Ilfis

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Ilfis
Ilfis en Langnau en Emme-Valo 076.jpg
Daten
Gewässerkennzahl CH: 490
Lage Entlebuch (Kanton Luzern), Amtsbezirk Signau (Kanton Bern)
Flusssystem Rhein
Abfluss über Emme → Aare → Rhein → Nordsee
Quelle am Hengst (Schrattenfluh)
46° 50′ 21″ N, 7° 56′ 56″ O
Quellhöhe 1532 m ü. M.
Mündung in die Emme zwischen Langnau im Emmental und LauperswilKoordinaten: 46° 57′ 2″ N, 7° 45′ 3″ O; CH1903: 623772 / 199993
46° 57′ 2″ N, 7° 45′ 3″ O
Mündungshöhe 643 m ü. M.[1]
Höhenunterschied 889 m
Länge 24,7 km[1]
Einzugsgebiet 203,9 km²[1]
Abfluss am Pegel Langnau[2]
AEo: 188 km²
Lage: 4,2 km oberhalb der Mündung
NNQ (2011)
MNQ 1990–2013
MQ 1990–2013
Mq 1990–2013
MHQ 1990–2013
HHQ (2005)
700 l/s
3,45 m³/s
5,35 m³/s
28,5 l/(s km²)
7,36 m³/s
335 m³/s
Abfluss am Pegel Mündung[3]
AEo: 203,9 km²
MQ
Mq
5,94 m³/s
29,1 l/(s km²)

Linke Nebenflüsse Schonbach, Wittenmossgraben, Schärligbach, Steinbach, Chrümpelgraben, Ortbach, Teufenbachgraben, Ramserengraben, Mülebach
Rechte Nebenflüsse Hilfernbach, Staldegrabe, Rämisbach, Eschlissbach, Türrenbachgrabe, Hämelbach, Trueb, Gohl, Frittenbach
Gemeinden Escholzmatt-Marbach, Trub, Trubschachen, Langnau im Emmental, Lauperswil
Ilfis in Langnau im Emmental, Kanton Bern, Schweiz

Ilfis in Langnau im Emmental, Kanton Bern, Schweiz

Ilfis in Langnau im Emmental, Kanton Bern, Schweiz

Ilfis in Langnau im Emmental, Kanton Bern, Schweiz

Ilfisbrücke in Langnau im Emmental, Kanton Bern, Schweiz

Ilfisbrücke in Langnau im Emmental, Kanton Bern, Schweiz

Die Ilfis (im einheimischen Dialekt: [(d̥) ˈʏu̯fiz̥/ˈɪu̯fiz̥]) ist ein rund 25 Kilometer langer Nebenfluss der Emme im oberen Entlebuch und im oberen Emmental.

Namen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ältesten Belege des Namens stammen aus dem Jahr 1337 (Büelgůt ... in Rosverrich zủr Ilvis; Johannis zủr Ilvis) und beziehen sich entweder auf die Ortschaft Ilfis bei Langnau oder auf die Höfe Enedilfis in der Gemeinde Escholzmatt. Als Gewässername erscheint Ilfis ab 1371 ([cop. 1531] Da der kennell In die Ilvis gatt unnd uber Iluis Inn den müllibach ... dem kennel bach wider hin ab In die Iluis; [cop.] und ir recht anfachent, da der Kenelbach in die Ilfis gat und über Ilfis in den Mülibach ... und den Kenelbach wider hinab in die Ilfis). [4]

