Dietzenbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Dietzenbach
Dietzenbach
Deutschlandkarte, Position der Stadt Dietzenbach hervorgehoben
50.0086111111118.7755555555556135Koordinaten: 50° 1′ N, 8° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Offenbach
Höhe: 135 m ü. NHN
Fläche: 21,67 km²
Einwohner: 32.477 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 1499 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63128
Vorwahl: 06074
Kfz-Kennzeichen: OF
Gemeindeschlüssel: 06 4 38 001
Stadtgliederung: 2 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Europaplatz 1
63128 Dietzenbach
Webpräsenz: www.dietzenbach.de
Bürgermeister: Jürgen Rogg (parteilos)
Lage der Stadt Dietzenbach im Landkreis Offenbach
Neu-Isenburg Dreieich Langen (Hessen) Egelsbach Rödermark Dietzenbach Heusenstamm Mühlheim am Main Rodgau Obertshausen Hainburg Seligenstadt Mainhausen Darmstadt Landkreis Darmstadt-Dieburg Landkreis Darmstadt-Dieburg Bayern Main-Kinzig-Kreis Offenbach am Main Kreis Groß-Gerau Frankfurt am MainKarte
Über dieses Bild
Luftbild 2008
Die Stadt Dietzenbach vom Wingertsberg aus gesehen
Der Aussichtsturm auf dem Wingertsberg
Fachwerkhaus in der Altstadt

Dietzenbach ist die Kreisstadt des Landkreises Offenbach in Hessen.

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Dietzenbach befindet sich im Herzen des Rhein-Main-Gebietes. Mit zwölf Kilometern nach Frankfurt am Main, zehn Kilometern nach Offenbach am Main, 30 Kilometern nach Aschaffenburg, 20 Kilometern nach Darmstadt und rund 50 Kilometern nach Wiesbaden liegt die Kreisstadt des Landkreises Offenbach Mittendrin in RheinMain, wie auch der Slogan der Stadt ist. Dietzenbach liegt an der Bieber auf einer Höhe von 150 m über NN. Die Stadt grenzt im Norden an die Stadt Heusenstamm, im Osten an die Stadt Rodgau, im Süden an die Stadt Rödermark sowie im Westen an die Stadt Dreieich.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Steinberg[Bearbeiten]

Im Stadtteil Steinberg befinden sich Teile des Gewerbegebiets Nord, die Kindertagesstätten 3, 5 und 11, das Seniorenzentrum Siedlerstraße, sowie die 4 Schulen Astrid-Lindgren-Schule (Grundschule), Regenbogenschule (Grundschule), Helen-Keller-Schule (Sonderschule) und Heinrich-Mann-Schule (schulformbezogene Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe). Zudem gibt es ein Sportgelände an der Limesstraße. Im Zentrum befindet sich das Einkaufs-Zentrum Steinberg. In Steinberg leben knapp 12.000 Menschen.

Neue Stadtmitte[Bearbeiten]

Zwischen Steinberg und dem alten Ortskern ist in den vergangenen Jahren ein Neubaugebiet entstanden, in dessen Zentrum die Stadtverwaltung und das Bürgerhaus Dietzenbachs angesiedelt sind. Markantester Punkt war bis 2006 ein Einkaufszentrum mit großem Supermarkt, Tankstelle und Parkplatz, das aufgrund seiner wenig ansprechenden 1970er-Jahre-Architektur und baulichen Vernachlässigung seitens der Betreiber von den Bürgern zunehmend als „Schandfleck“ angesehen wurde.

Verkaufsverhandlungen zögerten die Neuentwicklung immer wieder hinaus. Ende 2005 schließlich wurden die Verträge zwischen Stadt und der holländischen Ten-Brinke-Gruppe unterzeichnet.

Nachdem der alte toom Markt Mitte 2005 schloss, wurde der Gebäudekomplex im Herbst 2006 vollständig abgerissen, um Platz für ein neues Einkaufszentrum zu schaffen. Die Grundsteinlegung fand am 4. Dezember 2006 statt, am 29. November 2007 öffnete das Zentrum und bekam den Namen Rathaus-Center.

Die Ten-Brinke-Gruppe, Investor des 37,5 Millionen Euro teuren Projektes, hat ein 230 Meter langes und 101 Meter breites Gebäude errichtet. Darin befinden sich auf 8000 Quadratmetern ein REWE Center (bis 2008: Toom-Markt) und auf 4.000 Quadratmetern ein Media-Markt. Den Rest der etwa 21.000 Quadratmeter Fläche teilen sich unter anderem C&A (1.600 Quadratmeter), Deichmann (zweimal 500 Quadratmeter), Ernsting’s Family (200 Quadratmeter) sowie diverse Gastronomiebetriebe.

Hexenberg[Bearbeiten]

Der Stadtteil Hexenberg ist nach der höchsten Erhebung im Landkreis Offenbach benannt. Die Bebauung besteht aus relativ niedrigen Ein- und Mehrfamilienwohnhäusern sowie einigen kleineren Geschäften in der Mitte des Stadtteils.

Wingertsberg[Bearbeiten]

Der Wingertsberg ist kein eigenständiger Stadtteil, sondern ein am Hang gegenüber der Altstadt gelegenes Wohngebiet. An der höchsten Erhebung findet sich neben einem Sportplatz ein Restaurant mit Aussichtsterrasse, sowie der zum Hessentag errichtete Aussichtsturm, der einen Blick bis Frankfurt ermöglicht.

Altstadt[Bearbeiten]

In der Dietzenbacher Altstadt sind noch zahlreiche Fachwerkhäuser erhalten. Außerdem befinden sich hier das Dietzenbacher Heimatmuseum, die Stadtbücherei und die Polizeistation.

Spessartviertel[Bearbeiten]

Hauptartikel: Spessartviertel

Dieser Stadtteil zwischen Altstadt und neuer Stadtmitte trug früher den Namen Starkenburgring und ist überregional als sozialer Brennpunkt bekannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Territoriale Zugehörigkeit[Bearbeiten]

Dietzenbach wurde um das Jahr 1210 erstmals in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Patershausen erwähnt. Die später wüsten Siedlungen Ippingshausen, Hartcheshofen und Richolshausen lagen im Mittelalter in der heutigen Dietzenbacher Gemarkung.

Dietzenbach war Teil der Rödermark. Die Herren und Grafen von Hanau hatten in dem Dorf das Recht auf Fron, Bede und Steuer.[2]

Nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen, Johann Reinhard III., 1736, erbte Landgraf Friedrich I. von Hessen-Kassel aufgrund eines Erbvertrages aus dem Jahr 1643 die Grafschaft Hanau-Münzenberg, aufgrund der Intestaterbfolge fiel die Grafschaft Hanau-Lichtenberg an den Sohn der einzigen Tochter von Johann Reinhard III., Landgraf Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt. Die Zugehörigkeit der unmittelbar südlich des Mains gelegenen Teile der Grafschaft Hanau zu Hanau-Lichtenberg oder Hanau-Münzenberg war dabei zwischen den beiden Erben umstritten. Es kam fast zu einer kriegerischen Auseinandersetzung, als Hessen-Darmstadt die Orte Dietzenbach, Schaafheim und Schlierbach, Hessen-Kassel mit schon sorgsam in Hanau stationiertem Militär den Rest des Amtes Babenhausen besetzte. Die Auseinandersetzung konnte erst nach einem langjährigen Rechtsstreit vor den höchsten Reichsgerichten 1771 mit einem Vergleich beendet werden, dem so genannten Partifikationsrezess. Danach fielen die Orte Altheim, Dietzenbach, Harpertshausen, Schaafheim und Schlierbach an die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, die sie ihrem Amt Schaafheim eingliederte. Dietzenbach gehörte in den folgenden 200 Jahren dann nacheinander zu folgenden übergeordneten Verwaltungseinheiten:

Dietzenbach erhielt 1970 Stadtrechte. Im Zuge der Gebietsreform in Hessen in den 1970er Jahren wurde Dietzenbach als eine von wenigen Städten und Gemeinden nicht verändert und konnte seine Eigenständigkeit bewahren.

Seit 2002 ist Dietzenbach Sitz der Verwaltung des Landkreises Offenbach. Kreisstadt darf sich Dietzenbach offiziell aber erst seit dem 24. März 2003 nennen.[3] Dem ging ein Streit mit der Nachbargemeinde Rodgau voraus, die diesen Status aufgrund ihrer höheren Einwohnerzahl für sich beanspruchte.

Wissenswert[Bearbeiten]

  • Durch die Aufteilung der Rödermark 1818 erhielt der Ort seinen Gemeindewald.
  • Ein britischer Luftangriff auf Dietzenbach während des Zweiten Weltkrieges verursachte in der Nacht vom 20. zum 21. September 1941 schwere Schäden im Ort.
  • 2001 war Dietzenbach Veranstaltungsort des Hessentages.
  • 2003 wurde Dietzenbach zur Kreisstadt ernannt.

Historische Namensformen[Bearbeiten]

  • Dicenbach (1210-1220)
  • Dicenbach (1270)
  • Dyetzinbach (1344)
  • Dytzenbach (1353)
  • Ditzenbach (1357)
  • Diczenbach (1437)
  • Dyetzenbach (1450)
  • Detzenbach (1535)
  • Dietzenbach (1542)

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1829 1895 1939 1950 1961 1970 1983 1997 2005 2009
Einwohner 1.239 2.031 3.695 4.711 6.303 12.449 25.500 33.015 34.794 33.224

Die heutige Stadt war vor dem Zweiten Weltkrieg ein bäuerliches Dorf. In den 1960er Jahren setzte ein starker Strukturwandel ein, v.a. mit der Erschließung von Wohngebieten und dem Bau von Großwohnsiedlungen (Hochhäusern). Heute ist Landwirtschaft in Dietzenbach selten.

Dietzenbach wurde stark durch Einwanderer geprägt: Knapp ein Drittel seiner Bewohner stammen aus über hundert Nationen außerhalb Deutschlands, damit gehört es zu den Orten mit dem höchsten Anteil an Personen mit Migrationshintergrund in Deutschland.

Dietzenbach ist eine der geburtenstärksten Kommunen des Landes (1990: ~380, 2006: 420 Geburten).[4]

Politik[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 hatte folgendes Ergebnis:[5]

Kommunalwahl 2011 in Dietzenbach
 %
40
30
20
10
0
30,5 %
23,3 %
17,4 %
17,4 %
4,6 %
4,0 %
2,8 %
keine
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
-15
-20
-25
-30
-12,1 %p
-1,4 %p
+17,4 %p
+17,4 %p
+4,6 %p
-1,3 %p
+2,8 %p
-27,4 %p
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 30,5 14 42,6 19
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 23,3 10 24,7 11
WIR-BfD WIR – Bürger für Dietzenbach 17,4 8
GDL Grüne Dietzenbacher Liste 17,4 8
LINKE Die Linke 4,6 2
FDP Freie Demokratische Partei 4,0 2 5,3 2
FW-UDS Freie Wähler – Unabhängig Demokratisch Sozial 2,8 1
BfD-FWG Bürger für Dietzenbach - Freie Wählergemeinschaft 10,5 5
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 9,1 4
DL Dietzenbacher Liste 4,0 2
REP Die Republikaner 2,8 1
ödp Ökologisch-Demokratische Partei 1,0 1
Gesamt 100,0 45 100,0 45
Wahlbeteiligung 42,6 % 43,2 %

Ausländerbeirat[Bearbeiten]

Dietzenbach hat einen Ausländerbeirat, der aus 19 Personen besteht. Darin sind verschiedene Nationalitäten vertreten, etwa Personen aus der Türkei, Marokko, Italien, Pakistan, Afghanistan, Indien, Chile und Kroatien. Ähnlich der Stadtverordnetenversammlung gibt es die Ausländerbeiratssitzung, welche zwei Wochen vor der Stadtverordnetenversammlung tagt.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Vor dem Zweiten Weltkrieg hatte die Stadt folgende Bürgermeister:

  • Johann Philipp Keim, 1825
  • Johann Georg Metzler, 1831
  • Anton Schäferle, 1837
  • Georg Martin Eckert III., 1843-1869
  • Martin Heberer, 1870-1883
  • Heinrich Eckert, 1884-1897
  • Johann Georg Heberer XII., 1898-1908
  • Heinrich Heberer I., 1908-1919
  • Karl Krapp, 1919-1933
  • Eduard Großmann, 1933-1934
  • Heinrich Fickel, 1934-1945

Seit dem Zweiten Weltkrieg hatte bzw. hat die Stadt folgende Bürgermeister:

  • Heinrich Weilmünster, 1945
  • Karl Krapp, 1945
  • Martin Wolf IV. (SPD), 1945-1948
  • Christian Ebert, 1948-1958
  • Hermann Kocks, 1958-1976
  • Dr. Friedrich Keller (SPD), 1976-1988
  • Frank Kaufmann (kommissarisch)(GRÜNE), 1988-1989
  • Jürgen Heyer (SPD), 1989-2001
  • Stephan Gieseler (CDU), 2001-2009
  • Jürgen Rogg (parteilos), seit 2009

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Blasonierung: Auf rotem Schild läuft ein silberner Schrägbalken mit blauem Wellenband von links oben nach rechts unten. In den beiden Feldern sind jeweils ein Ast goldene Trauben mit zwei grünen Blättern dargestellt.

Symbolik: Die Trauben erinnern an die Weinbautradition in Dietzenbach. Bis ins 18. Jahrhundert und wieder seit den 1960er Jahren wurde und wird am Wingertsberg Wein angebaut. Das blaue Band bezieht sich auf den Namen Dietzenbach, aus dem althochdeutschen als murmelnder Bach oder Bach des Dietz interpretiert (vergl. hierzu „775 Jahre Dietzenbach“, herausgegeben vom Magistrat Dietzenbach). Das heutige Dietzenbacher Wappen wurde 1957 von den Dietzenbacher Gemeindevertretern beschlossen und vom Hessischen Innenminister Heinrich Schneider genehmigt.

Flagge: Die Dietzenbacher Flagge besteht aus zwei schmaleren blauen Außenbahnen, welche die breitere gelbe Innenbahn rahmen. Auf der Innenbahn ist das Dietzenbacher Wappen aufgebracht.

Partnerstädte[Bearbeiten]

Blason Vélizy-Villacoublay.svg Vélizy-Villacoublay FrankreichFrankreich Frankreich seit 1976
Seal of Masaya.svg Masaya NicaraguaNicaragua Nicaragua seit 1985
Rakovnik znak.jpg Rakovník TschechienTschechien Tschechien seit 1986
Wappen Neuhaus am Rennweg.png Neuhaus am Rennweg DeutschlandDeutschland Deutschland, Thüringen seit 1990
Oconomowoc Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten seit 2008
Coat of Arms of Kasciukovičy, Belarus.png Kastjukowitschy WeissrusslandWeißrussland Weißrussland seit 2009

Verkehr[Bearbeiten]

Eisenbahn[Bearbeiten]

Dietzenbacher Bahnhof

1898 wurde die Bahnstrecke Offenbach-Bieber–Dietzenbach eingeweiht und der Bahnhof errichtet. Nachdem über viele Jahre kein Personenverkehr mehr auf der Strecke bestand, ist Dietzenbach seit Ende 2003 mit der S-Bahn-Linie S2 Niedernhausen–Dietzenbach an das Netz der S-Bahn Rhein-Main angeschlossen. Diese befährt diese Zweigstrecke der Rodgaubahn. In Dietzenbach gibt es drei S-Bahn-Haltestellen: Steinberg, Dietzenbach Mitte und Dietzenbach Bahnhof als Endhaltestelle (siehe Foto).[6]

Straße[Bearbeiten]

Dietzenbach verfügt über ein eigenes Stadtbusnetz mit zentralem Busbahnhof an der S-Bahn-Haltestelle Dietzenbach Mitte.

Durch Dietzenbach verläuft die B 459, deren nördliches Ende bei Neu-Isenburg auf die B 46 stößt, von der man die Autobahnen 3 und 661 über die Anschlussstelle Offenbach/Offenbacher Kreuz erreicht. Das südliche Ende der B 459 stößt zwischen Rödermark und Eppertshausen auf die B 45.

Religion[Bearbeiten]

Römisch-katholische Pfarrkirche St. Martin
Die Moschee „Bait ul-Baqi“ am Theodor-Heuss-Ring

Kirchengemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Um 1270 besaßen die Herren von Eppstein das Kirchenpatronat, 1405 die Herren von Hanau. In vorreformatorischer Zeit war kirchliche Mittelbehörde das Archidiakonat St. Peter und Alexander in Aschaffenburg, Landkapitel Rodgau. In der Mitte des 16. Jahrhunderts wurde in Dietzenbach die Reformation eingeführt. Die Christuskirche, die von der Evangelischen Christus-Gemeinde genutzt wird, stammt von 1753/54.

