Johann König (Galerist)

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Johann König (* 22. Juli 1981 in Köln) ist ein deutscher Galerist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann König wurde als Sohn der Illustratorin und Schauspielerin Edda Köchl-König und des Kunstprofessors und Kurators Kasper König geboren. Sein älterer Bruder Leo Koenig ist Kunsthändler in New York, sein Onkel väterlicherseits der Verleger und Buchhändler Walther König und dessen Sohn Franz König der Inhaber von Koenig Books.[1][2][3]

Aufgrund der Ernennung Kasper Königs zum Direktor der Städelschule zog die Familie 1988 von Köln nach Frankfurt am Main. Bei einem Unfall verlor Johann König 1992 im Alter von 11 Jahren einen Großteil seines Augenlichts und schloss daraufhin seine Schulzeit an der Blindenstudienanstalt (blista) in Marburg mit Abitur ab.[4]

St. Agnes

Seit 2002 lebt Johann König in Berlin. 2011 heiratete er die Kunsthistorikerin Lena König.

2002 gründete König die Galerie für zeitgenössische Kunst in Berlin. Er realisierte Ausstellungen von später international etablierten Künstlern wie Tue Greenfort, Jeppe Hein, Annette Kelm, Michael Sailstorfer oder Tatiana Trouvé.

Die Galerie hatte ihren ersten Standort am Rosa-Luxemburg-Platz gegenüber der Volksbühne und zog 2006 in eine ehemalige Industriehalle in der Nähe des Martin-Gropius-Baus und der Neuen Nationalgalerie.

2012 pachtete König gemeinsam mit seiner Frau Lena vom Erzbistum Berlin das Gemeindezentrum St. Agnes in Berlin-Kreuzberg für 99 Jahre. Nach einer Sanierung werden das Kirchenschiff, die Kapelle und der Garten für Ausstellungen der KÖNIG GALERIE genutzt.

Zu den Künstlern seiner Galerie zählen unter anderem Norbert Bisky, Monica Bonvicini, Katharina Grosse, Jeppe Hein, Manfred Kuttner, Alicja Kwade, Natascha Sadr Haghighian, Michael Sailstorfer, Corinne Wasmuht, David Zink Yi und Jorinde Voigt.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2009 ist Johann König als Galerist jährlich in der „Power-100-List“ der englischen Zeitschrift Art Review vertreten (2009: Platz 88, 2010: Platz 84, 2011: Platz 96),[5] nachdem er zusammen mit seinem Vater und Onkel bereits 2005 auf Platz 27 gelistet war.[6]

In der 2008 von der italienischen Zeitschrift Flash Art International durchgeführten Künstlerbefragung nach den 100 international wichtigsten Galerien wurde Johann König auf Platz 14 gewählt.[7]

2011 erhielt Johann König zusammen mit der britischen Künstlerin Helen Marten für deren Einzelpräsentation auf seinem Messestand bei der Pariser Kunstmesse FIAC den Prix Lafayette.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anita Blasberg "Wir hier oben" in: DIE ZEIT vom 15. Februar 2008, abgerufen am 1. Juni 2015
  2. "Buchhändler sind Besserwisser" in: monopol vom 19. August 2014, abgerufen am 1. Juni 2015
  3. Georg Diez Königs Familie, in: DIE ZEIT vom 13. Oktober 2006, abgerufen am 2. Juni 2015
  4. Jina Khayyer: Der King of Kunst oder auch „The Boy is a Genius“. In: The Germans. Nr. 3, 2013, S. 39–49. Text online verfügbar über waahr.de, abgerufen am 6. April 2016.
  5. „Power 100“ in: Art Review, Nr. 36.2009 (Nov.), S. 127; Nr. 45.2010 (Nov.), S. 144; Nr. 54.2011 (Nov.), S. 152
  6. "Power 100" in: Art Review, Nr. 58.2005 (Nov.), S. 86
  7. „Artist's Choice: Top 100 Galleries“ in: Flash Art International, Nr. 258.2008 (Jan./Feb.), S. 96, Mailand : Politi
  8. FIAC - Prix Lafayette 2011@1@2Vorlage:Toter Link/www.fiac.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. Website der Reed Expositions France Ltd. Abgerufen am 1. Februar 2012.