Inka Bause

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Inka Bause (2014)

Inka Bause (auch !nka oder INKA, * 21. November 1968 in Leipzig) ist eine deutsche Schlager- und Popsängerin, Moderatorin und Schauspielerin.

Biografie[Bearbeiten]

Bause wurde als dritte Tochter des Ehepaares Angret und Arndt Bause geboren. Ihr Vater war einer der erfolgreichsten Schlager- und Pop-Komponisten der DDR. Mitte der 1970er Jahre zog das Ehepaar Bause mit seinen Töchtern nach Ost-Berlin. Als Erstklässlerin wurde Inka von Talentsuchern der Musikschule Friedrichshain entdeckt, wo sie Geige spielte. Nach dem Abschluss 1983 wurde sie Mitglied im Stamitz-Orchester und nahm Klavier- und Gesangsunterricht.

Inka Bause Funkausstellung Berlin 2007

In einer Silvestersendung 1984 stellte sich Bause zum ersten Mal mit Spielverderber dem Fernsehpublikum vor. Sie erhielt in den Jahren 1985, 1986 und 1987 dreimal hintereinander den Nachwuchspreis der DDR-Jugendzeitschrift neues leben, eroberte bei nationalen Titelwettbewerben vordere Plätze und erhielt als einzige Künstlerin fünfmal in Folge in der Fernsehhitparade Bong den höchsten Preis, den Silbernen Bong. 1987 erschien ihr erstes Album INKA. 1988 begann sich Bause ein zweites Standbein als Moderatorin aufzubauen, so moderierte sie zusammen mit ihrem späteren Ehemann Hendrik Bruch bis 1991 regelmäßig die Kindersendung Talentebude. Neben zahlreichen Auftritten in Rundfunk und Fernsehen tourte sie beispielsweise mit Super Pop ’88 und der Tour Traumpassagiere durchs Land.

Ihr Gesangsstudium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin schloss Bause 1989 mit Sehr gut ab. Ebenfalls 1989 erschien Bauses zweites Album Schritte. Von diesem Album sang sie 1990 den Titel Aber Du in der ZDF-Hitparade und belegte dort als erste ostdeutsche Interpretin einen dritten Platz. Der Titel erschien daraufhin bei der Plattenfirma Virgin als Single. Dort erschienen ebenfalls die Alben Ich geh' durch die Nacht und Ein Zug von irgendwo. Mit Sendungen wie Weihnachten bei uns sowie einer eigenen Radiosendung bei 105’5 Spreeradio in Berlin verfolgte Bause auch ihre Karriere als Moderatorin weiter. 1996 war sie auch als Schauspielerin in dem Lustspiel Der Millionär tätig, im Juni 1996 heiratete sie den Sänger und Komponisten Hendrik Bruch, und im September kam die gemeinsame Tochter zur Welt. Das Paar ließ sich 2005 scheiden.

Bause bei einer Moderation im IFA-Sommergarten (2008)

Bei den Deutschen Schlager-Festspielen 1998 wurde Bause mit ihrem Titel Ich will nur Dich vom Publikum auf den dritten Platz gewählt. Außerdem bekam sie im selben Jahr die Hauptrolle der MDR-Produktion Panik in der Blumenstadt. Mit Unterstützung ihrer Managerin Ingrid Reith erhielt Bause im Jahr 2000 nicht nur die Sendung Starclub beim Hessischen Rundfunk, sondern auch ihren Plattenvertrag bei Jack White. Als großes Comeback wird ihr Titel Florian vom Album Sei happy bezeichnet, der 2001 als Single erschien. Mit diesem Titel war Bause in mehr als 20 Fernsehsendungen. Florian wurde zum Beispiel zum Sommerhit 2001 des Radiosenders MDR 1 Radio Sachsen gewählt. Im Juni 2003 gewann sie mit Mein Herz bleibt bei dir die MDR-Hitsommernacht. Beim ZDF durfte sie an Heiligabend zum ersten Mal Musik aus dem Weihnachtsland moderieren.

Anfang 2004 moderierte Bause Hüttenzauber zusammen mit Thomas Ohrner im ZDF. Ende 2004 und Anfang 2005 führte Bause durch die letzten Ausgaben vom ZDF Sonntagskonzert. Anlässlich ihres 20-jährigen Bühnenjubiläums moderierte Jörg Kachelmann einen Langen Samstag im MDR Fernsehen.

Im Jahr 2005 arbeitete Bause hauptsächlich als Moderatorin. Neben Sendungen beim MDR Fernsehen und ZDF moderiert sie bei RTL die achtteilige Doku-Soap Bauer sucht Frau, in der Bauern Partnerinnen suchen. Die Sendung lief 2012 in der achten Staffel. Im Januar 2006 lief die Pilotsendung zur Makler-Doku Unser neues Zuhause, in der sie Immobiliensuchenden half, eine neue Wohnung oder das passende Eigenheim zu finden. Die Sendung ging im Frühjahr 2006 in Serie und wurde wöchentlich ausgestrahlt.