Heute bestehende Gemeinden[Bearbeiten]

  • Evangelische Christus-Gemeinde[7]
  • Evangelische Martin-Luther-Gemeinde Dietzenbach-Steinberg[8]
  • Römisch-katholische Pfarrgemeinde St. Martin[9]
  • Evangelische Jesus-Gemeinde Dietzenbach[10]
  • Neuapostolische Kirche – Gemeinde Dietzenbach[11]

Wissenswert[Bearbeiten]

Die evangelischen Christuskirchen-, Rut- (seit 2011 zur „Christus-Gemeinde“ fusioniert) und Martin-Luther-Gemeinden sowie die römisch-katholische Pfarrgemeinde St. Martin haben an Christi Himmelfahrt 2010 die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Dietzenbach gegründet.[12]

Glaubensgemeinschaften[Bearbeiten]

  • Jehovas Zeugen in Deutschland, K. d. ö. R.
  • Ditib Fatih Moschee e. V. (türkische Moschee)
  • Tawhid Moschee e. V. (marokkanische Moschee)
  • Bait ul-Baqi (Haus des Ewigen, Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland e. V.)

Arbeitsgemeinschaft der Religionen in Dietzenbach (ARD)[Bearbeiten]

Am Pfingstsamstag, 11. Juni 2011 wurde bei der ersten Dietzenbacher Friedenswanderung zum Sternenzelt im Hessentagspark die Gründungsurkunde der Arbeitsgemeinschaft der Religionen in Dietzenbach (ARD) unterzeichnet.[13][14] Der ARD gehören an: Katholische Pfarrgemeinde St. Martin Dietzenbach, Evangelische Christus-Gemeinde Dietzenbach, Evangelische Martin-Luther-Gemeinde Dietzenbach-Steinberg, Neuapostolische Kirche - Gemeinde Dietzenbach, Jesus-Gemeinde Dietzenbach, DitiB Fatih Moschee e.V., marokkanisch Tahwid-Moschee e.V., Ahmadiyya Muslim Jamaat Dietzenbach.

Kultur[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Neben dem Heimatmuseum gibt es ein Feuerwehrmuseum im alten Feuerwehrhaus. Beide Einrichtungen sind im Bereich der Altstadt situiert.

Feste[Bearbeiten]

In Dietzenbach bieten jährlich folgende Feste Gelegenheit, soziale Kontakte zu pflegen:

  • Das Fest ohne Grenzen findet im Hessentagspark statt.
  • Das Bierfest dauert fünf Tage und findet am Harmonieplatz statt.
  • Das Weinfest findet in der neuen Stadtmitte auf dem Europaplatz über zehn Tage im Juli/August statt. Winzer aus der Region und aus ganz Süddeutschland bieten täglich Weine und passende Speisen bei musikalischer Unterhaltung durch Live-Bands zum Genießen an.
  • Die Nacht der Lichter mit Museumsnacht und Heimatfest findet in der Altstadt Dietzenbachs statt.
  • Das Trinkbornfest findet in der Altstadt am ersten Wochenende im September statt.
  • Das Dietzenbacher Kelterfest rund um den „Äbbelwoi“ mit Schaukeltern findet in der Altstadt statt.
  • Die Kerb/Kirchweih richtet sich nach dem Gedenktag der Apostel Simon und Judas, der kalendarisch am 28. Oktober begangen wird. Die Kerb wird alljährlich am von Freitag bis Dienstag über nach diesem Gedenktag gefeiert. Fällt dieser auf einen Sonntag, findet die Kerb am darauf folgenden Wochenende statt. Die traditionelle Kerb mit Fahrgeschäften und Imbissbuden erstreckt sich auf der Landwehrstraße vom Harmonieplatz bis zur Dietrich-Bonhoeffer-Schule.

Märkte[Bearbeiten]

Aber auch die Märkte der Stadt bieten hierfür Gelegenheit.

  • Der Altstadtmarkt ist ein Markt sowohl für alte, traditionelle Kunst wie auch für junge und moderne Künstler.
  • Der Kreativmarkt ist ein Markt für Kreative und Hobbykünstler des Rhein-Main-Gebiets.
  • Der Weihnachtsmarkt findet am ersten Adventswochenende statt. Der traditionelle Weihnachtsmarkt befindet sich jedes Jahr in der weihnachtlich geschmückten Altstadt. Es gibt unter anderem Glühwein, Lebkuchen dazu ein buntes Programm mit Musik und anderen Vorführungen.

Vereine[Bearbeiten]

Das Vereinsleben in Dietzenbach ist sehr vielfältig. Insgesamt gibt es weit über 100 Vereine. Eine Auswahl:

  • Flug- und Modellbau-Club
  • Fußball-Club 1971 Dietzenbach e.V.
  • HSG Dietzenbach (Handballverein)
  • Kerbverein Dietzenbach e.V. (Verein zur Erhaltung der Kerbtraditionen - Tradition verbindet)
  • Montessori-Verein Dietzenbach e.V.
  • SC Steinberg (Sportverein)
  • 1. FC Türkgücü Dietzenbach (Fußballverein)
  • SG Dietzenbach (Sportgemeinde Schach, Handball, Tennis usw. und langjähriger Handball-Bundesligist)
  • Schützengesellschaft Tell 1930 e.V. (Pistole, Gewehr, Bogen)
  • TG Dietzenbach (Sportverein auf dem Wingertsberg, Turnen, Tanzen, Fitness, Tennis, Fußball, Handball)
  • Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik Dietzenbach e.V.
  • Zusammenleben der Kulturen in Dietzenbach e.V.
  • Heimat- und Geschichtsverein Dietzenbach e.V. (Träger des Museums für Heimatkunde und Geschichte Dietzenbach)

Schulen[Bearbeiten]

Dietzenbach hat, über die Stadt verteilt, sechs Grundschulen und zwei weiterführende Schulen. Davon bietet eine G8 und die andere G9. Es gibt zwei Privatschulen, (Montessori- und Waldorfschule), außerdem eine Musik- und eine Volkshochschule.

Kino[Bearbeiten]

Dietzenbach besitzt seit 1988 im Untergeschoss des Bürgerhauses ein von der Stadtmarketing-Agentur kommunal betriebenes Kino („Kino D“) mit 35 mm Filmtechnik und Surround-System.[15]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Günter Ludwig (*1938), Dekan und kath. Pfarrer (1993-2009)

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Barbara Demandt: Die mittelalterliche Kirchenorganisation in Hessen südlich des Mains = Schriften des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde 29, S. 101.
  • Dagmar Söder: Kulturdenkmäler in Hessen. Kreis Offenbach = Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. 1987, S. 42–50,
  • Hans Georg Ruppel (Bearb.): Historisches Ortsverzeichnis für das Gebiet des ehem. Großherzogtums und Volksstaats Hessen mit Nachweis der Kreis- und Gerichtszugehörigkeit von 1820 bis zu den Veränderungen im Zuge der kommunalen Gebietsreform = Darmstädter Archivschriften 2. 1976, S. 73.
  • Wilhelm Müller: Hessisches Ortsnamenbuch. Band 1: Starkenburg. 1937, S. 129–131.
  • Georg Schäfer: Kreis Offenbach. Teil von Rudolf Adamy: Kunstdenkmäler im Grossherzogthum Hessen – Provinz Starkenburg. 1885, S. 12–14.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Explizit belegt für das Jahr 1576, aber wohl schon viel älter. Vgl. hier.
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  4. Frankfurter Rundschau: Die Kinderlein kommen. Ausgabe R3S, Seite 20. 24. Dezember 2007
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011. Abgerufen am 22. April 2011.
  6. RMV: Schnellbahnplan 2008. Abgerufen am 5. Dezember 2008.
  7. Christoph Manus: Dietzenbach: Die Zeit der Trennung ist vorbei. In: Frankfurter Rundschau, 19. August 2010. Abgerufen am 24. Januar 2011.
  8. Dekanat Rodgau: Evangelische Kirchengemeinden in Dietzenbach. Abgerufen am 22. Januar 2011.
  9. Bistum Mainz: Pfarrei Dietzenbach. Abgerufen am 22. Januar 2011.
  10. Jesus-Gemeinde Dietzenbach :Impressum. Abgerufen am 22. Januar 2011.
  11. Neuapostolische Kirche Bezirk Offenbach: Gemeinden. Abgerufen am 22. Januar 2011.
  12. Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Dietzenbach
  13. Gemeinsam für den Frieden arbeiten, op-online.de, 14. Juni 2011
  14. Gemeinsamer Nenner Friede Frankfurter Rundschau, 2. Oktober 2011
  15. Kino D - Über uns. Auf dietzenbach.de. Abgerufen 13. November 2010.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dietzenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Dietzenbach – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen