Kloster Benediktbeuern

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Kloster Benediktbeuern
Kloster Innenhof - Panorama
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Das Kloster Benediktbeuern ist eine ehemalige Abtei der Benediktiner und heute eine Niederlassung der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern in Bayern in der Diözese Augsburg unweit des Kochelsees.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Anlage besteht aus zwei großen, baulich getrennten Gebäudekomplexen und mehreren freistehenden Gebäuden. Im Osten, unweit des Bahnhofs, befindet sich der Maierhof, ein etwa 113 × 86 m messender Vierflügelbau, in dem sich u. a. das Klosterbräustüberl und das Zentrum für Trachtengewand (ehemals Trachteninformationszentrum) des Bezirks Oberbayern befinden.

Südlich schließt sich die historische Fraunhofer-Glashütte und das -Museum an. Westlich an den Maierhof schließt sich der Friedhof an, der wiederum an die Ostseite des zweiten Komplexes – des eigentlichen Klosters – grenzt.

Letzterer besteht u. a. aus der Anastasiakapelle und der Klosterkirche St. Benedikt im Baustil des italienischen Frühbarocks, an die sich südlich der Kreuzgang anschließt. Die weiteren Gebäudetrakte, die teilweise auch von der Stiftungshochschule München genutzt werden, gruppieren sich um einen ca. 106 × 75 m großen Innenhof.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benediktinische Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kloster Benediktbeuern
Urkunde König Lothars III. für Bischof Herimann von Augsburg, dem er die Schenkung der Reichsabtei Benediktbeuern bestätigt; ausgestellt am 27. November 1125. München, Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Kaiserselekt 450

Das Kloster Buron/Benediktbeuern entstand als frühmittelalterliche Gründung im 8. Jahrhundert. Seine ersten Anfänge sind in ein tiefes Dunkel gehüllt, das kaum mehr zu lichten ist. Zeitgenössische Quellen darüber fließen spärlich, eine Gründungsurkunde fehlt. Die spätere Überlieferung über die Gründung stammt erst aus der Mitte des 11. Jahrhunderts. Damals wurde das Kloster nach der Zerstörung durch die Ungarn (955) von den Benediktinermönchen von Tegernsee aus neu belebt (1031). Der Amtsantritt des ersten Abtes Lantfrid wird heute in die Mitte der sechziger Jahre des 8. Jahrhunderts datiert.[1][2][3][4][5][6] Offenbar war er als gebildeter Mann gut vernetzt, drang doch sein Ruf bereits bis nach Italien. Der bedeutende Theologe Ambrosius Autpertus von der Abtei San Vincenzo am Volturno (gest. 784) widmete ihm eine Abhandlung über den Konflikt der Tugenden und Laster. Eine Reihe erhaltener Buchkodizes aus dem späten 8. und dem frühen 9. Jahrhundert belegen, dass die Benediktbeurer Mönche rasch eines der bedeutendsten Skriptorien im südlichen Bayern schufen. Auch die Anlage von Heilkräutergärten um 1200 ist bezeugt. Ursprünglicher Kirchenpatron war der Apostel Jakobus; erst später nahm der Mönchsvater Benedikt diese Stelle ein. Dessen Verehrung wurde maßgeblich gefördert, als Karl der Große dem Kloster eine Unterarmreliquie des Heiligen schenkte. Der romanische Schmuckfußboden aus dem 12. Jahrhundert, der bei Ausgrabungen in der Basilika gefunden wurde, geht auf diese kulturelle Blütezeit zurück. Um 1250 deckte die Klosterbibliothek mit rund 250 Handschriften den ganzen Bereich des damaligen höheren Bildungswesens ab. 1530/40 wurde die systematische Klostergeschichtsschreibung durch P. Antonius Funda vertieft. 1490 zerstörte ein Großbrand die zentralen Klostergebäude. Nach dem Dreißigjährigen Krieg kam es erneut zu einer kulturellen Hochblüte. Das Gymnasium mit musischem, mathematischem und botanischem Schwerpunkt wurde wieder eröffnet und eine Theologische Hochschule der Bayerischen Benediktinerkongregation errichtet. Zwischen 1669 und 1679 wurde die heutige barocke Form der Klosteranlage geschaffen und ab 1672 die Klosterkirche St. Benedikt neu gebaut.

1700 wurde durch P. Karl Meichelbeck OSB (1669–1734) erstmals die quellenkritische Methode der Geschichtsschreibung in Süddeutschland mustergültig angewandt. Er ist der Verfasser der Historia Frisingensis (Geschichte des Bistums Freising) und des Chronicon Benedictoburanum (Geschichte des Klosters Benediktbeuern). Von ihm stammt auch das hagiografische Werk Leben / Leyden / Todt / Erhebung / vnd Gnaden=reiche Gutthätigkeit Der grossen Heiligen Martyrin Anastasiae (1710), in dem er u. a. ausführlich das sogenannte Kochelsee-Wunder beschreibt, die Rettung des Klosters im Spanischen Erbfolgekrieg am 28. Januar 1704. 1698 wurde die Hochschule (commune studium) im äußeren Nordtrakt eröffnet. Der Bibliothekskomplex stammt aus dem Jahr 1722. 1751 bis 1753 wurde die Anastasiakapelle im Nordosten der Klosterkirche erbaut.

Reihe der Äbte und Pröpste des Klosters[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen: [7][8][9][10][11]

Trotz Unsicherheiten in Folge mangelnder Zeugnisse und Fakten kann eine Liste nach dem derzeit als wahrscheinlich geltenden Wissensstand generiert werden. Es sind lediglich Näherungswerte, eine Gewähr auf Richtigkeit der Reihenfolge und der Sedenzzeiten der Äbte kann nicht gegeben werden.

Äbte:

  1. Lantfrid, 6. bis 8. Dekade 8. Jh.
  2. Hringrim, 8. bis 9. Dekade 8. Jh.
  3. Waldram I., 9. Dekade 8. Jh. bis 1. Dekade 9. Jh.?
  4. Eliland I., 1. bis 3. Dekade 9. Jh.?
  5. Zacco, 3. bis 6. Dekade 9. Jh.?
  6. Erpfmann, 6. bis 9. Dekade 9. Jh.?
  7. Urolf, 1. bis 2 Dekade 10. Jh.?
  8. Snelpart, 2. bis 5. Dekade 10. Jh.?

Pröpste:

  1. Wolfhod
  2. Richolf
  3. Reginbert I.
  4. Rathold
  5. Tagino
  6. Albero
  7. Reginbert II., bis 1031

Äbte:

  1. Ellinger, 1031–1032
  2. Gothelm, 1032–1062
  3. Megingoz, 1062–1065
  4. Ratmund, 1065–1090
  5. Conrad I., 1090–1122
  6. Norbert, 1123
  7. Ulschalk, 1125
  8. Engelschalk, † 1138
  9. Walther, † 1168
  10. Ortolf, 1168–1180
  11. Wernher, † 1183
  12. Albert I., † 1203
  13. Bernhard I., † 1213
  14. Heinrich I., † 1227
  15. Gebhard, 1227–1236
  16. Bernhard II., 1236–1246
  17. Heinrich II., 1246–1271
  18. Ortolf II., Fürstabt 1271–1283, erhielt 1277 die Pontifikalien.
  19. Heinrich III., Fürstabt 1283–1289
  20. Otto, 1289–1318
  21. Heinrich IV. von Türkenfeld, 1318–1348
  22. Düring/During von Türkenfeld, 1348–1360
  23. Albert II., 1360–1369
  24. Heinrich V. von Wegmann, 1369–1377
  25. Heinrich VI. von Pienzenau, 1377–1400
  26. Ludwig I. Rieder, 1400–1409
  27. Friedrich von Weiching, 1409–1422
  28. Conrad/Konrad II. Vetter, 1422–1429
  29. Gregor, 1429–1439
  30. Thomas Schwalb, 1439–1440
  31. Wilhelm von Diepolzkirchen, 1440–1483
  32. Narziß/Narzissus Paumann, 1483–1504
  33. Balthasar Werlin, 1504–1521
  34. Matthias Reuchl/Reichel, 1521–1538
  35. Kaspar Zwickl/Zwinck, 1538–1548
  36. Ludwig II. Pertzl/Pörtzl, 1548–1570
  37. Johann Chrysostomos Benedikt März von Spruner, 1570–1604
  38. Johann II. Halbherr, 1597 Koadjutor, Abt 1604–1628
  39. Waldram II. Weiß, 1628–1638
  40. Philipp Feischl/Feischel, 1638–1661
  41. Amand I. Thomamiller, 1661–1671
  42. Plazidus/Placidus Mayr, 1671–1689
  43. Eliland II. Oettl/Öttl, 1689–1707
  44. Magnus Pachinger, 1707–1742
  45. Leonhard Hochenauer, 1742–1758
  46. Benno Voglsanger, 1758–1784
  47. Amand II. Fritz/Friz, 1784–1796
  48. Karl Klocker, 1796–1803

Säkularisation 1803[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kloster wurde 1803 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. In der Klosterbibliothek wurden dabei die Carmina Burana, eine Sammlung von Vagantenliedern aus dem 13. Jahrhundert, gefunden. Die Handschrift, auch Codex Buranus genannt, befindet sich heute in der Bayerischen Staatsbibliothek. Auch viele andere Handschriften und ein Teil der gedruckten Bücher wurden nach München ausgelagert. Der klassizistische Hochaltar findet sich in der Leutascher St. Magdalena-Kirche, erbaut 1820/21.[12]

Das Klostergericht wurde aufgehoben und sein Bezirk auf die Landgerichte Tölz und Weilheim verteilt.[13]

Die ehemaligen Mönche gingen zum Teil als Universitätsprofessoren nach Salzburg (P. Ägidius Jais OSB als Pastoraltheologe), Landshut (P. Sebastian Mall OSB als Orientalist) und München (P. Florian Meilinger OSB als Mathematiker). Schloss Aspenstein in Kochel am See fiel in die Hände verschiedener privater Besitzer, u. a. den Reichsjugendführer der NSDAP, Baldur von Schirach. Seit 1968 befindet sich das Schloss im Besitz der Georg-von-Vollmar-Akademie, die in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Seminare der politischen Bildung anbietet.

Die Klosterkirche wurde mit der Säkularisation Pfarrkirche der Pfarrei St. Benedikt Benediktbeuern.

Zwischen Säkularisation und 1930[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kloster Benediktbeuern als Remonte-Depot

Den Klosterkomplex erhielt Josef von Utzschneider. Joseph von Fraunhofer errichtete hier 1805 eine Glashütte. Er konnte hier unter anderem das schlierenfreie bzw. wellenfreie Flintglas entwickeln und entdeckte die Fraunhoferschen Linien, die für die Entwicklung der Spektralanalyse bedeutsam geworden sind. 1818 übernahm der bayerische Staat das Kloster und nutzte es als militärischen Fohlenhof (Remonte-Depot) bis 1921, als Kaserne, Invalidenheim, Genesungskrankenheim für Soldaten, als Gefängnis und ab 1921 als landwirtschaftlichen Reichsbetrieb.[14] 1925 wurde die ehemalige Klosterbrauerei geschlossen.

Salesianische Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1930 nutzen die Salesianer Don Boscos die Gebäude wieder als Niederlassung einer Ordensgemeinschaft. Im Jahr 2022 umfasst die Gemeinschaft dort rund 35 Salesianer Don Boscos. Direktor des Klosters ist P. Lothar Bily SDB; die Salesianer haben einen Direktor statt eines Abts. Stellvertreter ist P. Claudius Amann SDB.

Philosophie und Theologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1931 gründeten die Salesianer in den Gebäuden eine „Theologische Studienanstalt“ für ihre Ordensmitglieder, aus der später die Philosophisch-Theologische Hochschule (PTH Benediktbeuern) hervorging. 1941 wurde im Kloster eine Zahlmeisterschule der Wehrmacht eingerichtet. Nach 1945 konnte sich die Ordensniederlassung neu entfalten. 1946 wurde ein Gymnasium für spätberufene Priesteramtskandidaten gegründet. Dieses bestand bis 1964, als es nach Buxheim bei Memmingen verlegt wurde. Durch die Affiliation der Philosophisch-Theologischen Hochschule 1970 zunächst an die Theologische Fakultät, dann 1976 auch an die Philosophische Fakultät der Universitas Pontificia Salesiana (UPS) in Rom, erwarb sich die Hochschule weitere Rechte. 1981 erfolgte die staatliche Anerkennung der PTH als nichtstaatliche wissenschaftliche Hochschule. 1990 wurde der PTH das staatliche Promotionsrecht im Bereich der Katholischen Theologie verliehen. Außerdem wurde in diesem Jahr das Institut für Salesianische Spiritualität errichtet. 1992 wurde sie durch die Congregatio de Institutione Catholica zur Theologischen Fakultät erhoben und erhielt dadurch auch das kirchliche Promotionsrecht. 2000 folgte das Habilitationsrecht. 2003 wurde aufgrund dieser Veränderungen auch ein neues Leitbild erstellt. 1998 wurde an der PTH die Clearingstelle Kirche & Umwelt errichtet, die bis 2007 bestand. Die PTH Benediktbeuern wurde zum Wintersemester 2013/14 geschlossen. Ab dem WS 2014/15 wurde der Studiengang Religionspädagogik der Katholischen Stiftungsfachhochschule München in den Räumen der ehemaligen PTH eingeführt.

Sozialpädagogik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1967 wurde ein Jugendleiterseminar eröffnet, das 1968 in die „Höhere Fachschule für Sozialpädagogik der Salesianer Don Boscos“ umgewandelt wurde. 1971 wurde die Höhere Fachschule für Sozialpädagogik in die Kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts „Katholische Bildungsstätten für Sozialpädagogik in Bayern“ als Abteilung Benediktbeuern der Katholischen Stiftungsfachhochschule München (KSFH) integriert. Am 1. Oktober 1990 wurde an der KSFH der Studienschwerpunkt „Umwelt- und Kulturpädagogik“ eingerichtet. 2017 wurde die Hochschule in Katholische Stiftungshochschule München (KSH) umbenannt.

Jugendpastoralinstitut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1978 kam es zur Gründung des Jugendpastoralinstituts Don Bosco Benediktbeuern als kooperierende Institution sowohl zur PTH als auch zur KSFH. Es dient der Fort- und Weiterbildung von Fachkräften aus Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe.

Jugendherberge, Aktionszentrum und Zentrum für Umwelt und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehr früh wurde im ehemaligen Kloster eine Jugendherberge untergebracht, die dem Deutschen Jugendherbergswerk angeschlossen ist. Sie ist spezialisiert auf Klassenfahrten, Jugendfreizeiten, Expeditionen, Exkursionen und Hüttentouren.

Für die praktische Jugendarbeit wurde Mitte der 1970er Jahre das sog. Aktionszentrum Benediktbeuern eröffnet, das sich vor allem auf Orientierungstage für Schulklassen und offene Veranstaltungen für Jugendliche und Junge Erwachsene spezialisiert hat. 14.000 Jugendliche nehmen jährlich an Orientierungstagen und offenen Veranstaltungen der Jugendbildungsstätte Aktionszentrum teil.

1988 wurde das Zentrum für Umwelt und Kultur Benediktbeuern (ZUK) errichtet. Es dient der Jugend- und Erwachsenenbildung zu diesen beiden Themen. Dazu gibt es ein Museum, Ausstellungen, Konzerte, Landschaftspflege, Biotope und Lehrpfade. Das ZUK erreicht mehr oder weniger intensiv rund 90.000 Besucher im Jahr.

Stiftungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2001 kam es zur Gründung der Don-Bosco-Stiftung Benediktbeuern und der Don-Bosco-Hochschulstiftung, die die Arbeit der Salesianer in Benediktbeuern finanziell mit absichern helfen sollen. Beide Stiftungen sind Teil des Don-Bosco-Stiftungszentrums.

Großbrände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kloster erlebte mehrere Großbrände. Außer der Zerstörung durch den Ungarnsturm wurde die Klosterkirche 1248 durch einen Brand geschädigt und stürzte 1288 ein; 1490 wurde das zentrale Klostergebäude zerstört und es folgte ein spätgotischer Neubau.[15] Den letzten Brand erlebte das Kloster 1979, als unter anderem der halbe Nordtrakt mit dem Fachhochschulgebäude in Flammen aufging.

Museen, Sammlungen und Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fraunhofer-Glashütte

Im Kloster Benediktbeuern ist die historische Glashütte als Museum eingerichtet. In dieser forschte von 1807 bis 1819 Joseph von Fraunhofer am Glasschliff und der Herstellung von optischen Geräten. Besucher können seine Schmelzöfen, optische und andere Geräte besichtigen und die Technik des Glasmachens zur Zeit Fraunhofers kennenlernen.[16]

Im Westflügel des Maierhofs ist seit 2004 außerdem Heimatpflege-Informationszentrum des Bezirks Oberbayern angesiedelt, das auch das Zentrum für Trachtengewand beinhaltet.[17] Letzteres baut eine Sammlung und Fachkompetenz in Sachen historischer Bekleidung auf.[18][19]

Fraunhofer-Gesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fraunhofer-Gesellschaft betreibt im Kloster das Zentrum für energetische Altbausanierung und Denkmalpflege.[20] Dort wird einerseits Forschung betrieben, wie Denkmalpflege und Altbausanierung unter dem Gesichtspunkt moderner Wärmedämmung optimiert werden können. Andererseits bietet das Zentrum Beratung zum Thema für individuelle Bauherrn, Handwerker und Denkmalpfleger.

Ab 2013 plante die Fraunhofer-Gesellschaft zudem den Bau eines Konferenzzentrums auf dem Klosterareal unter dem Namen Netzwertzentrum.[21] Eine Bürgerinitiative versuchte die Umsetzung zu verhindern. 2018 nahm jedoch auch die Fraunhofer-Gesellschaft aus rechtlichen Gründen Abstand vom Projekt.[22]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Didier F. Isel: Zur Gründungs- und Frühgeschichte des Klosters Benediktbeuern, eine quellenkritische Studie. In: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige, herausgegeben von der historischen Sektion der bayerischen Benediktinerakademie, Band 121 / 2010. Online verfügbar: http://www.mgh-bibliothek.de/dokumente/b/b035674.pdf
  • Josef Hemmerle: Die Benediktinerabtei Benediktbeuern. Hrsg.: Max-Planck-Institut für Geschichte (= Germania Sacra. Neue Folge 28, Das Bistum Augsburg: Teil 1). Walter de Gruyter, Berlin 1991, ISBN 3-11-012927-2 (Volltext [PDF; 12,3 MB; abgerufen am 24. Juni 2017]).
  • Leo Weber: Vestigia Burana: Spuren und Zeugnisse des Kulturzentrums Kloster Benediktbeuern. Don Bosco Medien, 1995, ISBN 3-7698-0790-1.
  • Leo Weber: Kloster Benediktbeuern: mit päpstlicher Basilika und Anastasiakapelle. Schnell und Steiner, Regensburg 2001 (11. Auflage), ISBN 3-7954-4095-5.
  • Leo Weber: Kloster Benediktbeuern: Hoheits-, Wirtschafts- und Kulturzentrum seit dem frühen 8. Jahrhundert im Pfaffenwinkel. Schnell und Steiner, Regensburg 2003, ISBN 3-7954-1412-1.
  • Geert Müller-Gerbes (Text), Friedemann Mayer (Bearb.): Carmina burana. Ein Rundgang in Bildern mit Sieger Köder und seinen Schülern. Heidenheimer Zeitung, Heidenheim an der Brenz 2007, ISBN 978-3-920433-13-4 (gemalte Bilder im Zentrum für Umwelt und Kultur).
  • Norbert Wolff (Hrsg.): Benediktbeuern. Erbe und Herausforderung. FG für Leo Weber SDB zum 80. Geburtstag. (= Benediktbeurer Studien. 12). Don Bosco, München 2008, ISBN 978-3-7698-1721-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kloster Benediktbeuern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Keine Erwähnung in den Regesta Imperii Online
  2. Handbuch der Bayerischen Geschichte, Erster Band, Das Alte Bayern, Von der Vorgeschichte bis zum Hochmittelalter, neu herausgegeben von Alois Schmid, Verlag C.H. Beck oHG, München 2017, S. 181
  3. Ludwig Holzfurtner, Gründung und Gründungsüberlieferung. Quellenkritische Studien zur Gründungsgeschichte der Bayerischen Klöster der Agilolfinger Zeit und ihrer hochmittelalterlichen Überlieferung, Oberpfalzverlag Michael Laßleben, Kallmünz 1984, ISBN 3-7847-3011-6, S. 57 ff.
  4. Joachim Jahn, Ducatus Baiuvariorum, Das Bayerische Herzogtum der Agilolfinger, Kloster Benediktbeuern, Anton Hiersemann Verlag, Stuttgart 1991 S. 449 ff
  5. Kilian Streidl, Rätsel um die Gründungsgeschichte des Klosters Buron/Benediktbeuern, Auszüge aus den Werken anerkannter Historiker der jüngeren Generationen, Bichl Oktober 2021, begrenzter Verteiler
  6. Rudolf Steiger, Zwischen Legende und Wirklichkeit, Zum historischen Hintergrund der Gründungsüberlieferung des Klosters Benediktbeuern, in Lech-Isar-Land, Heimatliches Jahrbuch 2021, S. 213 bis 264.
  7. Ludwig Holzfurtner: Gründung und Gründungsüberlieferung. Quellenkritische Studien zur Gründungsgeschichte der Bayerischen Klöster der Agilolfinger Zeit und ihrer hochmittelalterlichen Überlieferung. Oberpfalzverlag Michael Laßleben, Kallmünz 1984, ISBN 3-7847-3011-6, S. 61–185.
  8. Joachim Jahn: Ducatus Baiuvariorum. Das Bayerische Herzogtum der Agilolfinger. Kloster Benediktbeuern. Anton Hiersemann Verlag, Stuttgart 1991, ISBN 3-7772-9108-0, S. 449, 453, 456.
  9. Josef Hemmerle: Die Benediktinerabtei Benediktbeuern. Hrsg.: Max-Planck-Institut für Geschichte (= Germania Sacra. Neue Folge 28, Das Bistum Augsburg: Teil 1). Walter de Gruyter, Berlin 1991, ISBN 3-11-012927-2, S. 419–435.
  10. Michael Hartig: Die oberbayerischen Stifte. Band I: Die Benediktiner-, Cisterzienser- und Augustiner-Chorherrenstifte. Verlag vorm. G. J. Manz, München 1935, DNB 560552157, S. 17 f.
  11. Benediktbeuern/Äbte. In: benediktinerlexikon.de, 27. Juni 2013. Abgerufen am 24. Juni 2017. Äbte erst ab Otto 1289–1318 aufgelistet
  12. seefeld.com
  13. Dieter Albrecht: Die Klostergerichte Benediktbeuern und Ettal (Historischer Atlas von Bayern, Altbayern, Heft 6, 1953, S. 22)
  14. Leo Weber: Kloster Benediktbeuern. Regensburg 2003, ISBN 3-7954-1412-1, S. 12.
  15. Codreanu-Windauer, Silvia: Der romanische Schmuckfußboden in der Klosterkirche Benediktbeuern. Bayer. Landesamt für Denkmalpflege, München 1988, S. 5. ISBN 3-87490-910-7
  16. Die Fraunhofer Glashütte im Kloster. In: benediktbeuern.de. Abgerufen am 26. November 2020.
  17. Zentrum für Trachtengewand: Zentrum für Trachtengewand. Abgerufen am 1. April 2022.
  18. Trachten-Informationszentrum. In: bezirk-oberbayern.de. Abgerufen am 26. November 2020.
  19. Alois Ostler: Bezirkseinrichtung im Maierhof des Klosters Benediktbeuern steht vor Umgestaltung. In: Merkur.de. 28. Oktober 2020, abgerufen am 26. November 2020.
  20. Fraunhofer-Gesellschaft: Fraunhofer-Zentrum Benediktbeuern
  21. Ein attraktives Wissenschaftszentrum. In: Süddeutsche Zeitung. 3. April 2014.
  22. Kloster Benediktbeuern: Umstrittenes Tagungshaus wird nicht gebaut. Beitrag auf merkur.de (zuletzt abgerufen am 9. April 2019).

Koordinaten: 47° 42′ 27,2″ N, 11° 23′ 53″ O