Kaltluftsee

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Kaltluftsee in der Alp Hintergräppelen in der Schweiz. Die im Vergleich mit der Umgebung tiefere Temperatur im Kaltluftsee zeigt sich an der Reifbildung
Lokale Reifbildung nach nächtlicher Kaltlufseefüllung in einer Palaeo-Doline
Während der Nacht bilden sich Kaltluftseen durch Zufluss von Kaltluft die durch Bodenkontakt abgekühlt ist sowie der lokalen Ausstrahlung langwelliger Strahlung. Tagsüber zerfällt die Inversion zumeist 3 h nach Sonnenaufgang. Nur bei sehr kalten Wintern und Schneedecke können sich Inversionen in Kaltluftseen auch über mehrere Tage erhalten.

Ein Kaltluftsee ist eine Ansammlung lokal gebildeter bodennaher Kaltluft in abgeschlossenen konkaven Geländeformen oder an Hindernissen infolge Kaltluftstaus[1]. Synonym werden auch die Begriffe Kältesee, Kälteinsel, Frostloch, Kaltluftpfütze oder Muldenfrost verwendet[2]. Frostgefahr und Nebelbildung sind im Vergleich zur Umgebung erhöht. Unterschieden werden Kaltluftseen von Kaltlöchern. Letztere Kaltluftaustritte werden unter anderen insbesondere hangabwärts an Blockhalden montaner und alpiner Standorte in wetterführenden Hohlraumsystemen (Windröhren) in Fest- und Lockergesteinen angetroffen.[3][4] Grundsätzlich können jedoch prinzipiell Kaltlöcher auch in Kaltluftseen auftreten, sie sind dann aber nicht die Ursache der stabilen Kaltluftschichtung.

Kaltluftbildung setzt ein, wenn die Strahlungsbilanz negativ ist (der Erdboden strahlt über Wärmestrahlung Energie gegen den Weltraum ab). Durch die langwellige Abstrahlung wird die Oberfläche und die darüberliegende bodennahe Luftschicht ausgekühlt. Die verhältnismäßig dichte Kaltluft fließt hangabwärts und sammelt sich zuunterst an (geschlossener Kaltluftsee ohne oberirdischen Abfluss) bzw. wird dort aufgestaut (offener Kaltluftsee, hier übersteigt der Zufluss von Kaltluft den oberirdischen Abfluss). Gegenüber der freien Atmosphäre bildet sich eine Temperaturinversion aus, welche in Extremfällen mehr als 30K betragen kann.[5] Zu einer solchen Temperaturumkehr kommt es besonders bei Hochdrucklagen im Herbst und im Winter. Frostgefahr und Nebelbildung, insbesondere Hochnebel im Übergangsbereich zwischen Kaltluft unten und wärmerer Luft oben, sind im Vergleich zur Umgebung erhöht. Kaltluftseen sind insbesondere in Karstlandschaften verbreitet, in denen durch Korrosion des Untergrundgesteins abflusslose Senken entstehen.[6] In Uvalen wurden auch die tiefsten regionalen und subkontinentalen Fröste außerhalb der (sub-)polaren Zone ermittelt. In der Pflanzensoziologie werden alpine Pflanzenbestände in Kaltluftseen der Kalkalpen als Kalkschneeböden von denen der auf silikatischen Substrat vorkommenden Schneetälchen der Zentralalpen scharf getrennt.[7] In submediterranen und mediterranen Klimaten in Südeuropa bilden Kaltluftseen Mikrorefugien, da sich in diesen mitunter Glazialrelikte der Flora oder arkto-alpine Pflanzenbestände innerhalb von Waldzonen einfinden.[8][9] In besonders anschaulichen Fällen wird der Grund von solchen Kaltluftseen durch Schneeböden der pflanzensoziologischen Gesellschaften Arabidion caeruleae und Salicion retusae bedeckt, während ringsum Wald herrscht.[10][11] Glaziale Relikte wie Silberwurz (Dryas octopetala) sind an solchen Standorten durch Rückkopplung zwischen Mikroklima und periglazialen Prozessen gefördert. Frostwechsel, Frostsprengung anstehenden Gesteins, durch Gesteinsauflagen vor Verdunstung geschützte Böde, sowie resultierende Erscheinungen von Solifluktion und Polygonbodenbildung sind die Standorte von der Umgebung deutlich unterschieden.[12] Da sich die Stufenfolge in Kaltluftseen umkehrt, stellen inverse Vegetationsanordnungen ein deutliches ökologisches Erkennungsmerkmal. Die vertikale Pflanzenverteilung ist demnach durch Frosttoleranz bedingt. Die Frost unempfindlichsten Arten gedeihen in den tiefsten und dem Frost am stärksten ausgesetzten Mikrostandorte der Kaltluftseen.

Aufgrund ihrer abgekoppelten Funktion von den Zuständen der freien Atmosphäre sind Kaltluftseen seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert[13] zu intensiv beobachteten Anschauungsobjekten der meteorologischen Inversionsbildung,[14] sowie in ihrer Funktion als Langzeit-Refugien wärmeempfindlicher biotischer Lebensgemeinschaften im Klimawandel geworden.[15][16][17]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ausdruck Kaltluftsee oder Kältesee leitet sich von der Beobachtung ab, dass kalte Luft sich ähnlich wie Wasser verhält, das jeweils dem tiefsten Punkt zustrebt.[18][19] Man spricht deshalb von einem Fluss kalter Luft. Daher sind konkave Geländeformen bei Nacht stets Kälteinseln.[20]

Voraussetzungen und Prozesse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine wesentliche Voraussetzung starker Fröste ist ein hoher sky-view factor (= geringe Horizontüberhöhung). Der sky-view factor ist definiert als Anteil des sichtbaren Himmels (Ω, graue Fläche) über einem bestimmten Beobachtungspunkt. Hier in einer zweidimensionalen Darstellung anhand eines Kältesees der Süd-Dinariden
In der geschlossenen Depression des Funtensees werden die tiefsten Fröste in Deutschland gemessen. Ein relativ hoher sky view factor ist dafür unerlässlich, da er die Intensität der langwelligen nächtlichen Ausstrahlung maßgeblich bestimmt.

Allgemein werden mikroklimatische Bedingungen der bodennahen Luftschicht weitestgehend durch das Relief der Bodenoberfläche bestimmt. Dabei spielt der Strahlungs- und Wärmeumsatz eine maßgebliche Rolle. Die Energiebilanz an der Grenzfläche vom Boden zur Atmosphäre bestimmt hier die Eigenschaften des Mikro- oder Standortklimas beziehungsweise der laminaren Grenzschicht. Die Bodenbedeckung hat eine maßgeblichen Einfluss auf die Strahlungsbedingungen. Dominant ist das Vorhandensein einer Schneedecke. Daneben modifizieren unbewachsener Erdboden beziehungsweise die Vegetation die Strahlungsbedingungen und die thermischen Eigenschaften je nach Dichte, Struktur und Zusammensetzung der Pflanzendecke sowie Porenvolumen, Wärme- und Temperaturleitfähigkeit oder Feuchtigkeit und Wasserleitfähigkeit des Bodens.[21]

Die Ausbildung eines Kaltluftsees erfolgt in orographischen Senken, die sich durch Geologie, Geomorphologie und Klima in vielerlei Größen ausbilden können,[22] jedoch gehäuft in niveauvertiefenden geschlossenen Karstformen von Karstgebieten.[23]

Die folgenden meteorologischen und topographischen Voraussetzungen begünstigen die Abstrahlung und führen in Kombination zu extrem tiefen Temperaturminima:[24]

  • eine kalte Ausgangsluftmasse mit niedriger Luftfeuchtigkeit
  • Windstille
  • wenig oder keine Bewölkung
  • frisch gefallener Neuschnee
  • eine geringe Horizontüberhöhung
  • große Höhenlage

Nimmt man die Stärke der ausgebildeten Temperaturinversion und somit auch die gemessenen Tiefsttemperaturen als Mass für die Potenz eines Kaltluftsees, so ist eine möglichst geringe Horizontüberhöhung (und somit ein hoher Sky-View-Faktor) die wichtigste topographische Voraussetzung. Vergleichende Betrachtungen im Grünloch sowie weiteren, benachbarten Senken haben gezeigt, dass die Tiefe und die Größe der Senke (bzw. die Fläche des Kaltlufteinzugsgebiets) gegenüber dem Sky-View-Faktor von nachrangiger Bedeutung sind.[25] So weist die Glattalp, wo mit −52,5 °C die tiefste bisher gemessene Temperatur[26] in der Schweiz registriert wurde, im Bereich der Messstation eine Überlaufhöhe (Differenz zwischen dem tiefsten Punkt der Senke und dem niedrigsten Sattel bzw. Überlaufpunkt) von nur gerade 14 m auf[27].

Grundsätzlich erfolgt die Abkühlung in einem Kaltluftsee im Gebirge sehr abrupt, in den ersten Stunden nach Sonnenuntergang fällt das Thermometer schlagartig. Im Flachland dauert die Abkühlung dagegen länger. Dabei sind Kaltluftseen bei Strahlungswetterlagen einem regelhaften täglichen Wechsel ausgesetzt: Während sich der Kaltluftsee in der Nacht füllt, löst er sich am Tage durch thermische Zirkulation wieder auf. Bei idealen Strahlungsbedingungen (wolkenarm, windstill) sinkt die Temperatur im Verlauf der ersten Nachthälfte bis zum Taupunkt ab und das überschüssige Wasser wird in Form von Tau oder Reif an der Oberfläche abgelagert. Bei erhöhtem Feuchtigkeitsangebot (Gewässer, vorangehende Anfeuchtung der Atmosphäre durch Niederschläge) kann sich auch Nebel oder Hochnebel ausbilden, dessen vertikale Erstreckung durch die Inversionsobergrenze limitiert wird.[5][28]

Besonders tief fallen die Temperaturen nach frisch gefallenem Neuschnee. Lockerer Neuschnee weist durch den hohen Luftanteil sehr gute Isolationseigenschaften auf, dadurch wird der geothermische Wärmestrom wirkungsvoll unterbunden. Die tiefste Temperatur tritt dann üblicherweise in der ersten windstillen und wolkenlosen Nacht nach dem Einfliessen sehr kalter Luftmassen auf. Ist eine durchgehende Wolkendecke sowie Wind vorhanden so wird sich kein Kaltluftsee ausbilden.

Daneben konnte gezeigt werden, dass in Alpinen Landschaften mit großen Dolinenreichtum, Dolinen als Kaltluftsammelstellen auch begünstige Sammelbecken für rezenten Flugstaubeintrag sind.[29]

Typen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von meteorologischer Seite werden zwei Formen unterschieden:[30]

  • Kaltluftseen von kurzer Dauer – nächtliche Bildung und Zerstörung der Inversionsschicht am Tag
  • Persistente Kaltluftseen – über mehrere Tage hinweg

Die kurzförmigen Erscheinungen von Kaltluftseen werden durch die Ausstrahlung dominiert und sind meist durch eine bodennahe Temperaturinversion bestimmt. Bei ihnen akkumuliert sich tief liegende Kaltluft über die Nacht, während sie tagsüber durch Hebung der konvektiven Grenzschicht aufgelöst wird.

Persistierende Kaltluftseen bilden sich unter komplexen atmosphärischen Bedingungen. Sie entstehen durch ineinander greifende atmosphärische Prozesse. In größeren Ausmaßen modulieren differentielle Temperaturadvektionen und Senkung ihre Stärke und Dauer, während mesoskaliger Luftbewegungen und radiative-, turbulente- und Wolkenbildungs-Prozesse ihre Entstehung beeinflussen.

Temperaturverlauf im Kaltluftsee von Hintergräppelen sowie einer Hintergrundstation über dem Kaltluftsee vom 4. Dezember 2017 00 UTC bis 11. Dezember 2017 00 UTC. Die ausgebildete Inversion überdauert 72 h und erreicht eine maximale Stärke von 26 Grad.

Erscheinungsformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaltlufseen lassen sich im Gelände aufgrund bestimmter Erscheinungen unmittelbar beobachten. Reif, Raureif oder Schneedecken lassen die mikroklimatischen Veränderungen vom Boden die Hänge hinauf gut verfolgen.[31] In schneearmen Wintern oder im Spätherbst ist Raureifbedeckung bei Kahlfrost in Mulden ein untrügerisches Merkmal. Raureif kann an Stellen, die keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, auch mehrere Tage über andauern.[32]

Botaniker machten erstmals Ende des 19. Jahrhunderts in Karstgebieten Sloweniens und Kroatiens inverse Stratifizierung von Vegetationszonen in tiefen Dolinen und Uvalen aus.[33] Während die Waldgrenze dem Allgemeinklima folgend in den gemäßigten Breiten nur eine obere Grenze hat, so zeigt sich beim Bergwald in Kaltluftseen auch eine untere. Es ist auf Frostschädigung der Triebe und Knospen, die sobald Bäume über die winterlich schützende Schneedecke herauswachsen, zurückzuführen, dass Waldbäume nur in Krüppelform unter den harschen Bedingungen aufkommen.

Die Bildung von Kaltluftseen führte noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Industriegebieten bei Invesionswetterlagen zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigung der in den betroffenen Gebieten lebenden Menschen. So kam es 1930 im engen Maastal in der Nähe von Lüttich durch eine Inversionswetterlage in den ersten Dezembertagen des Jahres zu dichter Nebelbildung. Dadurch reicherten sich die fluorhaltigen Abgase der damals dort ansässigen Zink- und Superphosphatfabriken in außergewöhnlicher Menge an. Hunderte von Menschen erkrankten, über 60 verloren ihr Leben.[34]

Eine Gefährdung von Bergwanderern ergibt sich bei falscher Zeltplatzwahl. Wird das Zelt am Grund von Kälteseen aufgestellt, kann es dort auch im Hochsommer noch zu Minusgraden kommen, obwohl in den nächstgelegenen Großstädten am Tage Tropentage verzeichnet wurden. Der Meteorologe Manfred Dorninger berichtete, das bei einer studentischen Exkursion im Grünloch in Österreich auf 1270 m Höhe an einem Junitag in der Früh −7° gemessen wurden und die Temperaturen später am selben Tag in Wien bei 35 °C lagen.[35] Vieh meidet deshalb in den Alpen den Grund von Kälteseen und bevorzugt regelhaft höher gelegene Hänge.

Ökologische Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaltluftseen (auch lokale) sind ungeeignet für den Anbau der meisten Obstarten, da sie extrem spätfrostanfällig sind. In stark reliefierten Gebirgen können Kaltluftseen als Standorte kälteliebender Pflanzenarten, die sonst aufgrund für diese ungünstiger makroklimatischer Verhältnisse dort nicht mehr Vorkommen, zu Reliktstandorte ausgebildet werden. In extremen Fällen kommt es unter Umständen zur Ausprägung einer inversiven Vegetationsstufenanordnung, in dem die kälteangepasstesten Biozönosen die tiefsten Stellen einnehmen. Klassische Beispiele inversiver Stufung wurden aus den Dinariden beschrieben. Hier zeigen einige Dolinen die Stufenabfolge Schneetälchen – Krummholzkiefer – Fichtenwald – Buchenwald die von unten (kälteste) nach oben (wärmste) erfolgt.[36][37] Während in natürlichen Tundren von Kaltluftseen starker Frost eine alpine Vegetation auch in niedrigeren Lagen begünstigt und diese extrazonal auch über Jahrtausende konserviert, leiden Kulturen in Muldenlagen so stark, das sie ohne Schutzbauten wirtschaftlich nicht angebaut werden können. Mauern oder Hecken können eine gewisse Abhilfe schaffen, da sie die nächtliche langwellige Ausstrahlung verringern. Früh austreibende Arten sind in Frostlöchern jedoch nie dauerhaft. Einen gewissen Schutz bietet Schneebedeckung, jedoch tritt in großen pfannenförmigen Mulden unter Umständen auch im Hochsommer Frost auf, wenn keine Schneedecke mehr vorhanden ist. Untrügliches Zeichen für regelhaft auftretende Frostschäden sind in den Alpen und anderen europäischen Hochgebirgen Wachstumstörungen sowie extrem verlangsamtes Wachstum und Zwergwüchsigkeit. Eigentlich große Bäume wie Buche oder Fichte zeigen in Kaltluftseen verkrüppelte Wuchsformen, obwohl an darüber liegenden Hängen normal wachsende große Bäume beobachtet werden können.

Pflanzenarten die diagnostisch in Kaltlufseen auftreten sind unter anderen Bergkiefern (Pinus mugo) die hier bei hoher jährlicher Luftfeuchte oft dominant sind. Auch Silberwurz (Dryas octopetala), als wichtigstes Relikt der pleistozänen Kaltzeiten, konnte in einigen südlichen Kaltluftseen im Velebit relativ nahe am Mittelmeer aufgesammelt werden. Diese Indizien sprechen für eine langfristige Abmilderung von Temperaturveränderungen, indem Kaltluftseen Mikrostandorte für Glazial-Relikte der Flora und Vegetation weit vom Hauptareal Gunsträume bieten. So ist auch eine Verbreitung der sehr unregelmäßig verbreiteten arktisch-alpinen Art der Frühlings-Kuhschelle (Pulsatilla vernalis) aus Gebirgssenken bekannt, wo sie sich durch diurnale Temperatur-Inversionen langfristig hält. Solche Kaltluftsee-Vorkommen sind aus den Julischen Alpen in Slowenien beschrieben worden,[38] in denen die kälteliebende (pschrophile) Art mit dem Silberwurz vergesellschaftet ist. Auch das sonst nur an nordseitigen durchfeuchteten Hangschuttstandorten in Gipfelnähe der höheren Gebirge der Dinariden auftretende Dinarische Hornkraut (Cerastium dinaricum) wird in Slowenien aus tiefer liegenden Kaltluftseen beschrieben.[39]

In den Nordwestdinariden Sloweniens und Kroatiens ist der Kleine Strahlensame (Heliosperma pusillum) ebenfalls eine Charakterart von Schneetälchen-Gesellschaften der Karst-Dolinen, wo er in der Assoziation Drepanoclado-Heliospermetum auftritt.[40] Unter anderen ist sie hier neben dem Laubmoos Sanionia uncinata noch mit der Stumpfblättrigen Weide (Salic retusa) wie dem Eiszeitrelikt der Silberwurz vergesellschaftet.[41] Bei vegetationsökologischen Untersuchungen in Schneetälchen im Snežnik und dem Velebit wurde eine Präferenz des Kleinen Strahlensamens in den Gebirgsstandorten für kühl-feuchten Lagen mit besonders lang haltender Schneedecke, später Aperzeit, geringer Sonneneinstrahlung sowie tiefen Temperaturen beobachtet.[42] Solche mikroklimatischen Standorte stellen im Liburnischen Karst Frost-Dolinen der Hochlagen, die mit der Häufung von Frosttagen präferierte Standorte der Assoziation sind. Die Standorte in Slowenien liegen in Höhenlagen von 1100 bis 1300 Metern und im nordwestlichen Kroatien von 1400 bis 1500 Metern. Es sind azonale Standorte der subalpinen Buchen- und Fichtenwälder geschlossener Frost-Karstdolinen, die aufgrund der Temperaturverhältnisse zur subalpinen Vegetationszone zugerechnet werden.[43]

Bekannte Kaltluftseen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kaltluftsee im Opuvani do in Montenegro beherbergt die südlichste und mittelmeernächste Population des Alpensalamanders und Silberwurzes in Europa

Deutschland
Bekannte Kaltluftseen in Deutschland sind der Funtensee (tiefste bisher gemessene Temperatur in Deutschland: −45,9 °C am 24. Dezember 2001 an der Station von Meteomedia (heute MeteoGroup)[44] bzw. −45,8 °C am 25. Januar 2000 an der Station des DWD[45] ) und die Doline Albstadt-Degerfeld (Tiefste bisher gemessene Temperatur in Baden-Württemberg: −36,1 °C[46]).

Die Funtensee-Uvala (1601 m ü.NN) liegt im Nationalpark Berchtesgaden. Die Uvala hat hier knapp 0,75 km² Fläche und ist aus der Korrosion verkarstungsfähiger Karbonate schon im Jungtertiär angelegt worden. Die Uvala ist wie alle vergleichbaren alpinen Senken polygenetischen Ursprung, da sie durch Glazialerosion und in geringerem Ausmaße fluviale beziehungsweise fluvioglaziale Erosion weiter ausgeformt wurde.[47] Das alpine Kaltlufteinzugsgebiet reicht bis zum Großen Hundstod (2594 m) im Steinernen Meer.

Österreich
In Österreich wurde im Grünloch im Zeitraum zwischen dem 19. Februar und dem 4. März 1932 mit −52,6 °C die tiefste bekannte Temperatur in Mitteleuropa gemessen.[24] Am Scheichenspitzkar im Dachsteingebirge wurde am 2. Januar 2008 −48,4 °C gemessen.[48]

Schweiz
In der Schweiz wurde die tiefste bisher gemessene Temperatur von −52,5 °C am 7. Februar 1991 auf der Glattalp registriert[26]. Aus der Combe des Amburnex im Waadtländer Jura ist eine Minimaltemperatur von −46 °C bekannt.[49][50] In La Brévine wurde am 12. Januar 1987 mit −41,8 °C die tiefste in einer Ortschaft in der Schweiz registrierte Temperatur gemessen.[51]

Weitere Stationen aus dem Messnetz von MeteoSchweiz, die in offenen Kaltluftseen in Hochtälern liegen und an denen sehr tiefe Temperaturen auftreten können, sind Samedan, Ulrichen und Andermatt.

Italien
Am 10. Februar 2013 wurde in der Doline Busa Nord di Fradusta auf 2607 m. ü. M. eine Temperatur von −49,6 °C gemessen.[52]

Slowenien
In der auf 1592 m. ü. M. gelegenen Senke Mrzla Komna wurde am 9. Januar 2009 eine Temperatur von −49,1 °C gemessen.[53]

USA
Am 1. Februar 1985 wurde in Peter Sinks eine Temperatur von −56,3 °C (−69,3 °F) gemessen.[54]

Montenegro
Verlässliche meteorologische Messungen aus Kaltluftseen in Montenegro sind über die Wetterstation in Grahovo verfügbar. Nach Angaben im Godišnjak SHMZ (1951–1990) verzeichnete es ein absolutes Minimum von −28,8 °C.[55] Die 230 m höher gelegene und ca. 5 km entfernte Wetterstation Crkvice hatte in der gleichen Periode dagegen ein absolutes Temperaturminimum von nur 22,3 °C erreicht, auch hier liegt eine Muldenlage vor. In der phsyiogeographisch zum Hochkarst gehörenden Region werden in einer Paleodoline zudem Glazialrelikte beobachtet. Das Opuvani do unterhalb der Velika Jastrebica in 1570 m Höhe im Orjen-Gebirge bildet mit Silberwurz (Dryas octopetala) und Schnittlauch (Allium schoenoprasum) sowie Vertretern der Schneetälchen-Gesellschaften mit Stumpfblättriger Weide (Salix retusa), Langsporn-Veilchen (Viola calcarata subsp. zoysii) und Berg-Wegerich (Plantago atrata) einen mikroklimatischen glazialen Reliktstandort nebst dem Mittelmeer.[56] Eine überraschende Entdeckung ist hier zudem der Alpensalamander.[57] [58] Es ist der südlichste und mittelmeernächste Standort der kälteliebenden Art.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kaltluftsee. In: Lexikon der Geowissenschaften. Band 3: Instr bis Nor. Spektrum Akad. Verlag, Heidelberg 2001 (spektrum.de).
  • Dorninger M (2016) Topografische und meteorologische Faktoren für extrem tiefe Temperaturminima in Kaltluftseen. Promet 98: 43-58
  • Whiteman,CD; Haiden T; Pospichal B; Eisenbach S; Steinacker R (2004) Minimum temperatures, diurnal temperature ranges, and temperature inversions in limestone sinkholes of different sizes and shapes. J Applied Meteorology 43: 1224-1236
  • Wagner R (1970) Kaltluftseen in den Dolinen. Acta Climatologica 9: 23-32 Szeged

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stefan Gubser: Wechselwirkung zwischen Föhn und planetarer Grenzschicht. 1. Januar 2006, S. 41, doi:10.3929/ethz-a-005207902.
  2. Rudolf Geiger: Das Klima der bodennahen Luftschicht. 2013, S. 415, doi:10.1007/978-3-658-03519-8.
  3. Schwindt D (2013): Permafrost in ventilated talus slopes below the timberline: A multi-methodological study on the ground thermal regime and its impact on the temporal variability and spatial heterogeneity of permafrost at three sites in the Swiss Alps. PhD Thesis, Uni. Würzburg.
  4. Kozák JL (2015) Zwergwüchsige, subalpine Nadelwälder auf Permafrostlinsen unterhalb der Baumgrenze in den Schweizer Alpen: pflanzensoziologische Beschreibung, Abgrenzung und regionaler Vergleich der Vegetation und ihrer Vergesellschaftung. Master Theseis, TUM, Weihenstephan
  5. a b Bernhard Pospichal: Struktur und Auflösung von Temperaturinversionen in Dolinen am Beispiel Grünloch. Hrsg.: Universität Wien, Institut für Meteorologie und Geophysik. Wien Oktober 2004 (univie.ac.at [PDF]).
  6. C. D. Whiteman, T. Haiden, B. Pospichal, S. Eisenbach, R. Steinacker: Minimum temperatures, diurnal temperature ranges, and temperature inversions in limestone sinkholes of different sizes and shapes. In: J. Appl. Meteor. 43, 2004, S. 1224–1236.
  7. Thorsten Englisch: Multivariate Analysen zur Synsystematik und Standortsokologie der Schneebodenvegetation Arabidetalia caeruleae in den Nördlichen_Kalkalpen. In: Stapfia. 59, 1999 (researchgate.net [PDF]).
  8. Pavle Cikovac, Ingo Hölzle 2018: GLACIAL RELICTS IN THE MEDITERRANEAN DINARIDES – A PHENOMENON OF COLD-AIR POOL MICROCLIMATES? Abstract, Conference: 7th Balkan Botanical Congress - 7BBC 2018At: Novi Sad, Serbia [1]
  9. Blasi C; Di Pietro R; Pelino G (2005 The vegetation of alpine belt karst-tectonic basins in the central Appenines (italienisch). Plant Biosystems 139(3): 357-385
  10. Josias Braun-Blanquet 1964: Pflanzensoziologie. Grundzüge der Vegetationskunde. Dritte Auflage, Springer, Wien. Hier S. 243
  11. Pavle Cikovac, Ingo Hölzle 2018: GLACIAL RELICTS IN THE MEDITERRANEAN DINARIDES – A PHENOMENON OF COLD-AIR POOL MICROCLIMATES?
  12. Pavle Cikovac, Ingo Hölzle 2018: GLACIAL RELICTS IN THE MEDITERRANEAN DINARIDES – A PHENOMENON OF COLD-AIR POOL MICROCLIMATES?
  13. Samuel Aubert: La Sèche des Amburnex. In: La Revue. Nr. 302, 23. Dezember 1910, S. 145 (histoirevalleedejoux.ch [PDF]).
  14. M. Dorninger: Topografische und meteorologische Faktoren für extrem tiefe Temperaturminima in Kaltluftseen. In: Promet. 98, 2019, S. 43–58.
  15. T.S. Patsiou, E. Conti, S. Theodoridis, C.F. Randin: The contribution of cold-air pooling to the distribution of a rare and endemic plant of the Alps. In: Plant Ecology & Diversity. 10(1), 2017, S. 29–42.
  16. S.Z. Dobrowski: A climatic basis for microrefugia: the influence of terrain on climate. In: Global Change Biology. 17, 2011, S. 1022–1035.
  17. D. Scherrer, C. Körner: Topographically controlled thermal-habitat differentiation buffers alpine plant diversity against climate warming. In: J Biogeogr. 38, 2011, S. 406–416.
  18. Rudolf Geiger: Das Klima der Bodennahen Luftschicht: Ein Lehrbuch der Klimatologie. 4. Auflage. Friedrich Vieweg, Braunschweig 1961.
  19. Richard Pott, Joachim Hüppe: Spezielle Geobotanik: Pflanze – Klima – Boden. XIII, Springer, 2007, 330 S.
  20. Rudolf Geiger 1961: 182.
  21. Richard Pott, Joachim Hüppe 2007: S. 65–89.
  22. Volkmar Konnert 2004: Standortkarte Berchtesgaden. – Nationalparkverwaltung Berchtesgaden, Berchtesgaden, Forschungsbericht 49: Hier S. 7. ISBN 3-922325-52-1.
  23. Thorsten Englisch: Multivariate Analysen zur Synsystematik und Standortsökologie der Schneebodenvegetation (Arabidetalia caeruleae) in den Nördlichen Kalkalpen. Ph.D. thesis: Stapfia. 59, 1999, Hier S. 134.
  24. a b Manfred Dorninger: Topografische und meteorologische Faktoren für extrem tiefe Temperaturminima in Kaltluftseen. In: Deutscher Wetterdienst (Hrsg.): Promet – Meteorologische Fortbildung. Band 98, 2016, ISSN 2194-5950, S. 43–58.
  25. C. D. Whiteman, T. Haiden, B. Pospichal, S. Eisenbach, R. Steinacker: Minimum Temperatures, Diurnal Temperature Ranges, and Temperature Inversions in Limestone Sinkholes of Different Sizes and Shapes. 1. August 2004, doi:10.1175/1520-0450(2004)043<1224:MTDTRA>2.0.CO;2.
  26. a b Glattalp Wetterdaten. Elektrizitätswerk des Bezirks Schwyz, abgerufen am 17. Dezember 2016 (PDF).
  27. Glattalp. In: Kaltluftseen in der Schweiz. 14. Januar 2017 (kaltluftseen.ch [abgerufen am 9. Februar 2018]).
  28. Bildung und Auflösung eines Kaltluftsees. In: Kaltluftseen in der Schweiz. kaltluftseen.ch, 21. September 2016, abgerufen am 16. März 2018.
  29. Lorraine Duffy 2011: Mikroreliefbedingte Raummuster von Böden, äolischen Substraten und Flugstäuben im Hochgebirgskarst der Nördlichen Kalkalpen (Reiteralpe, Berchtesgadener Alpen). Dissertation am Department für Geographie, LMU - München. 130 S. edoc.ub.uni-muenchen.de (PDF).
  30. Neil P. Lareau, Erik Crosman, C. David Whiteman, John D. Horel, Sebastian W. Hoch, William O. J. Brown, and Thomas W. Horst: The Persistent Cold-Air Pool Study. In: Bulletin of the American Meteorological Society. 94 (1), 2013, S. 51–63.
  31. Rudolf Geiger 1961: S. 197
  32. Im oder über dem Kaltluftsee – wie gross ist der Unterschied? In: Kaltluftseen in der Schweiz. kaltluftseen.ch, abgerufen am 23. August 2018.
  33. I. Horvat: Die Pflanzenwelt der Karst-Ponikven – eine besondere Vegetationserscheinung. In: Phyton. 9, 1961, S. 268–283.
  34. Rudolf Geiger 1961: S. 188.
  35. Die Presse, 18. August 2013 Frost im Hochsommer - Wo Österreich am kältesten ist
  36. Dobrowski, S.Z. 2011: A climatic basis for microrefugia: the influence of terrain on climate. Global Change Biology 17: 1022–1035.
  37. O. Antonić, V. Kušan, B. Hrašovec: Microclimatic and Topoclimatic Differences between the Phytocoenoses in the Viljska Ponikva Sinkhole, Mt. Risnjak, Croatia. In: Hrvatski meteorološki časopis. 32, 1997, S. 37–49.
  38. Igor Dakskobler, Iztok Sinjur, Ivan Veber, Branko Zupan: Localities and sites of Pulsatilla vernalis in the Julian Alps. In: Hacquetia. 7(1), 2008, S. 47–69. researchgate.net (PDF).
  39. D Caković; Stešević D; Schönswetter P; Frajman B (2018) Long neglected diversity in the Accursed Mountains of northern Albania: Cerastium hekuravense is genetically and morphologically divergent from C. dinaricum. Plant Syst Evol 304: 57-69.
  40. Ž. Modrić Surina, B. Surina 2010: Snowbed Vegetation in Croatia: Phytosociology, ecology and conservation status. In: Plant Biosystems, Volume 144, Issue 4, Dezember 2010, S. 747–768.
  41. Boštjan Surina & Branko Vreš 2009: The Association Drepanoclado uncinati-Heliospermetum pusilli (Arabidetalia caeruleae, Thlaspietea rotundifolii) in the Trnovski gozd Plateau (Slovenia, NW Dinaric Mts). Hacquetia,8/1, 31-40.
  42. Ž. Modrić Surina, B. Surina 2010: S. 758
  43. Ž. Modrić Surina, B. Surina 2010: S. 761.
  44. Andreas Wagner: Wetterextreme. MeteoGroup Unwetterzentrale, August 2009, abgerufen am 20. Dezember 2016.
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