Lunestedt

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Lunestedt
Gemeinde Beverstedt
Wappen von Lunestedt
Koordinaten: 53° 26′ 20″ N, 8° 44′ 33″ O
Höhe: 2 m ü. NHN
Fläche: 17,25 km²[1]
Einwohner: 2555 (16. Nov. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 148 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. November 2011
Postleitzahl: 27616
Vorwahl: 04748
Lunestedt (Niedersachsen)
Lunestedt

Lage von Lunestedt in Niedersachsen

Lunestedt in der Gemeinde Beverstedt
Lunestedt in der Gemeinde Beverstedt

Lunestedt (niederdeutsch Luunst) ist eine Ortschaft der Einheitsgemeinde Beverstedt im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven, welche 1968 durch eine Gebietsreform aus den ehemaligen Gemeinden Freschluneberg (niederdeutsch Lunbarg) und Westerbeverstedt (niederdeutsch Westerbeverst) hervorging.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt an dem Flüsschen Lune, einem Nebenfluss der Weser, und an der Bahnstrecke Bremen–Bremerhaven. Der Bahnhof an der 1862 eingerichteten Strecke zwischen Bremen und Geestemünde wurde 1879 eröffnet.

Am Kreuzungsbereich Am Geeren / Breslauer Straße (neuer Name: Zum Waldblick) befindet sich die Senke Westerbeverstedter Kessel, von der Geologen sicher sind, dass es ein Überbleibsel der Eiszeit ist – entweder ein Toteiskessel oder eine Bodeneisbildung.[2][3]

Nördlich von Lunestedt liegt auf der Nordseite des Dohrener Bachs das Naturschutzgebiet Im Hausbeeken.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Düring (Gemeinde Loxstedt) Heerstedt
Nachbargemeinden Beverstedt
Hollen Bokel Stubben

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstehung des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Lunestedt ist unter diesem Namen am 1. Juli 1968 im Zuge der Gebietsreform aus den Gemeinden Freschluneberg und Westerbeverstedt gebildet worden. Der Ort wurde erstmals 860 zusammen mit einer Reihe anderer Orte der Region zwischen Ems und Elbe in einer Aufzeichnung des Erzbischofs Ansgar über Wunderheilungen am Grab Willehads genannt. Dort ist dokumentiert, worauf der Name Westerbeverstedt beruht: Es gab Biber in der Gegend. Und Westerbeverstedt war das „Dorf Westristan bever igi seti“, das „Dorf der auf der westlichen Biberinsel Sitzenden“.[4] Der Biber steht als Symbol im Wappen Lunestedts und als Holzfigur an der Hauptkreuzung des Ortes bei der Volksbank. Hügel- und Großsteingräber zeugen von wesentlich früherer Besiedlung auf den Geesteinseln nördlich der Lune.

Hexenprozess 1607[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gut Altluneberg (Ortsteil von Wehdel, Gemeinde Schiffdorf) wurden Unterlagen gefunden über einen Hexenprozess, der 1607 in Heyerhöfen (zwischen Beverstedt und Heerstedt) geführt wurde. Die Dorfwirtin Engel(l) von Grollen aus dem damaligen Westerbeverstedt wurde der Hexerei angeklagt.[5][6][7]

„Franzosenzeit“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Franzosenzeit gehörten die damaligen Orte Westerbeverstedt und Freschluneberg als Departement der Elbe- und Weser-Mündung zwischen März und Dezember 1810 zum Königreich Westphalen, danach zum Departement der Wesermündungen. Es entstand als eines der drei hanseatischen Departements am 1. Januar 1811 infolge der Annexion des Gebietes durch Frankreich. Nach dem Sieg der Alliierten über Napoléon I. 1814 wurde das Departement wieder Teil des Königreichs Hannover.

Seit 1900[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1927 gehören die heutigen Ortsteile Freschluneberg und Westerbeverstedt zum Kreis Geestemünde, Amtsgericht Wesermünde-Geestemünde, Post Freschluneberg, Finanzamt Wesermünde-Land.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wurde 2008 Kreissieger für den Landkreis Cuxhaven im Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft.[8]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 1. November 2011 ist Lunestedt ein Ortsteil der Einheitsgemeinde Beverstedt.[9][10][11]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freschluneberg und Westerbeverstedt (vor der Bildung von Lunestedt)

Jahr 1910 1925 1933 1939 1950
Einwohner Freschluneberg 333 385 420 419 0733
Einwohner Westerbeverstedt 368 544 576 561 1036
Quelle [12] [13] [13] [13] [14]

Lunestedt

Jahr 1973 1975 2007 2010 2016
Einwohner 2021 2127 2511 2565 2555
Quelle [15] [16] ¹ ¹ [1]

¹ laut Versionsgeschichte des Ortes

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf kommunaler Ebene wird die Ortschaft Lunestedt vom Beverstedter Gemeinderat vertreten.

Ortsvorsteher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsvorsteher von Lunestedt ist Thorsten Steinberg (CDU).[17] Die Amtszeit läuft von 2016 bis 2021.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die unteren beiden alten Wappenentwürfe verschmolzen im Jahre 1968 zu dem neuen Lunestedter Wappen.

Wappen von Lunestedt
Blasonierung: „In Grün über blauem, mit silbernem Wellenbalken bedeckten Schildfuß, ein steigender goldener Biber, heraldisch links von einer zunehmenden silbernen Mondsichel begleitet.“
Wappenbegründung: Der Biber erinnert an die Bedeutung des mittelniederdeutschen Wortes „bever“. Die zunehmende Mondsichel weist auf die Deutung „fresch = neu“ hin, der blaue Schildfuß mit dem silbernen Wellenbalken auf die Lune.

Alte Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden alten Wappenentwürfe der zusammengelegten Ortsteile Westerbeverstedt und Freschluneberg stammen von dem Heraldiker und Wappenmaler Albert de Badrihaye, der sämtliche Kommunalwappen im Landkreis Cuxhaven entworfen hat.[18]

Wappen Westerbeverstedt
Westerbeverstedt
Wappen Freschluneberg
Freschluneberg

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marion Köser hatte gegenüber der Schule ein Fachwerkhaus renoviert und dort seit 1976 Heimatfreunde um sich geschart – den „Lunekring“. Nachdem sie am 6. Mai 2005 plötzlich verstarb, konnte das geschichtliche Kulturgut, das der „Lunekring“ zusammengetragen hatte, nicht mehr im Haus Köser bleiben. Das Haus stand zum Verkauf.

In der Nachfolge des Lunekrings bildete sich der Arbeitskreis Dorphuus im Heimatverein der Samtgemeinde Beverstedt. Er hat 2007 ein Fachwerkhaus in Köhlen abgetragen und zwischengelagert. Am 11. Oktober 2009 wurde das neben Feuerwehr und Schule aufgebaute Dorphuus eingeweiht. Im Erdgeschoss finden jetzt regelmäßige kulturelle Veranstaltungen statt. Im Obergeschoss wird die Sammlung aus dem Hause Köser wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Forum Natur-Lunekring hat dort mit Mitteln der Niedersächsischen Bingostiftung für Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit sowie der Kreissparkasse Wesermünde-Land Hadeln ein Natureum zum Thema „Gewinner und Verlierer in der Kulturlandschaft“ erstellt.

Baudenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der Baudenkmale in Lunestedt

Parks und dörfliches Grün[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lunestedt ist ein Dorf mit viel Grün und durch Fuß- und Radwege sind Neubaugebiete strukturiert. An mehreren Stellen stehen Bäume mitten auf der Straße. 13 Feldgehölze wurden vor mehr als 15 Jahren in Lunestedts Feldmark angelegt. Im jährlich von den Vereinen des Ortes durchgeführten „Umwelttag“ sind mehr als 60.000 Bäume gepflanzt und die Landschaft gepflegt worden. Das Otterbiotop (ehemalige Teichkläranlage) an der Lune wird instand gehalten vom Forum Natur-Lunekring.[19] Die Gruppe legte auch einen Naturlehrpfad an.

Kanufahrten auf der Lune[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lune war bis Anfang des 17. Jahrhunderts von der Mündung aufwärts bis Beverstedt-Deelbrügge mit Schiffen befahrbar. Heute ist der Fluss mit dem Kanu befahrbar.

Siehe: Kanufahrten auf der Lune

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort feiert jedes Jahr das Osterfeuer am Reithornsberg, das Pfingstbaumaufstellen zwischen Feuerwehr und Schule, am Sonntag nach Pfingsten den Gewerbetag in der Heerstedter Straße (früher: Wesermünder Straße) und dem Gewerbekamp und am Sonnabend vor dem ersten Advent den Weihnachtsmarkt am Dorphuus, alle vier Jahre ein Dorfgemeinschaftsfest und – versetzt dazwischen – alle vier Jahre ein großes Erntefest. Die letzten großen Feste waren die 1150-Jahr-Feier im Juni 2010 und das Dorfgemeinschaftsfest unter dem Motto „Lunestedt wird 50“ im September 2018. Das Dreamteam Lunetown (DTL) veranstaltet alle zwei Jahre ein Sommerfest – vor allem für junge Leute. Alle zwei Jahre gibt es in der Nachbarschaft des Lubi-Bades das Rockfestival „Der Lubi rockt“ – das letzte fand am 17. Juni 2017 statt. In der Ansgari-Kirche[20] findet am Sonnabend vor dem zweiten Advent die Lunestedter Weihnachtsmusik statt. Jährlich befreien im Frühjahr am Umwelttag Jugendliche aus mehreren Vereinen die Feldmark von Unrat und pflanzen Büsche und Bäume. Der Arbeitskreis Dorphuus führt seit der Fertigstellung des Dorphuuses monatlich Vorträge, Konzerte und Ausstellungen im Dorphuus durch. An den vier Adventssonntagen gibt es das „Adventsfenster am Dorphuus“ – jeweils an einem der vier Fenster des Dorphuuses zur Straße Am Dorphuus (früher: Schulstraße) hin musizieren und lesen Lunestedter für Lunestedter Adventliches.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr (400 Mitglieder)
  • Landfrauen
  • DRK/JRK (300 Mitgl.)
  • Gewerbeverein
  • Sozialverband Deutschland

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • TSV (Turn- und Sportverein, 1200 Mitgl.)
  • Lunestedter Tennisverein (130 Mitgl.)
  • Schützenverein Westerbeverstedt (380 Mitgl.)
  • Schützenverein Freschluneberg (150 Mitgl.)
  • Angelsportverein (350 Mitgl.)
  • Freunde des Lubibades
  • Naikan Dojo e. V. – Verein für traditionelle Kampfkunst, Selbstverteidigung und Gesundheit

Zum Schwimmen stand in den 1960er Jahren die Baggerkuhle – am Wegesrand nach Düring gelegen – zur Verfügung. Heute ist das 1975 eröffnete Lubibad das einzige Bad im südlichen Kreis Cuxhaven mit wettkampfgerechten Bahnen.

Musik / Chöre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ansgari-Chor
  • Kinderchor
  • L’unisono-Chor
  • Posaunenchor Beverstedt / Lunestedt
  • Lunedudel-Ensemble
  • Trianti
  • Musikschule Axel Hühnken
  • Musikschule Westerbeverstedt, Stephan Werner

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Lunestedt werden 1270 ha der Gemeindefläche (etwa 75 %) landwirtschaftlich als Acker- und Grünland genutzt. 13 Betriebe haben eine Größe zwischen 20 und 100 Hektar. Aufgrund der günstigen Verkehrsverbindungen und einer regen Bautätigkeit[21] ist mit einem stetigen Anwachsen der Bevölkerung zu rechnen. An der Straße „Zum Lunebogen“ (früher: Bahnhofstraße) befindet sich ein Gewerbegebiet mit einer Möbelfabrikation und der Zentrale einer landwirtschaftlichen Genossenschaft. Im neu ausgewiesenen Gewerbegebiet „Ortsmitte“ (am Bahnhof) nutzen erste Betriebe die Erweiterungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, u. a. eine Spedition. An der Straße nach Heyerhöfen befindet sich eine Biogas-Anlage, eine zweite „Am Geeren“.

Im Ort gibt es einen Einkaufsmarkt, zwei Schlachtereien, eine Bäckerei, einen Getränkemarkt, eine Apotheke und zwei Restaurants. Nachdem die Filiale der Wespa geschlossen wurde, gibt es nur noch eine Bank, die Volksbank Bremerhaven-Cuxland. In Bahnhofsnähe gibt es eine Kfz-Werkstatt und eine Spedition. Eine Hausärztin, zwei Zahnarzt- und eine Heilpraktiker-Praxis sowie ein Fitness-Studio stellen die Gesundheit der Bevölkerung sicher. Seit Sommer 2013 gibt es auch einen Tierarzt im ehemaligen Gemeindebüro. Insgesamt werden 220 Arbeitsplätze im Ort vorgehalten.

Lunestedter Betriebe haben sich zum Gewerbeverein zusammengeschlossen, der alljährlich am Sonntag nach Pfingsten einen Gewerbetag im Gewerbekamp (nahe dem Bahnhof) veranstaltet.

Die St.-Ansgari-Kirche ist eine evangelische Kirchengemeinde im Kirchenkreis Wesermünde-Süd des Sprengels Stade.

Von 2010 bis 2011 wurde im Dorf zunächst heftig darüber gestritten, ob ein zweiter Verbrauchermarkt an der Hauptkreuzung gebaut werden sollte.[22] Als Alternative erweitert direkt am Bahnhof der ortsansässige Nah & Gut-Markt der Edeka-Gruppe seine Verkaufsflächen.[23]

Windkraft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014/15 wurde in Lunestedt (z. T. in Heerstedt und Stinstedt) der Windpark Lunestedt/Heerstedt gebaut: 14 Windkraftanlagen, mit einer Höhe von 150 m, einer Leistung von 38,5 MW. Die Stromproduktion von 85.000.000 kWh/Jahr reicht, um 24.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Investiert wurden 67.000.000 Euro. 5 % der Summe, die an die Eigentümer der Grundstücke ausgeschüttet werden, zahlt der Betreiber an den gemeinnützigen Förderverein Windpark Lunestedt, der das Geld (etwa 13.000 Euro jährlich) für soziale Projekte im Ort ausgibt. Gebaut wurde der Park von dem 1990 in Bremerhaven gegründeten Unternehmen Energiekontor, nach der Inbetriebnahme wurde er an Capital Stage AG (Hamburg) verkauft. Die Abwicklung des Betriebs verblieb aber in Händen von Energiekontor.[24]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lunestedt hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Bremen–Bremerhaven. Im Stundentakt fahren seit dem 13. Dezember 2010 nicht mehr Regionalbahnen, sondern Regio-S-Bahnen der Linie RS 2 nach Bremen und Bremerhaven. Ein Taxi-Unternehmen sorgt für Mobilität ohne Fahrplan, und das Anrufsammel-Taxi[25] fährt fahrplanmäßig innerhalb der Gemeinde.

Die A 27 verläuft elf Kilometer westlich. Die Bundesautobahn 22 (jetzt: BAB 20) soll ab 2020 an der Ortsgrenze zu Heerstedt verlaufen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine ausgebaute Grundschule mit Turnhalle, Sport- und Hartplatz steht in der Schulträgerschaft der Gemeinde Beverstedt und befindet sich im Ortsteil Westerbeverstedt der Ortschaft Lunestedt. An der Grundschule werden etwa 160 Schülerinnen und Schüler aus den Ortschaften Heerstedt, Hollen und Lunestedt von 12 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Im Kindergarten werden vier Gruppen betreut (inkl. Integrationsgruppe, Krippe und Hort). Für den Sport steht ein weiterer Sportplatz zur Verfügung. Das solarbeheizte Lubi-Schwimmbad wird in den Sommermonaten auch von vielen Einwohnern anderer Orte genutzt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Ganten (1855–1936), 1914 nach Freschluneberg zugezogener Lehrer, dessen Initiative es zu verdanken ist, dass Bremerhaven den am 1. Juni 1908 eröffneten Bürgerpark bekam.
  • Klaus Bemmer (1921–1979), Kunstmaler, wohnte von 1968 bis zum Lebensende in Lunestedt
  • Hans Ganten (* 1937), Rechtsanwalt (Baurechtler), Enkelsohn von Johann Ganten
  • Detlev Ganten (* 1941), Molekular- und Evolutionsmediziner, ging in Freschluneberg zur Schule[37]
  • Ursula Schauer, promovierte Ozeanografin am AWI in Bremerhaven, die an der Hochschule Bremerhaven als Honorarprofessorin für Physikalische Ozeanografie lehrt, wohnt in Lunestedt[38]
  • Astrid Vockert (* 1956), Politikerin (CDU) und Mitglied des Niedersächsischen Landtags, war von 1980 bis 1982 Jugendpflegerin in Lunestedt

Sagen und Legenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Pestgruben: In der Feldmark von Westerbeverstedt haben Bauern Pestgruben weitab vom Dorf angelegt, „um wenigstens ein paar Tiere zu retten“. Davon sollen einige noch erkennbar sein.[39]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Stölting: Westerbeverstedt – 1100 Jahre Geschichte eines niedersächsischen Dorfes. Nordwestdeutscher Verlag Ditzen & Co, Bremerhaven 1960.
  • Samtgemeinde Beverstedt, Männer vom Morgenstern (Hrsg.): Die Samtgemeinde Beverstedt in Gegenwart und Vergangenheit. Eigenverlag, Bremerhaven 1983.
  • Heinrich E. Hansen u. a.: Lunestedt – ein Dorf im Landkreis Cuxhaven. Hrsg.: Gemeinde Lunestedt, Männer vom Morgenstern. Eigenverlag, Bremerhaven 1985.
  • Fritz Hörmann u. a.: Flurnamensammlung Wesermünde – Die Flurnamen des Grundsteuerkatasters von 1876. Hrsg.: Kulturstiftung der Kreissparkasse Wesermünde (= Sonderveröffentlichungen der Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. Band 27). Männer vom Morgenstern Verlag, Bremerhaven 1995, ISBN 3-931771-27-X (Digitalisat (Memento vom 26. Oktober 2007 im Internet Archive) [PDF; 431 kB; abgerufen am 14. März 2019] S. 14).
  • Lunekring, Öko-Lunekring (Hrsg.): Lunestedter Dorfchronik. Rückblick in knappen Worten mit alten Fotos – 100 Jahre Westerbeverstedt und Freschluneberg. 2. Auflage. Eigenverlag, Lunestedt Dezember 2000.
  • Norbert Seidel: Ortsentwicklungsplan Lunestedt. Seidel Landschaftsarchitektur und Stadtplanung, Oldenburg 2001.
  • Arnold Plesse: Vor 60 Jahren: Flüchtlingswellen erreichen Lunestedt. In: Kreisanzeiger der Nordsee-Zeitung. 15. März 2005, S. 4.
  • Arnold Plesse, Arbeitskreis Chronik: Lunestedter Chronik, Freschluneberg und Westerbeverstedt – Ein Dorf mit Zukunft. Eigenverlag, Lunestedt 2009.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lunestedt – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Informationen zur Ortschaft Lunestedt. In: Internetseite der Gemeinde Beverstedt. 16. November 2016, abgerufen am 6. September 2018.
  2. Arnold Plesse, Arbeitskreis Chronik: Lunestedter Chronik, Freschluneberg und Westerbeverstedt – Ein Dorf mit Zukunft. Eigenverlag, Lunestedt 2009 (Digitalisat).
  3. Walter Mülich: Westerbeverstedter Kessel – Ein eiszeitliches Zeugnis in Lunestedt. Zur Geologie im Landkreis Cuxhaven. Grin Verlag, München 2011, ISBN 3-640-86055-1.
  4. Arnold Plesse, Arbeitskreis Chronik: Lunestedter Chronik, Freschluneberg und Westerbeverstedt – Ein Dorf mit Zukunft. Eigenverlag, Lunestedt 2009, S. 15 (Digitalisat).
  5. Kurt Eckert: Gesche Milden und ihr Buhle. In: Nordsee-Zeitung. 13. April 1950.
  6. Wilhelm Stölting: Westerbeverstedt – 1100 Jahre Geschichte eines niedersächsischen Dorfes. Nordwestdeutscher Verlag Ditzen & Co, Bremerhaven 1960.
  7. Lutz Hoeppner, Matthias Kopka: Swatte Smeer – Chronik des Pfarrers Johann Weisvogel über den Beverstedter Hexenprozess 1607. Selbstverlag, 2007, ISBN 978-3-00-022426-3.
  8. Unser Dorf hat Zukunft – Lunestedt gewinnt den Kreiswettbewerb 2008. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Internetseite Landkreis Cuxhaven. Archiviert vom Original am 4. März 2016; abgerufen am 20. September 2019.
  9. Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Beverstedt. In: Internetseite Niedersächsisches Vorschrifteninfomationssystem (NI-VORIS). Landkreis Cuxhaven, 17. Februar 2011, abgerufen am 7. September 2018.
  10. Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Beverstedt, Landkreis Cuxhaven. Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 5/2011. Hannover 17. Februar 2011, S. 61 (Digitalisat (Memento vom 26. September 2018 im Internet Archive) [PDF; 155 kB; abgerufen am 26. September 2018] S. 3).
  11. „Bei der Bildung der Einheitsgemeinde Beverstedt wurden in Lunestedt elf Straßen umbenannt. In der vormaligen Samtgemeinde waren fast 60 Straßennamen mehrfach vergeben und mussten nach Maßgabe des Nds. Innenministers umbenannt werden, weil es einen Straßennamen nur einmal in jeder Gemeinde geben dürfe.“
  12. Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Geestemünde. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: www.gemeindeverzeichnis.de. 3. Februar 2019, abgerufen am 29. Mai 2019.
  13. a b c Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Wesermünde (→ Siehe unter: Nr. 27 und 91). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  14. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Endgültige Ergebnisse nach der Volkszählung vom 13. September 1950. Band 33. W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart/Köln August 1952, S. 52, Sp. 1 und 2 (Digitalisat [PDF; 26,4 MB; abgerufen am 29. Mai 2019] Landkreis Wesermünde, S. 61).
  15. Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 48 (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 20. September 2019] Landkreis Wesermünde).
  16. Gemeinden in Deutschland nach Fläche und Bevölkerung. (XLSX; 895 kB) → Siehe unter: Nr. 1935. In: Internetseite Destatis. Statistisches Bundesamt, 31. Dezember 1975, abgerufen am 12. Juni 2019.
  17. Die Ortsvorsteher der Gemeinde Beverstedt. In: Internetseite der CDU – Gemeindeverband Beverstedt. Abgerufen am 7. September 2018.
  18. Landkreis Wesermünde (Hrsg.): Wappen des Landkreises Wesermünde. Grassé Offset Verlag, Bremerhaven/Wesermünde 1973, ISBN 3-9800318-0-2.
  19. Hermann Kück: Der Natur auf der Spur – Ein kleiner Kreis, der Großes bewegt. In: Internetseite Forum Natur Lunekring. Abgerufen am 7. September 2018.
  20. St.-Ansgari-Kirche. In: www.kirche.lunestedt.de. Archiviert vom Original am 21. Januar 2017; abgerufen am 7. September 2018.
  21. Internetvorstellung der Firma Lune-Grund. Abgerufen am 7. September 2018.
  22. In der Sitzung des Gemeinderates am 30. Juni 2011 wurde nach einjähriger Diskussion und Bürgerbefragungen der SPD (Anfang Mai 2011) und der CDU (Ende Juni) entschieden, die für die Ansiedlung eines zweiten Verbrauchermarktes notwendige Änderung des Bebauungsplanes nicht vorzunehmen.
  23. Debatte über zweiten Markt. In: Nordsee-Zeitung. 21. November 2016 (Bericht über den Bau).
  24. Historischer Abriss über die Aktivitäten des Unternehmens. In: Internetseite Energiekontor AG. Archiviert vom Original am 7. Oktober 2015; abgerufen am 7. September 2018.
  25. Anrufsammeltaxisystem im Bereich der Gemeinde Beverstedt. In: Internetseite der Gemeinde Beverstedt. Abgerufen am 7. September 2018.
  26. Historie. In: Internetseite Gehr – Yacht and Aircraft Interior. Abgerufen am 7. September 2018.
  27. Gehr GmbH & Co. KG (Hrsg.): Bewegte Zeiten. Lunestedt 2013 (Veröffentlichung zum Anlass des 100-jährigen Firmenbestehens).
  28. Lunestedt – 1150 Jahre alt. (PDF; 13,5 kB) In: Internetseite Chronik Lunestedt. Abgerufen am 7. September 2018.
  29. Arnold Plesse: „Große alte Damen“ aus der Zeit der Gründung. In: Internetseite Chronik Lunestedt. 17. Mai 2004, abgerufen am 7. September 2018.
  30. Arnold Plesse: Zur Geschichte der Lunestedter Bürgermeister und Ortsvorsteher. In: Internetseite Chronik Lunestedt. 29. November 2017, abgerufen am 7. September 2018.
  31. Arnold Plesse: Engagierte Unterstützerin von Kultur und Umwelt – Marion Köser ist nach Schlaganfall verstorben. In: Internetseite Chronik Lunestedt. 13. Juni 2008, abgerufen am 7. September 2018.
  32. Hermann Kück mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. In: Internetseite Jägerschaft Wesermünde-Bremerhaven. 14. August 2015, abgerufen am 6. September 2018.
  33. Personenvorstellung: Estella Weigelt. In: Internetseite Alfred-Wegener-Institut. Abgerufen am 6. September 2018.
  34. Personenvorstellung: Jutta Mülich. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Internetseite Trio Subversiv. Archiviert vom Original am 3. Februar 2014; abgerufen am 6. September 2018.
  35. Carl Gerken. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Internetseite der Lune-Grund GmbH & Co. KG. Archiviert vom Original am 14. April 2016; abgerufen am 6. September 2018.
  36. Christian Doescher: Bild der Frau-Chefin kommt aus Lunestedt. In: Internetseite Nord24. Nordsee Zeitung, 1. März 2016, abgerufen am 6. September 2018.
  37. Schulklasse von Detlev Ganten in Freschluneberg. In: Internetseite Chronik Lunestedt. März 2005, abgerufen am 7. September 2018.
  38. Personenvorstellung: Ursula Schauer. In: Internetseite Alfred-Wegener-Institut. Abgerufen am 6. September 2018.
  39. Eberhard Michael Iba (Hrsg.): Hake Betken siene Duven. Das Sagenbuch von Elb- und Wesermündung (= Sonderveröffentlichungen der Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und Wesermündung. Band 16). 3. Auflage. Männer vom Morgenstern Verlag, Bremerhaven 1999, ISBN 3-931771-16-4 ([eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche ]).