Beverstedt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Beverstedt
Beverstedt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Beverstedt hervorgehoben
Koordinaten: 53° 26′ N, 8° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Höhe: 14 m ü. NHN
Fläche: 197,62 km2
Einwohner: 13.604 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 27616,
27432 (Malse)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 04747
Kfz-Kennzeichen: CUX
Gemeindeschlüssel: 03 3 52 059
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstr. 2
27616 Beverstedt
Webpräsenz: www.beverstedt.de
Bürgermeister: Ulf Voigts (parteilos)
Lage der Gemeinde Beverstedt im Landkreis Cuxhaven
NordseeSchleswig-HolsteinBremerhavenLandkreis OsterholzLandkreis Rotenburg (Wümme)Landkreis StadeLandkreis WesermarschArmstorfArmstorfBelumBeverstedtBülkauCadenbergeCuxhavenGeestlandHagen im BremischenHechthausenHemmoorHollnsethIhlienworthLamstedtLoxstedtMittelstenaheNeuenkirchen (Land Hadeln)Neuhaus (Oste)NordledaOberndorf (Oste)OdisheimOsten (Oste)OsterbruchOtterndorfSchiffdorfSteinau (Niedersachsen)StinstedtStinstedtWannaWingstWurster NordseeküsteKarte
Über dieses Bild

Beverstedt (niederdeutsch Beverst) ist eine Einheitsgemeinde im Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nördliche und östliche Teil der Gemeinde liegt in der Wesermünder Geest, die im östlichen Teil des Ortsteils Kirchwistedt Höhen knapp über 30 Meter erreicht. Die südlich und westlich gelegenen Teile der Gemeinde liegen im Übergangsbereich der Geest, die hier nur noch Höhen bis zu zehn Meter erreicht, zur Marsch. Die Beverstedter Moorgeest wird hier von zahlreichen kleineren Mooren durchzogen. Die Lune durchfließt die Gemeinde in Ost-West-Richtung. Sie unterteilt mit ihren linken Zuflüssen Wellener Bach, Billerbeck, Wandsbeck und Altwistedter Lune sowie ihren rechten Zuflüssen Beverstedter Bach und Dohrener Bach die Geest in getrennte „Geesthalbinseln“.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orte in der Einheitsgemeinde Beverstedt
Wellen (Beverstedt)KirchwistedtBeverstedtAppelnFrelsdorfHollen (Beverstedt)Stubben (Beverstedt)HeerstedtLunestedtBokel (Beverstedt)WollingstOrtschaften Beverstedt Blanko.svg
Über dieses Bild


Ortschaft Einwohner
(2010)
Fläche in
km²
Appeln 428 14,52
Beverstedt 4099 51,40
Bokel 2511 20,96
Frelsdorf 708 25,29
Heerstedt 453 18,89
Hollen 846 15,60
Kirchwistedt 468 25,07
Lunestedt 2565 17,25
Stubben 1537 8,62
Wellen
Wollingst

Zum 1. November 2011 wurden die Samtgemeinde Beverstedt und die bis dahin selbständigen Gemeinden aufgelöst und die Gemeinde Beverstedt aus den Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde neugegründet.[2]

Zum Flecken Beverstedt in der vorherigen Samtgemeinde gehörten die Ortsteile Deelbrügge, Heyerhöfen, Kramelheide, Osterndorf, Spintenkamp, Taben, Wachholz, Wehldorf, Wellen, Wollingst und Beverstedtermühlen. Der Gemeinderat beschloss, in den ehemals selbständigen Gemeinden und zusätzlich in den vor einigen Jahren in den Flecken Beverstedt eingemeindeten Ortsteilen Wellen und Wollingst Ortsvorsteher einzusetzen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Beverstedt grenzt im Norden an die Gemeinde Schiffdorf und die Stadt Geestland, im Osten liegen die Gemeinden Basdahl und Hipstedt der Samtgemeinde Geestequelle im Landkreis Rotenburg, im Südosten liegt die Gemeinde Gnarrenburg im Landkreis Rotenburg. Im Süden grenzt sie an die Gemeinden Axstedt und Holste der Samtgemeinde Hambergen im Landkreis Osterholz. Westlich liegt die Gemeinde Hagen im Bremischen und nordwestlich die Gemeinde Loxstedt, die beide wie Beverstedt zum Landkreis Cuxhaven gehören.

Naturschutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An den Einfallstraßen Beverstedts stehen Wappen und Biberfiguren

Herkunft des Namens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In frühen Erwähnungen zu Westerbeverstedt lag das Dorf „Westrian bever igi seti“, (auf der westlichen Biberinsel).[3] Der namensgebende Biber kommt deshalb im Wappen Beverstedts vor und kleine Biberfiguren stehen an den Zufahrtsstraßen des Ortes.

Urkundliche Erwähnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1228 als Beversate erwähnt, seit spätestens 1666 führt er die Bezeichnung Flecken als Marktort. Beverstedt verwaltete einst das Amt Beverstedt mit über 40 angehörigen Gemeinden.

Hexenprozess 1607[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gut Altluneberg (Ortsteil von Wehdel, Gemeinde Schiffdorf) wurden Unterlagen gefunden über einen Hexenprozess, der 1607 in Heyerhöfen (zwischen Beverstedt und Heerstedt) geführt wurde. Die Dorfwirtin Engell von Grollen aus Westerbeverstedt (heute Ortsteil von Lunestedt) wurde der Hexerei angeklagt.[4][5]

Wechselnde Zugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalter

Ab dem 11. Jahrhundert gelang es den Erzbischöfen von Bremen, ein Territorium (Erzstift) zu schaffen, zu dem auch Beverstedt gehörte.

Nach 1648

Nach dem Dreißigjährigen Krieg gehörte der Ort zum schwedischen Herzogtum Bremen, dann von 1712 bis 1715 zu Dänemark und seit 1715 zum Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg.

Franzosenzeit

In der Franzosenzeit gehörte Beverstedt zwischen März und Dezember 1810 zum Departement der Elbe- und Weser-Mündung im Königreich Westphalen, danach zum Departement der Wesermündungen des ersten französischen Kaiserreichs.

Seit 1814

Nach 1814, dem Sieg der Alliierten über Napoléon I., wurde das Departement Teil des Königreichs Hannover. 1852 bis 1859 bestand das Amtsgericht Beverstedt. 1866 kam das Königreich als Provinz Hannover zu Preußen. Seit 1946 entstand daraus das Bundesland Niedersachsen.

Nationalsozialistische Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Zeit nach 1933 wurden die jüdischen Mitbürger Beverstedts, die in die Vereine integriert waren, mehr und mehr ausgegrenzt. Schließlich wurden Mitglieder der Familien Brumsack und Goldberger in Konzentrationslagern umgebracht. Auf dem jüdischen Friedhof erinnert eine Stele an die Mitglieder der jüdischen Familien. Nur Julius Brumsack konnte die NS-Zeit überleben und in Beverstedt nach dem Krieg wieder ein Geschäft eröffnen.[6][7][8]

Martin Bensen, der ehem. Fleckenbürgermeister des Ortes, hat die Geschichte der Juden erforscht. Und er ist auch einem Beispiel für Euthanasie-Tötungen nachgegangen und hat eine Erinnerungsstätte am Eingang des Beverstedter Friedhofs erstellen lassen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Februar 1971 wurden die Gemeinden Osterndorf und Wehldorf eingegliedert. Wellen und Wollingst kamen am 1. März 1974 hinzu.[9]

Am 1. November 2011 bildeten Appeln, Bokel, Frelsdorf, Heerstedt, Hollen, Kirchwistedt (mit den am 1. März 1974 eingegliederten Orten Ahe und Altwistedt),[10] Lunestedt und Stubben zusammen mit Beverstedt die neue Einheitsgemeinde.[11]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1987 1992 1997 2002 2007 2008 2009 2010 2011
Einwohner 12.463 12.787 13.663 14.314 13.725 13.783 13.725 13.694 13.615

(jeweils zum 31. Dezember)[12]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Beverstedt besteht aus 29 Ratsmitgliedern. Die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 12.001 und 15.000 beträgt normalerweise 30 Ratsmitglieder.[13] In der aktuellen Amtszeit gewann die AfD zwei Sitze, konnte jedoch nur einen Sitz besetzen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Stimmberechtigt im Rat der Gemeinde ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister.

Die letzte Kommunalwahl vom 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[14]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze
CDU 40,86 % 12
SPD 36,89 % 11
Bündnis 90/Die Grünen 13,01 % 4
AFD 7,32 % 1
FDP 1,89 % 1

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 58,84 %[14] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[15]

Gemeindebürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der hauptamtliche Bürgermeister der Einheitsgemeinde Beverstedt ist Ulf Voigts (parteilos). Vertreten wird er durch den ersten Gemeinderat Guido Dieckmann.[16]

Ortsvorsteher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Appeln: Herbert Lührs (CDU)
  • Beverstedt: Harald Michaelis (SPD)
  • Bokel: Heinz Becker (SPD)
  • Frelsdorf: Gerhard Hillmann (CDU)
  • Heerstedt: Manfred Tönjes (CDU)
  • Hollen: Meinhard Hühnken (SPD)
  • Kirchwistedt: Wilfried Windhorst (CDU)
  • Lunestedt: Thorsten Steinberg (CDU)
  • Stubben: Gerhard Tienken (SPD)
  • Wellen: Klaus Tienken (CDU)
  • Wollingst: Bernd Beckmann (CDU)

(Gesamtabruf)[17]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. November 2011 wurde das untere alte Wappen umgestaltet. Der Wellenstreifen wurde blau, der Schild rot, der Biber schaut freundlicher und wurde von elf Eichenblättern umkreist.[18][19] Weil die durch die blauen Wellenstreifen angedeutete Lune durch den grünen Schildfuß verläuft und das rote Schildhaupt daran grenzt, ist das aktuelle Wappen nicht heraldisch korrekt angefertigt worden (siehe Tingierung – heraldische Farbregeln). Somit darf keine Farbe auf einer Farbe oder Silber/Gold auf Silber/Gold verwendet werden.

Wappen von Beverstedt
Blasonierung: „In Rot auf grünem Hügel mit blauen Wellenbalken ein silberner hockender Biber, umgeben von elf silbernen kreisförmig angeordneten Eichenblättern.“[19]
Wappenbegründung: Das Wappen ist dem Siegel des Erbgerichts Beverstedt nachgebildet, das bis 1851 bestand. Der Biber weist auf den Ortsnamen hin, die elf Eichenblätter auf den Zusammenschluss von elf Ortschaften und der Wellenstreifen auf die Lune.

Altes Wappen von Beverstedt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das alte Wappen von Beverstedt stammt von dem in Isernhagen geborenen und später in Hannover lebenden Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der auch schon die Wappen von Axstedt, Appeln, Alfstedt (Geestland) und vielen anderen Ortschaften im Landkreis Cuxhaven entworfen hat.[20]

Altes Wappen der Gemeinde Beverstedt
von Gustav Völker entworfen

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • An der Hauptkreuzung mitten im Ort liegt die evangelische Fabian-und-Sebastian-Kirche.
  • In der Logestraße steht ein imposantes Haus: Diedrich Wintjen und Frau Margarete geb. Ordemann erbauten es 1924. In den Balken ist zu lesen „Der Herr ist mein Hirte mir wird nichts mangeln“. Außerdem ist eine plattdeutsche Lebensweisheit in den Balken geschrieben: „En egen Hus en egen Hof un Arbeit alle Dag De Meisten is dat Glück to grot so sökt se sik en Plag.“
  • Zwischen Beverstedt und Wellen liegt auf der linken Seite etwas abseits die Monsilienburg. Über sie ist bekannt, dass das „Castrum monsowe“ 1212 von den Stedingern und Osterstadern zerstört worden ist. Heute ist nur noch die gut drei Meter hohe und 70 × 70 Meter umfassende Ringwallanlage zu erkennen. Sie ist von Bäumen bewachsen.
  • Die Wassermühle zu Deelbrügge wurde renoviert. Der Heimatverein der Samtgemeinde Beverstedt veranstaltet dort Tage, an denen Korn gemahlen sowie Brot und Butterkuchen verkauft wird – gebacken wird aber im Lehmbackofen am Heimathaus in Wachholz.
  • Im Ortsteil Wachholz steht ein niederdeutsches Hallenhaus, das Heimathaus Wachholz. Es gehört seit 1979 der Samtgemeinde Beverstedt. Der Heimatverein der Samtgemeinde Beverstedt macht es zu einem kulturellen Mittelpunkt. Theatervorführungen, Backtage, aber auch private Feiern finden dort statt.[21]
  • Gegenüber steht das „Gut Wachholz“, das schon auf einer Karte von 1764 verzeichnet ist. In der Eingangshalle wurden 577 Fliesen mit biblischen Motiven aus Holland eingebaut. In der jetzigen Form wurde das Haupthaus 1904 gebaut. „Hoffen und Ringen führt zum Gelingen“ steht über dem Eingang des heutigen Alten- und Pflegeheimes der Familie Müller-Brüchert.[22]
  • In der Hindenburgstraße steht am Eingang von Stubben her das „Kracke-Haus“, das schon fast verfallen war, dann aber doch saniert werden konnte. Nun beherbergt dieses Haus mehrere Unternehmen.[23] Die Familie Kracke war in Beverstedt seit 1790 ansässig. Nachdem das Haus in der Hindenburgstraße im September 1895 abbrannte, ließ es Ludwig Kracke 1897 an derselben Stelle wieder neu bauen. 1998 kaufte der Wirtschaftsinformatiker Harald Tienken aus Beverstedt-Wachholz die Ruine, rettete sie vor dem Verfall und sanierte das Haus aufwendig nach historischen Vorgaben, so dass es jetzt ein Schmuckstück des Ortes ist.[24]

Baudenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1990 gibt es die Neue Bühne Beverstedt,[25][26] die etwa jährlich ein Theaterstück auf die Bühne bringt. Ihr Leiter, Lutz Hoeppner, legt Wert auf „textlich ambitionierte und modern inszenierte Stücke“.[25] Auch außerhalb Beverstedts ist die Neue Bühne Beverstedt schon mehrfach aufgetreten.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Markt- und Kulturverein (MuK) Beverstedt pflegt seit 1992 die kulturellen Interessen.
  • Es gibt zudem Angelvereine, Gewerbevereine, Jagdgenossenschaften, die Landfrauen, die Landjugend, die Naturfreunde, den Natur- und Umweltschutzvereine, einen Imkerverein sowie Schützenvereine und Sportvereine in fast allen Orten.

Fotogalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Handelsunternehmen Aldi-Nord ist mit einer seiner Regionalniederlassungen und einem großen Zentrallager im Ortsteil Heyerhöfen ansässig. Es gibt mehrere Einkaufsmärkte, mehrere Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Apotheken, Gastwirtschaften, drei Galerien, mehrere Ärzte und ein Facharztzentrum. Geschäfte vieler Fachrichtungen liegen im Ortszentrum. Außer einem bestehenden Wochenmarkt, ist ein RegioMarkt entstanden, bei dem ökologisch wirtschaftende Landwirte, Gärtner, Imker und Fischwirte ihre Produkte unter einem Dach anbieten (Markthallenkonzept).[27][28] An der Stelle eines Kaufhauses ist ein Combi-Verbrauchermarkt entstanden.[29][30]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Rathaus, Schulstraße 2
  • Der Wasser- und Boden-Verband
  • Die Polizei
  • Die Freiwilligen Feuerwehren in Beverstedt mit Stationen in Altwistedt, Appeln, Bokel, Frelsdorf, Heerstedt, Heise, Hollen, Kirchwistedt, Lunestedt, Stubben, Osterndorf, Wehldorf, Wellen und Wollingst

Soziale Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zehn Kindergärten in Appeln, Beverstedt (Waldmäuse und Frieda Mallet), Bokel, Frelsdorf, Hollen, Lunestedt, Stubben, Wellen, Wollingst
  • Acht Jugendeinrichtungen

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule Beverstedt, An der Brake 13
  • Grundschule Bokel, Mühlenstraße 7
  • Privates Gymnasium
  • Musikschule Beverstedt-Hagen am Feldhofplatz in Beverstedt
  • Volkshochschule in Räumen der Schulen

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Bundesstraße 71 zwischen Bremerhaven und Bremervörde, die Straße führt weiter in Richtung Hamburg, Stade und Buxtehude. Eine Umgehungsstraße – nördlich an Beverstedt vorbei – entlastet seit 2005 den Ortskern vom Verkehr.

Von Beverstedt gibt es eine Buslinie nach Bremerhaven. Innerhalb der Gemeinde Beverstedt ist ein flächendeckendes Anruf-Sammeltaxi-System eingerichtet.[31]

Der FlixBus verbindet auf der Linie zwischen Cuxhaven und Berlin (über Stade und Hamburg) Beverstedt mit den großen Städten im Norden.

In den Ortsteilen Stubben und Lunestedt befinden sich jeweils ein Bahnhof an der Bahnstrecke Bremen–Bremerhaven und im Ortsteil Frelsdorf ein Bahnhof an der Bahnstrecke Bremerhaven–Buxtehude der EVB.

Der Elbe-Weser-Radweg verläuft durch Beverstedt.

Kanufahrten auf der Lune[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lune war bis Anfang des 17. Jahrhunderts von der Mündung aufwärts bis Beverstedt-Deelbrügge mit Schiffen befahrbar. Heute ist es keine Hauptverkehrsader mehr, aber der Fluss ist jetzt wieder mit dem Kanu befahrbar.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen mit Verbindung zu Beverstedt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carl Vinnen (1863–1922), Kunstmaler, Mitglied der Worpsweder Künstlerbewegung, wohnte in Osterndorf (heute Ortsteil von Beverstedt)

Sagen und Legenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Wagen am Himmel[36]
  • Die Kronendornen von Beverstedt[36]
  • Ein Kind geboren, ein Sohn gegeben[36]
  • Der Richter am Wollingster See[36]
  • Die tapferen Wollingster[36]
  • Der Wiedergänger am Wollingster See[37]
  • Das Abenteuer des Junkers von Schwanewede[37]
  • Sage vom „gleunigen“ Hund in der Monsilienburg[37]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Beverstedt – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Landkreis Cuxhaven: Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Beverstedt. In: Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem. 17. Februar 2011, abgerufen am 25. November 2017.
  3. Arnold Plesse, Arbeitskreis Chronik: Lunestedter Chronik. Freschluneberg und Westerbeverstedt – Ein Dorf mit Zukunft. Gemeinde Lunestedt 2009, S. 15.
  4. Kurt Eckert: Gesche Milden und ihr Buhle. Hrsg.: Nordsee-Zeitung. Bremerhaven 13. April 1950.
  5. Lutz Hoeppner: Swatte Smeer, Chronik des Pfarrers Johann Weisvogel über den Beverstedter Hexenprozess 1607. Selbstverlag (L. Hoeppner, Lunsheide 9, 27616 Beverstedt), 2007, ISBN 978-3-00-022426-3.
  6. Nordsee-Zeitung (Hrsg.): Von Beverstedt in den Tod. Bremerhaven 17. November 2011.
  7. Nordsee-Zeitung (Hrsg.): Erinnerung an die Juden. Bremerhaven 16. November 2012.
  8. Bremervörder Anzeiger (Hrsg.): In Gedenken an die Beverstedter Juden. Bremervörde 24. Februar 2012.
  9. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 248.
  10. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 242.
  11. Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands. In: Internetseite Statistisches Bundesamt. 2011, abgerufen am 25. November 2017.
  12. Bevölkerungszahlen. In: Landesamt für Statistik. Abgerufen am 25. November 2017.
  13. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010. § 46 – Zahl der Abgeordneten. In: Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem. Abgerufen am 25. November 2017.
  14. a b Gemeinde Beverstedt – Gemeinderatswahl 2016. In: Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg. 11. September 2016, abgerufen am 25. November 2017.
  15. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. In: Internetseite des NDR. 12. September 2016, abgerufen am 11. Februar 2017.
  16. Organigramm – Verwaltungsaufbau der Gemeinde Beverstedt. In: Internetseite der Gemeinde Beverstedt. Abgerufen am 25. November 2017.
  17. Die Ortsvorsteher der Gemeinde Beverstedt. In: CDU – Gemeindeverband Beverstedt. Abgerufen am 25. November 2017.
  18. Sigrid Lüdtke: Beverstedt ist keine Samtgemeinde mehr. In: Osterholzer Kreisblatt. 3. November 2011, abgerufen am 25. November 2017.
  19. a b Hauptsatzung der Gemeinde Beverstedt. In: Internetseite der Gemeinde Beverstedt. 1. November 2016, abgerufen am 25. November 2017 (PDF; 293 KB).
  20. Landkreis Wesermünde (Hrsg.): Wappen des Landkreises Wesermünde. Grassé Offset Verlag, Bremerhaven/Wesermünde 1973, ISBN 3-9800318-0-2.
  21. Heimatverein Gemeinde Beverstedt. In: Internetseite des Heimatvereins Gemeinde Beverstedt. Abgerufen am 25. November 2017.
  22. Nordsee-Zeitung (Hrsg.): Die Geschichte des Gutes Wachholz. Bremerhaven 16. Januar 2015.
  23. Geschichte des Kracke Haus DSC. In: Internetseite Kracke-Haus-DSC. Abgerufen am 25. November 2017.
  24. Nordsee-Zeitung (Hrsg.): Aus Schandfleck wird Schmuckstück. Bremerhaven 24. April 2014.
  25. a b Nordsee-Zeitung (Hrsg.): Neue Bühne setzt Kolumbus in Szene. Bremerhaven 15. Januar 2010.
  26. Nordsee-Zeitung (Hrsg.): Glückliche Zeiten – Ein Ober mit vier Gesichtern. Bremerhaven 2012.
  27. RegioMarkt Beverstedt. In: Internetseite des Balance e. V. Abgerufen am 25. November 2017.
  28. RegioMarkt Beverstedt. In: Internetseite des RegioMarktes Beverstedt. Abgerufen am 25. November 2017.
  29. Nordsee-Zeitung (Hrsg.): Bünting will Bagger noch 2009 schicken. Bremerhaven.
  30. Beverstedt im Wandel. In: Internetseite Ev. Kreisjugenddienst Wesermünde. 4. Oktober 2012, abgerufen am 25. November 2017.
  31. Anrufsammeltaxisystem im Bereich der Gemeinde Beverstedt. In: Internetseite der Gemeinde Beverstedt. Abgerufen am 25. November 2017.
  32. Erläuterung zu Caspar Voght auf der Diskussionsseite von Wikipedia
  33. Julius Brumsack – Traueranzeige. In: Nordsee-Zeitung. 25. Oktober 2011, abgerufen am 25. November 2017.
  34. Herr Julius Brumsack – Nachruf. In: Nordsee-Zeitung. 26. Oktober 2011, abgerufen am 25. November 2017.
  35. Nordsee-Zeitung (Hrsg.): Beerdigung von Julius Brumsack auf dem jüdischen Friedhof in Beverstedt. Bremerhaven 4. November 2011.
  36. a b c d e Männer vom Morgenstern (Hrsg.): „Hake Betken siene Duven“ – Das Sagenbuch von Elb- und Wesermündung. 3. Auflage. Bremerhaven 1999, ISBN 3-931771-16-4.
  37. a b c Kreislehrerverband Wesermünde, Bremerhavener Lehrerverein: Sagen der Heimat. In: Heimatkundliche Schriften VI. Folge. 1961 (gesammelt von Heinrich Mahler).