Kreis Hoyerswerda

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Dieser Artikel behandelt den Kreis Hoyerswerda im Bezirk Cottbus der DDR (1952–1990) und den Landkreis Hoyerswerda im Freistaat Sachsen (1990–1995). Zum ehemals preußischen Landkreis Hoyerswerda (1825–1952) siehe Landkreis Hoyerswerda.
Basisdaten
Bezirk: Cottbus
Verwaltungssitz: Hoyerswerda
Fläche: 668 km²
Einwohner: 109.847 (31. Dez. 1989)
Bevölkerungsdichte: 164 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: Z (1953–1990)
ZJ, ZK, ZT (1974–1990)
HY (1991–1996)
Territorialer Grundschlüssel: 0608
Kreisgliederung: 43 Gemeinden, davon vier Städte
Lage des Kreises in der DDR
Kreis Rügen Kreis Bad Doberan Kreis Greifswald Greifswald Kreis Grevesmühlen Kreis Grimmen Kreis Ribnitz-Damgarten Kreis Rostock-Land Rostock Kreis Stralsund-Land Stralsund Kreis Wismar-Land Wismar Kreis Wolgast Kreis Güstrow Kreis Bützow Kreis Gadebusch Kreis Hagenow Kreis Ludwigslust Kreis Lübz Kreis Parchim Kreis Perleberg Kreis Schwerin-Land Schwerin Kreis Sternberg Kreis Anklam Kreis Altentreptow Kreis Demmin Kreis Malchin Kreis Neubrandenburg-Land Neubrandenburg Kreis Neustrelitz Kreis Pasewalk Kreis Prenzlau Kreis Röbel/Müritz Kreis Strasburg Kreis Templin Kreis Teterow Kreis Ueckermünde Kreis Waren Kreis Belzig Kreis Brandenburg-Land Brandenburg an der Havel Kreis Gransee Kreis Jüterbog Kreis Königs Wusterhausen Kreis Kyritz Kreis Luckenwalde Kreis Nauen Kreis Neuruppin Kreis Oranienburg Kreis Potsdam-Land Potsdam Kreis Pritzwalk Kreis Rathenow Kreis Wittstock Kreis Zossen Kreis Angermünde Kreis Bad Freienwalde Kreis Beeskow Kreis Bernau Kreis Eberswalde Kreis Eisenhüttenstadt-Land Eisenhüttenstadt Frankfurt (Oder) Kreis Fürstenwalde Schwedt/Oder Kreis Seelow Kreis Strausberg Kreis Bad Liebenwerda Kreis Calau Kreis Cottbus-Land Cottbus Kreis Finsterwalde Kreis Forst Kreis Guben Kreis Herzberg Kreis Hoyerswerda Kreis Jessen Kreis Luckau Kreis Lübben Kreis Senftenberg Kreis Spremberg Kreis Weißwasser Kreis Burg Kreis Gardelegen Kreis Genthin Kreis Halberstadt Kreis Haldensleben Kreis Havelberg Kreis Klötze Magdeburg Kreis Oschersleben Kreis Osterburg Kreis Salzwedel Kreis Schönebeck Kreis Staßfurt Kreis Stendal Kreis Wanzleben Kreis Wernigerode Kreis Wolmirstedt Kreis Zerbst Kreis Artern Kreis Aschersleben Kreis Bernburg Kreis Bitterfeld Dessau Kreis Eisleben Kreis Gräfenhainichen Halle (Saale) Kreis Hettstedt Kreis Hohenmölsen Kreis Köthen Kreis Merseburg Kreis Naumburg Kreis Nebra Kreis Quedlinburg Kreis Querfurt Kreis Roßlau Saalkreis Kreis Sangerhausen Kreis Weißenfels Kreis Wittenberg Kreis Zeitz Kreis Altenburg Kreis Borna Kreis Delitzsch Kreis Döbeln Kreis Eilenburg Kreis Geithain Kreis Grimma Kreis Leipzig-Land Leipzig Kreis Oschatz Kreis Schmölln Kreis Torgau Kreis Wurzen Kreis Bautzen Kreis Bischofswerda Kreis Dippoldiswalde Kreis Dresden-Land Dresden Kreis Freital Kreis Görlitz Görlitz Kreis Großenhain Kreis Kamenz Kreis Löbau Kreis Meißen Kreis Niesky Kreis Pirna Kreis Riesa Kreis Sebnitz Kreis Zittau Kreis Annaberg Kreis Aue Kreis Auerbach Kreis Brand-Erbisdorf Kreis Flöha Kreis Freiberg Kreis Glauchau Kreis Hainichen Kreis Hohenstein-Ernstthal Kreis Karl-Marx-Stadt-Land Karl-Marx-Stadt Kreis Klingenthal Kreis Marienberg Kreis Oelsnitz Kreis Plauen-Land Plauen Kreis Reichenbach Kreis Rochlitz Kreis Schwarzenberg Kreis Stollberg Kreis Werdau Kreis Zschopau Kreis Zwickau-Land Zwickau Kreis Eisenberg Kreis Gera-Land Gera Kreis Greiz Kreis Jena-Land Jena Kreis Lobenstein Kreis Pößneck Kreis Rudolstadt Kreis Saalfeld Kreis Schleiz Kreis Stadtroda Kreis Zeulenroda Kreis Apolda Kreis Arnstadt Kreis Eisenach Kreis Erfurt-Land Erfurt Kreis Gotha Kreis Heiligenstadt Kreis Langensalza Kreis Mühlhausen Kreis Nordhausen Kreis Sömmerda Kreis Sondershausen Kreis Weimar-Land Weimar Kreis Worbis Kreis Bad Salzungen Kreis Hildburghausen Kreis Ilmenau Kreis Meiningen Kreis Neuhaus am Rennweg Kreis Schmalkalden Kreis Sonneberg Kreis Suhl-Land Suhl Ost-Berlin Volksrepublik Polen Tschechoslowakei Berlin (West) Deutschland DänemarkKarte
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Der Kreis Hoyerswerda, sorbisch Wokrjes Wojerecy, war ein Landkreis im Bezirk Cottbus der DDR. Von 1990 bis 1995 bestand er als Landkreis Hoyerswerda im Freistaat Sachsen fort. Sein Gebiet liegt heute größtenteils im Landkreis Bautzen in Sachsen. Der Sitz der Kreisverwaltung befand sich in Hoyerswerda.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kreis Hoyerswerda lag in der Oberlausitz etwa auf halbem Wege zwischen Cottbus und Dresden und wurde von der Spree und der Schwarzen Elster durchflossen.

Nachbarkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kreis Hoyerswerda grenzte im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Kreise Spremberg, Weißwasser, Niesky, Bautzen, Kamenz und Senftenberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits seit 1825 bestand in der preußischen Provinz Schlesien ein Landkreis Hoyerswerda. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges fiel dieser Landkreis in die Sowjetische Besatzungszone und wurde in das Land Sachsen eingegliedert. Am 25. Juli 1952 kam es in der DDR zu einer umfassenden Kreisreform, bei der unter anderem die Länder aufgelöst wurden und durch Bezirke ersetzt wurden. Der westliche Teil des Landkreises Hoyerswerda kam zum neuen Kreis Senftenberg. Aus dem verbleibenden Teil des Landkreises wurde der Kreis Hoyerswerda gebildet, der dem neugebildeten Bezirk Cottbus zugeordnet wurde.[1] Der Kreissitz war in der Stadt Hoyerswerda. Der Kreis zählte zum sorbischen Siedlungsgebiet.

Insbesondere durch die Expansion der Braunkohlenwirtschaft kam es seit Mitte der 1950er-Jahre zu einem im Vergleich zu den anderen Kreisen der DDR ungewöhnlich starken Bevölkerungswachstum. Im Jahr 1965 erhielt die Gemeinde Lauta das Stadtrecht, Bernsdorf wurde es drei Jahre später verliehen.

Am 17. Mai 1990 wurde der Kreis in Landkreis Hoyerswerda umbenannt.[2] Im Zuge der Wiedervereinigung wurde der Landkreis Hoyerswerda, wie auch der Landkreis Weißwasser, durch einen Bürgerentscheid 1990 nicht wie der größte Teil des Bezirks Cottbus in das Land Brandenburg, sondern in den Freistaat Sachsen eingegliedert. Im Zuge der ersten sächsischen Kreisreform wurde der Landkreis Hoyerswerda am 1. Januar 1996 mit dem schon immer sächsischen Landkreis Kamenz zusammengeschlossen, wobei die Stadt Hoyerswerda eine kreisfreie Stadt wurde und die Gemeinde Uhyst in den Niederschlesischen Oberlausitzkreis wechselte.[1] Durch die zweite sächsische Kreisreform gingen der Landkreis Kamenz und die Stadt Hoyerswerda am 1. August 2008 im Landkreis Bautzen auf.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreis Hoyerswerda[4]
Jahr 1960 1971 1981 1989 1995
Einwohner 76.167 107.722 114.340 109.847 97.673

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ursprüngliches Kreiswappen
vereinfachtes Kreiswappen

Der Landkreis übernahm 1990 das Wappen des früheren Landkreises Hoyerswerda. Dieses wurde vereinfacht und den heraldischen Regeln entsprechend angepasst und 1995, kurz vor der Auflösung des Landkreises, bewilligt.[5]

Blasonierung:

  • Ursprüngliches Wappen: Über silbernen Wellen, in denen ein blauer Fisch schwimmt, eine goldene Mauer mit drei Zinnen, über die im blauen Feld ein silberner Eichbaum mit goldenen Eicheln hervorwächst.
  • Vereinfachtes Wappen: In blauem Feld auf blauem Wellenboden, worin ein silberner Fisch, eine durchgehende goldene Mauer mit drei Zinnen, aus der eine silberne Eiche hervorwächst.

Bedeutung:

Das Wappen basiert mit der goldenen, dreigezinnten Mauer auf blauem Grund auf dem Wappen der Stadt Bautzen und stellt so eine Verbindung des Kreises zur Oberlausitz her. Die Eiche ist ein Rückgriff auf das erste bekannte Siegel der Stadt Hoyerswerda, während der Fisch stellvertretend für die beiden großen Flüsse im Kreisgebiet, Spree und Schwarze Elster, steht.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kreis Hoyerswerda war stark vom Braunkohleabbau geprägt. Bedeutende Betriebe waren unter anderen:

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Autobahn Berliner Ring–Dresden führte westlich am Kreisgebiet vorbei. Dem überregionalen Straßenverkehr dienten außerdem die F 96 von Berlin über Hoyerswerda nach Bautzen sowie die F 97 von Dresden über Hoyerswerda nach Cottbus.

Das Kreisgebiet war durch die Eisenbahnstrecken Hoyerswerda–Bautzen, Hoyerswerda–Spremberg–Cottbus sowie Falkenberg–Hoyerswerda–Horka in das Eisenbahnnetz der DDR eingebunden.

Bevölkerungsdaten der Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebietsänderungen im Kreis (DDR)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum TGS (1968) Gemeinde Änderung TGS (1968) aufnehmende Gemeinde
01.01.1957 Bärwalde Eingliederung in 060827 Merzdorf
Brischko Eingliederung in 060846 Wittichenau
Driewitz Eingliederung in 060824 Litschen
Friedersdorf
Klein Neida Eingliederung in 060814 Hoyerswerda, Stadt
Kühnicht
Neudorf/Spree Umgliederung 120153 Neudorf/Spree,
Kreis Bautzen
Schöpsdorf Eingliederung in 060827 Merzdorf
01.07.1961 Scado Eingliederung in 060809 Geierswalde
01.04.1968 amtliche Einführung des TGS
01.07.1970 060810 Groß Partwitz † Eingliederung in 060816 Klein Partwitz
01.05.1974 060807 Drehna Eingliederung in 060842 Uhyst
060823 Lippen
060829 Mortka Eingliederung in 060824 Litschen
01.01.1978 060815 Keula Eingliederung in 060846 Wittichenau
060827 Merzdorf † Eingliederung in 060842 Uhyst
060827 Merzdorf, Ortsteil Bärwalde Neubildung 060849 Bärwalde
060833 Riegel Eingliederung in 060844 Weißkollm

Eintritt 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsübersicht aller 44 Gemeinden des Kreises, die 1990 in das wiedergegründete Land Sachsen kamen.[6]

TGS AGS Gemeinde,
Gmejna (Sorbisch)
Einwohner Fläche (ha) heutige Gemeinde Landkreis
3.10.1990 31.12.1990
060801 14034010 Bernsdorf, sorbisch Njedźichow 5.346 5.294 1.624 Bernsdorf Bautzen
060802 14034020 Bluno, Bluń 508 507 1.379 Elsterheide Bautzen
060803 14034030 Bröthen, Brětnja 894 892 1.104 Hoyerswerda Bautzen
060804 14034040 Burg, Bórk 215 215 1.770 Spreetal Bautzen
060805 14034050 Burghammer, Bórkhamor 945 951 1.805 Spreetal Bautzen
060806 14034060 Dörgenhausen, Němcy 549 547 546 Hoyerswerda Bautzen
060808 14034080 Dubring, Dubrjenk 116 120 325 Wittichenau Bautzen
060809 14034090 Geierswalde, Lejno 260 260 2.047 Elsterheide Bautzen
060811 14034110 Groß Särchen, Wulke Ždźary 1.138 1.121 1.027 Lohsa Bautzen
060812 14034120 Hermsdorf/Spree, Hermanecy 317 315 1.736 Lohsa Bautzen
060813 14034130 Hoske, Hózk 380 379 776 Wittichenau Bautzen
060814 14034140 Hoyerswerda, Wojerecy 65.442 64.888 2.011 Hoyerswerda Bautzen
060816 14034160 Klein Partwitz, Bjezdowy 184 188 1.655 Elsterheide Bautzen
060817 14034170 Knappenrode, Hórnikecy 1.055 1.043 989 Hoyerswerda Bautzen
060818 14034180 Koblenz, Koblicy 366 371 541 Lohsa Bautzen
060819 14034190 Kotten, Koćina 352 356 776 Wittichenau Bautzen
060820 14034200 Laubusch, Lubuš 3.214 3.202 1.073 Lauta Bautzen
060821 14034210 Lauta, Łuty 8.378 8.324 1.668 Lauta Bautzen
060822 14034220 Leippe, Lipoj 1.258 1.256 1.364 Lauta Bautzen
060824 14034240 Litschen, Złyčin 784 776 1.983 Lohsa Bautzen
060825 14034250 Lohsa, Łaz 2.059 1.099 3.206 Lohsa Bautzen
060826 14034260 Maukendorf, Mučow 306 309 567 Wittichenau Bautzen
060828 14034280 Mönau, Manjow 245 237 1.061 Boxberg/O.L. Görlitz
060830 14034300 Nardt, Narć 274 271 857 Elsterheide Bautzen
060831 14034310 Neustadt, Nowe Město 392 390 4.616 Spreetal Bautzen
060832 14034320 Neuwiese, Nowa Łuka 610 605 2.144 Elsterheide Bautzen
060834 14034340 Sabrodt, Zabrod 312 315 942 Elsterheide Bautzen
060835 14034350 Schwarzkollm, Čorny Chołmc 539 537 3.034 Hoyerswerda Bautzen
060836 14034360 Seidewinkel, Židźino 383 385 3.442 Elsterheide Bautzen
060837 14034370 Sollschwitz, Sulšecy 375 377 896 Wittichenau Bautzen
060838 14034380 Spohla, Spale 260 254 862 Wittichenau Bautzen
060839 14034390 Spreewitz, Šprjejcy 652 654 2.744 Spreetal Bautzen
060840 14034400 Steinitz, Šćeńca 358 349 974 Lohsa Bautzen
060841 14034410 Tätzschwitz, Ptačecy 444 437 926 Elsterheide Bautzen
060842 14034420 Uhyst, Delni Wujězd 1.084 1.075 3.510 Boxberg/O.L. Görlitz
060843 14034430 Wartha, Stróža 435 431 565 Königswartha Bautzen
060844 14034440 Weißkollm, Běły Chołmc 948 935 3.033 Lohsa Bautzen
060845 14034450 Wiednitz, Wětnica 1.287 1.275 1.594 Bernsdorf Bautzen
060846 14034460 Wittichenau, Kulow 3.410 3.415 2.320 Wittichenau Bautzen
060847 14034470 Zeißholz, Ćisow 415 415 975 Bernsdorf Bautzen
060848 14034480 Zeißig, Ćisk 501 510 953 Hoyerswerda Bautzen
060849 14034490 Bärwalde, Bjerwałd 193 194 1.417 Boxberg/O.L. Görlitz
060800 14034000 Landkreis Hoyerswerda krajny wokrjes Wojerecy 87.545 86.834 42.154 –––––– ––––––

1990 umfasste der Kreis 4 Städte und 42 Gemeinden.

Gebietsveränderungen im Landkreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum AGS Gemeinde Änderung AGS aufnehmende Gemeinde
01.07.1993 14034220 Leippe Namensänderung in 14034220 Leippe-Torno
01.10.1993 14034030 Bröthen Eingliederung in 14034140 Hoyerswerda, Stadt
01.01.1994 14034470 Zeißholz Eingliederung in 14034010 Bernsdorf, Stadt
14034040 Burg Eingliederung in 14034050 Burghammer
14034170 Knappenrode Eingliederung in 14034140 Hoyerswerda, Stadt
14034120 Hermsdorf/Spree Zusammenschluss zu 14034250 Lohsa
14034240 Litschen
14034250 Lohsa
14034400 Steinitz
14034440 Weißkollm
14034490 Bärwalde
14034370 Sollschwitz Umgliederung in 14035450 Oßling,
Landkreis Kamenz
14034460 Wittichenau, Stadt
14034080 Dubring Eingliederung in 14034460
14034130 Hoske 14034460
14034190 Kotten 14034460
14034260 Maukendorf 14034460
01.03.1994 14034280 Mönau Eingliederung in 14034420 Uhyst
01.08.1994 Kreisschlüsseländerung 14034→14095

Kreisschlüsseländerung 01.08.1994[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinden
  • 14034010 → 14095010 Bernsdorf, Stadt
  • 14034020 → 14095020 Bluno
  • 14034050 → 14095030 Burghammer
  • 14034060 → 14095040 Dörgenhausen
  • 14034090 → 14095050 Geierswalde
  • 14034110 → 14095060 Groß Särchen
  • 14034140 → 14095070 Hoyerswerda, Stadt
  • 14034160 → 14095080 Klein Partwitz
  • 14034180 → 14095090 Koblenz
  • 14034200 → 14095100 Laubusch
  • 14034210 → 14095110 Lauta, Stadt
  • 14034220 → 14095120 Leippe-Torno
  • 14034250 → 14095130 Lohsa
  • 14034300 → 14095140 Nardt
  • 14034310 → 14095150 Neustadt
  • 14034320 → 14095160 Neuwiese
  • 14034340 → 14095170 Sabrodt
  • 14034350 → 14095180 Schwarzkollm
  • 14034360 → 14095190 Seidewinkel
  • 14034380 → 14095200 Spohla
  • 14034390 → 14095210 Spreewitz
  • 14034410 → 14095220 Tätzschwitz
  • 14034420 → 14095230 Uhyst
  • 14034430 → 14095240 Wartha
  • 14034450 → 14095250 Wiednitz
  • 14034460 → 14095260 Wittichenau, Stadt
  • 14034480 → 14095270 Zeißig
Datum AGS Gemeinde Änderung AGS aufnehmende Gemeinde
01.01.1995 14095200 Spohla Eingliederung in 14095260 Wittichenau, Stadt
01.07.1995 14095020 Bluno Neubildung von 14095045 Elsterheide
14095050 Geierswalde
14095080 Klein-Partwitz
14095140 Nardt
14095160 Neuwiese
14095170 Sabrodt
14095190 Seidewinkel
14095220 Tätzschwitz
01.10.1995 14095060 Groß Särchen Neubildung von 14095095 Knappensee
14095090 Koblenz
14095240 Wartha
31.12.1995 Kreisschlüsseländerung 14095→14295

Auflösung 1996[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AGS Gemeinde Einwohner Fläche (ha) AGS
(neu)
Landkreis
31.12.1995
14295010 Bernsdorf, Stadt, sorbisch Njedźichow 5.572 2.598,51 14292020 Westlausitz-Dresdner Land
14295030 Burghammer, Bórkhamor 1.256 3.575,27 14292535 Westlausitz-Dresdner Land
14295040 Dörgenhausen, Němcy 568 546,02 14292105 Westlausitz-Dresdner Land
14295045 Elsterheide, Halštrowska hola 3.377 13.390,06 14292110 Westlausitz-Dresdner Land
14295070 Hoyerswerda, Stadt, Wojerecy 58.667 4.107,59 14264000 Hoyerswerda, krfr. Stadt
14295095 Knappensee, Hornikečanski Jezor 1.889 2.133,32 14292240 Westlausitz-Dresdner Land
14295100 Laubusch 2.953 1.073,56 14292270 Westlausitz-Dresdner Land
14295110 Lauta, Stadt 7.090 1.667,81 14292290 Westlausitz-Dresdner Land
14295120 Leippe-Torno 1.358 1.363,73 14292300 Westlausitz-Dresdner Land
14295130 Lohsa, Łaz 4.564 12.193,74 14292320 Westlausitz-Dresdner Land
14295150 Neustadt, Nowe Město 403 4.616,50 14292535 Westlausitz-Dresdner Land
14295180 Schwarzkollm, Čorny Chołmc 644 3.034,05 14264000 Hoyerswerda, krfr. Stadt
14295210 Spreewitz, Šprjejcy 610 2.743,96 14292535 Westlausitz-Dresdner Land
14295230 Uhyst, Delni Wujězd 1.298 4.642,52 14284420 Niederschlesischer Oberlausitzkreis
14295250 Wiednitz 1.281 1.593,58 14292590 Westlausitz-Dresdner Land
14295260 Wittichenau, Stadt, Kulow 5.429 6.223,01 14292600 Westlausitz-Dresdner Land
14295270 Zeißig, Ćisk 714 950,66 14264000 Hoyerswerda, krfr. Stadt

Bevölkerungsübersicht aller 44 Gemeinden des Kreises, die 1990 in das wiedergegründete Land Sachsen kamen.[6]

Durch Eingemeindungen und Zusammenschlüsse sank die Zahl der Gemeinden nach 1990 bis zur Auflösung des Kreises 1996 auf 17, darunter vier Städte und die zwei neu gebildeten Gemeinden Elsterheide (Halštrowska hola) und Knappensee (Hórnikečanski Jězor).

Durch die im Kreisgebiet aufgeschlossenen Tagebaue wurden zahlreiche Orte wie zum Beispiel Scado (niedersorbisch Škodow) abgebaggert.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Kraftfahrzeugen (mit Ausnahme der Motorräder) und Anhängern wurden von etwa 1974 bis Ende 1990 dreibuchstabige Unterscheidungszeichen, die mit den Buchstabenpaaren ZJ, ZK und ZT begannen, zugewiesen.[7] Die letzte für Motorräder genutzte Kennzeichenserie war ZZ 00-01 bis ZZ 99-99.[8]

Anfang 1991 erhielt der Landkreis das Unterscheidungszeichen HY. Es wurde für den Landkreis bis zum 31. März 1996 ausgegeben. Seit dem 9. November 2012 ist es im Landkreis Bautzen erhältlich.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hoyerswerdaer Geschichtshefte, erschienen zwischen 1955 und 1989
  • Neue Hoyerswerdaer Geschichtshefte, Hrsg. Stadtverwaltung Hoyerswerda

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  2. Gesetz über die Selbstverwaltung der Gemeinden und Landkreise in der DDR (Kommunalverfassung) vom 17. Mai 1990
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2008
  4. Statistische Jahrbücher der Deutschen Demokratischen Republik. In: DigiZeitschriften. Abgerufen am 6. Oktober 2009.
  5. Eckhart Leisering: Wappen der Kreisfreien Städte und Landkreise im Freistaat Sachsen. mdv, Mitteldeutscher Verlag, Halle/Saale 2000, ISBN 3-89812-069-4.
  6. a b Regionalregister Sachsen
  7. Andreas Herzfeld: Die Geschichte der deutschen Kennzeichen. 4. Auflage. Deutsche Gesellschaft für Flaggenkunde e. V., Berlin 2010, ISBN 978-3-935131-11-7, S. 303.
  8. Andreas Herzfeld: Die Geschichte der deutschen Kennzeichen. 4. Auflage. Deutsche Gesellschaft für Flaggenkunde e. V., Berlin 2010, ISBN 978-3-935131-11-7, S. 495.