Kalefeld

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Dieser Artikel behandelt den Ort in Niedersachsen. Siehe auch: Kahlefeld.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kalefeld
Kalefeld
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kalefeld hervorgehoben
51.79805555555610.035125Koordinaten: 51° 48′ N, 10° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Northeim
Höhe: 125 m ü. NHN
Fläche: 84,16 km²
Einwohner: 6585 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37589
Vorwahl: 05553
Kfz-Kennzeichen: NOM, EIN, GAN
Gemeindeschlüssel: 03 1 55 006
Gemeindegliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kleiner Hagen 4
37589 Kalefeld
Webpräsenz: www.kalefeld.de
Bürgermeister: Jens Meyer (SPD)
Lage der Gemeinde Kalefeld im Landkreis Northeim
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Über dieses Bild

Kalefeld ist eine Gemeinde im Landkreis Northeim in Niedersachsen.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Kalefeld liegt zwischen Harz und Solling nahe der Aue (Leine) im südlichen Niedersachsen.

Die Gesamtfläche der Gemeinde Kalefeld beträgt 84,10 km², davon werden 39  Prozent forstwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Sie besteht aus folgenden Ortsteilen:

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals erwähnt wird Kalefeld 889 in einer Urkunde des Kaisers Arnulf von Kärnten.

Im Dreißigjährigen Krieg und im Siebenjährigen Krieg kam es zu Zerstörungen.

Ortsname[Bearbeiten]

Alte Bezeichnungen des Ortes sind um 889 Halafeld, 1254 Caleuelde, 1256 Caluelde, 1283 Calevelde, 1297 Calvelde und 1297 Calvelde. Da mit dem Grundwort „-feld“ gebildete Ortsnamen oft einen Gewässernamen im Bestimmungswort enthalten, stellt sich die Frage, ob auch in Kalefeld ein solcher zu vermuten ist. Die Lage des Ortes an der Aue lässt die Annahme eines alten Teilabschnittsnamens dieses Flusses zu. In dem Fall dürfte die germanische Form dieses Flussnamens „Kal-a-“ lauten, wobei die Bedeutung dieses Begriffs nicht bekannt ist. Möglicherweise bedeutet „kala“ („kalt sein, frieren“), „calan“ („kühl“), „kul“ („kühle Brise“) oder „kal“ („kalter Wind“). Namengebend wäre in diesem Fall die Temperatur des Wassers.[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Gemeinde Kalefeld wurde am 1. März 1974 durch die Gemeindereform durch die Eingliederung der vormals selbstständigen Gemeinden Dögerode, Düderode, Eboldshausen, Echte, Oldenrode, Oldershausen, Sebexen, Westerhof, Wiershausen und Willershausen, die dem Alten Amt Westerhof angehörten, vergrößert.[3] Das Alte Amt Westerhof war zeitweise dem Amt Osterode zugeordnet.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl vom 11. September 2011 hat der Rat der Gemeinde 18 Mitglieder. Außerdem gehört ihm der hauptamtliche Bürgermeister an.

Partei / Liste SPD CDU FWG Grüne FDP Gesamt
Sitze 2006 11 8 1 20 Sitze
Sitze 2011 7 6 4 1 18 Sitze

Bürgermeister ist Jens Meyer SPD, Ratsvorsitzender Otto Gropp SPD.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen enthält die Oldershäuser Rose.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Römisches Schlachtfeld[Bearbeiten]

  • Anzeichen einer Schlacht zwischen Germanen und Römern im 3. Jahrhundert wurden im 21. Jahrhundert in der Gemeinde Kalefeld wiederentdeckt. Dies überraschte auch die Fachwelt, da das Feld vergleichsweise weit nördlich des Limes liegt; eindeutig einer relativ späten Phase des römischen Reiches zugeordnet werden kann und zudem zahlreiche Fundstücke barg. Eine Auswahl der Gegenstände wird seit 2013 im Landesmuseum Braunschweig ausgestellt. Zu dem Originalschauplatz, dem Bodendenkmal bei Oldenrode, finden laufend Führungen statt, die vom Tourismusbüro in Bad Gandersheim organisiert werden.

Bauwerke[Bearbeiten]

Ehemalige kath. Kirche (2011)
  • 1872 wurde die evangelische Liebfrauenkirche an der Stelle einer 1870 abgerissenen Kapelle nach Plänen Conrad Wilhelm Hases errichtet. Sie ist eine dreischiffige Hallenkirche im neugotischen Stil.[4] Das Dach dieser Backsteinkirche ist mit Zinkblech gedeckt.
  • Die ehemalige katholische Kirche St. Jakobus der Ältere an der Auetalstraße wurde 1960/61 errichtet, seit 2004 gehörte sie zur Pfarrgemeinde Mariä Heimsuchung in Northeim. 2015 wurde sie profaniert und an privat verkauft.
  • Burg Westerhof: spätmittelalterliche Burganlage und Sitz des Amtmannes im Amt Westerhof
  • Weißenwasserkirche: romanische Kirche der Wüstung Weißenwasser nordöstlich des Ortes Kalefeld

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der B 445 und der B 248 und wird von der A7 geteilt. Auf dem Gemeindegebiet befindet sich die Bundesautobahnabfahrt Nr.68 Echte. Der Bahnhof Kalefeld lag an der Bahnstrecke Osterode–Kreiensen. Diese ist stillgelegt.

Bildung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Kalefeld unterhält zwei Grundschulen in den Ortschaften Echte und Düderode. Des Weiteren befindet sich in der Ortschaft Kalefeld die „Auetalschule“ (Haupt- und Realschule), die vom Landkreis Northeim getragen wird.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 216.
  4. Conrad Wilhelm Hase, Werk-Katalog, Kalefeld/Calefeld

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kalefeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien