John Joseph O’Connor (Bischof, 1920)

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Wappen von John Joseph Kardinal O’Connor mit dem Wahlspruch There can be no love without justice
Gedenkmünze mit der Umschrift „Priester, Kaplan, Menschenfreund“

John Joseph Kardinal O’Connor (* 15. Januar 1920 in Philadelphia, Pennsylvania; † 3. Mai 2000 in New York) war ein US-amerikanischer Priester. Von 1984 bis zu seinem Tode im Jahr 2000 war er Erzbischof von New York.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

John Joseph O’Connor wurde am 15. Januar 1920 als viertes von fünf Kindern von Thomas O’Connor und Mary Gomble O’Connor geboren. Wie im Jahr 2014 bekannt wurde, war Mary Gomble O’Connor Jüdin, die zum Katholizismus konvertiert war. Den Aussagen der Schwester O’Connors zufolge wuchsen die Geschwister mit den Traditionen des Judentums auf.[1]

Mit 16 Jahren trat O’Connor in das Priesterseminar des hl. Karl Borromäus in Philadelphia ein und studierte dort Katholische Theologie. Am 15. Dezember 1945 empfing O’Connor das Sakrament der Priesterweihe durch Hugh Louis Lamb, den Weihbischof in Philadelphia. Zunächst war O’Connor sieben Jahre als Seelsorger in der Erzdiözese tätig; ab 1953 wirkte er fast 27 Jahre als Militärseelsorger.

Papst Johannes Paul II. ernannte ihn 1979 zum Titularbischof von Cursola und zum Militärbischof der US-Streitkräfte. Die Bischofsweihe spendete ihm Johannes Paul II. am 27. Mai 1979. Mitkonsekratoren waren der Sekretär der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Erzbischof Duraisamy Simon Lourdusamy, und der Substitut des Staatssekretariats, Erzbischof Eduardo Martínez Somalo. O’Connors Wahlspruch war There can be no love without justice, in der Bedeutung, dass es dort, wo es keine Liebe gebe, auch keine Gerechtigkeit geben könne.[2]

Am 6. Mai 1983 wurde O’Connor zum Bischof von Scranton ernannt und am 29. Juni desselben Jahres in das Amt eingeführt. Nur wenige Monate später, am 26. Januar 1984, wurde er zum Erzbischof von New York ernannt. Die Amtseinführung fand am 19. März desselben Jahres statt.

1983 wurde er vom Kardinal-Großmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, Maximilien de Fürstenberg, zum Großprior der Statthalterei USA Eastern des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem mit Sitz in New York ernannt.

Papst Johannes Paul II. nahm John Joseph O’Connor am 25. Mai 1985 als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santi Giovanni e Paolo in das Kardinalskollegium auf. O’Connor galt als konservativ und war bekannt für sein starkes Eintreten für die Rechte der Arbeiter und Armen. Er starb am 3. Mai 2000 in New York.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. New York Cardinal John O'Connor Was Jewish But Didn't Know It, Sister Says
  2. http://www.diocesepb.org/index.cfm?fuseaction=statements.details&ArticleId=8744
VorgängerAmtNachfolger
Terence Kardinal CookeErzbischof von New York
1984–2000
Edward Michael Kardinal Egan
Terence Kardinal CookeCroix de l Ordre du Saint-Sepulcre.svg Großprior der Statthalterei USA Eastern des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem
1983–2000
Edward Michael Kardinal Egan
Joseph Carroll McCormickBischof von Scranton
1983–1984
James Clifford Timlin