheitlicher Auftritt und gemeinsame Maßnahmen für Werbemittel und Kampagnen. Der gemeinsame Claim „Papier sind wir“ wurde bis zur Jahrhundertwende verwendet. Der Vertrieb von Eigenmarken erwies sich als erfolgreich. Ab 1989 wird ein Service durch Papierberater geboten.

1990er – Präsenz auf den Ostmärkten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Beginn der Öffnung ist die Igepa im Osten Deutschlands präsent, um neue Märkte zu erschließen. Die Gesellschafterunternehmen gründeten die Igepa Papiergroßhandel GmbH mit Sitz in Queis bei Leipzig; kurz darauf folgt ein Standort in Ottendorf (Thüringen). Gleichzeitig entstehen auch gemeinsame Tochtergesellschaften und Beteiligungen in Osteuropa.

Im Februar 1993 verhängte die Landeskartellbehörde Nordrhein-Westfalen gegen Freytag & Petersen (Gesellschaftsfirma der Igepa group) und weitere wesentliche Unternehmen der Branche wegen der Abstimmung der Verkaufspreise im Lagergeschäft rechtskräftig Geldbußen.[4]

2000er – Expansion nach Übersee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Gewinnung von Partnern in den Überseemärkten (Australien, Neuseeland, China, Japan, USA) reagierte die Igepa auf die Herausforderungen der Globalisierung. Am Ende dieses Jahrzehnts ist die Igepa mit 35 Unternehmen in mehr als 29 Ländern vertreten.

Im Jahr 2004 verhängte das Bundeskartellamt gegen verschiedene Unternehmen des Papiergroßhandels und auch die Gesellschaftsfirmen der Igepa group (Freytag & Petersen GmbH & Co., E. Michaelis & Co., Vereinigte Papier Papiergroßhandlungen GmbH & Co. KG, Drissler & Co. Papiergroßhandel GmbH & Co. KG und den Tochtergesellschaften Hansa-Papier GmbH & Co. KG und Igepa Papiergroßhandel GmbH Queis) und weitere wesentliche Unternehmen der Branche wegen verbotener Preisabsprachen Geldbußen.[5]

Seit November 2004 sind die sechs Gesellschafterunternehmen sowie die weiteren Häuser in Deutschland FSC-zertifiziert für die Produktgruppen Bürokommunikationspapieren, grafischen Papiere, Karton und Briefumschläge.

Im Januar 2008 ereignete sich im Lager des Igepa-group-Unternehmens Igepa Papiergroßhandel GmbH im Landsberger Ortsteil Queis ein schwerer Betriebsunfall. Nachdem am 15. Januar bei einem Zusammenstoß zweier Gabelstapler ein Hochregal beschädigt worden war und einknickte, stürzten tags darauf in einem Dominoeffekt alle 16 Regale des Lagers mit einer Gesamtmenge von über 5000 Tonnen ein und begruben fünf Personen unter sich, von denen ein Firmenmitarbeiter und ein Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks nur noch tot geborgen werden konnten.[6][7]

2010er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Igepa group übernahm zum 1. Juli 2012 das Unternehmen x-doc-solution GmbH, Berlin, das 2003 durch Axel Merker aus der Direktvertriebsorganisation der Xerox GmbH hervorgegangen ist. Mit über 500 installierten Kundenlösungen für den Produktionsdruck hat sie sich im Laufe der Jahre zu einem führenden Vertriebsunternehmen in Ostdeutschland entwickelt. Die x-doc-solution GmbH hat ihren Hauptsitz in Berlin und eine Niederlassung in Leipzig.

Kurz vor Weihnachten 2013 zog die Igepa Großhandel GmbH mit ihrer Niederlassung von Dietzenbach zum neuen Standort nach Dieburg um. Mit der Inbetriebnahme des neuen Hochregallagers sind 20.000 Palettenstellplätze und die Option auf weitere Lagernutzungsflächen entstanden. Das Unternehmen hat ihren Hauptsitz in Landsberg und gehört zum Verbund der Igepa group.

2014 bezog die Igepa Nederland BV ein neues Lager- und Verwaltungszentrum in Tiel.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1],Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2.
  2. http://www.igepa.de/gruppe/igepa_grosshandel.html
  3. http://www.igepa-its.de/igepa-it-service.html
  4. Beschluss B 10 – 51478 – Fa – 86 / 04 vom 28. Oktober 2004 (S. 5) (PDF; 765 kB) Bundeskartellamt. Abgerufen am 8. Juli 2012.
  5. Pressemeldung vom 4. Mai 2004: Bundeskartellamt bebußt Preiskartell im Papiergroßhandel mit 57,6 Mio. Euro (PDF; 765 kB) Bundeskartellamt. Abgerufen am 8. Juli 2012.
  6. Pressemitteilung Nr.: 001/10 vom 18. Januar 2010: Einsturz eines Hochregallagers der Firma IGEPA Papiergroßhandel GmbH am 16. Januar 2008 in Queis; Einstellung des Ermittlungsverfahrens. Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt. Abgerufen am 5. Mai 2013.
  7. Regaleinsturz bleibt ohne Konsequenz, vom 18. Januar 2010. Katrin Löwe, Mitteldeutsche Zeitung. Abgerufen am 5. Mai 2013.