Die Herkunft des Namens ist nicht ganz gesichert. Er könnte auf eine Ableitung *Elvis(i)ā zur gallischen Farbwurzel *elvo- ‚braun, gelb‘ zurückgehen, die wohl auf die Gelbtönung des Wassers hinwiese. [4] Mit diesem Namen in Verbindung steht offenbar auch die Bezeichnung Hilfern.[5]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ilfis entspringt unterhalb des Hengsts am westlichen Abhang der Schrattenfluh und fließt von dort nordwärts ab. Beim Dorbachholtz ergiesst sie sich in die nach Westen führende Hilfern, die nach ihrer Vereinigung mit dem Schonbach wieder den Namen Ilfis trägt. Der nun zunächst wieder nach Norden laufende Fluss wendet sich bei Wiggen stärker nach Westen und bildet ab Kröschenbrunnen bis zur Einmündung des Hämelbachs die Grenze zwischen den Kantonen Luzern und Bern. In ihrem weiteren Verlauf passiert die Ilfis noch Trubschachen, Bärau und Langnau im Emmental und mündet schließlich bei Emmenmatt von rechts in die Emme.

Zuflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hölzigrabe (rechts)
  • Hilferenbach (rechts)
  • Rischhusgrabe (rechts)
  • Häzeswandgraben (links)
  • Buhüttegrabe (links)
  • Schonbach (links)
  • Rotbach (rechts)
  • Staldengraben (rechts)
  • Wittenmoosgraben (links)
  • Rämisbach (rechts)
  • Äschlisbach (rechts)
  • Turnhaldebach (rechts)
  • Stierenweidgraben (rechts)
  • Lauelibach (rechts)
  • Schärligbach (links)
  • Gummegraben (links), 3,2 km
  • Rütigraben (links), 0,9 km
  • Dürenbachgraben (rechts)
  • Flue (links), 1,0 km
  • Hoger (links), 0,2 km
  • Stärenegg (links), 0,5 km
  • Hagleregrabe (links), 0,4 km
  • Lüfteligräbli (rechts), 0,9 km
  • Steibach (links), 3,2 km
  • Buechraingräbli (rechts), 0,3 km
  • Kamblybach (rechts), 0,3 km
  • Sagibach (rechts), 0,7 km
  • Trueb (rechts), 13,8 km
  • Chrümpelgrabebach (links), 4,5 km
  • Haseleegräbli (rechts), 0,9 km
  • Vorders Zueloufgräbli (rechts), 0,5 km
  • Bäregghöchigräbli (rechts), 0,4 km
  • Ortbachgrabe (links), 2,2 km
  • Teufebachgrabe (links), 2,7 km
  • Ramseregrabe (links), 2,3 km
  • Burspugräbe (links), 0,7 km
  • Burspugräbe (links), 0,9 km
  • Gohl (rechts), 11,3 km
  • Hüenerbach (links), 3,0 km
  • Widerberggräbli (rechts), 0,3 km
  • Löffelgrabe (rechts), 1,0 km
  • Nidermoosgrabe (links), 0,8 km
  • Mülibach (links), 1,6 km
  • Wintersitegräbli (links), 0,6 km
  • Schützegrabe (rechts), 1,6 km
  • Ilfisgrabe (links), 2,9 km
  • Dorfberggrabe (rechts), 1,0 km
  • Obere Frittebach (rechts), 7,6 km
  • Ziegelhüttegrabe (rechts), 0,4 km
  • Hübeligrabe (rechts), 0,5 km
  • Renzegrabe (links), 0,8 km
  • Renzegrabe (links), 0,7 km
  • Hüselmattgräbli (rechts), 0,4 km
  • Übersrütigräbli (rechts), 1,0 km

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)
  2. Messstation Langnau 2013 (PDF) Bundesanstalt für Umwelt BAFU
  3. Modellierter mittlerer jährlicher Abfluss. In: Topographische Einzugsgebiete der Schweizer Gewässer: Gebietsauslässe. Abgerufen am 2. November 2015.
  4. a b Erika Waser, Luzerner Namenbuch 1,1: Entlebuch. Die Orts- und Flurnamen des Amtes Entlebuch (A–L), Comenius, Hitzkirch 1996, ISBN 3-905286-56-4, p. 484f.
  5. Erika Waser, Luzerner Namenbuch 1,1: Entlebuch. Die Orts- und Flurnamen des Amtes Entlebuch (A–L), Comenius, Hitzkirch 1996, ISBN 3-905286-56-4, p. 430f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ilfis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien