Kirchwistedt

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Kirchwistedt
Gemeinde Beverstedt
Wappen von Kirchwistedt
Koordinaten: 53° 25′ 26″ N, 8° 53′ 36″ O
Höhe: 14 m ü. NHN
Fläche: 25,07 km²
Einwohner: 468 (31. Dez. 2010)
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. November 2011
Postleitzahl: 27616
Vorwahl: 04747
Kirchwistedt (Niedersachsen)
Kirchwistedt

Lage von Kirchwistedt in Niedersachsen

Kirchwistedt in der Gemeinde Beverstedt
Kirchwistedt in der Gemeinde Beverstedt
Die Orte in der Einheitsgemeinde Beverstedt

Kirchwistedt (niederdeutsch Karkwist) ist ein Ortsteil der Gemeinde Beverstedt im Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen. Zum Ort gehören neben dem Hauptort Kirchwistedt auch die Ortsteile Stemmermühlen, Altwistedt, Horst und Ahe.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchwistedt ist in der Gemeinde Beverstedt der am dünnsten besiedelte Ortsteil. Er ist stark land- und forstwirtschaftlich ausgerichtet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsname und erste Erwähnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Wicstede wurde der Ort 1340 erstmals erwähnt. Alte Bezeichnungen des Ortes sind um 1340 Wicstede und 1420 Wichstede. Die Kirchengründung fand im 13. Jahrhundert statt. Durch die Kirche erweiterte sich der Name zu Kirchwistedt.

Der Ortsname Kirchwistedt ist zu trennen von Wistedt (Gemeinde Tostedt): 1458 Wiste, 1495 Wiste, 1498 to Wiste und von Wistedt (Landkreis Rotenburg, Wümme). Er leitet sich ab von „wik“, was „Siedlung, Dorf“ bedeutet. Es ist zu vermuten, dass die ursprüngliche Bezeichnung „Siedlungsstelle“ lautet.[1]

Ortsgeschichte und Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1859 wurden im Königreich Hannover die Ämter reduziert. Dabei wurde das Amt Beverstedt aufgelöst und das Kirchspiel Kirchwistedt geschlossen dem Amt Bremervörde zugeordnet. Bei Bremervörde blieb das Kirchspiel auch, als am 1. April 1885 in Preußen die Ämter aufgelöst und dafür Kreise gebildet wurden.[2]

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Ahe und Altwistedt eingegliedert. Kirchwistedt wechselte in den Landkreis Wesermünde.[3]

Im Jahre 2007 feierte die Kirchengemeinde Kirchwistedt ihren 700. Geburtstag, zu dem eine 336 Seiten starke Chronik erschienen ist.[4]

Seit dem 1. November 2011 ist Kirchwistedt ein Ortsteil der Einheitsgemeinde Beverstedt.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Neubildung der Gemeinde Beverstedt wird die Ortschaft Kirchwistedt vom Beverstedter Gemeinderat vertreten.

Ortsvorsteher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsvorsteher von Kirchwistedt ist Wilfried Windhorst (CDU).[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Kirchwistedt
Blasonierung: „Ein aus einem wellenförmigen blauen Schildfuß wachsendes schwarzes Mühlenrad in Grün, oben drei goldene Ähren.“[7]
Wappenbegründung: Der blaue Schildfuß weist auf die Lune hin, das Mühlrad auf die alte Wassermühle zu Stermmermühlen. Die drei Ähren symbolisieren die bis 1974 selbstständigen Gemeinden Ahe, Altwistedt und Kirchwistedt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes-der-Täufer Kirche von 1340 aus Feldstein, später mit Backsteinen erweitert und umgebaut; neugotischer Turm vom 19. Jahrhundert
  • 1000-jährige Eibe[8] im Pfarrgarten
  • Denkmalgeschütztes, saniertes Gut Stemmermühlen von 1901/02; Erstbesitzer der Bremer Kaufmann Gottlieb Rauch. Oberhalb des Ziegelsockels als massiver, neorenaissancistischer Putzbau mit Stufengiebel sowie Rund- und Spitzbogenzwillingsfenster
  • Überörtlich bekannte Landjugendgruppe

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Mindermann: Die Geschichte der Kirche zu Kirchwistedt, [als Manuskript vervielfältigt], o. J., (1984)
  • Ev.-luth. Kirchengemeinde „Johannes der Täufer“ Kirchwistedt: Festschrift zum Turmfest - Ansichten - Über 100 Jahre - Unser Kirchturm, vom 11. Juli 1999
  • Hans Mindermann: Stemmermühlen 1935–1985, Ein Rittergut im Wandel der Zeit, [als Manuskript vervielfältigt], o. J. (1985)
  • Warda, Hans-Dieter: Das grosse Buch der Garten- und Landschaftsgehölze[8], Verlag: Bruns-Pflanzen, März 2002, ISBN 3-980383-33-4
  • Kirchengemeinde Kirchwistedt: 700 Jahre Chronik der Kirchengemeinde Kirchwistedt 1307 – 2007[4][8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kirchwistedt – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Ortsnamenforscher, auf: NDR 1 Niedersachsen, Recherche: Jürgen Udolph.
  2. Hans Mindermann, siehe Literatur 1984 („Samtgemeinde Beverstedt“).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 242.
  4. a b Es war ein rauschendes Fest. In: support.kkbz.de. Kirchengemeinde Kirchwistedt, 2007, archiviert vom Original; abgerufen am 11. Januar 2018 (PDF).
  5. Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Beverstedt, vom: Landkreis Cuxhaven, 17. Februar 2011.
  6. Die Ortsvorsteher der Gemeinde Beverstedt. Auf: Internetseite der Gemeinde Beverstedt, abgerufen am 25. Mai 2017.
  7. Kirchwistedt. Gemeinde Beverstedt, abgerufen am 27. August 2017 (Informationen und Wappen).
  8. a b c Ein Baum für die Ewigkeit? In: Niederdeutsches Heimatblatt. Februar 2017, S. 2, abgerufen am 11. Januar 2018 (pdf, Nummer 806).