Im September 2008 moderierte sie die Neuauflage von Die 100.000 Mark Show unter dem Titel Die 100.000 Euro Show bei RTL. Gemeinsam mit Ross Antony moderierte sie zudem 2008 bei RTL die Castingsendung Die singende Firma, in der in deutschen Betrieben nach Showtalenten gesucht wurde.[1] Im Januar 2010 war Bause in der RTL-Reality-Show Die Farm im Fernsehen zu sehen, die im Sommer 2009 in Norwegen aufgezeichnet wurde.

Ab 2009 war Bause mit dem Politiker Stefan Gebhardt liiert. Das Paar trennte sich im Oktober 2011.[2]

Seit Anfang April 2013 ist sie Co-Moderatorin in der Show Die Frühlingsshow des ZDF. Seit dem 2. September 2013 moderierte sie im ZDF ein neues Talkformat namens inka!, das laut Pressemeldungen nicht die Quotenerwartungen des Senders erfüllte[3] und mit der letzten Ausstrahlung am 8. November 2013 abgesetzt wurde.[4]

Im Herbst 2015 sitzt sie gemeinsam mit Dieter Bohlen und Bruce Darnell in der Jury der 9. Staffel der RTL-Castingshow Das Supertalent.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Gesellschaftliches Engagement[Bearbeiten]

  • Seit November 2005 ist Bause Botschafterin für das Kinderhospiz Mitteldeutschland. Sie erspielte unter anderem am 7. September 2006 beim Starquiz mit Jörg Pilawa 25.000 Euro und spendete die Summe an das Kinderhospiz.[5]
  • Inka Bause unterstützt als Patin seit 2012 das Projekt SchokoFair der Montessori-Hauptschule Düsseldorf, welches sich seit Mitte 2010 gegen die Ausbeutung von Kindern in der Schokoladen-Produktion engagiert.[6]
  • Inka Bause ist Schirmherrin von Irrsinnig Menschlich, einem Verein zur Stärkung der psychischen Gesundheit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.[7]
  • Ferner ist sie Patin des Palliativzentrums der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln.[5]

Moderation[Bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • Inka, Amiga – 1987
  • Schritte, Amiga – 1989
  • Ich geh’ durch die Nacht, Virgin – 1991
  • Ein Zug von Irgendwo, Virgin – 1992
  • Sei Happy, BMG/White-Records – 2002
  • Inkas grasgrüner Tag, DA Music – 2006
  • Meine Songs 1985–2007, Sony BMG/Hansa-Amiga – 2007
  • Mir fehlt nichts, DA Music – 2008
  • Meine Besten, DA Music – 2010

Singles[Bearbeiten]

  • Schritte, Virgin – 1990
  • Aber Du, Virgin – 1991
  • Tränen siehst Du nicht, Virgin – 1991
  • Wenn Du gehst, Virgin – 1992
  • September, Virgin – 1992
  • Sag mir wo die Träume sind, Virgin – 1992
  • Blonde Hexen, G.I.B. München – 1997
  • Ich will nur Dich, DA Music – 1998
  • Florian, BMG/White-Records – 2001
  • Weil Du Geburtstag hast, BMG/White-Records – 2001
  • Sei happy, BMG/White-Records – 2002
  • Partytime, BMG/White-Records – 2002 (nur als Promosingle erschienen)
  • Mein Herz bleibt bei Dir, BMG/White-Records – 2003 (nur als Promosingle erschienen)
  • Sternstundenzeit, BMG/White-Records – 2003 (nur als Promosingle erschienen)
  • Millionenmal, DA Music – 2006
  • Ferner Mond, DA Music – 2006
  • Grasgrüner Tag, DA Music – 2007 (nur als Promosingle erschienen)
  • Sommerzeit, DA Music – 2007
  • Pommes im Park, DA Music – 2007 (nur als Promosingle erschienen)
  • Gold in deinen Augen, DA Music – 2008 (nur als Promosingle erschienen)
  • Die Krönung, DA Music – 2008 (nur als Promosingle erschienen)

Hörbücher[Bearbeiten]

  • Alarm im Kasperletheater, Höreule/Eulenspiegel-Verlag 2007
  • Die kleine Schnecke Monika Häuschen (Folge 4: Warum sind am Himmel Wolken?), Karussell/Universal Music 2009

Filmografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Inka Bause – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Information bei fernsehserien.de, abgerufen am 15. September 2012
  2. Inka Bause ist wieder solo unterwegs. In: Stern.de. 13. Oktober 2011, abgerufen am 25. Dezember 2013.
  3. Nach "Bauer sucht Frau" - Inka Bauses Talk-Show floppt. In: Berliner Morgenpost. 7. September 2013, abgerufen am 13. September 2013.
  4. Sonja Álvarez: „Dieser Job ist immer ein Risiko“. In: Der Tagesspiegel. 24. Januar 20131, abgerufen am 25. Dezember 2013.
  5. a b Website von Inka Bause, abgerufen am 25. Oktober 2012
  6. siehe Slideshow auf schokofair.de, abgerufen am 25. Oktober 2012
  7. http://www.irrsinnig-menschlich.de/wer-wir-sind/organisation/prominente-fuersprecher.html, abgerufen am 2. Dezember 2013
  8. dwdl.de